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Veröffentlicht am 01.02.2018

Totentanz am Col die Lana

Totentanz am Col di Lana
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Während des ersten Weltkriegs droht ein Angriff der Italiener auf die Dolomiten. Jene Tiroler, die im bisherigen Krieg aufgrund ihres jungen, beziehungsweise ihres fortgeschrittenen Alters nicht eingezogen ...

Während des ersten Weltkriegs droht ein Angriff der Italiener auf die Dolomiten. Jene Tiroler, die im bisherigen Krieg aufgrund ihres jungen, beziehungsweise ihres fortgeschrittenen Alters nicht eingezogen wurden, verpflichten sich den Angriffen der Italiener entgegenzuwirken. Die Tiroler Standschützen verteidigen ihr Land auf dem Col di Lana, obwohl sie in deutlicher Unterzahl sind, vehement und geben Großteils ihr Leben für die Heimat.

Anfangs hatte ich Probleme der Handlung im Buch zu folgen, da sehr viele verschiedene Personen und Orte vorkamen. Einige Kriegsbegriffe und die ausführliche Beschreibung der Truppenverteilung sowie die vielen unterschiedlichen Berge haben mich zu Beginn des Buches sehr verwirrt. Mit der Zeit bin ich allerdings immer besser in die Handlung gekommen und konnte ihr bald ohne Probleme folgen.

Besonders gut gefallen hat mir, dass sich am Ende des Buches nochmal die Truppenverteilung und Karten des Col di Lana und der italienischen Angriffe befinden, welche dem Leser einen schnellen und einfachen Überblick ermöglichen.

Erik Durschmied hat einen flüssigen und bildlichen Schreibstil, dennoch musste ich das Buch immer wieder zur Seite legen. Die äußerst bildlichen Beschreibungen der Angriffe und deren (psychischen und physischen) Auswirkungen auf die Soldaten sind nicht leicht zu lesen und haben mich lange beschäftigt. Das Buch stimmt einen nachdenklich und der Inhalt wird mich noch länger beschäftigen.

Als Leser merkt man sofort, dass der Autor sehr gut und ausführlich über die Kämpfe rund um den Col di Lana recherchiert hat. Alles was er im Buch schreibt hat Hand und Fuß und er kann es durch sehr gut gewählte Quellen belegen. Erik Durschmied arbeitet selbst als Kriegsreporter und er kann seine Erfahrungen gekonnt und wirklich gelungen in die Geschichte einfließen lassen und macht sie damit besonders authentisch.

Im Buch finden sich immer wieder Tiroler Dialekt und Italienisch. Die italienischen Dialoge werden immer übersetzt und beeinträchtigen somit in keinster Weise den Lesefluss. Anfangs habe ich mich mit den tirolerischen Dialogen etwas schwer getan, kam im Laufe des Buches aber immer besser hinein und konnte dadurch der Handlung ohne Probleme folgen.

FAZIT:

„Totentanz am Col di Lana“ ist ein wirklich gelungenes Buch, welches einen sinnlosen Krieg verdeutlicht, der viel zu viele Leben gekostet hat. Der Autor überzeugt durch seine ausführlichen Recherchen und einen wirklich authentischen Schreibstil. Ich vergebe 4 Sterne.

Veröffentlicht am 01.02.2018

Die gute Tochter

Die gute Tochter
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Die Geschwister Charlotte und Samantha müssen die Ermordung ihrer Mutter mit ansehen und überleben selbst nur knapp. Der Grund für den Mord ist der Vater Rusty, welcher sich als Anwalt einen Namen gemacht ...

Die Geschwister Charlotte und Samantha müssen die Ermordung ihrer Mutter mit ansehen und überleben selbst nur knapp. Der Grund für den Mord ist der Vater Rusty, welcher sich als Anwalt einen Namen gemacht hat, indem er beinahe jeden Straftäter aus dem Gefängnis holt. Jahre später sind beide Mädchen Anwältinnen. Charlotte gerät durch Zufall in einen Amoklauf in einer Schule, bei welchem mehrere Menschen getötet werden. Die Täterin ist eine junge verstörte Frau, die keine Unterstützung erhält. Einerseits hat Charly das Gefühl, dass sie ihre Vergangenheit einholt, aber andererseits hat sie das Bedürfnis der Täterin zu helfen.

Karin Slaughter ist es mit einem fesselnden Schreibstil und einer gut durchdachten und logischen Handlung gelungen einen wirklich lesenswerten Kriminalroman zu verfassen. Die Autorin schafft es die Spannung schnell aufzubauen und durch geschickt eingearbeitete Wendungen bis zum Ende aufrecht zu erhalten und zum Ende des Buches nochmals zu steigern. Zudem beantwortet sie spätestens zum Ende des Buches alle offenen Fragen. Die einzelnen Kapitel sind logisch aufgebaut und erzeugen keine unnötigen Längen. Als Leser kann man sofort in die Handlung einsteigen und dieser ohne Probleme bis zum Ende folgen.

Im Buch finden sich ein paar Rückblenden und Zeitsprünge, diese beeinflussen allerdings in keinster Weise den Lesefluss und wurden gelungen in die Handlung integriert. Auch die Verbindung der beiden Handlungsstränge (Vergangenheit und Gegenwart) ist äußerst gelungen und macht wirklich Spaß beim Lesen.

Die einzelnen Charaktere sind vielschichtig sehr authentisch beschrieben, was zur Folge hat, dass sie einem schnell mal mehr mal weniger sympathisch werden und der Leser mit ihnen mitzufiebern beginnt.

Karin Slaughter hat mit „Die gute Tochter“ erneut bewiesen, dass sie zu Recht eine Bestsellerautorin ist. Das aktuelle Buch steht ihren anderen Werken in nichts nach und ich kann jedem nur empfehlen dieses Buch zu lesen.

FAZIT:

„Die gute Tochter“ ist erneut ein wirklich gelungener Thriller der Bestsellerautorin Karin Slaughter. Die spannende Handlung und der fesselnde Schreibstil harmonieren sehr gut und machen es beinahe unmöglich das Buch wegzulegen. Aber die detaillierten Beschreibungen waren mir zum Teil zu heftig. Daher vergebe ich 4 Sterne!

Veröffentlicht am 01.02.2018

Sie haben ihr Ziel erreicht

Sie haben ihr Ziel erreicht
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Drei ältere Herren, welche seit ihrer Schulzeit gute Freunde sind, beschließen eine erholsame Woche in einem Luxushotel zu verbringen. Da ihnen ein gravierender Fehler bei der Buchung unterlaufen ist ...

Drei ältere Herren, welche seit ihrer Schulzeit gute Freunde sind, beschließen eine erholsame Woche in einem Luxushotel zu verbringen. Da ihnen ein gravierender Fehler bei der Buchung unterlaufen ist sehen sich Justus, Erwin und Willi gezwungen ihren wohlverdienten Urlaub im Kurhotel Erika zu verbringen. Doch anstelle purer Erholung und Entspannung folgt ein Abenteuer dem nächsten. Justus, ein wahrer Frauenheld, lernt Iris kennen und wird bald mit seinen persönlichen Problemen konfrontiert. Willi bringt den Hausmeister des Hotels auf die Palme, indem er alle vermeintlichen Schäden im Hotel repariert, bzw. erst verursacht. Und Erwin entdeckt sein detektivisches Können und ermittelt in einem seiner Meinung nach gravierenden Kriminalfall.

Friedrich Kalpenstein kann auch mit einem Buch außerhalb der Herbert-Reihe absolut überzeugen! Der Autor schafft es erneut seinen lockeren Schreibstil mit einer Menge Humor zu verbinden und dadurch einen kurzweiligen und wirklich lesenswerten Roman zu verfassen. Dadurch bringt einen „Sie haben ihr Ziel erreicht“ nicht nur zum Schmunzeln, sondern auch immer wieder zum Lachen. Die humorvollen Szenen beginnen bereits im Prolog und enden erst mit der letzten Seite. Das Buch konnte mich super unterhalten, nicht nur aufgrund der lustigen Dialoge (die drei Herren ziehen sich gerne gegenseitig auf) sondern auch wegen der bildlichen Beschreibungen der Missgeschicke (bei der Szene mit der Wassergymnastik musste ich Tränen lachen). Die Kapitel sind eher kurz und lassen sich flüssig lesen, da keine unnötigen Längen oder Wiederholungen vorkommen.

Die Protagonisten sind äußerst authentisch beschrieben. Vor allem Willi, Justus und Erwin sind sehr liebenswert und können mit Witz und Charme überzeugen. Die Fettnäpfchen, in welche sie treten, sind perfekt gewählt und sehr bildlich beschrieben. Obwohl den drei Herren einige Missgeschicke im Buch passieren, wirkt dies nicht übertrieben und macht wirklich Spaß beim Lesen.

Mit „Sie haben ihr Ziel erreicht“ kann Friedrich Kalpenstein erneut beweisen, dass er absolut zu Recht der #1 Kindle Humor Autor ist.

Ich bin ein großer Fan der Herbert-Reihe und hoffe nach „Sie haben ihr Ziel erreicht“ auch auf weitere Bücher rund um Justus, Erwin und Willi!

FAZIT:

„Sie haben ihr Ziel erreicht“ steht den Bänden der Herbert-Reihe in nichts nach und kann mit Humor und liebenswerten Charakteren überzeugen. Daher vergebe ich wirklich verdiente 5 Sterne!

Veröffentlicht am 01.02.2018

Tote machen Träume wahr

Tote machen Träume wahr
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Biene eröffnet gemeinsam mit einem Freund eine Detektei. Doch die Gewinnung von Kunden und das Lösen der Aufträge erweist sich als deutlich schwieriger als zuvor erwartet. Zusätzlich kommt es immer wieder ...

Biene eröffnet gemeinsam mit einem Freund eine Detektei. Doch die Gewinnung von Kunden und das Lösen der Aufträge erweist sich als deutlich schwieriger als zuvor erwartet. Zusätzlich kommt es immer wieder zu Streitereien mit ihrem Lebensgefährten. Biene beginnt an ihrem Traum, Detektivin zu werden, zu zweifeln. Als ein Mordfall in dem beschaulichen Ort passiert beginnen Biene und ihr Geschäftspartner auf eigene Faust zu ermitteln um den Ruf ihrer Detektei zu verbessern. Schnell lassen sich viele Motive und Verdächtige finden. Bei den Ermittlungen begibt sich Biene allerdings in große Gefahr.

Vera Nentwichs Schreibstil ist sehr flüssig und einfach zu lesen, wodurch ein kurzweiliger Krimi entsteht. Es wird gleich zu Beginn Spannung aufgebaut, diese kann allerdings nicht das gesamte Buch gehalten werden. Im Mittelteil überwiegen Bienes private Probleme, wodurch der Fall in den Hintergrund gerät und die Spannung abfällt. Allerdings ist der Showdown wieder sehr fesselnd und äußerst gelungen. Die Autorin beschreibt Bienes Missgeschicke sehr bildlich, wodurch sich viele amüsante Szenen im Buch finden.

Die einzelnen Kapitel sind eher kurz und gut durchdacht. Dies hat zur Folge, dass unnötige Längen und Wiederholungen vermieden werden können. Durch die Kapiteleinteilung lässt sich das Buch schnell lesen und erfordert beim Lesen nicht die volle Konzentration.

Die Charaktere sind äußerst authentisch beschrieben. So sprechen sie beispielsweise immer wieder einzelne Wörter im Dialekt, was allerdings den Lesefluss und das Verständnis nicht beeinflusst. Der Leser kann sich schnell ein Bild der einzelnen Protagonisten bilden und Sympathie oder Antipathie entwickeln. Besonders Bienes Oma konnte mich überzeugen.

„Tote machen Träume wahr“ ist bereits das dritte Buch rund um Biene und ihre Ermittlungen. Auch ohne die vorherigen Teile zu kennen kann der Leser sofort in die Handlung einsteigen und dieser problemlos bis zum Ende folgen.

FAZIT:

„Tote machen Träume wahr“ verbindet sehr gelungen Krimielemente mit Humor. Allerdings kann die Spannung leider nicht durchgehend gehalten werden, da zu stark auf die privaten Probleme von Biene eingegangen wird. Allerdings können die liebenswerten Charaktere überzeugen. Daher vergebe ich 4 Sterne!

Veröffentlicht am 01.02.2018

Auf dich wartet der Tod

Auf Dich wartet der Tod
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Die Ermittlerin Eva Sturm erhält einen Anruf einer jungen Frau, welche angibt entführt und nach einer Woche wieder freigelassen worden zu sein. Eva nimmt den Fall an und versucht die Entführung aufzuklären. ...

Die Ermittlerin Eva Sturm erhält einen Anruf einer jungen Frau, welche angibt entführt und nach einer Woche wieder freigelassen worden zu sein. Eva nimmt den Fall an und versucht die Entführung aufzuklären. Bereits beim ersten Aufeinandertreffen stellen beide Frauen fest, dass sie gemeinsam in einer Pflegefamilie aufgewachsen sind. Tags darauf wird die Frau ermordet aufgefunden. Als weitere Personen umgebracht werden, welche mit Eva die Vergangenheit geteilt haben, erhärtet sich der Verdacht, dass auch Eva ein potenzielles Opfer ist. Bei ihren Ermittlungen begibt sie sich in große Lebensgefahr.

Moa Graven ist es mit einem fesselnden Schreibstil und einer gut durchdachten und logischen Handlung gelungen einen wirklich lesenswerten Kriminalroman zu verfassen. Die Autorin schafft es die Spannung schnell aufzubauen und durch geschickt eingearbeitete Wendungen bis zum Ende aufrecht zu erhalten. Zudem beantwortet sie spätestens zum Ende des Buches alle offenen Fragen.

Die einzelnen Kapitel sind eher kurz und logisch aufgebaut, wodurch unnötigen Längen und Wiederholungen vermieden werden können. Der einfache aber fesselnde Schreibstil ermöglicht zusätzlich ein schnelles Lesen des Buches.

Besonders gut gefallen hat mir, dass sich zum Ende des Buches ein Rezept findet, welches Jürgen für Eva in der Geschichte kocht.

„Auf dich wartet der Tod“ ist bereits der siebte Teil rund um die Ermittlerin Eva Sturm und ihren Helfer Jürgen. Auch ohne die vorherigen Teile zu kennen kann der Leser sofort in die Handlung einsteigen und dieser problemlos bis zum Ende folgen.

Die Charaktere sind sehr authentisch beschrieben, was zur Folge hat, dass sie einem schnell mal mehr mal weniger sympathisch werden und der Leser mit ihnen mitzufiebern beginnt. Vor allem Eva und Jürgen können überzeugen.

Das Buch behandelt Evas Zeit in einer Pflegefamilie. Obwohl auf die Missstände nicht in der Tiefe eingegangen wird, werden sie ausreichend aufgezeigt. Der Leser bekommt schnell ein Bild über die traumatischen Erlebnisse vieler betroffener Kinder. Dennoch stehen Evas Ermittlungen im Vordergrund, wodurch der Spanungsbogen durchgehend gehalten werden kann. Es fiel mir wirklich schwer das Buch wegzulegen!

FAZIT:

„Auf dich wartet der Tod“ ist ein kurzweiliger und äußerst gelungener Kriminalroman, der es wirklich Wert ist gelesen zu werden! Moa Graven konnte mich überzeugen und ich werde auch weiterhin gerne zu ihren Büchern greifen. Daher vergebe ich 5 Sterne!