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Veröffentlicht am 05.02.2018

ein sehr gelungener Abschluss zu einer dystopischen Dilogie, die sich Fans des Genres nicht entgehen lassen sollten

Enders
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Mit Enders ist der Autorin Lissa Price ein toller Abschluss zu ihrer Dilogie gelungen, der beinahe alle offen gebliebenen Fragen beantwortet, aber trotzdem noch Raum für ein paar Spekulationen lässt, was ...

Mit Enders ist der Autorin Lissa Price ein toller Abschluss zu ihrer Dilogie gelungen, der beinahe alle offen gebliebenen Fragen beantwortet, aber trotzdem noch Raum für ein paar Spekulationen lässt, was die Zukunft der Charaktere betrifft.
Callie ist nach wie vor eine sehr sympathische Hauptfigur, deren Schicksal einen mitnimmt und die man daher gern auf ihrem beschwerlichen Weg begleitet. Besonderes Interesse weckt jedoch eine neu eingeführte Figur: Hyden. Er behauptet der Sohn des Old Man zu sein und Callie dabei helfen zu wollen seinen Vater zur Strecke zu bringen. Es dauert zwar eine Weile bis man wirklich Vertrauen zu ihm aufgebaut hat, doch wegen seiner sehr liebenswerten Art muss man ihn einfach gern haben. Er hat seine Fehler und Schwächen, was nicht verwunderlich ist, wenn man bedenkt, was er alles durchgemacht hat, immerhin hat er ein skrupelloses Monster zum Vater; allerdings auch viele Stärken, was ihn insgesamt sehr authentisch macht. Er setzt sich für andere Starters ein und ist bemüht seine Fehler wieder gutmachen.

Zwischen ihm und Callie entwickelt sich im Verlauf der Handlung langsam eine zarte, glaubwürdige Liebesgeschichte, und man kann gut nachvollziehen, warum die Beiden sich zueinander hingezogen fühlen. Hyden war ihre gegenüber zwar nicht in allen Punkten ganz aufrichtig, empfindet aber sehr viel für sie, deshalb schützt er z.B. auch Tyler und Michael, und hat ausschließlich gute Absichten. Man kann sogar verstehen, dass er ihr gewisse Tatsachen verschwiegen hat, denn die Wahrheit, die natürlich immer irgendwann herauskommt, ist ein Schock für Callie und man kann nur für Hyden hoffen, dass sie ihm eines Tages verzeihen kann und wieder vertrauen wird.

Durch ihren besonderen Neurochip ist es dem Old Man immer noch möglich jederzeit Kontakt zu Callie aufzunehmen, was ihr selbstverständlich gar nicht gefällt. Spätestens nachdem er Reece getötet hat nur um Callie seine Macht zu demonstrieren und sie zu zwingen zu sich zu kommen, ist sie fest entschlossen sich gegen ihn zu wehren und den anderen Starters, die wie sie einen Chip haben, zu helfen.
In ihrem Kampf mit dem Old Man muss sie einige Rückschläge einstecken, da sie auf legalem Weg beispielsweise nicht weit kommt, weil er zu viele mächtige Freunde hat, weshalb sie auch auf Hydens Hilfe und insbesondere sein Wissen angewiesen ist. Sie muss sich erneut von Tyler trennen und zunächst an einem Ort verstecken, an dem man nicht auf ihren Chip zugreifen kann, damit sich niemand einfach ihres Körpers bemächtigt oder in ihrem Kopf eindringt, bis sie einen genauen Plan entwickelt haben. Dabei ist es vielleicht gar nicht nur der Old Man, der mit ihr Kontakt aufnimmt, denn Callie hat mehrfach deutlich die Stimme ihres Vaters vernommen. Lebt er also noch, oder ist das nur ein weiterer fieser Trick um sie zu manipulieren?

Die Handlung des zweiten Teils ist von der ersten bis zur letzten Seite fesselnd, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Obwohl man glaubte schon alles Schlimme zu kennen, schafft es Lissa Price immer wieder mit unerwarteten Wendungen zu überraschen und zu schockieren. Dazu gehört vor allem die wirklich wahre Identität des Old Man. Kurz vor dem Ende wird zudem das ganze Weltbild von Callie, und damit auch das des Lesers, noch einmal komplett auf den Kopf gestellt als man erfährt, was tatsächlich der Zweck von Prime Destinations war und was Callies Einmischung bewirkt bzw. verhindert hat.

Auch die Enders sorgen erneut für unangenehme Überraschungen, wobei man nicht alle in eine Schublade stecken darf, weil es zum Glück auch noch ein paar wenige, anständige Menschen unter ihnen gibt. Dass sie die Körper von freiwilligen Spendern mieten um sich wieder jung zu fühlen, kann man ja noch nachvollziehen, doch dass sie die Starters wie Sklaven behandeln oder gar Gegenstände und sich geradezu einen Spaß daraus machen sie zu abscheulichen Dingen zu zwingen, ist einfach widerwärtig. Sie haben keinerlei Achtung oder Respekt vor dem Leben der Spender, geschweige denn ihren Gefühlen, und betrachten sie lediglich als wertvolle Ware, die ihrem Vergnügen dient oder ihre Schmutzarbeit erledigen soll. Und das, obwohl sie selbst einmal so jung gewesen sind oder ihre eigenen Kinder und Enkelkinder durch den Krieg verloren haben.

Das Ende selbst ist sehr zufriedenstellend, sodass sich die lange Wartezeit auf das Buch wenigstens gelohnt hat. Ein gewisser Abschnitt der Handlung ist damit in sich abgeschlossen, es wäre aber dennoch interessant zu erfahren wie es nach der letzten Seite weiter geht oder wie Callies Leben ein paar Jahre danach aussieht.


FAZIT

Enders ist ein sehr gelungener Abschluss zu einer dystopischen Dilogie, die sich Fans des Genres nicht entgehen lassen sollten. Die sympathischen Charaktere, gepaart mit einer wirklich spannenden Handlung, machen die Reihe zu einer klaren Empfehlung. Obwohl der zweite Band die Serie abschließt, würde man nur zu gern wissen, wie Callies Leben danach weiter geht. Wenn schon nicht als eigenständiger Roman, dann ja vielleicht irgendwann als Novelle.

Lissa Price hat damit auf jeden Fall bewiesen, dass sie eine tolle Autorin ist, auf deren nächstes Werk man nun schon sehr gespannt ist.

Veröffentlicht am 05.02.2018

ein sehr gelungener und spannender Trilogieauftakt, deren Fortsetzungen man nach dem Lesen des ersten Teils kaum noch erwarten kann

Soul Beach – Frostiges Paradies
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Soul Beach – Frostiges Paradies ist ein großartiger Serienauftakt, mit dem Kate Harrison den Leser in eine Atem beraubende Geschichte entführt, die mit erfrischend neuen Ideen aufwarten und überzeugen ...

Soul Beach – Frostiges Paradies ist ein großartiger Serienauftakt, mit dem Kate Harrison den Leser in eine Atem beraubende Geschichte entführt, die mit erfrischend neuen Ideen aufwarten und überzeugen kann. Gekonnt vermischt die Autorin die Genres Thriller, Krimi sowie Liebesroman miteinander und schafft es sowohl das Thema Trauer ernsthaft zu vermitteln als auch ein paar passende amüsante Szenen einzubauen.
Vor allem die Problematik der Trauer und deren Verarbeitung steht sehr im Mittelpunkt, da es sich bei dem Todesopfer nicht um irgendeine Unbekannte, sondern um Meggie, die Schwester der Hauptfigur, handelt. Obwohl die gesamte Handlung aus der Sicht von Alice geschildert wird, zeigt sich, wie unterschiedlich verschiedene Menschen mit einem solchen Verlust umgehen, denn Alice, ihre Mutter und ihr Vater verarbeiten diesen auf ihre jeweils eigene Weise.

Kate Harrison gelingt es besonders gut die verschiedenen, widerstreitenden Gefühle von Alice in Bezug auf den Tod ihrer Schwester sehr authentisch darzustellen. Auf der einen Seite ist sie natürlich unheimlich bestürzt, neigt sogar dazu Meggie gelegentlich zu glorifizieren und hat große Angst davor irgendwelche Details über sie zu vergessen. Auf der anderen Seite ist sie aber auch genervt von der Situation, was durchaus verständlich ist. Meggie war keine Heilige, sondern hatte ebenso Schwächen und Fehler, und Alice möchte nicht ständig mit ihrer älteren Schwester verglichen werden. Sie will zum Einen nicht, dass die Leute aufhören über Meggie zu sprechen oder sie vergessen, will allerdings zum Anderen auch nicht andauernd angestarrt werden, nur weil sie die kleine Schwester der Nachtigall ist. Für diese Gefühle macht sie sich selbst teilweise Vorwürfe, dabei sind sie einfach menschlich. Der Tod einer geliebten Person ist so schon schwer genug. Wenn das ganze Land dazu noch darüber spekuliert wer der Mörder ist und die Journalisten den eigenen Vorgarten belagern, kann es nur noch umso schlimmer sein.

Als Alice eine E-Mail von ihrer toten Schwester erhält, geht sie, logischerweise, natürlich erst einmal davon aus, dass es sich um einen technischen Fehler oder einen kranken Scherz handelt – wer würde das nicht? Glücklicherweise antwortet sie jedoch trotzdem auf diese Nachricht, denn so erfährt sie, dass sie, so unfassbar es auch sein mag, tatsächlich von ihrer Schwester stammt. Diese befindet sich mit anderen jungen Opfern, deren Todesfälle ungelöst sind, an einem Strandparadies, an dem sie nun die Ewigkeit verbringen wird. Über eine Website kann Alice in die virtuelle Welt von Soul Beach eintauchen, die ihr schon bald wichtiger ist als die Realität, denn nur dort kann sie mit ihrer Schwester zusammen sein, die nun mehr Zeit mit Ali verbringt denn je. Sie kanzelt sich von ihren Freunden ab, vernachlässigt die Schule und lebt nur noch für ihren nächsten Besuch am Strand. Dabei ist es nach einer Weile nicht mehr nur Meggie, die sie an den Soul Beach zieht, sondern noch eine weitere Person, die sich in Alice’s Herz geschlichen hat und ihre Trauer verdrängt, obgleich ihre Liebesgeschichte eigentlich von vorneherein zum Scheitern verurteilt ist.

Obwohl Ali immer öfter vor der Realität flüchtet, kann sie sie nicht völlig vergessen, da sie fest entschlossen ist herauszufinden, wer ihre Schwester umgebracht hat. Meggie selbst kann sich nicht mehr daran erinnern und während die Polizei vor allem Meggies Freund Tim verdächtigt, ist Alice, im Gegensatz zu ihrer Mutter und der Presse, von seiner Unschuld überzeugt, mehr oder weniger jedenfalls. Doch wer könnte es sonst gewesen sein? Ein verrückter Fan oder jemand, der ihr in irgendeiner Weise nahe gestanden hat?

Sie weiß es zwar nicht mit Bestimmtheit, aber die Aufklärung ihres Todes könnte sowohl für Meggie als auch für alle anderen Gäste am Soul Beach der einzige Weg sein diesen Ort jemals zu verlassen. Allerdings ist es für eine von Meggies Freundinnen dort noch viel wichtiger als für Meggie selbst, weshalb Alice nicht nur den Mörder ihrer Schwester finden, sondern auch den Tod dieser Freundin aufklären will, was alles andere als einfach ist. Glücklicherweise bekommt sie dabei Hilfe von einem Freund, den man für seine liebenswerte Art einfach ins Herz schließen muss.

Die Handlung wird, wie gesagt, aus der Perspektive von Alice erzählt, in die man sich sehr gut hineinversetzen kann und mit der man die ganze Zeit über mitfiebert. Daneben gibt es jedoch noch ein paar kurze Passagen aus der Sicht des wahren Täters, desjenigen, der Meggie ermordet hat. Wer sich dahinter verbirgt, bleibt noch unklar, allerdings helfen diese Szenen dabei eigene Spekulationen über die Identität des Mörders anzustellen. Dies sorgt zusätzlich für Spannung, da man sich um Alice sorgt, weil sie, wenn man mit seinen Vermutungen richtig liegt, Kontakt zu ihm hat, ihn aber nicht zu verdächtigen scheint. Außerdem befindet sie sich ohnehin in großer Gefahr, denn der Täter scheint Gefallen an ihr gefunden zu haben und daher ist es möglicherweise nur eine Frage der Zeit, bis er sich nicht länger unter Kontrolle hat und sie sein nächstes Opfer wird.

Ob man Recht hat oder nicht, erfährt man leider frühestens im nächsten Band, doch dafür werden immerhin ein paar andere Fragen beantwortet und ein ganz bestimmtes Problem gelöst, was einen etwas milder stimmt. Den nächsten Teil wird man sich so jedenfalls auf keinen Fall entgehen lassen!


FAZIT

Soul Beach – Frostiges Paradies ist ein sehr gelungener und spannender Trilogieauftakt, deren Fortsetzungen man nach dem Lesen des ersten Teils kaum noch erwarten kann. Kate Harrisons Idee, in einer virtuellen Welt mit den Toten kommunizieren zu können, ist einzigartig und bietet dadurch eine willkommene Abwechslung.

Alice ist eine sehr sympathische Heldin, deren Gefühle man nachempfinden kann, und deren Geschichte einen definitiv nicht kalt lässt. Genau wie sie möchte man auch als Leser unbedingt erfahren, wer ihre Schwester wirklich getötet hat, weshalb man garantiert auch den zweiten Band zur Hand nehmen wird!

Veröffentlicht am 05.02.2018

Die Fortsetzung, die hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten lässt, kann man nach diesem Ende jedenfalls kaum noch erwarten!

Die Auslese - Nur die Besten überleben
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Die Auslese – Nur die Besten überleben ist eine großartige, düstere Dystopie, die mühelos mit anderen Vertretern des Genres mithalten kann und ein Serienauftakt, der seine Leser von der ersten bis zur ...

Die Auslese – Nur die Besten überleben ist eine großartige, düstere Dystopie, die mühelos mit anderen Vertretern des Genres mithalten kann und ein Serienauftakt, der seine Leser von der ersten bis zur letzten Seite unablässig in seinen Bann zieht.
In der Zukunft, die Joelle Charbonneau kreiert hat, ist die Menschheit, deren Bevölkerung nach einem schrecklichen Krieg auf ein Minimum reduziert ist, immer noch damit beschäftigt die Erde wieder urbar zu machen und das verseuchte Wasser nachhaltig zu reinigen. Die notwendigen Technologien sind vorhanden, doch es mangelt an Energie und geeigneten Fachkräften.

Um bei letzterem für Nachschub zu sorgen, wurde vor vielen Jahren die Auslese eingeführt, bei der die besten Schüler der Abschlussklassen der jeweiligen Kolonien ausgiebigen Tests unterzogen werden. Wer besteht, darf hinterher die Universität in der Hauptstadt besuchen und wird womöglich einer der nächsten Anführer des Vereinigten Commonwealth.

Während die größtenteils unwissenden Eltern es für eine Ehre halten, wenn ihr Kind unter den Prüflingen ist und diese selbst sich darauf freuen an der Auslese teilnehmen zu dürfen, weil sie glauben, dass sie lediglich vor gewöhnliche, vollkommen ungefährliche Aufgaben gestellt werden, begeben sie sich in Wahrheit völlig ahnungslos in einen Kampf um Leben und Tod, den die Mehrheit verlieren wird. Was mit harmlosen, schriftlichen Tests beginnt, führt nämlich schon bald zu Prüfungen, bei denen Fehler sogar mit dem Tode bestraft werden und mündet in einen letzten Teil, den nur die wenigstens überstehen.

Das gesamte Verfahren, einschließlich fast aller Prüfer, kann man daher eigentlich nur als krank bezeichnen. Die Verantwortlichen haben keinerlei Achtung vor den jungen, vielversprechenden Leben, die sie so emotionslos auslöschen. Es kümmert sie nicht, was aus den Prüflingen wird, sodass sie lieber tatenlos dabei zusehen wie diejenigen, die dem Druck nicht mehr standhalten, sich erhängen, oder solche, die während eines Tests einen Fehler begangen haben, qualvoll an ihren Verletzungen sterben lassen. Ihrer offensichtlichen Ansicht nach heiligt der Zweck alle Mittel. Die Gleichgültigkeit, die einige Prüfer in Bezug diese unschuldigen Jugendlichen an den Tag legen, ist entsetzlich und dass manche von ihnen sogar ernsthaft glauben diese sinnlosen Tode würden dem Wohle der Allgemeinheit dienen, ist unfassbar. Immer, wenn man denkt, dass es nun unmöglich noch schlimmer werden kann, wird man eines besseren belehrt und mit noch schrecklicheren Methoden konfrontiert, bei denen sie beispielsweise bewusst die verzweifelte Lage der Teilnehmer ausnutzen um sie in eine tödliche Falle zu locken.

Beängstigenderweise schrecken jedoch selbst manche Prüflinge im Laufe der Auslese vor nichts mehr zurück um zu bestehen und sich einen Platz an der Universität zu sichern. Während einige sich darauf beschränken vergifteten Kekse anzubieten, verraten andere gewissenlos ihre Teammitglieder, in dem Wissen, dass ein Fehler deren Tod bedeuten könnte, oder werden sogar zu kaltblütigen Mördern, die erbarmungslos ihre Konkurrenten ausschalten.

Eine Möglichkeit dem zu entkommen gibt es nicht, denn die Teilnahme an der Auslese ist Pflicht. Wer versucht sich davor zu drücken, begeht Hochverrat, welcher – natürlich – ebenfalls die Todesstrafe nach sich zieht. Doch was geschieht mit den Prüflingen, die zwar antreten und nicht bei einem der Tests sterben, aber in deren Verlauf trotzdem scheitern? Werden diese tatsächlich zurück in ihre Kolonien geschickt oder müssen auch sie den höchsten Preis für ihr Versagen bezahlen?

Es ist zudem mehr als fraglich, warum dieses aggressive Vorgehen der Regierung tatsächlich notwendig erscheint. Muss ein Anführer wirklich in der Lage sein völlig rücksichtslos unschuldige Menschen oder sogar seine Freunde zu töten, nur um sich selbst einen Vorteil zu verschaffen? Ist es unbedingt nötig, dass die Prüflinge Fehler gleich mit ihrem Leben bezahlen müssen? Immerhin gäbe es genügend andere Methoden sie unter Druck zu setzen um zu testen, wie sie dann reagieren.
Aber selbst wenn sie sich auf Grund irgendeines falschen Verhaltens nicht als Anführer eignen sollten, könnten auch diejenigen, die nicht bestehen, noch gute Arbeit leisten, immerhin handelt es sich um die intelligentesten, fähigsten Schüler des jeweiligen Jahrgangs. Abgesehen davon werden etliche Absolventen der Universität ja nicht einmal zu Anführern, sondern üben danach ganz normale Berufe aus und arbeiten z.B. als Lehrer.

Zum Glück gibt es allerdings auch noch Leute, die erkennen wie falsch das alles ist, die Auslese deshalb verabscheuen und zumindest versuchen etwas dagegen zu unternehmen. Obwohl man ihnen hinterher die Erinnerungen nimmt, ahnen einige ehemalige Studenten durch Alpträume, was ihnen oder ihren Konkurrenten zugestoßen ist und wollen andere Schüler, insbesondere ihre eigenen Kinder, vor dem gleichen Schicksal bewahren. Einige Prüfer zählen ebenfalls zu dieser Gruppe, doch wer von ihnen versucht im Geheimen das Verfahren zu sabotieren und wer nicht?

Es sind jedoch nicht nur diese Grauen erregenden Umstände, die das Buch so fesselnd machen, sondern vor allem die Charaktere, allen voran natürlich Malencia, die beim Leser verschiedene Emotionen hervorrufen und der Geschichte das Gewissen liefern, das so vielen völlig zu fehlen scheint.

Cia ist eine tolle Hauptfigur, die man sich wirklich zum Vorbild nehmen kann. Sie ist intelligent, einfallsreich, sehr stark sowie ehrgeizig, bleibt dabei aber immer fair und hat zudem ein gutes Herz. Sie will bestehen, ist allerdings nicht gewillt dafür andere Konkurrenten zu verletzen oder gar zu töten, außer um sich selbst zu verteidigen, sondern kümmert sich sogar noch um sie. Trotz all der schrecklichen Dinge, die sie während der Auslese erlebt, lässt sie sich nicht unterkriegen und bleibt dennoch sowohl sich selbst als auch den Werten, die ihre Eltern ihr vermittelt haben, treu. Selbst als ihr eigenes Leben auf dem Spiel steht, sorgt sie sich mehr um ihre Familie und ihre Freunde als um sich selbst.

Tomas ist ein beinahe ebenso liebenswerter Charakter, für den man sehr dankbar ist. Er sorgt dafür, dass Cia nicht vollkommen auf sich allein gestellt ist und es neben ihr noch eine weitere sympathische Figur gibt. Da so viele Menschen Verrat begehen, ist man froh sich wenigstens in einer Person nicht komplett getäuscht zu haben. Er war zwar auch nicht immer absolut ehrlich und hatte Geheimnisse vor Cia, doch die hatte sie ebenfalls. Außerdem muss es ja wenigstens eine Figur geben, der man, abgesehen von Cia, vertrauen kann, weshalb es bestimmt eine Erklärung für seine Verbindung zum Tod einer Mitstreiterin gibt, sodass man sich zumindest in ihm – hoffentlich! – nicht ebenso getäuscht hat wie in manch anderen.

Zwischen Tomas und Cia keimen mit der Zeit Gefühle auf, die über Freundschaft hinausgehen und zu einer zarten Liebesgeschichte führen. Diese drängt sich aber nie zu sehr in den Vordergrund, da Beide im Kampf um ihr Überleben genügend andere, weitaus wichtigere Sorgen und Probleme haben.

Am Ende verschont Joelle Charbonneau ihre Leser, glücklicherweise, mit einem Cliffhanger, der ohnehin gar nicht nötig ist. Obwohl ein gewisser Abschnitt der Handlung abgeschlossen ist, bleiben noch etliche Fragen offen, deren Antworten man unbedingt erfahren möchte. Die Fortsetzung wird man sich daher auf keinen Fall entgehen lassen.


FAZIT

Die Auslese – Nur die Besten überleben ist eine fantastische und äußerst spannende Dystopie, die einem immer wieder den Atem raubt und den Leser an die Seiten fesselt. Die Welt, die Joelle Charbonneau erschaffen hat, ist schockierend und faszinierend zugleich und sorgt dafür, dass man diesen Serienauftakt garantiert nicht so schnell vergessen wird.

Die Fortsetzung, die hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten lässt, kann man nach diesem Ende jedenfalls kaum noch erwarten!

Veröffentlicht am 05.02.2018

eine tolle Fortsetzung, die mit den gleichen Qualitäten überzeugen kann wie auch schon ihr Vorgänger

Meisterdiebin
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Mit Meisterdiebin hat Ally Carter eine gelungene Fortsetzung geschrieben, die fast alle Erwartungen erfüllt und den Leser sehr gut zu unterhalten vermag. Es ist, wie schon der Vorgänger, keine allzu tiefgründige ...

Mit Meisterdiebin hat Ally Carter eine gelungene Fortsetzung geschrieben, die fast alle Erwartungen erfüllt und den Leser sehr gut zu unterhalten vermag. Es ist, wie schon der Vorgänger, keine allzu tiefgründige Lektüre, die ernste Themen behandelt, sondern einfach eine, die Spaß macht und sich daher perfekt für Zwischendurch eignet.
Genau wie schon im ersten Band sind es vor allem die sympathischen Figuren und die vielen zwischenmenschlichen Beziehungen, die das Buch so lesenswert machen und erneut zeigen wie wichtig Freunde und Familie sind.

Dass Kat nach dem meisterhaften Diebstahl im Henley weiterhin stiehlt, ist nicht verwunderlich, denn es liegt ihr nun mal im Blut. Da sie, anders als die meisten anderen Mitglieder in ihrer Familie, aber gute, uneigennützige Absichten hat, macht es sie jedoch nicht zu einer richtigen Diebin, sodass ihre Sympathie nicht im geringsten darunter leidet, weil sie niemandem wirklich schadet. Man kann ihre Beweggründe sehr gut nachvollziehen und würde an ihrer Stelle vermutlich genauso handeln, insbesondere wenn man womöglich der einzige Mensch ist, der die Bitte des jeweiligen Auftraggebers erfüllen kann. Nur leider ist sie der Ansicht keine Hilfe dabei zu benötigen, obwohl ihre Freunde nur zu gern bereit wären mitzumachen.

Glücklicherweise sind die Menschen, die Kat lieben – und davon gibt es einige – nicht allzu nachtragend und unterstützen sie auch ohne explizite Aufforderung oder sogar gegen ihren Willen, denn dazu sind Familie und Freunde nun einmal da. Vor allem Hale war ziemlich verärgert, weil Kat ihn so lange nicht miteinbezogen hatte, weshalb er sie den nächsten Auftrag auf keinen Fall ohne ihn machen lässt. Man spürt, trotz seiner Wut, oder vielleicht gerade deshalb, wie viel er für Kat empfindet und dass er fast alles für sie tun würde. Es wäre ihm zwar lieber, wenn sie diesen Job nicht annehmen würde, da er, selbst wenn man nicht an Flüche glaubt, alles andere als leicht ist, doch wenn sie sich dafür entscheidet, ist er dabei. Er akzeptiert, wer sie ist und versteht sie manchmal vielleicht besser als sie sich selbst.

Obwohl sie damit wahrscheinlich den Zorn von Onkel Eddie auf sich ziehen wird, der ihnen nach seinem eigenen gescheiterten Versuch verboten hat jemals diesen Smaragd zu stehlen, ist natürlich auch ihre Cousine Gabrielle wieder mit von der Partie. Sie scheint eigentlich kein Problem mit den kriminellen Tätigkeiten ihrer Familie zu haben, hilft Kat allerdings auch gerne ohne selbst irgendeine Gegenleistung zu erhalten, denn genau wie ihre Cousine hat sie eine Schwäche für schwierige, scheinbar unmögliche Diebstähle bzw. Wiederbeschaffungen. Ferner hilft sie Kat gewisse Dinge klarer zu sehen, insbesondere in Bezug auf Hale, und scheut sich nicht davor ihr immer ganz direkt die Meinung zu sagen – und das hat Kat manchmal wirklich nötig.

Im späteren Verlauf werden auch wieder einige andere, bekannte Figuren mit ins Boot geholt, die alle ihre eigenen Fähigkeiten und Besonderheiten mit sich bringen, für die man sie einfach ins Herz schließen muss. Sie alle sind sehr verschiedene, eigenständige Charaktere mit unterschiedlichen Stärken, aber auch kleinen Macken, die einen mehr als einmal zum Schmunzeln bringen.

Die Jagd nach dem Smaragd führ die Teenager rund um den Globus, was Dank der nahezu unbegrenzten Mittel von Hale glücklicherweise kein Problem ist, und führt sie in die verschiedensten Winkel der Welt. Doch nicht nur die Schauplätze sind interessant, sondern vielmehr noch die erstaunlichen Pläne, die die Crew gemeinsam entwickelt. Als Leser ist man immer wieder überrascht davon wie clever und gewitzt ihre Ideen sind und wie sie diese schließlich in die Tat umsetzen. Genau wie Hale, der im Gegensatz zu allen anderen nicht in einer Diebesfamilie aufgewachsen ist, weiß man nicht, was sich hinter den vielen Insider-Begriffen verbirgt und um Spannung aufzubauen verrät einem Ally Carter in der Regel sowieso erst hinterher, worin der gesamte Plan bestand, sodass man bis zur jeweiligen Auflösung nur raten kann und sich überraschen lassen muss. Der Kreativität von Kats Team ist jedenfalls keine Grenzen gesetzt und es gibt scheinbar kein Problem, dass sie nicht gemeinsam lösen können.

Besonders interessant ist auch Kats Gegenspielerin, denn die Beiden sind einander wirklich ebenbürtig und es ist natürlich wesentlich komplizierter jemanden zu besiegen, der wahrscheinlich alle Tricks kennt, viele vielleicht sogar selbst erfunden hat, als einen ahnungslosen Unbeteiligten. Sie sind sich auch vom Charakter her sehr ähnlich, allerdings unterscheiden sie sich in einem ausschlaggebenden Punkt, der letztlich darüber entscheidet, wer gewinnt und wer verliert.

Die Handlung kommt gut ohne eine Liebesgeschichte aus, dennoch bedauert man ein wenig, dass sich die Beziehung zwischen Hale und Kat, die im ersten Band so vielversprechend begonnen hat, nicht etwas schneller weiterentwickelt. Jeder, mit Ausnahme von Kat selbst, weiß, dass Hale sie liebt, noch deutlicher könnte er es ihr kaum zeigen, und dass Kate tief im Inneren das gleiche für ihn empfindet, weshalb man ihre Bedenken nur zu gern wegwischen und sie einfach in seine Arme schubsen würde. Hoffentlich kommen sie sich dann im nächsten Teil endlich etwas näher und zwar nicht nur als Freunde oder Mittäter.

Genau wie sein Vorgänger ist Meisterdiebin wieder in sich abgeschlossen, sodass man bis zum Erscheinen des nächsten Bandes nicht auf die Folter gespannt wird. Lesen wird man ihn aber trotzdem, denn von Kate und ihrer chaotischen Crew kann man nicht genug bekommen! Außerdem hofft man immer noch zu erfahren, wer sich aktuell hinter dem Namen „Visily Romani“ verbirgt – und wie Hales Vornamen lauten.


FAZIT

Meisterdiebin ist eine tolle Fortsetzung, die mit den gleichen Qualitäten überzeugen kann wie auch schon ihr Vorgänger. Vor allem die unheimlich liebenswerten Figuren sowie die interessanten Ideen, die dazu noch gut umgesetzt wurden, machen auch den zweiten Teil wieder besonders lesenswert.

Wer die Nase voll hat von Fantasy oder dramatischen Liebesgeschichten oder einfach mal etwas Abwechslung braucht, sollte sich diese Serie daher unbedingt etwas genauer anschauen.

Veröffentlicht am 05.02.2018

eine außerordentlich gut gelungene Fortsetzung, die mit den gleichen Qualitäten überzeugen kann wie schon ihr Vorgänger

DARK TRIUMPH - Die Tochter des Verräters
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Dark Triumph – Die Tochter des Verräters ist eine großartige Fortsetzung, die ihrem Vorgänger auf jeden Fall das Wasser reichen kann und ebenso zu begeistern vermag. Robin LaFevers gelingt es erneut mit ...

Dark Triumph – Die Tochter des Verräters ist eine großartige Fortsetzung, die ihrem Vorgänger auf jeden Fall das Wasser reichen kann und ebenso zu begeistern vermag. Robin LaFevers gelingt es erneut mit ihrer einzigartigen Mischung aus Liebesgeschichte und Historischem Roman mit einer Prise Fantasy zu überzeugen und ihre Leser vom ersten Moment an an die Seiten zu fesseln.
Da der zweite Teil der Trilogie eine andere Protagonistin hat, vermisst man Ismae sowie Duval sehr, wobei sie natürlich nicht gänzlich aus der Serie verschwunden sind. Dafür bekommt man nun jedoch die Chance Sybella besser kennen zu lernen, über die man im ersten Teil nur relativ wenig erfahren hat. Wer sie bisher nicht mochte oder sie einfach nicht einschätzen konnte, sollte sich davon keineswegs abschrecken lassen, denn erstaunlicherweise ist Sybella eine äußerst sympathische und vielschichtige Heldin, die man nach einer kurzen Gewöhnungsphase sehr schnell ins Herz schließt. Trotz ihres grausamen Vaters und der unfassbar schrecklichen Dinge, die sie seinetwegen schon in so jungen Jahren erleiden musste, hat sie, entgegen ihrer eigenen verzerrten Vorstellung von sich selbst, ein gutes Herz. Sie mag eine gewisse Freude dabei empfinden ihre Auftragsmorde auszuführen, besitzt aber dennoch nichts von der Kaltblütigkeit oder Erbarmungslosigkeit ihres Vaters. Sie würde niemals vollkommen Unschuldigen das Leben nehmen und riskiert mehrfach sogar ihr eigenes um anderen zur Flucht zu verhelfen oder sie vor Grausamkeiten zu beschützen. Sie liebt Ismae und Annith so sehr wie ihre Schwestern, weshalb sie sie schmerzlich vermisst, und lieber ihr eigenes Leben aufs Spiel setzt als eine der Beiden in Gefahr zu bringen.

Umso erschreckender ist es, dass die Äbtissin genau diese Liebe gegen Sybella einsetzt um sie für ihre Zwecke zu missbrauchen. Während man von einem völlig ehrlosen, unmenschlichen Verräter wie d’Albret, der nicht einmal davor zurückschreckt seine eigene Tochter anderen Männern ins Bett zu legen um an Informationen zu gelangen, nichts anderes erwartet, ist man schockiert von den Ausmaßen der Gleichgültigkeit und Skrupellosigkeit, die die Äbtissin einem ihrer Schützlinge gegenüber an den Tag legt. Sie beordert Sybella nicht nur durch falsche Versprechungen gnadenlos zu ihrem Vater zurück, der ihr so viel Leid zugefügt hat, dass sie fast daran zerbrochen wäre, sondern zögert nicht einmal sie in den sicheren Tod zu schicken um sie für ihre eigenen Ziele zu opfern. Welchen Grund sie für ihre Abneigung auch haben mag, dieses Verhalten ist nicht entschuldbar und man kann nichts als Verachtung für sie empfinden. Je mehr man über Mortain und das Kloster erfährt, desto mehr bekommt man das Gefühl, dass sie einen eigenen, finsteren Plan verfolgt und Mortains Töchter für sie nur Werkzeuge sind, weshalb es ihr natürlich überhaupt nicht gefällt, dass die jungen, intelligenten Frauen, die in ihrem Kloster ausgebildet wurden, zwangsläufig einen eigenen Willen entwickeln und nicht länger einfach blind ihren Befehlen gehorchen.

Glücklicherweise gibt es neben Sybella aber auch noch andere Figuren, die weder selbst zu den unbarmherzigen Mördern zählen, noch tatenlos dabei zusehen wie jene ihre Verbrechen an unschuldigen Menschen begehen. Dazu gehört vor allem der loyale Ritter de Waroch, die Bestie. Er hat ein tiefes Verständnis für die Düsternis in Sybellas Seele und teilt ihre Freude daran ihre Fähigkeiten einzusetzen, sobald ihn die Kampfeslust packt. Doch er setzt sie nicht für selbstsüchtige Zwecke ein, sondern um seinem Land sowie seiner Herzogin zu dienen und anderen Menschen zu helfen. Sogar wenn er selbst bereits schwer verletzt und kaum in der Lage ist sich auf den Beinen zu halten, kann er nicht einfach wegschauen und seine eigene Flucht fortsetzen, als er bemerkt, dass Unschuldige in Gefahr sind.

Gegen ihren Willen verliebt sich Sybella nach und nach in die Bestie, die das gleiche für sie empfindet. Sie hat sich lange Zeit davor gefürchtet ihm ihre wahre Identität zu beichten, dabei ist er vielleicht der einzige, dem sie all ihre vielen Geheimnisse offenbaren kann ohne verurteilt zu werden. Trotz ihrer Unterschiede, oder vielleicht gerade deshalb, passen sie perfekt zusammen und können wirklich verstehen, was der jeweils andere durchlitten hat.
Ihre Liebesgeschichte ist unheimlich rührend und vor allem auch sehr glaubwürdig, denn Robin LaFevers gibt den Beiden Zeit diese tiefen Gefühle füreinander zu entwickeln, sodass man sie auch als Leser sehr gut nachempfinden kann. Man spürt wie diese Liebe Sybella neue Hoffnung verleiht, die Finsternis in ihrem Herzen vertreibt und endlich wieder den Wunsch in ihr weckt zu leben. Obwohl diese Liebesgeschichte, die von vielen äußerst amüsanten Wortgefechten begleitet wird, sich nicht nur im Hintergrund abspielt, sondern im späteren Verlauf einen wesentlichen Anteil ausmacht, geraten die anderen Handlungsstränge jedoch nie vollkommen in Vergessenheit.

Durch die diversen Intrigen, das erzählerische Tempo sowie Sybellas innere Zerrissenheit bleibt die Handlung durchgängig spannend und zieht einen von Anfang bis Ende mühelos in ihren Bann. Die Autorin gönnt einem zwischen den vielen gefährlichen Situationen, denen die Figuren scheinbar nie lange entkommen können, nämlich nur wenige, kurze Atempausen.

Die Sprache ist sehr authentisch und der Zeit, in der die Geschichte spielt, angemessen, aber dennoch leicht verständlich. Es tauchen nur wenige Wörter auf, die man womöglich noch nicht kennt, deren Bedeutung man dann aber in der Regel aus dem Kontext erschließen kann.

Auch der zweite Band der Reihe ist wieder in sich abgeschlossen, sodass das Warten auf den finalen Teil der Trilogie nicht ganz so unerträglich wird. Entgehen lassen wird man ihn sich trotzdem auf keinen Fall, denn nach den ersten, interessanten Andeutungen möchte man nun natürlich mehr über das weitere Schicksal von Annith erfahren, wobei einem auch das der Herzogin und damit des ganzen Herzogtums nicht egal ist. Außerdem hofft man auf ein erneutes, wenigstens kurzes Wiedersehen mit Ismae, Sybella sowie den Männern, die sie lieben.


FAZIT

Dark Triumph – Die Tochter des Verräters ist eine außerordentlich gut gelungene Fortsetzung, die mit den gleichen Qualitäten überzeugen kann wie schon ihr Vorgänger. Der einzigartige Genre-Mix, die packende Handlung, die interessanten Charakteren und die romantische Liebesgeschichte ergeben einen zweiten Teil, den man sich unter keinen Umständen entgehen lassen sollte und den man trotz seiner Länge viel zu schnell ausgelesen hat.

Robin LaFevers schafft es erneut den Leser von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln und ihn mit ihren Worten zu begeistern, was ihr dann hoffentlich auch mit dem letzten Teil der Trilogie wieder gelingen wird.