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Veröffentlicht am 01.02.2018

Die Fallstricke des Teufels

Die Fallstricke des Teufels
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Pirna im 16. Jahrhundert: Die neunzehnjährige Sophia kehrt in ihre Heimat zurück, in welcher rätselhafte Todesfälle geschehen. Die Stadt deklariert diese als Suizide, doch Sophia glaubt nicht daran und ...

Pirna im 16. Jahrhundert: Die neunzehnjährige Sophia kehrt in ihre Heimat zurück, in welcher rätselhafte Todesfälle geschehen. Die Stadt deklariert diese als Suizide, doch Sophia glaubt nicht daran und beginnt auf eigene Faust zu recherchieren. Und dann gibt es da noch ein mysteriöses Buch, welches sie versteckt im Haus ihres Vaters gefunden hat. Sophia beginnt gemeinsam mit einem Freund das Geheimnis des Buches zu entschlüsseln. Die junge Frau bringt nicht nur sich selbst sondern auch viele Menschen, die ihr nahe stehen, in große Gefahr.


Heike Stöhr ist es mit ihrem bildlichen und flüssigen Schreibstil gelungen einen wirklich lesenswerten historischen Roman zu verfassen. Zusätzlich zu den Krimielementen und den historischen Fakten findet sich auch eine Liebesgeschichte im Buch. Diese ist wirklich gelungen eingebaut, wodurch sie weder Überhand gewinnt noch kitschig wirkt. Ich finde, dass die Autorin die einzelnen Genres sehr gelungen verbunden hat. Vor allem der bildliche Schreibstil ermöglicht beim Leser großes Kopfkino und es fiel mir daher schwer das Buch wegzulegen.


Die Handlung ist gut durchdacht und sehr logisch. Die einzelnen Kapitel sind eher kurz und lassen sich flüssig lesen, wodurch das Buch sehr kurzweilig wirkt. Die Autorin kann Wiederholungen und unnötige Längen komplett vermeiden, wodurch ich sofort in die Handlung einsteigen und dieser ohne Probleme bis zum Ende folgen konnte. Heike Stöhr schafft es gleich zu Beginn Spannung aufzubauen und diese bis zum Schluss zu halten. Da „Die Fallstricke des Teufels“ als Trilogie geplant ist, findet sich im Buch ein offenes Ende. Ich würde am liebsten heute noch mit der Fortsetzung beginnen und fiebere daher jetzt schon der Veröffentlichung des nächsten Bandes entgegen.


Im Buch befindet sich eine Karte, welche es dem Leser ermöglicht die Geschehnisse örtlich sofort einzuordnen. Zudem finden sich ein Namensregister und ein Glossar im Buch. Beides ermöglicht dem Leser ein besseres Verständnis der Handlung und bei Unklarheiten kann schnell nachgeschlagen werden.


Die Charaktere sind sehr authentisch und bildlich beschrieben. Als Leser kann man sich schnell ein Bild machen und Sympathie oder Antipathie entwickeln. Vor allem Sophia und Maria sind mir sehr sympathisch und ich musste das gesamte Buch mit ihnen mitfiebern. Besonders authentisch werden die Protagonisten durch ihre Dialoge. Diese sind der damaligen Zeit und Art zu sprechen angepasst, wirken beim Lesen allerdings nicht aufgesetzt oder langweilig.


Auch geschichtlich wirkt „Die Fallstricke des Teufels“ sehr gut recherchiert. Beim Lesen merkt man, dass Heike Stöhr sich ausführlich mit den damaligen Lebensumständen, Traditionen und Bräuchen beschäftigt hat und diese sehr authentisch und gelungen zu Papier bringt. Hierzu findet sich auch am Ende des Buches ein Kapitel über die Geschichte hinter der Geschichte.


FAZIT:


„Die Fallstricke des Teufels“ konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite fesseln und komplett überzeugen. Besonders gelungen finde ich die Verbindung von den historischen Fakten, den Krimielementen und der Liebesgeschichte. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung. Ich vergebe daher 5 Sterne und empfehle jedem Fan von historischen Romanen das Buch zu lesen!

Veröffentlicht am 01.02.2018

Aux Champs-Elysees

Aux Champs-Élysées
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Claire und Phillipe sind seit mehr als 20 Jahren verheiratet. Phillipe hat immer wieder Affären, welche Claire duldet. Mit Phillipes aktuellster Affäre scheint es ernst zu sein und Claire vermutet, dass ...

Claire und Phillipe sind seit mehr als 20 Jahren verheiratet. Phillipe hat immer wieder Affären, welche Claire duldet. Mit Phillipes aktuellster Affäre scheint es ernst zu sein und Claire vermutet, dass ihr Mann sie verlassen wird. Doch das will sich die gehörnte Ehefrau nicht gefallen lassen und sie schmiedet einen Plan: Claire baut ihren Keller aus und hält Phillipe als Gefangenen. Anfangs scheint ihr Plan gut durchdacht aber nach und nach hegt ihre Nachbarin einen Verdacht. Kann Claire das verübte Verbrechen vor der Polizei verbergen?


Mara Ferrs Schreibstil ist einfach und flüssig zu lesen, wodurch das Buch sehr kurzweilig erscheint. Durch die bildliche und fesselnde Schreibweise entsteht ein gelungener Kriminalroman. Die Autorin kann die Spannung schnell aufbauen und bis zum Ende aufrechterhalten. Leider wirkt die Handlung an einigen wenigen Stellen etwas übertrieben und unrealistisch. Die Autorin kann am Ende mit einer für mich überraschenden Wendung überzeugen.


Besonders gelungen finde ich die Grundidee des Buches. Im Krimi kann komplett auf blutige und brutale Szenen verzichtet werden, wodurch die Spannung allerdings in keinster Weise einbricht.


Die einzelnen Kapitel sind kurz und logisch. Dadurch können Wiederholungen und bis auf wenige Ausnahmen unnötige Längen vermieden werden.


Die Protagonisten sind authentisch beschrieben, allerdings wurde mir persönlich kein einziger der Charaktere wirklich sympathisch. Dies lag allerdings hauptsächlich daran, dass ich für die zum Teil nicht nachvollziehbaren Handlungen der Hauptpersonen (beispielsweise die Gefangennahme des Ehepartners) kein Verständnis aufbringen konnte.


„Aux Champs-Elysees“ war mein erstes Buch von Mara Ferr und konnte mich im Großen und Ganzen überzeugen. Daher werde ich auch in Zukunft gerne zu Büchern der Autorin greifen.


FAZIT:
„Aux Champs-Elyseess“ ist ein gelungener Kriminalroman, der trotz wenigen kleinen Schwächen überzeugen kann. Ich vergebe 4 Sterne!

Veröffentlicht am 01.02.2018

Comissare Le Floch

Commissaire Le Floch und das Geheimnis der Weißmäntel
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Paris im 18. Jahrhundert: Der junge Kommissar Le Floch bekommt den Auftrag einen Korruptionsskandal rund um einen Polizeibeamten aufzuklären. Was anfangs nach einer einfachen Aufgabe klingt wird nach und ...

Paris im 18. Jahrhundert: Der junge Kommissar Le Floch bekommt den Auftrag einen Korruptionsskandal rund um einen Polizeibeamten aufzuklären. Was anfangs nach einer einfachen Aufgabe klingt wird nach und nach verzwickter und stellt sich als sehr harter Fall heraus. Als der verdächtige Polizist plötzlich verschwindet und sich der Skandal auf das Königshaus auszubreiten scheint drängt die Zeit für Le Floch. Kann er den Fall noch rechtzeitig lösen, das Geheimnis lüften und dadurch den König retten?


Jean Francois Parots Schreibstil ist sehr fesselnd und dtailreich. Beim Lesen kann man komplett in das Paris im 18. Jahrhundert eintauchen und sich die Orte und Geschehnisse bildlich vorstellen. Der Autor kann die Spannung zwar nicht mit Beginn des Buches aufbauen aber dennoch lässt sich das Buch schnell und flüssig lesen. Nach dem Spannungsaufbau kann die Spannung ohne Unterbrechungen bis zum Ende des Buches gehalten werden. Mir ist es schwer gefallen das Buch wegzulegen, da es mich komplett in seinen Bann gezogen hat.


Durch geschickt eingearbeitete Wendungen kann der Autor komplett auf unwichtige Szenen, Längen und Wiederholungen verzichten und schafft es somit einen kurzweiligen historischen Paris-Krimi zu verfassen. Vor allem das doch sehr überraschende Ende konnte mich überzeugen und ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung.


Die Charaktere sind sehr authentisch beschrieben und als Leser kann man sich schnell ein Bild der einzelnen Protagonisten bilden.


Besonders gut gefällt mir das Personenverzeichnis zu Beginn des Buches. Durch die französischen Namen hatte ich anfangs leichte Probleme die einzelnen Protagonisten auseinander zu halten, konnte mich mit dem Register allerdings gut orientieren. Zusätzlich enthält das Buch eine Stadtkarte. Durch diese kann man die Handlungen örtlich noch besser einordnen.


FAZIT:
„Commissaire Le Floch und das Geheimnis der Weißmäntel“ braucht zwar etwas um die Spannung aufzubauen, kann allerdings trotzdem komplett überzeugen. Ich bin schon gespannt auf den zweiten Teil und die neuen Ermittlungen des Kommissars. Daher vergebe ich 5 Sterne!

Veröffentlicht am 01.02.2018

Zwei fast perfekte Schwestern

Zwei fast perfekte Schwestern
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Lily und Stephanie sind zwar Schwestern, aber unterschiedlicher können Menschen kaum sein. Lily sieht wahnsinnig gut aus, ist mit einem tollen Mann verheiratet und ist bei ihren Mitmenschen beliebt. Stephanie ...

Lily und Stephanie sind zwar Schwestern, aber unterschiedlicher können Menschen kaum sein. Lily sieht wahnsinnig gut aus, ist mit einem tollen Mann verheiratet und ist bei ihren Mitmenschen beliebt. Stephanie hingegen hat oft das Gefühl überfordert zu sein und kommt immer wieder in unangenehme Situationen. Beispielsweise als Stephanies Chef ihr seine Liebe gesteht. Um ihre Karriere als Lektorin nicht zu gefährden behauptet sie eine Beziehung mit einer Frau zu führen. Zum Glück ist Lily bereit die Rolle der Lebensgefährtin zu übernehmen. Bald stellt sich allerdings heraus, dass Lilys Leben nicht perfekt ist und als ihr Mann Fremd geht. Lily fällt in ein tiefes Loch. Und Stephanie bekommt einen neuen Auftrag: Sie soll einen Autor betreuen, dessen Frau verstorben ist. Doch wider Erwarten ist der Autor ziemlich sympathisch….


Michaela Grünig ist es mit ihrem bildlichen und fesselnden Schreibstil und einer sehr gut durchdachten Handlung gelungen einen wirklich lesenswerten Roman zu verfassen. Die Autorin schafft es sowohl Spannung aufzubauen als auch große Emotionen und Kopfkino beim Leser auszulösen.


Die einzelnen Kapitel sind gut durchdacht und logisch angeordnet. Es wechseln sich immer wieder Kapitel aus der Sicht der beiden Frauen ab, wodurch unnötige Längen und Wiederholungen komplett vermieden werden können. Die Autorin baut zusätzlich sehr gelungen Krimielemente in die Handlung ein. Diese fesseln zusätzlich und machen die Handlung besonders spannend. Dennoch wirkt die Handlung authentisch und nicht aufgesetzt.


Die Charaktere sind sehr authentisch und bildlich beschrieben, was zur Folge hat, dass sie einem schnell mal mehr mal weniger sympathisch werden und der Leser mit ihnen mitzufiebern und mitzuleiden beginnt. Vor allem Lily und Stephanie konnten mich durch ihre unterschiedlichen Lebensweisen wirklich überzeugen. Auch der zu Beginn etwas eigene Bernhard Otto ist mir im Laufe des Buches ans Herz gewachsen.


Ich kannte von Michaela Grünig bisher nur den Krimi „Abfahrt in den Tod“, der mich wirklich überzeugen konnte. Normalerweise lese ich keine Frauenromane, aber ich werde in Zukunft gerne zu Büchern aus diesem Genre greifen, wenn sie von Michaela Grünig geschrieben sind! Sie ist eine wirklich tolle Autorin, die mich in beiden Genres absolut überzeugen konnte! Ich freue mich bereits jetzt auf das nächste Buch (egal ob Krimi oder Roman).


FAZIT:

„Zwei fast perfekte Schwestern“ ist ein äußerst gelungener Roman, der mich von Anfang bis Ende überzeugen konnte. Sowohl die Handlung, die liebenswerten Charaktere als auch das nicht kitschige Happy End konnten mich überzeugen. Daher vergebe ich 5 Sterne!

Veröffentlicht am 01.02.2018

Nachtspiel

Nachtspiel: Thriller
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Die Pathologin Julia Schwarz wird seit dem Mord an ihrem Bruder von schrecklichen Albträumen verfolgt. Dies geht soweit, dass sie nicht mehr richtig schlafen kann. Um auf andere Gedanken zu kommen stürzt ...

Die Pathologin Julia Schwarz wird seit dem Mord an ihrem Bruder von schrecklichen Albträumen verfolgt. Dies geht soweit, dass sie nicht mehr richtig schlafen kann. Um auf andere Gedanken zu kommen stürzt sie sich in die Arbeit und macht sich auf die Suche nach dem Mörder einer Polizistin. Kurz darauf wird der vermeintliche Täter tot aufgefunden, aber die Morde gehen weiter. Julia erkennt einen Zusammenhang zwischen den einzelnen Fällen und gerät bei ihren Recherchen in große Lebensgefahr.


Catherine Shepherd ist es mit ihrem fesselnden Schreibstil und einer gut durchdachten und logischen Handlung gelungen einen wirklich lesenswerten Thriller zu verfassen. Die Autorin schafft es die Spannung mit der ersten Seite aufzubauen und durch geschickt eingearbeitete Wendungen bis zum Ende aufrecht zu erhalten und beim Showdown sogar noch zu steigern. Zudem beantwortet sie spätestens zum Ende des Buches alle offenen Fragen.


Die einzelnen Kapitel sind kurz und logisch aufgebaut. Dadurch lassen sich unnötige Längen und Wiederholungen komplett vermeiden und es entsteht ein kurzweiliger Thriller. Besonders gut hat mir gefallen, dass sich im Buch immer wieder Kapitel aus der Sicht des Täters finden. Diese machen die Handlung besonders spannend und authentisch, dennoch hat der Leser aber keine Idee, wer der Täter sein könnte.


Die Protagonisten sind sehr authentisch beschrieben. Dadurch kann sich der Leser schnell ein Bild machen und Sympathie oder Antipathie empfinden. Vor allem Julia und Florian mochte ich sehr gerne und ich musste mit ihnen von Anfang an mitfiebern.


„Nachtspiel“ ist bereits der zweite Teil rund um die Pathologin Julia Schwarz. Meiner Meinung steht der aktuelle Teil seinem Vorgänger in nichts nach und konnte mich erneut von Anfang an überzeugen. Aber auch ohne den Vorgänger zu kennen kann der Leser sofort in die Handlung einsteigen und dieser problemlos bis zum Ende folgen. Ich hoffe wirklich auf einen neuen Fall für Julia und Florian!


FAZIT:

„Nachtspiel“ ist ein typischer Catherine Shepherd Thriller, der von Anfang bis Ende überzeugen kann. Ich konnte das Buch kaum weglegen und war wirklich gefesselt. Daher vergebe ich 5 Sterne!