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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.04.2025

Mehr als nur ein Reisebericht

Küstenpfade
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Im Küstenpfade geht es um eine junge Frau, die sich eher spontan überlegt einmal Großbritannien zu umrunden - zu Fuß! Nicht nur das, sie beschließt diese Strecke zudem allein zu laufen (8000KM). Diesen ...

Im Küstenpfade geht es um eine junge Frau, die sich eher spontan überlegt einmal Großbritannien zu umrunden - zu Fuß! Nicht nur das, sie beschließt diese Strecke zudem allein zu laufen (8000KM). Diesen Fakt alleine finde ich Wahnsinn! Wir begleiten Elise Dowing in ihrem Buch sowohl bei der Vorbereitung der Reise, als auch während der gesamten Zeit des Laufens, am Ende gibt es ein kleines Resümee.

Sie berichtet von vielen Höhen und Tiefen, beschreibt Landschaft und Menschen. Das Buch ist einfach ein etwas längerer Reisebericht.

Zwischendrin fand ich einige Passagen sehr langatmig, aber wer bin ich, dass ich das beurteilen kann. Es ist und bleibt ihre Reise, dann kann sie diese auch beschreiben wie sie möchte. Besonders beeindruckend fand ich, die vielen Menschen, die ihre Unterkünfte und Lebensmittel angeboten haben. Die längste Tagesdistanz von 65 KM fand ich unglaublich! Irre, zu was man in der Lage ist, wenn man nur ein wenig "trainiert".

Ihr Vater schien unglaublich traurig über die Reise zu sein, den Ausdruck, dass er schwarz trug, um seiner Trauer Ausdruck zu verleihen (S.103) fand ich recht amüsant. Auch Aussagen wie: "Ich bin der festen Überzeugung, dass wir uns lieber darauf konzentrieren sollten, unseren Söhnen beizubringen, andere Menschen nicht anzugreifen, anstatt unseren Töchtern zu zeigen, wie man solche Angriffe ausweicht." (S.121) finde ich wichtig zu reflektieren. Wir finden in diesem Buch so viel mehr als nur einen Reisebericht!

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Veröffentlicht am 26.04.2025

Medizinisches Wissen mal anders

Staying Alive
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Die junge Ärztin Nicki beginnt ihren neuen Job in einem Berliner Krankenhaus. Dort lernt sie nicht nur nette Kollegen und Ärztin:innen kennen, sondern auch weniger umgängliche Krankenschwestern. ...

Die junge Ärztin Nicki beginnt ihren neuen Job in einem Berliner Krankenhaus. Dort lernt sie nicht nur nette Kollegen und Ärztin:innen kennen, sondern auch weniger umgängliche Krankenschwestern. Vom ersten Tag an erlebt Nicki den schwierigen medizinischen Alltag mit all seinen Facetten, Problemen und auch witzigen Momenten. Nebenbei lernt Nicki ihren Oberarzt besser kennen. An dieser Stelle würde ich gern stoppen um nicht zu viel zu beschreiben.
Ich, selbst Erfahrung im klinischen Alltag, weiß von vielen Problemlagen und Patientenansturm, dennoch schockiert mich das Ausmaß auf eine unangenehme Art. Dieses Buch ist eine Mischung aus dramatischen Szenen, herrlicher Alltagskomik und witziger zwischenmenschlichen Kontakte.
Selten habe ich so viel Wissen erlangt und zeitlich schmunzeln müssen.
Die Fußnoten fand ich nicht nur besonders, sondern auch wahnsinnig informativ. Dort wurde man nämlich mit Fachwissen versorgt, der eine oder andere provokante Spruch war auch dabei und lies mich mit einem Schmunzeln zurück.
" PDA: überraschend emotional diskutierte Schmerzmittelgabe (...) die Geburt ist eines der größten Gefahren im Leben des Menschen, wer sich also sehr naturverbunden fühlt, möge überlegen, oder der eigene Blindarm nicht auch ohne Narkose raus kann. Ging ja früher auch." S. 286

Ein weiteres Zitat möchte ich am Ende noch anbringen, denn genau das habe ich leider selbst in der Klinik erlebt: "Mein alter Chef hat immer gesagt: " was wollt ihr eigentlich, son lange ich euch nicht kündige, könnt ihr davon ausgehen, dass ich zufrieden bin."
Leider fehlt es an Wertschätzung und Dankbarkeit in diesem Sektor. Danke für das Offenlegen der Problematik! Ein ganz wundervolles Buch!

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Veröffentlicht am 17.04.2025

Erschütternd und schockierend

Um jeden Preis
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Die Bücher von Hera Lind gehen immer unter die Haut! Sie sind immer besonders, besonders berührend und schrecklich. Schrecklich, weil die Geschichten schlimm sind. Schrecklich, weil ihre Protagonisten ...

Die Bücher von Hera Lind gehen immer unter die Haut! Sie sind immer besonders, besonders berührend und schrecklich. Schrecklich, weil die Geschichten schlimm sind. Schrecklich, weil ihre Protagonisten das Schlimmste erleben. Auch in diesem Buch geht es wieder um eine Familie und insbesondere um Lydia. Die Familie wird im zweiten Weltkrieg verschleppt und landet in Sibirien. Die Familie erlebt wirklich grausame Sachen, unglaubliche (und für uns Zivilisierte kaum vorstellbare!) Kälte, Hunger und viel Leid. Lydia, eine ganz besondere junge Frau, bleibt bei all dem immer positiv und träumt vom Leben in Deutschland (Westdeutschland).
Man leidet und hofft von Anfang bis Ende mit. Allerdings hinterlässt das Buch bei mir auch eine Art Ermüdung. Es gibt einfach zu viele Bücher zu dem Thema, und ich bin es leid sie zu lesen. Die Geschichten sind immer ähnlich (und das versteht sich von selbst), dennoch denke ich, dass mein Kontingent von Kriegs - oder auch Nachkriegsliteratur ist aufgebraucht.

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Veröffentlicht am 17.04.2025

Leider nicht reingekommen

Nowhere Heart Land
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Ich mag den Pola Verlag für die Frauenliteratur. Für die starken und selbstbewussten Frauen in den Geschichten. Auch in diesem Buch geht es um eine junge Frau, Rosa, die in ihre alte Heimat zurückkehrt. ...

Ich mag den Pola Verlag für die Frauenliteratur. Für die starken und selbstbewussten Frauen in den Geschichten. Auch in diesem Buch geht es um eine junge Frau, Rosa, die in ihre alte Heimat zurückkehrt. Im Haus ihrer Großmutter, in dem sie lebte weil die Mutter früh gestorben ist, hat sie nicht nur gute Zeiten erlebt. Die Geschichte ist inspiriert durch die eigene Geschichte der Autorin, weshalb es mir besonders schwer fällt, diese zu beurteilen (oder auch verurteilen). Leider bin ich nicht in das Buch reingekommen und habe es abgebrochen (und das Ende gelesen). Der Schreibstil ist besonders anders, auch das war nicht mein Schreibstil, ich empfand ihn anstrengend. Das Ende hat mich ratlos zurückgelassen, ich hätte mir eine andere Wendung gewünscht. Die Protagonistin fand ich anstrengend und war irgendwie genervt von ihr. An einigen Stellen hätte ich sie gern angeschrien und geschüttelt.





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Veröffentlicht am 11.04.2025

Schmunzeln für Kinder und Erwachsene garantiert

Der Vergessenstag
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Ein ganz wundervolles Kinderbuch!
Im Buch geht es um Karli und seine Familie. Alle wollen einen Ausflug zur Oma machen, aber es fehlt das Kuscheltier. Auf der Suche nach dem verlorenen Häschen, ...

Ein ganz wundervolles Kinderbuch!
Im Buch geht es um Karli und seine Familie. Alle wollen einen Ausflug zur Oma machen, aber es fehlt das Kuscheltier. Auf der Suche nach dem verlorenen Häschen, fällt auf, dass noch andere Sachen verloren gegangen sind und irgendwie alles ein wenig chaotisch ist. Wir verfolgen die Suche und kleine Reise durch die Wohnung, und stehen immer wieder vor neuen kleinen Katastrophen. Dieses Buch ist so wundervoll gestaltet.
Natürlich hat mein Sohn, selbst ein Karl, sofort von sich selbst gesprochen, als wir es gelesen haben. Die Geschichte dreht sich also ganz klar um unsere kleine Familie, denn auch wir kennen verlorene Dinge und suchen sie häufig. Wir hatten direkt einen tiefe Verbindung zum Buch (und lesen das Buch mehrmals täglich). Ich liebe es, wenn die Geschichten in Reimen geschrieben sind, denn dieses erzeigt ein ganz angenehmen Leserhythmus. Die Illustrationen sind ganz wundervoll und auch die vielen kleinen Momente zum schmunzeln haben uns sehr berührt! Danke für dieses wundervolle Kinderbuch!

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