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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.02.2026

Tolles, spannendes Wissensbuch über das Weltall – mit kleinen Abzügen beim Papier

National Geographic Kids - Lexikon des Weltalls; ein visuell spektakuläres Nachschlagewerk zu Astronomie und Raumfahrt für Kinder ab 8
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Das „National Geographic Kids – Lexikon des Weltalls“ ist ein hochwertig gestaltetes und inhaltlich sehr starkes Wissensbuch für junge Weltraum-Fans. Laut Verlag ist es ab 8 Jahren geeignet. Meiner Meinung ...

Das „National Geographic Kids – Lexikon des Weltalls“ ist ein hochwertig gestaltetes und inhaltlich sehr starkes Wissensbuch für junge Weltraum-Fans. Laut Verlag ist es ab 8 Jahren geeignet. Meiner Meinung nach passt das grundsätzlich, allerdings ist das Niveau schon eher gehoben und es werden sehr viele Informationen vermittelt. Dadurch eignet sich das Buch besonders gut für wissbegierige Kinder oder eher etwas ältere Leser, die sich intensiv mit dem Thema Weltall beschäftigen möchten.
Optisch macht das Buch richtig etwas her: Viele farbige Bilder, Grafiken und eine übersichtliche Gestaltung sorgen dafür, dass man gerne darin blättert und immer wieder Neues entdeckt. Die meist weiße Schrift auf schwarzem Hintergrund lässt sich gut lesen. Trotz der Informationsfülle sind die Inhalte verständlich erklärt, auch wenn es stellenweise recht geballt wirkt. Selbst ich als Erwachsene habe noch einiges Neues gelernt.
Das Buch hat ein handliches A4-Format, ist als Hardcover verarbeitet und wirkt insgesamt hochwertig. Es bringt allerdings ein ordentliches Gewicht mit. Die Seiten sind etwas dünn – hier hätte ich mir für Kinderhände etwas stärkeres Papier gewünscht, auch wenn das Buch dadurch vermutlich noch schwerer geworden wäre.
Inhaltlich deckt es verschiedene spannende Themenbereiche ab, darunter „Was wir wissen“, „Reise durch das Sonnensystem“, „Zu den Sternen und weiter“, „Sind wir allein?“ und „Träume für die Zukunft“. Insgesamt ein sehr gelungenes, informatives und visuell ansprechendes Wissensbuch mit viel Tiefgang

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Veröffentlicht am 10.02.2026

Schöne Gestaltung, aber inhaltlich blass

How to Talk to Yourself
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Das Cover des Buches hat mich sofort angesprochen. Es ist ein Softcover: dominant in Pistaziengrün, mit foliertem Titel in Lachs- und Rosétönen und einer sehr angenehmen Haptik. Auch die Innengestaltung ...

Das Cover des Buches hat mich sofort angesprochen. Es ist ein Softcover: dominant in Pistaziengrün, mit foliertem Titel in Lachs- und Rosétönen und einer sehr angenehmen Haptik. Auch die Innengestaltung ist durchgängig stimmig – Pistazienfarbe und Schwarz ziehen sich konsequent durch das Buch. Kleine Übungen und Erklärungskacheln lockern den ansonsten blockartig gesetzten Text auf und sorgen optisch für Abwechslung.
Inhaltlich ist das Buch klar strukturiert: Nach einer Einleitung folgen vier Teile („Hör dir selbst zu“, „Sprich mit dir selbst“, „Verzeih dir selbst“ und „Sei freundlich zu dir selbst“), abgeschlossen durch Nachwort und Dank. Die Autorin Ro Mitchell war mir vorher völlig unbekannt. Laut Klappentext ist sie eine britische Content Creatorin – mehr erfährt man über sie allerdings kaum.
Leider konnte mich der Inhalt nicht wirklich abholen. Mir fehlten neue Erkenntnisse und vor allem positive, motivierende Energie. Das Buch wirkt stark autobiografisch: Die Autorin verarbeitet vor allem ihre eigenen Erfahrungen und stellt ihr persönliches Erleben in den Vordergrund. Das ist grundsätzlich nicht negativ, allerdings fehlt mir dafür ein klareres Bild von ihr und ihrem fachlichen Hintergrund. Bis zum Ende weiß ich eher, was sie durchgemacht hat und wie es ihr heute damit geht – aber nicht, warum ich ihren Ansatz als allgemeingültig oder besonders fundiert betrachten sollte. Viele ihrer Beispiele lassen sich nicht ohne Weiteres auf andere Menschen übertragen.
Ein Kapitel beschäftigt sich mit dem Umwandeln negativer Glaubenssätze in positive. Die Umwandlung „Ich bin hässlich“ zu „Ich bin nicht hässlich“ überzeugt mich nicht. Statt einer Verneinung hätte es eine echte positive Aussage gebraucht, zum Beispiel „Ich bin schön“. Nur ein „nicht“ davorzusetzen, fühlt sich wenig wirksam an. Die Grundidee ist zwar sinnvoll, aber nicht neu und in der Umsetzung für mich zu oberflächlich.
Insgesamt fand ich das Buch beim Lesen eher langweilig und stellenweise ausufernd. Zum Thema Selbstzweifel und Selbstvertrauen gibt es deutlich stärkere und inspirierendere Motivationsbücher. How to Talk to Yourself ist nett gestaltet, bleibt inhaltlich für mich aber blass.

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Veröffentlicht am 10.02.2026

Liebevolle Gestaltung, einfache Wünsche

Love and be loved
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as Buch hat ungefähr das Format DIN A4 und knapp 40 Seiten. Schon auf den ersten Blick fällt das liebevoll gestaltete Hardcover auf: Die Blumenmotive und die Schrift sind mit glänzender Folie veredelt, ...

as Buch hat ungefähr das Format DIN A4 und knapp 40 Seiten. Schon auf den ersten Blick fällt das liebevoll gestaltete Hardcover auf: Die Blumenmotive und die Schrift sind mit glänzender Folie veredelt, was sich auch haptisch sehr angenehm anfühlt.
Insgesamt ist das Buch sehr bunt gehalten – mit vielen Blumen, Luftballons und weiteren verspielten Motiven. Die Autorin hat das Werk ursprünglich als Gedicht für ihre Töchter geschrieben, was deutlich macht, wie persönlich und wichtig ihr dieses Buch ist. Jede Seite enthält einen Wunsch, der jeweils mit „Möge“ oder „Mögest du“ beginnt und von passenden Illustrationen begleitet wird.
Die Wünsche sind schön und süß formuliert, richten sich meiner Meinung nach jedoch eher an Kinder und Jugendliche als an Erwachsene. Zudem braucht man etwas Zeit, um sich an die Schrift zu gewöhnen, da einzelne Buchstaben ausgemalt bzw. dekorativ hervorgehoben sind.
Das Buch ist kein Reimwerk im klassischen Sinne, wie man es bei einem Gedicht vielleicht erwarten würde. Es ist nett gemacht und wirkt insgesamt eher schlicht. Die Sprüche sind angenehm, haben mich persönlich aber nicht stark berührt oder zum längeren Verweilen eingeladen. Die Illustrationen passen gut zu den jeweiligen Wünschen. Anmerkungen der Autorin finden sich am Ende des Buches – diese hätten für meinen Geschmack auch gut an den Anfang gepasst.
Insgesamt ein schönes, liebevoll gestaltetes Buch, in dem viel Mühe steckt, besonders geeignet als Geschenk für jüngere Leserinnen und Leser.

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Veröffentlicht am 08.02.2026

Unterhaltsam, bissig und mit kleinen Schwächen

Ich schenk dir die Hölle auf Erden
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Ich schenke dir die Hölle auf Erden fügt sich optisch gut in die Reihe von Ellen Berg ein: Das Cover hat einen hohen Wiedererkennungswert, auch wenn das Geschehen überwiegend im Winter spielt und zudem ...

Ich schenke dir die Hölle auf Erden fügt sich optisch gut in die Reihe von Ellen Berg ein: Das Cover hat einen hohen Wiedererkennungswert, auch wenn das Geschehen überwiegend im Winter spielt und zudem ein deutlich älteres Paar zeigt als die eigentlichen Hauptfiguren der Geschichte.

Im Mittelpunkt steht Carina, leidenschaftliche Hausfrau und Mutter zweier lebhafter Kinder. Als sie nach einer Dienstreise den Koffer ihres Mannes auspackt, stößt sie auf eindeutige Beweise für seine Affäre. Gemeinsam mit ihren Freundinnen beginnt sie, die Situation zu verarbeiten und Pläne zu schmieden – zumal Jonas, ihr Ehemann, schließlich alles zugibt. Damit nimmt ein unterhaltsames Katz-und-Maus-Spiel seinen Lauf: Jonas zieht vorübergehend zur Geliebten, während Carina dank einiger unglücklicher finanzieller Entscheidungen aus seiner Vergangenheit plötzlich die besseren Karten in der Hand hält.
Sehr gefreut hat mich das Wiedersehen mit alten Bekannten aus früheren Romanen, etwa Eddy und Luisa. Die Geschichte ist wie gewohnt locker, humorvoll und flüssig erzählt – ich bin beim Lesen nur so über die Seiten geflogen. Dennoch gibt es einige Ungereimtheiten, die den Lesefluss leicht dämpfen: eine für ihr Alter erstaunlich reife Neunjährige, eine Geliebte, die stark ins Klischee passt, sowie eine oder mehrere Entscheidungen am Ende, die bei klarem Verstand nicht immer ganz nachvollziehbar erscheinen.

Trotzdem überwiegt der positive Eindruck deutlich. Es ist eine gut erzählte Geschichte über Liebe, Verliebtheit, Freundschaft und Selbstbewusstsein. Besonders schön fand ich Carinas Entwicklung, bei der aus einem Hobby plötzlich ein echtes Business entsteht – und der Begriff „Tinkern“ wird mir sicher noch lange im Gedächtnis bleiben.

Ein unterhaltsamer Roman mit Humor, bekannten Stärken und kleinen Schwächen – insgesamt ein solides Lesevergnügen.

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Veröffentlicht am 04.02.2026

Ein warmherziger Auftakt mit Potenzial für mehr

Morgensonnenglück
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Morgensonnenglück war mein erstes Buch von Petra Schier und hat mir insgesamt sehr gut gefallen.
Der Einstieg gelingt leicht, vor allem weil man schnell drei Generationen der Familie Flower kennenlernt. ...

Morgensonnenglück war mein erstes Buch von Petra Schier und hat mir insgesamt sehr gut gefallen.
Der Einstieg gelingt leicht, vor allem weil man schnell drei Generationen der Familie Flower kennenlernt. Besonders die weiblichen Figuren sind stark und facettenreich gezeichnet. Die familiäre Dynamik, geprägt von kontrollierenden Großeltern und erwachsenen Kindern, die ihren eigenen Weg suchen, sorgt für Spannung und emotionale Tiefe.
Hollys Entwicklung ist für mich sehr nachvollziehbar, und Raik ist ein durchweg sympathischer Charakter, der der Geschichte viel Wärme gibt. Ihre gemeinsamen Szenen gehören zu meinen Highlights. Auch der kleine Ort Lissenborn vermittelt eine stimmige, fast schon heimelige Atmosphäre.
Punktabzug gibt es für das Ende: Es kam mir zu schnell und ließ einige Fragen offen. Ein Epilog oder ein Ausblick in die Zukunft der Familie hätte das Buch für mich perfekt abgerundet.

Fazit:
Ein gefühlvoller Familienroman mit schönen Momenten und viel Potenzial – ich würde eine Fortsetzung sehr gern lesen.

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