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Veröffentlicht am 11.05.2020

Young rebels

Young Rebels
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Vermutlich können die hier erzählten Geschichten nicht die Welt und Gesellschaft ändern, aber sie motivieren Teil dieses Veränderungsprozesses zu werden. In „Young Rebels“ werden 25 Personen oder Gruppen ...

Vermutlich können die hier erzählten Geschichten nicht die Welt und Gesellschaft ändern, aber sie motivieren Teil dieses Veränderungsprozesses zu werden. In „Young Rebels“ werden 25 Personen oder Gruppen Jugendlicher vorgestellt, welche sich für Veränderungen stark machen. Diese reichen von der Gelichstellung der Geschlechter über den Wunsch nach Freiheit bis hin zu den Klimademos. Neben bekannten Gesichtern, wie Greta Thunberg oder Malala Yousafza finden sich in dem Buch auch die Porträts von eher unbekannten engagierten Jugendlichen, welche Beeindruckendes leisten.

Zu jeder Person findet sich eine informativ und interessant gestaltete Seite über die biografischen Hintergründe, die Motivation für das Engagement und den bisherigen Verlauf ihres Engagements. Zudem gibt es zu jeder Person ein gemaltes Porträt. Diese gefallen mir persönlich Großteils leider nicht, was sehr schade ist, da ich die Bücher in den „Good night stories“ deutlich gelungener fand. Hier wirken die Bilder sehr einfach und man kann sich die jeweilige Person beim Lesen nicht wirklich vorstellen. Die Geschichten zu jeder Person sind informativ, aber nicht mit Fakten überladen. Nach dem Lesen kann man sich noch gut an den jeweiligen Inhalt erinnern. Dennoch konnten einige der Texte mein Interesse wecken und ich habe mich auch nach dem Buch noch mit einigen Projekten beschäftigt.


Am Ende des Buches findet sich ein Glossar mit den wichtigsten Begriffen aus den Geschichten. Hier werden die Wörter gut verständlich erklärt. Leider umfasst dieses Glossar nicht viele Begriffe und daher bleiben einige Wörter, welche Kinder ebenfalls nicht kennen, unerklärt. Meiner Meinung nach hätte dieses Glossar deutlich umfangreicher gestaltet werden können.



FAZIT:
„Young rebels- 25 Jugendliche die die Welt verändern“ ist ein meiner Meinung nach wichtiges Buch, da viele interessante Projekte und Personen aufgeführt werden und dieses Buch somit für ein eigenes Engagement motiviert. Leider können mich weder die Bilder noch das Glossar ganz überzeugen, weshalb ich 4 Sterne vergebe!

Veröffentlicht am 11.05.2020

Das kleine Stinktier Riechtsogut

Das kleine Stinktier Riechtsogut
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Das kleine Stinktier geht im Gegensatz zu seinen Eltern und den anderen Stinktieren nicht gerne in den Wald um zu stinken. Es bleibt viel lieber zu Hause und pflegt sich, denn das kleine Stinktier liebt ...

Das kleine Stinktier geht im Gegensatz zu seinen Eltern und den anderen Stinktieren nicht gerne in den Wald um zu stinken. Es bleibt viel lieber zu Hause und pflegt sich, denn das kleine Stinktier liebt es gut zu riechen. Dieses Verhalten stößt bei den anderen Stinktieren auf Unverständnis und daher muss das kleine Stinktier lernen mit dem Anders sein umzugehen.

Britta Sabbags und Igor Langes Kinderbuch ist unfassbar liebevoll gestaltet. Neben dem kindgerechten Text überzeugen vor allem die farbenfrohen detailreichen und kunterbunten Illustrationen, welche mein Kind stundenlang betrachten könnte. Hier entdeckt man auch immer wieder neue nette Details. Aber auch die Handlung kann überzeugen. Einerseits ist sie einfach und daher für Kinder gut verständlich und andererseits werden die Themen „Anders sein“, „Individualität“ und „Zugehörigkeit“ spielerisch, kindgerecht und humorvoll aufgearbeitet. Mein Kind konnte der Geschichte ganz gebannt folgen und wollte sie im Anschluss gleich nochmal hören.

FAZIT:
„Das kleine Stinktier Riechtsogut“ ist eine unglaublich liebevoll gestaltete Geschichte zum Thema „Anders sein“ und vermittelt auf humorvolle Art den Umgang mit der eignen Individualität. Zudem überzeugen die wundervollen, detailreichen und wirklich hübschen Illustrationen. Daher vergeben wir 5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.05.2020

Blutgott

Blutgott
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In einem Schnellzug wird ein Mädchen brutal ermordet. Die Täter war eine Gruppe Minderjähriger. Doch es kommt immer öfter zu derart brutalen Morden durch minderjährige Täter in ganz Deutschland. Clara ...

In einem Schnellzug wird ein Mädchen brutal ermordet. Die Täter war eine Gruppe Minderjähriger. Doch es kommt immer öfter zu derart brutalen Morden durch minderjährige Täter in ganz Deutschland. Clara Vidalis ist fest der Meinung, dass die Jugendlichen nicht aus eigenem Willen die Taten verüben und damit soll sie Recht behalten.

Veit Etzolds Schreibstil liest sich flüssig und daher erscheint die Handlung sehr kurzweilig. Allerdings sind seine Beschreibungen unglaublich detailliert, brutal und blutrünstig. Mir persönlich war dies oft etwas too much und ich habe bei diesen Szenen wirklich die Freude an dem Buch verloren. Dies ist sehr schade, da die Handlung ansonsten eine durchgehend sehr hohe Spannung hatte und wirklich mitreißend war. Aber nach den detailreichen, blutigen und wirklich grausigen Beschreibungen (welche ich nur noch quergelesen oder ganz übersprungen habe) musste ich mich wirklich aufraffen das Buch weiterzulesen und nicht abzubrechen.

Dies ist bereits der siebte Fall für Clara Vidalis, aber es ist nicht notwendig die Vorgängerbände zu kennen, da das notwendige Vorwissen geschickt in die Handlung eingebaut wird. Ich selbst kannte bisher kein Buch der Reihe und hatte keine Verständnisschwierigkeiten. Anfangs fand ich die Idee immer wieder reale Fälle in die Handlung einzubauen sehr gelungen, aber auch hier hat es der Autor etwas zu gut gemeint und es übertrieben, weshalb mich dies mit zunehmenden Beispielen immer mehr genervt hat.


FAZIT:
„Blutgott“ hat eine gute Grundidee, aber die blutrünstige Umsetzung und die detaillierten Beschreibungen der grausamen Morde haben mir komplett die Freude am Buch genommen, daher vergebe ich 2 Sterne!

Veröffentlicht am 05.05.2020

Die Geheimnisse meiner Mutter

Die Geheimnisse meiner Mutter
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Roses Mutter Elise verschwindet kurz nach der Geburt spurlos und lässt dadurch ihre Tochter im Stich. Jahrelang hat Rose Schwierigkeiten sich damit abzufinden und gibt die Suche nach der Wahrheit nicht ...

Roses Mutter Elise verschwindet kurz nach der Geburt spurlos und lässt dadurch ihre Tochter im Stich. Jahrelang hat Rose Schwierigkeiten sich damit abzufinden und gibt die Suche nach der Wahrheit nicht auf. Als sie erfährt, dass ihre Mutter als letzten Kontakt eine Autorin hatte, nimmt sie sofort Kontakt zu der Schriftstellerin auf. Hier erfährt sie, dass Elise und die Autorin eine Beziehung hatten. Rose begibt sich immer weiter auf die Suche nach ihrer Mutter und hofft auf Unterstützung durch die Autorin.

Jessie Burtons Schreibstil ist einfühlsam und flüssig zu lesen. Als Leser kann man sofort in die Handlung eintauchen und ihr problemlos folgen. Besonders gut gefällt mir, wie die Autorin die Themen Mutterschaft und Freundschaft in dem Buch einbindet und aufarbeitet. Dennoch kam ich beim Lesen nur sehr schleppend voran und es hat mehrere Wochen gedauert bis ich das Buch beendet habe (zum Glück kann man bei unserer Bücherei immer wieder verlängern). Diese Leseunlust hatte zwei Gründe: Einerseits plätschert die Handlung über weite Strecken dahin, ohne dass etwas Nennenswertes passiert und dadurch wird die langatmige Handlung sehr zäh. Andererseits konnten mich die Protagonisten in keinster Weise erreichen oder berühren. Gerade Rose Suche nach ihren Wurzeln und dem Warum hätte so viel Potenzial gehabt, aber dies bleibt über weite Strecken ungenutzt. Aber auch Elise und Constance wirkten kühl und abweisend auf mich. Da mich die Protagonisten in keinster Weise erreichen konnten, war ich leider schnell genervt vom Buch und mich konnte auch der Tiefgang nicht wirklich erreichen. Gelesen- weggelegt- vergessen. Dies ist sehr schade, da ich mir gewünscht hätte, dass die Thematik noch nacharbeitet und mich weiterhin beschäftigt.

FAZIT:
„Die Geheimnisse meiner Mutter“ erfüllt meine hohen Erwartungen leider nicht. Trotz des einfühlsamen Schreibstils und der tollen Thematik konnte mich das Buch nicht erreichen und es war stellenweise eine Qual weiterzulesen. Daher vergebe ich 2 Sterne!

Veröffentlicht am 05.05.2020

In Kalabrien

In Kalabrien
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Inmitten der süditalienischen Bergwelt lebt Claudio gemeinsam mit einigen Tieren. Eines Tages trifft er auf ein wunderschönes und atemberaubendes Einhorn und Claudio beschließt das Einhorn geheim zu halten, ...

Inmitten der süditalienischen Bergwelt lebt Claudio gemeinsam mit einigen Tieren. Eines Tages trifft er auf ein wunderschönes und atemberaubendes Einhorn und Claudio beschließt das Einhorn geheim zu halten, doch dieser Plan scheitert. Immer mehr Menschen interessieren sich für das Einhorn und dringen in den Lebensbereich des mystischen Tieres ein.

Peter S. Beagles Kurzgeschichte ist magisch, zauberhaft und erinnert an ein modernes Märchen. Der Schreibstil ist flüssig, ruhig und erzählend, wodurch er dem Leser ein komplettes Eintauchen in die Geschichte ermöglicht und der Phantasie des Lesers freien Lauf lässt. Zudem schafft es der Autor einerseits sehr einfühlsam und berührend zu schreiben, aber andererseits finden sich auch immer wieder humorvolle Szenen. Dennoch konnte mich die Handlung nicht komplett begeistern, da sie stellenweise etwas zäh und gewollt erschien. Nichts desto trotz ist dies eine kurzweilige und unterhaltsame Geschichte, der eine gewisse Magie inne wohnt.

FAZIT:
„In Kalabrien“ ist eine magische und märchenhafte Kurzgeschichte, die den Leser verzaubert, aber aufgrund kleinerer Schwächen ist der Funke nicht komplett übergesprungen. Daher vergebe ich 4 Sterne!