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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.03.2022

Eliza gibt Einblicke....

Einatmen, ausrasten
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Das Cover ist in einem schönen violett gehalten, darauf in pink ein BH gezeichnet. Die Farbe violett gilt auch als der letzte Versuch und pink ist die Farbe von jungen Frauen bzw. Mädchen. Damit scheint ...

Das Cover ist in einem schönen violett gehalten, darauf in pink ein BH gezeichnet. Die Farbe violett gilt auch als der letzte Versuch und pink ist die Farbe von jungen Frauen bzw. Mädchen. Damit scheint die Wahl des Covers auch ein Stück weit Provokation zu sein und ein Zwiespalt zwischen Jung und Alt zu symbolisieren.

Bei der Geschichte geht es um Eliza Finch, Sandwich Kind, 50 Jahre alt, mitten in der Menopause, anstrengende Eltern, selbst verheiratet, drei Kinder, Schauspielerin und bis dato Hundebesitzerin von Arty, die leider verstorben ist. Der Leser kann ganz gut nachvollziehen, wie Eliza mit den Wechseljahren zu kämpfen hat. Zum einen die Mutter, die ein paar Ratschläge parat hat. Die Schwester, bei der scheinbar alles viel viel besser lief, die eigenen Kinder, die erwachsen werden und sich nach und nach von Mutter entfernen, und die Ehe, die scheinbar die Leidenschaft verloren hat.

Hier trifft man ein Stück Familie. Beim Lesen wird wohl jeder feststellen, dass er diese oder jene Situation durchaus auch in der Familie erlebt hat. Die Geschichte bringt viele kleine Schmunzler mit sich. Ganz am Anfang war mir die Ausdrucksweise doch etwas derb. Aber mit der Zeit gewöhnt man sich an diesen offenen und direkten Stil. Die Geschichte wird aus dem Blick von Eliza erzählt. Ab und zu gibt es ein paar Rückblenden in die Vergangenheit. Es zeigt wohl ein Stück, dass sie auch lernen muss man loszulassen. Die Rückblenden helfen aber auch Zusammenhänge zu verstehen.

Die Geschichte gefällt mir gut. Sie lässt immer mal ein paar Überraschungen zu. Und am Ende gibt es eine schöne Rundung. Insgesamt finde ich sie sehr unterhaltsam

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Veröffentlicht am 22.02.2022

Liebe dich selbst für ein besseres Leben...

Im Dorf der Schmetterlinge
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Jule befindet sich mitten in den Wechseljahren. Sie schläft schlecht, streitet sich viel mit ihrem Mann Stefan, der sich daraufhin regelmäßig in Radtouren flüchtet, die Tochter ist aus dem Haus und bei ...

Jule befindet sich mitten in den Wechseljahren. Sie schläft schlecht, streitet sich viel mit ihrem Mann Stefan, der sich daraufhin regelmäßig in Radtouren flüchtet, die Tochter ist aus dem Haus und bei der Arbeit übernimmt eine Jüngere die Federführung. Verständlich, dass sie die Frage "bin ich noch etwas wert?" quält. Im Traum durchläuft sie verschiedene Schritte zu einem besseren Leben. Dieser macht ihr deutlich, dass ein anderer Weg steinig sein kann, dass Kummer auf Ihrem Herzen lastet und das sie aufhören muss, negativ zu denken und Ängste abzulegen.

Die Erzählung zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte. Jule stellt sich in Etappen verschiedenen Herausforderungen und trifft hier auf verschiedene Personen - die geliebte Großmutter, die erwachsene Tochter, die eigene Mutter,... dabei lernt sie loszulassen und in die Zukunft zu blicken. Wieder aufgewacht, nutzt sie die Chance die Ehe zu retten.,...

Der Text ist verständlich und bildlich geschrieben. Die Autorin lässt den Leser an den Schritten zum besseren Leben teilhaben und hat 7 Schritte am Ende noch mal zusammengefasst. Die Geschichte zeigt, dass wir an uns selbst glauben müssen, nicht immer alles negativ sehen sollen und Balast hinter uns lassen müssen, um voran zu kommen. Die Geschichte ist rund und gefällt mir gut. Zwischendurch war sie mir allerdings etwas weitschweifend.



Fazit: lesenswert und anregend über den Aufbruch in ein besseres Leben nachzudenken.

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Veröffentlicht am 08.02.2022

Sylvia Deloy ist ihrer Linie treu geblieben...

Gemeinsam ist man besser dran
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Sylvia Deloy hat mit ihrem neuen Roman eine tolle Geschichte geschaffen. Im Wesentlichen geht es um Tilda, Mia, Flea Market, Fürsorge, Geschwister, Liebe, Freunde und die Hoffnung, dass alles gut werden ...

Sylvia Deloy hat mit ihrem neuen Roman eine tolle Geschichte geschaffen. Im Wesentlichen geht es um Tilda, Mia, Flea Market, Fürsorge, Geschwister, Liebe, Freunde und die Hoffnung, dass alles gut werden kann. Die Geschichte ist super geschrieben. Ich finde es fantastisch, dass viel Spannung dabei ist, der Wert zwischen Freundschaft und Familie dargestellt wird und die Geschichte rund ist.

Ich habe schon einige Romane der Autorin gelesen, und habe "ihre Handschrift" und Stil wieder erkannt. Ich finde es super, dass sie ihrer Linie treu geblieben ist und eine Geschichte auf die Beine gestellt hat, die alles in allem sehr gut gelungen ist. Ein paar offene Fragen sind für mich noch unbeantwortet geblieben, z. B. das Verhältnis zwischen Tilda und ihrer Mutter und wie es für Mia weitergeht. Das wäre Stoff für eine Fortsetzung des Romans. Vielleicht treffen wir Mia auch mit ihrer ganz eigenen Geschichte wieder - das wäre toll.

Fazit: ein runder Roman, den man auch durchaus ein zweites Mal lesen kann

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Veröffentlicht am 24.01.2022

Brainstorming unter Brüdern

Und dann begann plötzlich das Corona Zeitalter
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Die Brüder versprechen ein literarisches Sachbuch. Mir kommt es eher so vor, als sei es eine Sammlung/Anreihung der Geschehen der Pandemie aus dem Blick der Brüder Mainka. Es ist zwar ganz interessant, ...

Die Brüder versprechen ein literarisches Sachbuch. Mir kommt es eher so vor, als sei es eine Sammlung/Anreihung der Geschehen der Pandemie aus dem Blick der Brüder Mainka. Es ist zwar ganz interessant, noch mal Hintergründe und Zusammenhänge zu lesen, allerdings fehlt mir ein durchgehend roter Faden im gesamten Buch. Die Kapitel sind sehr kurz und einfach zu lesen. Das Buch wirkt für mich eher wie ein Stück Brainstorming, indem man von Thema zu Thema springt. Es endet 2020. Mir fehlt es einer tiefergehenden Erklärung zum Projekt "21 million lights".
Ich vermisse auch, was die Pandemie ein Stück weit ausgemacht hat - Stichwort z.B. Hamsterkäufe von Toilettenpapier,...

Fazit: eine nette Idee, für mich leider nicht gut umgesetzt

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Veröffentlicht am 24.01.2022

Begegnungen verändern....

Kleine Philosophie der Begegnung
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Das gebundene Buch hat ein sehr handliches Format 18 x 12 cm. Das Cover gefällt mir sehr gut, denn es zeigt Menschen, die durch verschiedene Striche vernetzt sind. Auch die dunkle Farbgebung in blau-grau ...

Das gebundene Buch hat ein sehr handliches Format 18 x 12 cm. Das Cover gefällt mir sehr gut, denn es zeigt Menschen, die durch verschiedene Striche vernetzt sind. Auch die dunkle Farbgebung in blau-grau ist ansprechend. Der Einstieg in die Geschichte gelang mir leicht, denn Charles Pépin hat schon zu Beginn deutlich gemacht, worum es ihm in diesem Buch geht. Kern der Geschichte ist, wie jeder einzelne Einfluss auf Begegnungen hat und wie diese das Leben verändern können. Er geht dabei auf drei verschiedene Teilbereiche ein. Teil 1 sind die Zeichen der Begegnung, Teil 2 die Bedingungen von Begegnung und Teil 3 das wirkliche Leben ist Begegnung. Der Autor bedient sich bei seiner Verdeutlichung/ Erklärung einer Reihe von Werken (Filmen, Bücher,...). Das geht mir manchmal ein bisschen weit, denn gelegentlich kenne ich auch angesprochene Werke nicht. Ich denke, dass ein paar Skizzen, Zeichnungen oder auch Karikaturen das Buch etwas aufgelockert hätten. So wirkt es doch recht streng geschrieben. Der Inhalt selbst regt zum Nachdenken an.

Fazit: interessante Blickwinkel auf Begegnungen. Allerdings ist es für mich eher ein Sachbuch, als ein Unterhaltungsbuch, dass nur in Etappen gelesen werden kann, da eine Reihe von Informationen erst verarbeitet werden müssen

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