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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.04.2026

Wenn aus Versehen ein Held entsteht

Fantomaus 1: Plötzlich Superheld!
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Was für ein gelungener Auftakt! Dieses Buch hat uns von der ersten Seite an gepackt. Edgar ist so eine Figur, mit der man sofort mitfühlt – ein bisschen introvertiert, schüchtern, total sympathisch und ...

Was für ein gelungener Auftakt! Dieses Buch hat uns von der ersten Seite an gepackt. Edgar ist so eine Figur, mit der man sofort mitfühlt – ein bisschen introvertiert, schüchtern, total sympathisch und plötzlich mitten in einem ziemlich turbulenten Abenteuer. Sein unfreiwilliger Start als Superheld sorgt gleich für Spannung und auch für ein paar Schmunzler. Zum Glück bekommt Edgar bald Unterstützung: Ein treuer, liebenswerter Hamster tritt an seine Seite und bringt nicht nur Freundschaft, sondern auch jede Menge Tüftlergeist mit. Seine Erfindungen sind ein echtes Highlight – da hätten wir uns tatsächlich noch ein paar zusätzliche Illustrationen gewünscht, einfach weil es so viel Spaß macht, sich das alles vorzustellen. Die Geschichte bleibt durchgehend spannend – vor allem die unerwartete Wendung mit dem Rennen hat uns kalt erwischt. Da steigt die Spannung nochmal ordentlich! Am Ende zeigt sich: Fantomaus ist ein Held wider Willen, der mit Mut, Köpfchen und Teamwork überzeugt – ganz ohne großes Draufhauen.
Die größere Schrift, hervorgehobene Wörter und liebevolle Extras wie das Daumenkino machen das Lesen angenehm und motivierend. Sprachlich ist es leicht verständlich, dabei aber nie langweilig.
Für uns ist es eine spannende, warmherzige Geschichte über Mut, Freundschaft und das Hineinwachsen in eine Rolle, die man sich nie ausgesucht hätte. Wir freuen uns schon sehr auf die Fortsetzung!

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Veröffentlicht am 29.04.2026

Wenn Fantasie plötzlich Hoffnung schenkt

Der Sumpfmumpf und die Hoffnung
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Dieses Buch schlägt man auf und spürt sofort: Hier steckt ganz viel Herz drin. Schon die erste Seite hat mich ehrlich berührt. Die kurzen persönlichen Worte an die Leser und der liebevoll gestaltete Platz ...

Dieses Buch schlägt man auf und spürt sofort: Hier steckt ganz viel Herz drin. Schon die erste Seite hat mich ehrlich berührt. Die kurzen persönlichen Worte an die Leser und der liebevoll gestaltete Platz für eigene Mutmach-Gedanken machen das Buch direkt zu etwas sehr Besonderem und überraschend Persönlichem.
Besonders schön finde ich, dass die Krankheit von Amelie selbst gar nicht in den Mittelpunkt gestellt wird. Dadurch ist die Geschichte viel universeller – sie passt zu ganz unterschiedlichen Situationen, in denen Kinder (und ehrlich gesagt auch Erwachsene) Mut und Hoffnung brauchen. Die Sprache ist liebevoll und die Idee, die Fantasie in Reimen sprechen zu lassen, ist einfach zauberhaft. Das lockert nicht nur die Geschichte auf, sondern hebt die Figuren auch ganz besonders hervor. Auch die Illustrationen tragen viel zur Stimmung bei: Die Hoffnung als kleiner Stern ist ein wunderschönes Bild, und selbst der Sumpfmumpf wirkt – zumindest in klein – eher niedlich als furchteinflössend, denn manchmal darf die angst auch einfach sein. Ein echtes Highlight war für mich auch das hoffnungsvolle Lied im Buch – das hat mich tatsächlich gerührt. Solche Elemente bleiben einfach hängen und können Kindern lange Kraft geben. Und dann ist da noch das umfangreiche Zusatzmaterial: von Ausmalbildern über Gefühlskarten bis hin zu Arbeitsblättern und Interviews zum Thema Hoffnung. Gerade für Schulen oder pädagogische Arbeit ist das unglaublich wertvoll, aber auch zu Hause kann man damit wunderbar tiefer ins Thema eintauchen.
Nicht nur für Kinder ist es ein wunderschönes Mutmach-Buch, sondern eigentlich für jeden, der gerade ein bisschen Hoffnung gebrauchen kann.

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Veröffentlicht am 20.04.2026

Frech, liebenswert und voller kleiner Lebenslektionen

Der kleine Rabe Socke: Noch eine Geschichte, bitte-danke!
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Was soll ich sagen, wir sind alle ein kleines bisschen verliebt. Dies ist ein Buch, bei dem man eigentlich nur eine Geschichte vorlesen möchte… und plötzlich sind es dann doch drei geworden.
In dem Sammelband ...

Was soll ich sagen, wir sind alle ein kleines bisschen verliebt. Dies ist ein Buch, bei dem man eigentlich nur eine Geschichte vorlesen möchte… und plötzlich sind es dann doch drei geworden.
In dem Sammelband stecken 30 kurze Vorlesegeschichten rund um den frechen, aber unglaublich liebenswerten kleinen Raben Socke und seinen Freunden. Jede Geschichte greift typische Alltagsthemen auf, die Kinder sofort wiedererkennen: Angst haben, sich streiten, trödeln (Stichwort „Trödelflitze“ – bei uns jetzt ein festes Wort!), teilen, lernen oder einfach zusammen Abenteuer erleben. Alles bleibt dabei leicht, humorvoll und endet auf eine schöne, stimmige Weise – ohne erhobenen Zeigefinger. Gefallen hat mir natürlich die Mischung aus witzigem Ton und echten Botschaften. Rabe Socke ist nicht perfekt – er motzt, denkt oft zuerst an sich selbst – aber genau das macht ihn so greifbar. Und am Ende zeigt er doch immer Herz, sucht Lösungen und kümmert sich um seine Freunde. Das ist für Kinder richtig wertvoll. Die Sprache ist angenehm einfach und lebendig, perfekt zum Vorlesen im Kindergartenalter. Die Geschichten haben eine ideale Länge für zwischendurch oder als Abendritual. Auch die Illustrationen sind farbenfroh und fröhlich – meine Kinder haben oft noch weitergeschaut, obwohl die Geschichte längst zu Ende war.
Ein echtes Highlight sind die Fragen am Ende des Buches. Wir haben sie immer am Ende der Geschichten gelesen, damit die Antworten noch präsent waren. Das hat bei uns für viele schöne Momente und strahlende Gesichter gesorgt – und ganz nebenbei wird das Zuhören und Mitdenken gefördert. Auch die Gestaltung ist fabelhaft: großes Format, hochwertiges Hardcover, Lesebändchen und dieser wunderschöne Farbschnitt – da schlägt mein (zugegeben etwas buchverliebtes) Herz höher.
Für uns ist es daher ein rundum gelungenes Vorlesebuch, das Spaß macht, zum Nachdenken anregt und garantiert nicht lange im Regal stehen bleibt. Wir sind begeistert – und haben ganz sicher noch viele „Noch eine Geschichte, bitte!“ Momente.

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Veröffentlicht am 20.04.2026

Zwischen Esel, Nachbarschaft und echten Konflikten

Der Sommer, als wir die Weltherrschaft übernahmen
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Besonders der Esel hat bei uns auf dem Cover direkt für ein Schmunzeln gesorgt und die Kinder waren neugierig: „Was passiert denn da alles?“ Genau dieses Gefühl zieht sich auch durch den Einstieg der Geschichte.
Inhaltlich ...

Besonders der Esel hat bei uns auf dem Cover direkt für ein Schmunzeln gesorgt und die Kinder waren neugierig: „Was passiert denn da alles?“ Genau dieses Gefühl zieht sich auch durch den Einstieg der Geschichte.
Inhaltlich geht es um eine Gruppe von Kindern, deren Sommer zunächst ganz harmlos beginnt, sich aber nach und nach zu einer Art „Gesellschaftsstudie“ entwickelt. Aus kleinen Meinungsverschiedenheiten wachsen größere Konflikte, und plötzlich steht viel mehr auf dem Spiel als gedacht. Dabei wird sehr anschaulich gezeigt, wie schnell sich Dynamiken verändern können – gerade auch im Miteinander von Nachbarn und Freunden. Manche reagieren impulsiv und wütend, andere versuchen, ruhig zu bleiben und Lösungen zu finden. Die Sprache ist gut verständlich und für Kinder angenehm zu lesen. Die schwarz-weiß Illustrationen im Inneren konnten uns allerdings nicht ganz überzeugen – sie wirken im Vergleich zum Cover etwas schlicht und haben die Stimmung für uns nicht immer eingefangen.
Was ich besonders wertvoll finde: Das Buch regt wirklich zum Nachdenken an. Es zeigt, wie wichtig Kommunikation ist und dass man Konflikte nicht einfach eskalieren lassen sollte. Gleichzeitig bin ich etwas zwiegespalten, ob die dargestellte Entwicklung am Ende nicht etwas zu drastisch für ein Kinderbuch ist – das könnte die Leser durchaus überfordern.
Unterm Strich ist es aber ein unterhaltsamer, kluger Roman mit einer wichtigen Botschaft. Ich würde es durchaus weiterempfehlen, mit dem Hinweis, dass man gemeinsam darüber ins Gespräch kommen sollte.

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Veröffentlicht am 20.04.2026

Teig, Füllung, Glück – alpine Küche, die überrascht

Das Schlutzkrapfen-Buch
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Manchmal stolpert man über ein Buch, das einen ganz leise überrascht – und genau so ging es mir mit diesem Kochbuch. Hinter dem Titel hätte ich ehrlich gesagt nicht diese Vielfalt erwartet! Im Grunde dreht ...

Manchmal stolpert man über ein Buch, das einen ganz leise überrascht – und genau so ging es mir mit diesem Kochbuch. Hinter dem Titel hätte ich ehrlich gesagt nicht diese Vielfalt erwartet! Im Grunde dreht sich alles um gefüllte Teigtaschen – aber was hier daraus gemacht wird, ist alles andere als schlicht. Von klassischen Varianten bis hin zu kreativen Ideen mit buntem Teig oder sogar auf Kichererbsenbasis: Das Buch zeigt, wie aus einfachen Zutaten echte Wohlfühlgerichte entstehen. Schon das erste Kapitel holt einen wunderbar ab und erzählt ein bisschen über die Tradition hinter diesen Gerichten. Das mochte ich besonders – es fühlt sich nicht wie ein schnelles Kochbuch an, sondern eher wie eine kleine Reise in die alpine Küche. Danach geht es direkt ans Eingemachte: verschiedene Teigarten, rund 40 Füllungen von herzhaft mit Fleisch über vegetarisch bis hin zu Käse und Topfen – hier ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei.
Die Anleitungen sind klar und verständlich, und die Schritt-für-Schritt-Bilder helfen enorm – gerade wenn man (so wie ich) nicht täglich Teig von Grund auf macht. Auch die Fotos insgesamt sind ein echtes Highlight: natürlich, ungekünstelt und so appetitlich, dass man am liebsten sofort loslegen möchte.
Für mich definitiv eine Entdeckung, die zeigt, wie viel Herz und Geschmack in einfachen Teigtaschen stecken kann.

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