Profilbild von Sternenlicht_

Sternenlicht_

Lesejury Profi
offline

Sternenlicht_ ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Sternenlicht_ über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.11.2016

Wie kommt man auf eine solche Geschichte?!

Anonym
0

Buchtitel: Anonym
Autor: Ursula Poznanski, Arno Strobel
Seitenanzahl: 384
Verlag: ROWOHLT Wunderlich, 21.09.2016
Genre: Krimi und Thriller

Inhalt:

In Raum Hamburg wird gemordet. Hierbei hat ein jeder ...

Buchtitel: Anonym
Autor: Ursula Poznanski, Arno Strobel
Seitenanzahl: 384
Verlag: ROWOHLT Wunderlich, 21.09.2016
Genre: Krimi und Thriller

Inhalt:

In Raum Hamburg wird gemordet. Hierbei hat ein jeder Mensch auf der Welt die Chance zu bestimmen, wer seinen Löffel abgeben muss: Das Forum Morituri fordert User dazu auf, für vorgeschlagene Kandidaten zu wählen. Dem Gewinner winkt der Tod. Verzweifelt versucht die Polizei, allen voran Kommissar Buchholz und seine Kollegin Salomon, dem Wahnsinn Einhalt zu gebieten. Ein Wettrennen mit der Zeit beginnt, denn die nächsten Wahlen stehen an.

Meinung:

Schon allein beim Schreiben der Inhaltsangabe hat mich mehr als nur einmal der Gedanken ereilt, wie das Autorenpaar denn auf so eine absurde Idee kommt und wie sie es schaffen, diese so realistisch erzählen. Es ist unglaublich.

Das Cover gefällt mir sehr gut, es ist nicht zu düster, farblich eher eintönig gehalten, aber dafür mit so vielen Nuancen, dass es schon wieder interessant wirkt. Meines Erachtens spiegelt das Cover sowie der Titel die Atmosphäre der Geschichte äußerst treffend wider.

Die Geschichte beginnt recht schnell mit einem Mord. Die Charaktere werden sehr schnell vorgestellt, insgesamt fühlte sich die Einleitung sehr knapp an, der Leser wird sogleich zu Anfang in die Handlung gesogen.

Die Ermittler sind verzweifelt, ganz Hamburg und die Welt schaut zu. Die Spannung und die Verzweiflung ist für den Leser sogar fast mit den Händen greifbar. Dem Autorenpaar ist es sehr gut gelungen, den Spannungsbogen so zu gestalten, dass der Leser kaum das Buch weglegen kann. Ich hätte am liebsten meine Fingernägel zerkaut, aber zum Glück habe ich diese Angewohnheit nicht.

Die Idee ist absurd, verrückt, originell und atemberaubend gut. Das ganze Konzept finde ich umwerfend, denn wie kommt man so auf eine verrückte Idee und kann diese auch noch in eine Geschichte verpacken, die ziemlich realistisch wirkt.

Die Charakter und die Charakterentwicklungen sind gut herausgearbeitet. Sowohl Daniel, als auch Nina sind glaubwürdig herübergekommen. Nur Trajan war mir zu geheimnisvoll und bis zum Schluss hatte ich immer noch so einige Fragezeichen in meinen Gedanken bezüglich diesem geheimnisvollen Mörder.

Der Plot war spannend und überraschend mit einigen für mich vorhersehbaren Wendungen, z.B. wer hinter Trajan steckt. Es war nicht allzu offensichtlich, aber da ich schon einige Romane von Frau Poznanski gelesen habe, vermutete ich bereits den Täter unter bekannten Gesichtern.

Meine einzigen Kritikpunkte sind folgende:

Die Hauptprotagonistin Nina Salomon fand ich sehr unsympathisch. Auch wenn durch ihre Handlungsweise die Ermittlungen letzten Endes sehr große Fortschritte gemacht haben, konnte ich mich mit ihrer Arbeitsweise nicht anfreunden. Aufmüpfig, Regeln missachtend, unhöflich und misstrauisch - so erscheint sie mir in der Hälfte der Geschichte. Sie hatte meine Nerven sehr viel strapaziert.

Der zweite Kritikpunkt betrifft die Erzählperspektive. Nina und Daniel wechseln sich dabei ab - die Ich-Perspektive wird verwendet. Doch bestimmt habe ich bei 30% der Kapitel erstmal die Erzähl-Person verwechselt, weil ich die Protagonisten nicht so gut kannte, dass ich ihre Erzählungen gleich auseinanderhalten konnte und das Autorenpaar auch leider keine Hilfestellung leistet, dass der Leser gleich weiß, in wessen Kopf er eigentlich steckt. Wie viel unkomplizierter wäre es, wenn gleich zu Anfang des Kapitels die Erzählsicht, z.B. als Titel der Name der Erzählperson, erwähnt wird. Das hätte mir viel Verwirrung erspart, denn nicht immer achte ich darauf, wer eigentlich mit dem Erzählen dran ist.

Trotzdem hat mir die Geschichte sehr gut gefallen, doch aufgrund der Kritikpunkte muss ich leider einen Stern abziehen. 4 Sterne für diese geniale Geschichte mit kleinen Schwächen.

Veröffentlicht am 08.11.2016

Eine ergreifende Geschichte um zwei Schwestern - so berührend, tragisch - eingebettet in die Brutalität des zweiten Weltkriegs

Die Nachtigall
0

Rezension zu "Die Nachtigall"

Titel: Die Nachtigall

Autor/in: Kristin Hannah

Genre: Historischer Roman
Erschienen: September 2016
Verlag: Rütten & Loening
Seitenanzahl: 608 Seiten

Ähnliche Bücher: ...

Rezension zu "Die Nachtigall"

Titel: Die Nachtigall

Autor/in: Kristin Hannah

Genre: Historischer Roman
Erschienen: September 2016
Verlag: Rütten & Loening
Seitenanzahl: 608 Seiten

Ähnliche Bücher: Keine, die mir bekannt sind.

Inhalt:

Das ist die tragische Geschichte der zwei Schwestern Vianne und Isabelle während des Zweiten Weltkriegs. Die eine kämpft für die Freiheit, die andere für die Liebe. Mehr will ich nicht spoilern, denn die Geschichte lohnt sich, entdeckt zu werden!

Meinung:

Das Cover hat mir gut gefallen. Zuerst dachte ich bei diesem Cover nicht an eine solch kraftvolle Geschichte, sondern eher Literatur, kein epischer Historienroman. Auch wenn die Nachtigall sowie die Farbwahl auf den ersten Blick nicht ganz zum Inhalt passt, so habe ich nach der Lektüre entdeckt, dass die Cover, der Titel und die Geschichte durchaus eine Verbindung haben. Im Buchladen hätte Die Nachtigall meine Aufmerksamkeit eher nicht erworben, da ich dahinter eher einen Literaturroman vermutet habe.

Die Nachtigall ist eine äußerst spannende und berührende Geschichte. Die Handlung umfasst eine Liebesgeschichte bzw. mehrere Liebesgeschichten unter den harten Bedingungen des Kriegs. Episch erzählt, erscheint sie mir nicht als eine Dokumentation des Weltkriegs, aber trotzdem hat der Weltkrieg als Schauplatz der Rahmenhandlung viel Einfluss auf die Handlung. Der Leser bekommt so nebenbei die Zustände im Krieg vermittelt - grausam, hart und schockierend.

Die Charaktere sind mir sehr glaubwürdig rübergekommen. Sympathisch waren nicht alle, doch mit den meisten, allen voran den Schwestern, konnte ich mitfühlen und sie auch bedauern. Sie haben mich zu Tränen gerührt und ich bin immer noch ganz ergriffen von ihrem Schicksal.

Die Geschichte ist gut erzählt mit einem roten Faden und der Schreibstil ist angenehm flüssig zu lesen. Emotional und berührend versteht die Autorin es, den Leser an die Geschichte zu fesseln und das Schicksal der Schwestern dem Leser nahe zu bringen.

Fazit: Eine sehr schöne tiefgehende Geschichte, die den Leser emotional aufwühlt und bewegt. 5 Sterne für diese unglaublich tolle Geschichte.