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Veröffentlicht am 23.03.2026

Ein Buch für gemütliche Lesestunden

Einatmen. Ausatmen.
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Einatmen. Ausatmen von Maxim Leo, erschienen im Kiepenheuer&Witsch Verlag als Printausgabe und als Hörbuch, gelesen von Vera Teltz, erschienen im Argon Verlag. Erschienen am 12.03.2026.

Marlene Buchholz ...

Einatmen. Ausatmen von Maxim Leo, erschienen im Kiepenheuer&Witsch Verlag als Printausgabe und als Hörbuch, gelesen von Vera Teltz, erschienen im Argon Verlag. Erschienen am 12.03.2026.

Marlene Buchholz ist als Managerin Weltklasse und soll eigentlich die Nachfolgerin ihres Chefs, Dr. Finckenstein, der Vorstandsvorsitzender der Aviola, als CEO werden. Alle wissen, dass die Gewinne der Firma ihr zuzuschreiben sind. Wenn da nur nicht das Menschliche wäre und der Betriebsrat auch ein Wörtchen mitzureden hätte. Es gab kritische Bewertungen von vielen Mitarbeitern über sie, die sie als unempathisch und sie setze sie unter Druck, statt sie zu motivieren. Um ihre Entwicklungsmöglichkeiten in der Personalpolitik zu nutzen, wird sie Kurzerhand schickt sie Finckenstein in ein Achtsamkeitsseminar, wo er selbst vor einigen Jahren gewesen ist. Dessen Besitzer Alex Grow, steckt in finanziellen Schwierigkeiten, muss also Marlene zurechtbiegen und Finckenstein so überzeugen, dass seine Kurse durch Aviola Mitarbeiter gefüllt werden. Kein leichtes Unterfangen da Marlene nicht wirklich überzeugt ist, dass sie mit ihrem Führungsstil falsch liegt.

Fast würde ich Maxim Leo schon britischen Humor nachsagen, aber ganz so trocken wird es dann doch nicht. Auf jeden Fall wird es lustig und alle die diese Art des Coachings für weichgespült und überflüssig halten, werden erstaunt sein, in was für Gefühlstiefen Marlene eintaucht. Natürlich nicht nur wegen des gesunden Essens und der Tiefenentspannung.

Ich hatte wieder das Glück Hörbuch und Buch zu haben. Vera Teltz macht einen hervorragenden Erzählvortrag, aber manche Stelle fand ich so gut, die muss man sich einfach im Büchlein ankreuzen.

Auch mit diesem Buch hat mich Maxim Leo sehr gut unterhalten. Seine Charaktere wirken am Anfang etwas unsympathisch, entwickeln sich aber im Laufe der Geschichte zu Menschen, deren Motive wir verstehen und die man in ihrer Art versteht. Er lässt auch zu, dass sie sich weiterentwickeln und dann plötzlich gar nicht mehr so unsympathisch sind. Klare Kaufempfehlung.

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Veröffentlicht am 21.03.2026

Familie kann man sich nicht aussuchen

Die Familie sehen und sterben
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Die Familie sehen und sterben (Mörderisches Lugano 1) von Toni Rivera, erschienen als Print Ausgabe im Kiepenheuer & Witsch Verlag und als Hörbuch, gelesen von Samuel Streiff im Argon Verlag. Buch und ...

Die Familie sehen und sterben (Mörderisches Lugano 1) von Toni Rivera, erschienen als Print Ausgabe im Kiepenheuer & Witsch Verlag und als Hörbuch, gelesen von Samuel Streiff im Argon Verlag. Buch und Hörbuch sind am 01.03.2026 erschienen.

Capitano Rossi lebt ein ruhiges Leben. Er stammt aus einer armen Familie, aber er selbst hatte sich geschworen zur Polizei zu gehen und dort Karriere zu machen, was ihm auch gelungen ist. Hilfreich scheint zu sein, dass sein älterer Bruder reich ist und obwohl man munkelt, dass er krumme Geschäfte macht, nutzt er gerne die Vorteile, die man hat, wenn man einen Promi in der Familie hat. Das ruhige Kugel schieben ist vorbei, als seine Assistentin Ispettice Gemma Crivelli ihm den Polizeicode für Mord gleich zweimal sendet. Für Rossi wird es schnell brisant. Die Morde scheinen seine Familie zu betreffen.

Ein interessanter Auftakt zu einer neuen Krimireihe, bei der der Ermittler tiefer drinsteckt, als es ihm lieb ist. Rossi ist nicht der Typ Capitano, den der Leser liebt, aber es ist zumindest sehr interessant, wie er ermittelt. Man kann auch erst im Laufe der Ermittlungen nachvollziehen, was es da für Zusammenhänge gibt, aber es lohnt sich dranzubleiben.

Ich hatte wieder Hörbuch und Buch, was mir teilweise wirklich weitergeholfen hat. Die Namen der Protagonisten waren für mich mit dem Hörbuch zu viel. Als ich dann unter Zuhilfenahme des Buchs die Charaktere sortiert hatte, war es auch ein Hörgenuss.

Das Buch macht auch gleich neugierig auf die Gegend und so freue ich mich, dass es erst der Auftakt zu mehr Geschichten aus dem Tessin gewesen ist.

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Veröffentlicht am 20.03.2026

Lebensrückblick

Alt genug
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Alt genug von Ildikó von Kürthy, erschienen im Hörbuch Hamburg Verlag am 26.02.2026 als ungekürzte Hörbuchausgabe, gelesen von der Autorin.

Diesmal ist es kein leichter Roman der Schriftstellerin, es ...

Alt genug von Ildikó von Kürthy, erschienen im Hörbuch Hamburg Verlag am 26.02.2026 als ungekürzte Hörbuchausgabe, gelesen von der Autorin.

Diesmal ist es kein leichter Roman der Schriftstellerin, es ist mehr eine Biografie ihres Lebens. Ein Resümee des älter werden. Wie hat man das Leben genossen, wie haben sich die Prioritäten verschoben und was ist auf dem Lebensweg passiert. Die Schriftstellerin schont sich und uns nicht auf diesen Seiten. Sie erklärt uns ihre besonderen Stresszustände und wie viel Mut es braucht, sich als Model im gesetzteren Alter für eine Show zu bewerben. Wir erfahren auch von ihren Problemen mit Aufzügen und wie sie sich in bestimmten Situationen gefühlt hat.

Ich bin ein Fan von Ildikó von Kürthy und so habe ich mir dieses Buch bei der ersten Sichtung sofort geschnappt. Erwartet habe ich natürlich eine brillant komische Geschichte, die gab es streckenweise natürlich auch, aber so wurde ich ein wenig geerdet und habe viel mehr von der Autorin erfahren, als ich erwartet habe.

Es wurde nie langweilig und der Humor, den man von ihr gewohnt ist, zog sich auch durch dieses Buch. Ihr Vortrag als Erzählerin war angenehm zu lesen und wer könnte seine Geschichte besser erzählen als die Autorin selbst. Ich jedenfalls werde auch weiterhin Bücher von ihr erst nach Hause tragen und mich dann darum kümmern, worum es im Buch eigentlich geht.

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Veröffentlicht am 08.03.2026

Männliche Überheblichkeit

Das Signal
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Das Signal von Ursula Poznanski, erschienen im Knaur HC Verlag als Printausgabe am 02.02.2026 und als Hörbuch, gelesen von Tessa Mittelstaedt, im Argon Verlag als gekürzte Hörbuchversion am 25.02.2026.

Viola ...

Das Signal von Ursula Poznanski, erschienen im Knaur HC Verlag als Printausgabe am 02.02.2026 und als Hörbuch, gelesen von Tessa Mittelstaedt, im Argon Verlag als gekürzte Hörbuchversion am 25.02.2026.

Viola Decker verliert bei einem Unfall im Weinkeller ihres neuen alten Hauses ihr Bein. Ihr ist bewusst, dass ihr Mann sich nicht mit beschädigter Ware zufrieden geben wird. Die
Beziehung stand schon vor dem Unfall auf tönernen Füßen. Ihr Mann hatte sich Geld von ihr geliehen, welches er ihr kaum zurückzahlen kann. Als sie aus dem Krankenhaus nach Haus kommt, hat er eine bärbeißige Pflegerin eingestellt, die eher als Gefängniswärterin arbeitet, statt hier zu helfen, möglichst schnell wieder auf die Beine zu kommen. Viola rüstet technisch auf und spioniert ihrem Mann und anderen Personen nach. Was sie erfährt, lässt sie daran zweifeln, dass ihre bisher so harmonische Ehe wirklich eine solche gewesen ist.
Diese Geschichte läuft als Domesic Noir und ich kann diese Zuordnung nur bestätigen. Ich hatte Buch und Hörbuch und muss sagen, dass Tessa Mittelstaedt den Personen Leben eingehaucht hat. Dieser Geschichte musste man als Print und auch als Hörbuch einfach immer weiter folgen.

Der Charakteraufbau hat viel Zeit und Raum gebraucht, aber mit jeder Zeile wurde es spannender. Geschickt hat die Autorin Klischees eingebaut, die wir bis heute auch im realen Leben nicht hinterfragen und wir tauchen ab, in die digitale Welt des Geldes.

Insgesamt ein spannender Thriller, wie wir ihn aus der Feder von Ursula Poznanski im Erwachsenenbereich gewohnt sind. Man braucht kein technisches Wissen über Tracker oder Bitcoin. Es wird alles leserfreundlich erklärt. Klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 06.03.2026

Geschichte mal anders

Die Iden von Rom
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Die Iden von Rom von Michael Peinkofer, erschienen im Lübbe Verlag am 02.03.2026.

Im Jahr 44 v. Chr. ist Rom der Mittelpunkt der Welt und sein Herrscher Gaius Iulius Caesar auf dem Höhepunkt seiner Macht. ...

Die Iden von Rom von Michael Peinkofer, erschienen im Lübbe Verlag am 02.03.2026.

Im Jahr 44 v. Chr. ist Rom der Mittelpunkt der Welt und sein Herrscher Gaius Iulius Caesar auf dem Höhepunkt seiner Macht. Kleopatra lebt mit seinem Sohn vor den Toren der Stadt, und das Volk wird durch Triumphzüge und Geld bei Laune gehalten. Vielen Senatoren ist sein Gehabe suspekt und sie beschließen ihn an den Iden des März zu ermorden. Als der Tag gekommen ist, entscheidet sich Marcus Iunius Brutus plötzlich dagegen und vereitelt den Anschlag. Was würde aus der Geschichte wie wir sie kennen?

Das Buch ist ein Roman, kein Sachbuch. Das vorneweg. Dennoch ist der Teil, der geschichtlich verbrieft ist sehr gut recherchiert, was meinen Respekt verdient.

Es ist spannend, wenn man das „was wäre, wenn?“ Spiel durchdenkt. Weniger spannend ist es, dass sich der Autor da eher sachlich und kriegstechnisch durchdenkt. Erst recht spät fing ich Feuer, in dem Augenblick, als auch die weibliche Seite entdeckt wurde. Wie wir wissen, spielten Frauen eher einen Nebenjob in der Geschichte und so ziehen sich Krieg und Macht, unsterblich in die Geschichte eingehen durch das Buch, nicht jedoch Gefühle und eigentlich nicht mal Liebe. Das, was Caesar empfindet, ist nur Begehren. Alles das, was eine echte Beziehung ausmacht, ist ihm fremd und unerwünscht, außer der Liebe seines Volkes an ihn.

So bleiben die Charaktere zum großen Teil blass und auf ihre Funktion in der Geschichte reduziert. Gefallen hat mir das Buch dennoch, es ist nur keine leichte Sommerlektüre, sondern ein geschichtlicher Brocken mit dem gewissen Etwas.

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