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Veröffentlicht am 31.03.2026

Toller Einblick und Mutmacher zum Thema Hochsensibilität

How We Feel - Hochsensible fühlen anders
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Mit „how we feel — Hochsensible fühlen anders“ widmet sich Chris Gust einem Thema, das oft unterschätzt wird und gleichzeitig so viele Menschen betrifft: Hochsensibilität.

Doch was bedeutet es eigentlich, ...

Mit „how we feel — Hochsensible fühlen anders“ widmet sich Chris Gust einem Thema, das oft unterschätzt wird und gleichzeitig so viele Menschen betrifft: Hochsensibilität.

Doch was bedeutet es eigentlich, hochsensibel zu sein? Genau dieser Frage geht die Autorin auf sehr persönliche und gleichzeitig verständliche Weise nach. Sie verbindet eigene Erfahrungen mit fundierten Erklärungen und schafft so einen Zugang, der sowohl Betroffene als auch Außenstehende abholt.

Das Buch ist in drei Teile gegliedert. Zunächst wird erklärt, was Hochsensibilität überhaupt ist und vor allem, dass es hier kein klares Schwarz-Weiß gibt. Im zweiten Teil geht es um die verschiedenen Lebensphasen: von der Kindheit bis hin zu späteren Lebensabschnitten wie den Wechseljahren. Besonders spannen fand ich, wie man hochsensible Kinder erkennt und begleitet. Im letzten Teil liegt der Fokus darauf, Hochsensibilität nicht als Schwäche zu sehen, sondern als Stärke. Ergänzt wird das Ganze durch praktische Tipps, Denkanstöße und Mutmacher für den Alltag.

Dieses Buch ist mehr als nur ein Ratgeber. Es ist ein echtes Verstanden-Werden. Beim Lesen hatte ich mehrfach das Gefühl, dass Dinge in Worte gefasst werden, die ich selbst lange nicht greifen konnte. Prozesse kommen ins Rollen, Gedanken ordnen sich neu. Es ist dieses Gefühl von „endlich ergibt alles Sinn“.

Gerade als hochsensibler Mensch kennt man oft dieses diffuse Gefühl, irgendwie „anders“ zu sein. Mehr zu fühlen, intensiver wahrzunehmen und sich damit manchmal fehl am Platz zu fühlen.
Dieses Buch nimmt genau dieses Gefühl ernst und gibt ihm Raum, ohne es zu problematisieren.

Fazit: „How we feel“ ist ein unglaublich wertvolles Buch, das aufklärt, Verständnis schafft und gleichzeitig Mut macht. Für Betroffene ist es ein echter Augenöffner und für alle anderen eine große Chance, Hochsensibilität besser zu verstehen. Für mich ein kleines Herzensbuch, das lange nachwirkt. 💛

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Veröffentlicht am 31.03.2026

Komplex und spannend

Das Münster-Komplott
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Als Kind des Münsterlands habe ich eine natürliche Affinität zu Krimis, die in der Stadt des westfälischen Friedens. Seien es die Münster-Tatorte mit Thiel und Boerne oder die Wilsberg-Krimis (sowohl als ...

Als Kind des Münsterlands habe ich eine natürliche Affinität zu Krimis, die in der Stadt des westfälischen Friedens. Seien es die Münster-Tatorte mit Thiel und Boerne oder die Wilsberg-Krimis (sowohl als Buch als auch im TV). So freute ich mich besonders, „Das Münster-Komplott“ in einer Verlosung von „Claudias Bücherregal“ gewonnen zu haben, inklusive Widmung der Autorin.

Simone Hausladen hat hier einen ganz klassischen Krimi abgeliefert, der genau das richtige Maß Lokalkolorit mitbringt, um das besondere Flair der Stadt und die Eigenheiten ihrer Honoratioren zu vermitteln, ohne dass man ein Münster-Afficionado sein muss, um Anspielungen oder Hintergründe zu verstehen.

Hauptkommissar Konstantin Dietrich ist gerade erst aus Bayern nach Münster gewechselt, wo er eine neue Stelle fernab seiner gescheiterten Beziehung, der er weiterhin nachtrauert, anzutreten. Er wird direkt mit einem prominenten Mordopfer konfrontiert. Der Fall ist alles andere als einfach, hatte sich das Mordopfer — Dr. Sophia Reus, eine Psychiaterin der besseren Gesellschaft — doch gerade erst mit einem vielbeachteten Auftritt beim Kramermahl bei gleich mehreren Personen äußerst unbeliebt gemacht. Sie hat fünf ihrer Patienten öffentlich mit Details aus den Behandlungsprotokollen erpresst, nach denen jeder ein Mordmotiv gehabt haben könnte.

Der Fall ist komplex und es macht Spaß, Kostantin Dietrich und seine Kollegen bei den Ermittlungen zu verfolgen. Mit Perspektivwechseln zu Täter und weiteren potentiellen Opfern wird viel Spannung erzeugt und es entwickelt sich eine fast Thriller-artige Dynamik.

Mir hat das Lesen viel Freude bereitet, es war eine kurzweilige Lektüre. Die verschiedenen Charaktere waren gut ausgearbeitet und haben mich tief in die Geschichte hineingezogen. Erst spät hatte ich eine Ahnung, wer der Täter sein könnte, was mir bei einem Krimi durchaus wichtig ist (und leider allzu oft weiß ich es zu früh…).

„Das Münster-Komplott“ bekommt von mit 4/5 Sternen und eine Leseempfehlung für Krimi- und Münster-Fans.

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Veröffentlicht am 26.03.2026

Ein komplexes Fantasybuch, das einfach Spaß macht!

We Who Will Die
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„The Vampire Diaries“ meets „Gladiator“? Okay, da war ich sofort dabei. Mit „We Who Will Die“ habe ich mein erstes Buch von Stacia Stark gelesen, vorab: Das hat richtig Spaß gemacht!

Arvelle kämpft mit ...

„The Vampire Diaries“ meets „Gladiator“? Okay, da war ich sofort dabei. Mit „We Who Will Die“ habe ich mein erstes Buch von Stacia Stark gelesen, vorab: Das hat richtig Spaß gemacht!

Arvelle kämpft mit ihren jüngeren Brüdern im rauen Stadtteil „Dorn“ täglich ums Überleben. Als ein Vampir sie mit dem Leben ihrer Brüder erpresst, gibt es für sie keinen Ausweg mehr: Sie geht einen Blutbund ein und landet in der Arena. Ihr Auftrag ist es, zu überleben und am Ende den Imperator zu töten.

Doch natürlich läuft nichts nach Plan. Arvelle hat eine Vergangenheit in genau dieser Arena, dem sogenannten „Sand“, denn genau dort starb ihre beste Freundin Kassia. Körperlich ist sie nicht in Topform und die Gegner schlafen definitiv nicht. Unterstützung bekommt sie ausgerechnet von Kassias Vater, während gleichzeitig der geheimnisvolle Primus auf sie aufmerksam wird. Und dann ist da noch der Bruder des Imperators, der sie nicht aus den Augen lässt…

Ich mochte die Welt total gern. Sie ist düster, brutal und komplex, also genau so, wie ich es bei Fantasy liebe. Viele Figuren, viele Intrigen, viel Bewegung in der Story. Am Anfang wirft das Buch einige Fragen auf (Stichwort: Sygillengezeichnete), aber genau das macht den Reiz aus, weil sich vieles nach und nach erschließt.

Der Schreibstil ist angenehm locker und sehr temporeich. Die Kapitel haben eine gute Länge, sodass man immer denkt: „Ach, eins geht noch“ und plötzlich ist man viel weiter, als man eigentlich wollte. Erzählt wird aus Arvelles Perspektive, ich konnte mich gut in sie hineinversetzen und habe richtig mitgefiebert.

Die Story selbst ist spannend, hat einige Wendungen und bleibt durchgehend unterhaltsam. Dazu kommen eine Liebesgeschichte und viele Figuren, bei denen man nie so genau weiß, woran man ist. Und ja… dieser Cliffhanger macht definitiv Lust auf mehr!

Auch optisch ist das Buch ein Highlight. Das Cover und der Buchschnitt passen perfekt zur Geschichte.

Fazit: Düstere Fantasy mit Arenakämpfen, Vampiren und Intrigen. Schnell, spannend und absolut unterhaltsam, für mich ein richtig gelungener Auftakt. Klare Leseempfehlung und starke 4,5/5 Sterne! ⭐✨

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Veröffentlicht am 22.03.2026

Zusammenhänge im Körper endlich verstehen

Die 3 Säulen der Gesundheit
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Vielleicht kennst du das: Man hangelt sich von Arzttermin zu Arzttermin, lässt alles Mögliche abklären und am Ende heißt es trotzdem: „Es ist alles in Ordnung.“ Nur fühlt es sich eben nicht so an. Genau ...

Vielleicht kennst du das: Man hangelt sich von Arzttermin zu Arzttermin, lässt alles Mögliche abklären und am Ende heißt es trotzdem: „Es ist alles in Ordnung.“ Nur fühlt es sich eben nicht so an. Genau deshalb hat mich „Die 3 Säulen der Gesundheit“ sofort neugierig gemacht.

Im Buch geht es unter anderem um drei zentrale biologische Faktoren, die unsere körperliche und mentale Gesundheit maßgeblich beeinflussen. Der Fokus liegt dabei auf der Zelle, also genau dort, wo im Körper unglaublich viel passiert.

Besonders interessant fand ich die Rolle der Mitochondrien, unserer kleinen „Kraftwerke“, die für die Energieproduktion zuständig sind. Davon braucht unser Körper übrigens eine ganze Menge. Problematisch wird es allerdings, wenn bei diesem Prozess zu viele Oxidantien entstehen, die im Übermaß schädlich wirken können.

Dazu kommen sogenannte stille Entzündungen, die oft unbemerkt bleiben, aber langfristig großen Einfluss auf unsere Gesundheit haben. Genau hier setzt das Buch an: Es zeigt, wie diese drei Faktoren zusammenhängen und im schlimmsten Fall eine regelrechte Abwärtsspirale in Gang setzen.

In weiteren Kapiteln werden Themen wie die Herzfrequenzvariabilität, die Macht des Atems, die Bedeutung von Magnesium und Vitamin D und der richtigen Ernährung behandelt, um einige zu nennen. Auch die mentale Gesundheit spielt eine wichtige Rolle: „Werde du krank“, sagt die Seele zum Körper. „Auf mich hört er nicht.“

Am Ende jedes Kapitels gibt es eine kompakte Zusammenfassung, die „Essenz für Eilige“, perfekt, um die wichtigsten Punkte nochmal schnell auf einen Blick zu haben. Zusätzlich sind an vielen Stellen QR-Codes eingebaut, die zu weiterführenden Infos führen, zum Beispiel zu Anbietern, Ärzten, Apotheken, Apps oder auch Listen mit Möglichkeiten für bestimmte Tests.

Das Buch basiert auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen, schafft es aber gleichzeitig, diese verständlich und alltagstauglich zu erklären. Statt sich nur mit der Bekämpfung von Symptomen aufzuhalten, geht es hier klar darum, die Ursachen zu verstehen und genau dort anzusetzen.

Ich kann das Buch wirklich jedem empfehlen, der die Zusammenhänge im Körper besser verstehen möchte, um gesundheitliche Themen nicht nur oberflächlich, sondern ganzheitlich anzugehen. Mir persönlich hat das Buch sehr geholfen, deshalb ganz klar 5/5 Sternen!

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Veröffentlicht am 05.03.2026

Gut lesbarer Familienroman

Alle glücklich
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„Alle glücklich“ ist mein erstes Buch von Kira Mohn und ich war voller Vorfreude auf diesen Familienroman.

Die Geschichte handelt von einer Familie, die nach außen hin alles zu haben scheint: Mama, Papa ...

„Alle glücklich“ ist mein erstes Buch von Kira Mohn und ich war voller Vorfreude auf diesen Familienroman.

Die Geschichte handelt von einer Familie, die nach außen hin alles zu haben scheint: Mama, Papa und zwei Kinder, alle erfolgreich, alle glücklich. Doch je weiter ich gelesen habe, desto mehr merkte ich, dass dieses Bild trügt. Hinter der glänzenden Oberfläche verbergen sich Spannungen und unausgesprochene Konflikte. Natürlich ist die Erkenntnis, dass keine Familie wirklich perfekt ist, nichts Neues, schließlich trägt jeder sein eigenes Päckchen mit sich herum. Trotzdem fand ich es spannend zu beobachten, wie sich nach und nach die Risse in dieser vermeintlich heilen Welt zeigen.

Der leicht zugängliche, flüssige Schreibstil hat mir gut gefallen und das Buch liest sich schnell und unkompliziert. Auch die wechselnden Perspektiven der einzelnen Familienmitglieder fand ich gelungen. Jeder trägt seine Gedanken mit sich herum, doch niemand spricht sie wirklich aus. Es ist stellenweise traurig zu sehen, wie sehr diese Familie aneinander vorbeilebt.

Was mich etwas gestört hat, war die starke Neigung zu Klischees. Immer wieder hatte ich das Gefühl, dass bestimmte Rollen sehr eindeutig verteilt sind und insbesondere die männlichen Figuren oft als die „Schuldigen“ oder problematischen Charaktere dargestellt werden. Das wirkte stellenweise einseitig und hätte für meinen Geschmack differenzierter sein dürfen.

Die Figuren sind sorgfältig gezeichnet, doch ich konnte mich nicht vollständig in sie hineinversetzen. Einige Entwicklungen wirkten recht vorhersehbar und haben mich kaum überrascht. Gegen Ende wurde mir die Handlung zudem etwas zu überladen, die Ereignisse wirkten überzogen und verloren für mich an Glaubwürdigkeit. Das Finale hat mich daher eher irritiert als wirklich berührt.

Unterm Strich ist „Alle glücklich“ ein gut lesbarer Familienroman mit einer interessanten Grundidee. Thematisch fand ich das Buch durchaus spannend, emotional hat es mich jedoch nicht vollständig erreicht. Trotzdem eignet sich die Geschichte gut als leichte Lektüre für zwischendurch. 3,5/5 Sternen

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