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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.08.2021

Leider nicht sehr überzeugend

The Girl Before - Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot.
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Jane braucht dringend einen Tapetenwechsel und sieht sich wenig später in einem hochmodernen, schicken, neuem Heim. Obwohl der Vermieter und Architekt des Hauses ungewöhnliche Ansprüche an seine Mieter ...

Jane braucht dringend einen Tapetenwechsel und sieht sich wenig später in einem hochmodernen, schicken, neuem Heim. Obwohl der Vermieter und Architekt des Hauses ungewöhnliche Ansprüche an seine Mieter stellt, ist ihm Jane sofort verfallen.
Doch sie merkt schnell, dass irgendwas nicht stimmt. Ihre Vormieterin starb im Haus und zu allem Übel sah sie ihr erschreckend ähnlich.

Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen aus der Perspektive von Jane und Emma geschildert. Die Erzählweise ist an sich sehr spannend, da immer mehr Zahnrädchen ineinander greifen und von Seite zu Seite neue Erkenntnisse zu Tage gefördert werden.

Die beiden Protagonistinnen waren einigermaßen rund erzählt, auch wenn sie nicht immer nachvollziehbar handelten. Emotional war es mir jedoch nicht möglich, eine nähere Bindung zu einer der beiden aufzubauen, da eine gewisse Distanz stets gewahrt wurde.

Für mich blieb die Spannung leider zu sehr auf der Strecke. Hin und wieder gab es einzelne Momente, die den Spannungsbogen anzogen, jedoch nie komplett durchspannen konnten. Und auch wenn die Geschichte stellenweise sehr atmosphärisch war, fehlte mir einfach der Nervenkitzel.

Das Ende war zwar nachvollziehbar, dennoch wirkte es eher willkürlich als überraschend.

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Veröffentlicht am 09.08.2021

Fesselnde Handlung

Narbenherz
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Heloise Kaldan ist Investigativ-Reporterin und wollte sich in ihrem neuen Artikel eigentlich mit dem Posttraumatischen Belastungssyndrom bei Exsoldaten befassen. Als der 10jährige Lukas eines Morgens nicht ...

Heloise Kaldan ist Investigativ-Reporterin und wollte sich in ihrem neuen Artikel eigentlich mit dem Posttraumatischen Belastungssyndrom bei Exsoldaten befassen. Als der 10jährige Lukas eines Morgens nicht in der Schule ankommt und spurlos verschwunden bleibt, ändert sich das Thema ihres Artikels schlagartig. Auf der Suche nach dem Jungen stößt sie auf interessante Erkenntnisse, die sie dem Abgrund der Menschheit gegenüberstellen.

Die Geschichte wird in mehreren Handlungssträngen erzählt, die sich zunächst nicht logisch zusammensetzen lassen und auch bis kurz vor Schluss einzelne Puzzleteile bleiben. In den letzten Kapiteln fügen sich jedoch alle losen Einzelhandlungen zu einem schlüssigen Strang zusammen, der keine elementaren Fragen offen lässt.

Ich bin sehr gut in die Geschichte gestartet. Der einfache und ungeschönte Schreibstil haben meine Aufmerksamkeit voll und ganz auf die Geschichte gelenkt. Auch die Atmosphäre ist durchgehend düster, der Spannungsbogen so sehr gespannt, dass es mir mit zunehmender Seitenanzahl wirklich schwierig wurde, das Buch aus der Hand zu legen.

Die Protagonisten Erik und Heloise sind sehr rund und damit greifbar beschrieben. Auch wenn ich anfangs noch keine Bindung zu Erik aufbauen konnte und sich sogar eine gewisse Antisympathie breitgemacht, die jedoch nach dem ersten Viertel schnell verflogen ist.
Heloise hingegen ist mir von Anfang an ans Herz gewachsen und hat mich mit in ihre Gefühlswelt gezogen.
Am Ende der Geschichte beschlich mich ein leises Gefühl, dass Heloise nicht wirklich einen Nutzen für das Weiterkommen der Handlung hatte. Dennoch hat sie aufgrund des schnellen Empathieaufbaus auf jeden Fall eine Daseinsberechtigung.

Das Ende war sehr überraschend und für mich in keiner Sekunde hervorsehbar. Und auch wenn ich auf den letzten Seiten das Buch kaum aus der Hand legen konnte, ließ mich das Ende ein wenig in der Luft hängen. Ich glaube, ich hatte mir von einem Thriller mehr erwartet, weswegen ich Narbenherz auch eher in das abgeschwächtere Genre Krimi einstufen würde.

Ich hatte eine wirklich gute Zeit und wurde schon lang nicht mehr so gefesselt.

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Veröffentlicht am 09.08.2021

Wirre Zeitsprünge

Das Apartment
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Wirre Zeitsprünge
Ein Haustausch, der in einem Desaster endet. Eigentlich wollte das junge Paar den Aufenthalt in ihrer Traumstadt nutzen, um das Trauma eines kürzlichen Einbruchs zu überwinden. Da die ...

Wirre Zeitsprünge
Ein Haustausch, der in einem Desaster endet. Eigentlich wollte das junge Paar den Aufenthalt in ihrer Traumstadt nutzen, um das Trauma eines kürzlichen Einbruchs zu überwinden. Da die beiden jedoch kein Geld hatten, entschieden sie sich für einen Haustausch mit einem Paar aus Paris. Auf den Fotos wirkten sowohl das Paar als auch das Apartment nett und schienen perfekt. Doch als die beiden ankommen, ist alles anders als zunächst gedacht.


Die Geschichte wird aus der Perspektive von Mark und Steph erzählt. Dabei bekommt der Leser zwar Einblicke in deren Gefühls- und Gedankenwelt, jedoch half mir das persönlich nicht, um eine Bindung zu beiden aufzubauen. Sie blieben flache Charaktere, die oft nicht nachvollziehbar handelten.


Ich konnte den Geschehnissen leider kaum folgen, da nicht nur die Gedanken der beiden ständig wirr sprangen, sondern auch die Zeiten nicht klar abgegrenzt, verschwammen und somit immer undurchsichtiger wurden.
Wäre dies gut umgesetzt worden, wäre ich von einem Atmosphäre schaffenden Stilmittel ausgegangen. Doch in diesem Fall durchsprach es ständig den Lesefluss und nahm mir irgendwann auch komplett die Lust, der Geschichte weiter folgen zu wollen.
Ebenso wurden die Geschehnisse und Handlungen für mich so undurchsichtig, dass ich am Ende nicht wirklich sagen kann, was eigentlich passiert ist.


Das Ende war daher überraschend, aber nicht, weil der Autor den Leser auf die falsche Fährte lockte, sondern weil er es ihm unmöglich machte, überhaupt folgen zu können.


Für mich leider ein Reinfall.

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Veröffentlicht am 09.08.2021

Ausbleibende Spannung

LITTLE LIES – Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht
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Auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit beginnt Journalistin ein neues Leben als Lehrerin in einer ruhigen Gegend. Doch leider bleibt es nicht lange ruhig und Leah sieht sich ihrer Vergangenheit gegenübergestellt.

Ich ...

Auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit beginnt Journalistin ein neues Leben als Lehrerin in einer ruhigen Gegend. Doch leider bleibt es nicht lange ruhig und Leah sieht sich ihrer Vergangenheit gegenübergestellt.

Ich hab leider ziemliche Schwierigkeiten gehabt, mich in die Geschichte einzufinden. Ebenso konnte sie mich erst kurz vor Schluss packen und gerade, als es spannend zu werden drohte, endete das Buch.

Die Charaktere sind sehr platt und wenig Sympathie oder Empathie erzeugend, weswegen mich die Story wahrscheinlich nicht bei der Stange halten konnte.

Man ist ständig am überlegen, was denn nun wahr ist und was nicht, aber anstatt dadurch eventuell Spannung zu erzeugen, liest sich der Verlauf sehr zäh und schleppend.

Die Geschichte wirkt konstruiert, wenig überzeugend und leider schlichtweg langweilig, obwohl mich das Cover und der Klappentext in freudige Erwartung versetzt haben.

Schade, ich hatte mir ein paar spannende Lesestunden erhofft, anstatt am Ende mit offenen Fragen und enttäuscht zurückzubleiben.

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Veröffentlicht am 31.07.2021

Mittelalterliche Folthermethoden

Angstrichter (Ein Grall-und-Wyler-Thriller 4)
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Sie werden brutal gefoltert und auf bestialische Art und Weise hingerichtet. Doch sie müssen für ihre Taten büßen.

Der Leser wird sofort mitten ins Geschehen geworfen und findet sich mitten in einer Folterszene ...

Sie werden brutal gefoltert und auf bestialische Art und Weise hingerichtet. Doch sie müssen für ihre Taten büßen.

Der Leser wird sofort mitten ins Geschehen geworfen und findet sich mitten in einer Folterszene wieder, in der ein Scharfrichter sein Opfer mithilfe längst veraltete Foltermethoden zu Tode quält. Ein Mord kommt selten allein und werden über die Geschichte hinweg immer neue Foltermethoden aus dem Mittelalter vorgestellt. Besonders spannend fand ich, dass nicht nur die Methoden, sondern auch das vorangegangene Vergehen erklärt und die Zusammenhänge offengelegt werden. Ich hab selten so viel Geschichtswissen in einem Thriller in mich aufgesaugt und – vielleicht mag das makaber klingen – genossen. Auch wenn es brutal und nichts für schwache Nerven ist, fand ich die verwendeten Methoden faszinierend.

Altbekannte Charaktere wieder zu treffen, fühlt sich immer ein wenig nach nach Hause kommen an. Die Protagonisten Jan und Rabea sind authentisch und sympathisch beschrieben, sodass es dem Leser leicht gemacht wird, Empathie zu empfinden und eine Verbindung zu ihnen aufzubauen.
Auch die Nebencharaktere hatten alle ihre Daseinsberechtigung und trugen jeder für sich einen entscheidenden Teil zur Geschichte bei.

Der Schreibstil von Lars Schütz gefällt mir einfach unheimlich gut. Er kommt ohne ausschmückende Füllworte aus, sodass man sich voll und ganz auf das Geschriebene konzentrieren kann. Er ist direkt, ungeschönt und gerade deswegen sehr authentisch.

Ein besonderes Schmankerl war, dass die Handlung zum großen Teil in der mir bekannten Stadt Nürnberg spielt. Es war nochmal ein ganz anderes Leseerlebnis, die Schauplätze aus meinem Alltag zu kennen. Wahrscheinlich lief mir genau deswegen nochmal ein Extraschauer über den Rücken, weil sich so Fiktion und Realität auf geschickte Weise verschmolzen.

Ich hatte eine wirklich gute Zeit mit dem Thriller und werde die Augen nach neuen Fällen offen halten.

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