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Veröffentlicht am 10.09.2018

Tidetod

Tidetod
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Mehrere Erwachsene werden niedergeschlagen und wachen in beinahe ausweglosen Situationen wieder auf. Wie durch ein Wunder schaffen es mehrere dennoch zu überleben. Dann wird auch noch ein Kind entführt. ...

Mehrere Erwachsene werden niedergeschlagen und wachen in beinahe ausweglosen Situationen wieder auf. Wie durch ein Wunder schaffen es mehrere dennoch zu überleben. Dann wird auch noch ein Kind entführt. Die Polizei steht vor einem großen Rätsel, da es zwischen den Opfern scheinbar keinen Zusammenhang gibt. Was ist das Motiv des Täters und wie wählt er seine Opfer aus? Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit um weitere Entführungen und Todesfälle zu verhindern.

Gerd Kramer kann bereits im ersten Kapitel große Spannung aufbauen und diese problemlos die gesamte Handlung über halten. Ich habe die ganze Zeit gerätselt, wer hinter den Taten steckt und war bis zum Ende auf dem Holzweg. Die Auflösung und das Motiv waren sehr überraschend aber auch wirklich logisch und glaubwürdig. Es gab im gesamten Buch weder Längen noch unnötige Wiederholungen, wodurch sich der Kriminalroman äußerst flüssig lesen ließ und wirklich kurzweilig erscheint. Besonders gelungen finde ich, dass der Autor immer wieder humorvolle Szenen einbaut, welche die Spannung allerdings in keinster Weise abbrechen lassen. Gerd Kramer schafft es die perfekte Balance zwischen den fesselnden Fällen und Humor zu finden.

Die einzelnen Protagonisten sind authentisch und als Leser kann man sich schnell ein Bild machen und Sympathie oder Antipathie entwickeln. Besonders gut gefallen mir die zum Teil sehr bildlichen Beschreibungen. Diese machen die Handlung besonders authentisch und als Leser kann man ich die Szenen bildlich vorstellen. Dennoch geraten dadurch weder die Ermittlungen in den Hintergrund noch flacht die Spannung ab. Der Autor hat es geschafft die perfekte Mischung zwischen Spannung und Beschreibungen zu finden.

„Tidetod“ war mein erstes Buch von Gerd Kramer und ich bin wirklich begeistert. Ich hoffe auf weitere Küsten Krimis des Autors und werde auch in Zukunft gerne und gezielt zu Büchern von Gerd Kramer greifen.

FAZIT:
„Tidetod“ ist ein kurzweiliger und lesenswerter Küsten Krimi. Die Protagonisten und die Handlung wirken sehr authentisch. Das Buch war spannend und der Schreibstil fesselnd. Ich vergebe 5 Sterne!

Veröffentlicht am 10.09.2018

Die Tote und der Polizist

Die Tote und der Polizist
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Emma ist Polizistin und überlebt einen Anschlag, den ihre Kollegen auf sie verübt haben, nur knapp. Sie lässt beinahe jedem in dem Glauben Tod zu sein und versucht gemeinsam mit ihrem Vater aus dem Untergrund ...

Emma ist Polizistin und überlebt einen Anschlag, den ihre Kollegen auf sie verübt haben, nur knapp. Sie lässt beinahe jedem in dem Glauben Tod zu sein und versucht gemeinsam mit ihrem Vater aus dem Untergrund ihrem ehemaligen Kollegen Gunnar das Handwerk zu legen. Gunnar tötet Obdachlose, da er Schweden von diesen säubern will. Emma begibt sich auf die Suche nach Beweisen und stößt dabei auf die Bettlerin Soraya, welche ihre wichtigste Verbündete wird.

Sofie Sarenbrants Schreibstil ist fesselnd und mitreißend. Da die Kapitel im Buch sehr kurz sind und sich viele Perspektivenwechsel finden, hatte ich anfangs Probleme in die Handlung einzusteigen und durchgehend immer wieder Schwierigkeiten ihr zu folgen. Dies war sehr Schade, da dadurch die Spannung immer wieder abflachte. Zudem geht die Autorin immer wieder sehr ausführlich auf belanglose Nebenhandlungen ein. Dies hat ebenfalls zur Folge, dass die Spannung nicht durchgehend gehalten werden kann. Dennoch erschien mir das Buch eher kurzweilig und ließ sich schnell lesen.

Die einzelnen Protagonisten sind sehr authentisch und vielschichtig. Jeder Charakter hat sehr menschliche Züge und ich konnte mir ausnahmslos jeden bildlich vorstellen. Meiner Meinung nach sind die glaubwürdigen Protagonisten das Gelungenste am Buch. Ich konnte beinahe alle Motive und Beweggründe der Charaktere nachvollziehen und empfand vor allem für Soraya und Emma große Sympathie, was ermöglichte, dass ich mit den beiden Frauen mit fiebern musste.

„Die Tote und der Polizist“ ist bereits der dritte Teil rund um Emma Sköld. Ich selbst kenne die beiden Vorgängerbände bisher nicht und hatte dennoch nicht das Gefühl, dass mir wichtige Informationen fehlen. Für das Verständnis der Handlung ist es absolut nicht wichtig die ersten teile zu kennen. Obwohl mir persönlich die Nebenhandlungen etwas zu viel Platz eingenommen haben werde ich auch in Zukunft Bücher von Sofie Sarenbant lesen, da ich ihren Schreibstil sehr gelungen finde.

FAZIT:
„Die Tote und der Polizist“ konnte meine Erwartungen leider nicht erfüllen. Ich hatte aufgrund der vielen Perspektivenwechsel und kurzen Kapitel immer wieder Probleme zu folgen und kam nur schwer in die Handlung. Zudem nahmen mir persönlich die Nebenhandlungen zu viel Platz ein, wodurch die Spannung immer wieder abflachte. Dennoch fand ich sowohl die Protagonisten als auch den Schreibstil sehr gelungen. Aus diesen Gründen vergebe ich 3 Sterne!

Veröffentlicht am 05.09.2018

Macbeth

Macbeth
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Macbeth ist Polizist in einer amerikanischen Stadt, in welcher Drogenhandel, Bandenkriminalität, Korruption und Gewaltverbrechen an der Tagesordnung stehen. Auch Macbeth ist drogenabhängig und schafft ...

Macbeth ist Polizist in einer amerikanischen Stadt, in welcher Drogenhandel, Bandenkriminalität, Korruption und Gewaltverbrechen an der Tagesordnung stehen. Auch Macbeth ist drogenabhängig und schafft es dennoch die höchste Position im Polizeiapparat zu erhalten. Doch dieser Aufstieg reichen dem Polizisten und seiner Geliebten nicht. Sie streben immer nach mehr Macht und schrecken dabei vor nichts zurück. Macbeth entwickelt sich zu einem Tyrannen, dem jedes Mittel recht ist um sein Ziel zu erreichen.

Jo Nesbos Schreibstil ist extrem fesselnd und mitreißend. Mich konnte das Buch von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann ziehen. Ich muss aber sagen, dass sich der Schreibstil in „Macbeth“ etwas von den Büchern der Harry Hole Reihe unterscheidet, was allerdings der Spannung keinen Abbruch tut. Im Buch finden sich immer wieder ausführlichere Beschreibungen, die großes Kopfkino auslösen. Jo Nesbo kann mit der ersten Seite Spannung aufbauen und diese zunehmend steigern. Obwohl ich den Ausgang ahnte, konnte ich das Buch dennoch nicht weglegen und musste mir ganze Nächte um die Ohren schlagen (dies war bisher ausschließlich bei Jo Nesbo Büchern der Fall). Im Showdown wird die Spannung nochmals gesteigert, wodurch sie am Ende nervenzerreißend wird.

Die einzelnen Protagonisten sind authentisch und vielschichtig. Besonders gelungen finde ich, dass alle Charaktere sehr facettenreich beschrieben sind. Dadurch weist ausnahmslos jeder Protagonist gute und schlechte Seiten auf. Dies hat zur Folge, dass der Leser sein Bild zu den Charakteren immer wieder überdenken und ändern muss. Bei mir hat sich auch immer wieder die Sympathie in Antipathie und andersherum geändert, aber dennoch (oder gerade deswegen) zog mich das Buch so in seinen Bann und ich musste die gesamte Handlung über mit fiebern, obwohl der Ausgang schon vorhersehbar war (da ich die Vorlage von Shakespeare kenne).

„Macbeth“ erscheint im Rahmen einer Buchreihe, in welcher verschiedenste Autoren Werke von William Shakespeare neu verfassen. Wie der Titel bereits verrät hat sich Jo Nesbo an das Werk Macbeth gehalten und in seinem Thriller den Aufstieg und Fall deines Polizisten beschrieben. Ich bin ein riesengroßer Jo Nesbo Fan, allen voran seiner Harry Hole Reihe. Obwohl „Macbeth“ sich von dieser Reihe zum Teil deutlich unterscheidet, konnte es mich dennoch komplett mitreißen, fesseln und begeistern. Ich denke, dass Jo Nesbo Fans und Thrillerfans eine große Freude mit dem Buch haben. Ich hoffe auf weitere Bücher meines Lieblingsautors, da er mich erneut mehr als überzeugen konnte!

FAZIT:
Mit „Macbeth“ ist Jo Nesbo eine äußerst lesenswerte Adaption des Shakespeare Klassikers gelungen. Mich konnte der Thriller von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann ziehen und ich konnte das Buch kaum zur Seite legen. Ich empfehle jedem dieses Buch zu lesen, da es für mich ein absolutes Lesehighlight war (wie bisher jedes Buch von Jo Nesbo). Meiner Meinung nach ist Jo Nesbo der beste Thrillerautor unserer Zeit, was er mit diesem Buch erneut beweisen konnte. Ich vergebe 5 Sterne!

Veröffentlicht am 31.08.2018

Die Festung am Rhein

Die Festung am Rhein
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In Coblenz wird Anfang des neunzehnten Jahrhunderts die preußische Festung Ehrenbreitenstein erbaut. Eines Tages fällt auf, dass Baupläne mit geheimen Informationen verschwunden sind und Franziskas Bruder ...

In Coblenz wird Anfang des neunzehnten Jahrhunderts die preußische Festung Ehrenbreitenstein erbaut. Eines Tages fällt auf, dass Baupläne mit geheimen Informationen verschwunden sind und Franziskas Bruder wird beschuldigt diese gestohlen und an den Feind verkauft zu haben. Da ihm die Todesstrafe droht setzt Franziska alles daran die Unschuld ihres Bruders zu beweisen, doch dies ist schwerer als zunächst erwartet. Aus diesem Grund verbündet sich Franziska mit dem Leutnant Rudolph, der ebenfalls auf der Suche nach dem wahren Verräter ist. Die beiden kommen sich bei ihren Ermittlungen näher als sie gesellschaftlich dürfen.

Maria W. Peter ist es mit ihrem mitreißenden und bildgewaltigen Schreibstil gelungen erneut ein absolutes Lesehighlight zu verfassen. Mich konnte das Buch von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann ziehen, wodurch es sehr kurzweilig erscheint und die Handlung nur so dahinfliegt. Im Buch wechseln sich immer wieder Kapitel rund um Franziska und Rudolph ab, wodurch Längen und Wiederholungen gänzlich vermieden werden und zusätzliche Spannung aufgebaut wird. Zu Beginn der Kapitel finden sich der Ort und die Jahreszahl, wodurch man die geschichtlichen Ereignisse besser einordnen und der Handlung problemlos folgen kann. Maria W. Peter hat es einmal mehr geschafft bei mir aufgrund ihrer bildlichen Beschreibungen großes Kopfkino auszulösen.

Die einzelnen Protagonisten sind unglaublich authentisch und vielschichtig. Beim Lesen hat man den Eindruck die Charaktere schon lange zu kennen und man muss mit ihnen von Anfang bis Ende mit fiebern und mit leiden. Besonders glaubwürdig erscheinen sie, da sie sowohl Ecken und Kanten haben und zum Teil sogar Dialekt sprechen. Dieser schränkt den Lesefluss allerdings in keinster Weise ein. Ganz im Gegenteil macht er die Handlung besonders authentisch. Besonders Franziska und McBairds wuchsen mir sofort ans Herz und ich hätte gerne noch viel mehr zu ihrem Leben erfahren. Zusätzlich schafft es die Autorin auch die Landschaften und die damalige Atmosphäre unglaublich gelungen festzuhalten.

Maria W. Peter hat erneut alle geschichtlichen Fakten sehr gut und aufwendig recherchiert. Als Leser merkt man sofort, dass alles Geschriebene Hand und Fuß hat und nicht zu Gunsten der Handlung großartig verändert wurde. Das umfangreiche Glossar, die beiliegenden Karten und das Nachwort belegen diesen Eindruck und führen den Leser in die Geschichte der damaligen Zeit ein.

„Die Festung am Rhein“ ist bereits mein drittes Buch der Autorin und sie konnte mich wieder einmal mehr als begeistern! Besonders gelungen finde ich die die Verbindung der spannenden und mitreißenden Handlung mit den bildgewaltigen Landschaftsbeschreibungen und den äußerst interessanten und gut recherchierten historischen Fakten. Maria W. Peter hat erneut bewiesen, dass sie absolut zu Recht meine Lieblingsautorin für dieses Genre ist. Das vorliegende Buch ist ein absolutes Lesehighlight und sollte in keinem Bücherregal fehlen. Ich hoffe auf viele weitere Bücher!

FAZIT:
„Die Festung am Rhein“ ist ein absolutes Lesehighlight, welches mich mehr als überzeugen konnte. Maria W. Peter schafft es Spannung mit liebenswerten Protagonisten und bildgewaltigen Beschreibungen gelungen zu verbinden. Zudem fließen die geschichtlichen Fakten unglaublich gelungen in die Handlung ein, wodurch diese besonders authentisch wird. Ich hatte großes Kopfkino und kann dieses Lesehighlight jedem Empfehlen. Daher vergebe ich 5 Sterne!

Veröffentlicht am 30.08.2018

Der Schatten

Der Schatten
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Norah ist Journalistin und nach Wien gezogen und wird sofort von einer Bettlerin angesprochen. Laut dieser wird Norah einen Mann namens Arthur an einem bestimmten Datum töten. Norah ist zunächst irritiert, ...

Norah ist Journalistin und nach Wien gezogen und wird sofort von einer Bettlerin angesprochen. Laut dieser wird Norah einen Mann namens Arthur an einem bestimmten Datum töten. Norah ist zunächst irritiert, glaubt der Frau allerdings nicht. Plötzlich tritt besagter Arthur in ihr Leben und bei Norah schürt sich der Verdacht, dass sie tatsächlich allen Grund hat ihn zu ermorden.

Melanie Raabes Schreibstil ist flüssig, fesselnd und mitreißend. Ich konnte sofort in die Handlung eisteigen und ihr ohne Probleme bis zum Ende folgen. Die Autorin kann schnell Spannung aufbauen, diese allerdings leider nicht bis zum Schluss aufrechterhalten. Dies war sehr schade, da mich die Handlung dadurch nicht komplett in ihren Bann ziehen konnte. Es finden sich allerdings zahlreiche unerwartete Wendungen im Buch, wodurch die Autorin immer wieder neue Spannung aufbauen kann. Mir persönlich war das Ende etwas zu abwegig, wodurch es konstruiert, langatmig und unglaubwürdig wirkte.

Die einzelnen Protagonisten sind authentisch und vielschichtig. Als Leser kann man sich schnell ein Bild machen. Allen voran die Hauptprotagonistin Norah konnte mich mit ihrer Lebenseinstellung und ihren Ansichten überzeugen: Sie war mir von Anfang an äußerst sympathisch und ich konnte das gesamte Buch über mit ihr mit fiebern. Besonders gut gefällt mir, dass das Buch in Wien spielt und viele Schauplätze äußerst bildlich und atmosphärisch beschrieben wurden.

Melanie Raabes Art zu Schreiben ist besonders und unterscheidet sich von vielen anderen Schriftstellern dieses Genres. Ich habe bereits drei Bücher der Autorin gelesen und mich daher an den Schreibstil gewohnt. Allerdings denke ich, dass er einigen Lesern nicht zusagt. Aus diesem Grund wäre es für neue Leser empfehlenswert zunächst eine Leseprobe zu lesen. Ich persönlich finde, dass das aktuelle Buch leider nicht ganz so gelungen wie andere ihrer Bücher ist.

FAZIT:
„Der Schatten ist ein lesenswerter Kriminalroman, der vor allem durch eine starke Hauptprotagonistin und bildliche Landschaftsbeschreibungen überzeugen kann. Mir persönlich wirkte das Ende allerdings zu unglaubwürdig und konstruiert, weswegen ich 4 Sterne vergebe!