Wie ich auf und davon und dem Leben entgegenlief – und dabei irgendwie Großbritannien umrundete
Ralf Pannowitsch (Übersetzer)
Eine Reiseerzählung, die Mut macht einfach loszulaufen
Nach ihrem Studium findet sich Elise in einem Leben wieder, das sie nicht erfüllt. Ihr Job, von dem sie immer geträumt hat, langweilt sie, ihre Beziehung mit Greg macht sie unglücklich. Ihre Lösung? Einmal um Großbritannien herumlaufen, 8.000 Kilometer, immer an der Küste entlang – ohne jegliche Lauf-Erfahrung und Kartenkenntnisse und ohne jemals zuvor allein ein Zelt aufgeschlagen zu haben. Was als Flucht beginnt, wird zu einer Reise zu sich selbst, mit überraschenden Begegnungen, unerwarteter Unterstützung und neu gefundenem Selbstvertrauen. In fast einem Jahr sieht sie ganz Großbritannien und auch sich von ihrer wildesten und wunderbarsten Seite. Mitreißend erzählt Elise in ihrem Reisebericht davon, was man erlebt, wenn man den Mut aufbringt, alle Ängste und Zweifel über Bord wirft und einfach losläuft.
Ein humorvoller, selbstironischer Blick auf das Leben und die Herausforderungen, die es mit sich bringt. Für alle, die nach Inspiration suchen, über sich hinauswachsen oder einfach ihren ganz persönlichen Greg hinter sich lassen wollen.
Elise Downing erzählt auf so inspirierende und authentische Weise von ihren Abenteuern entlang der Küste. Die Beschreibungen sind wunderschön und lassen ...
Ich bin absolut begeistert von 'Küstenpfade'!
Elise Downing erzählt auf so inspirierende und authentische Weise von ihren Abenteuern entlang der Küste. Die Beschreibungen sind wunderschön und lassen einen förmlich die Meeresbrise spüren. Besonders hat mir die persönliche Note gefallen, die das Buch so inspirierend und motivierend macht, auch wenn eine solche Art des Reisens für mich persönlich keine Option darstellt. Es ist eine perfekte Lektüre für alle, die das Meer lieben und sich auf eine besondere Reise begeben möchten.
Im Küstenpfade geht es um eine junge Frau, die sich eher spontan überlegt einmal Großbritannien zu umrunden - zu Fuß! Nicht nur das, sie beschließt diese Strecke zudem allein zu laufen (8000KM). Diesen ...
Im Küstenpfade geht es um eine junge Frau, die sich eher spontan überlegt einmal Großbritannien zu umrunden - zu Fuß! Nicht nur das, sie beschließt diese Strecke zudem allein zu laufen (8000KM). Diesen Fakt alleine finde ich Wahnsinn! Wir begleiten Elise Dowing in ihrem Buch sowohl bei der Vorbereitung der Reise, als auch während der gesamten Zeit des Laufens, am Ende gibt es ein kleines Resümee.
Sie berichtet von vielen Höhen und Tiefen, beschreibt Landschaft und Menschen. Das Buch ist einfach ein etwas längerer Reisebericht.
Zwischendrin fand ich einige Passagen sehr langatmig, aber wer bin ich, dass ich das beurteilen kann. Es ist und bleibt ihre Reise, dann kann sie diese auch beschreiben wie sie möchte. Besonders beeindruckend fand ich, die vielen Menschen, die ihre Unterkünfte und Lebensmittel angeboten haben. Die längste Tagesdistanz von 65 KM fand ich unglaublich! Irre, zu was man in der Lage ist, wenn man nur ein wenig "trainiert".
Ihr Vater schien unglaublich traurig über die Reise zu sein, den Ausdruck, dass er schwarz trug, um seiner Trauer Ausdruck zu verleihen (S.103) fand ich recht amüsant. Auch Aussagen wie: "Ich bin der festen Überzeugung, dass wir uns lieber darauf konzentrieren sollten, unseren Söhnen beizubringen, andere Menschen nicht anzugreifen, anstatt unseren Töchtern zu zeigen, wie man solche Angriffe ausweicht." (S.121) finde ich wichtig zu reflektieren. Wir finden in diesem Buch so viel mehr als nur einen Reisebericht!
Die Autorin ist eine junge Frau und unzufrieden mit dem Leben dem Job und der Liebe. Sie beschließt Großbritannien in 10 Monaten zu Umlaufen. Über 8000 km werden es am Schluss ...
Küstenpfade von Elise Dowing
Die Autorin ist eine junge Frau und unzufrieden mit dem Leben dem Job und der Liebe. Sie beschließt Großbritannien in 10 Monaten zu Umlaufen. Über 8000 km werden es am Schluss der Reise.
Irgendwie geht sie sehr locker und einfach auf die Reise zu. Wenn man jung ist zerdenkt man nicht alles.
Die Leistungen ist grandios. Die längste Etappe beträgt 65 km an einem Tag. Sie postet ihre Reise auf Facebook und so kommt sie auch zu Unterkünften zum übernachten. War erstaunt das Leute sie einfach eingeladen haben zu übernachten und ihr auch Lebensmittel gegeben haben.
Manchmal war es aber für mich sehr langatmig zum Lesen. Immer das gleiche. Hätte gerne mehr über die Landschaft gelesen. Oder ihren Gedanken beim Laufen. Evt. Fotos und kleine Karte von den Ortschaften oder Sehenswürdigkeiten hätten mir gefallen.
Elise ist nach ihrem Studium komplett mit ihrem Leben unzufrieden. Der Job ist langweilig, das Geld reicht nicht, die Beziehung ist eigentlich keine. Jede andere hätte wohl einen neuen Job gesucht oder ...
Elise ist nach ihrem Studium komplett mit ihrem Leben unzufrieden. Der Job ist langweilig, das Geld reicht nicht, die Beziehung ist eigentlich keine. Jede andere hätte wohl einen neuen Job gesucht oder die Beziehung beendet. Elise entschließt sich, stattdessen 2 x Großbritannien zu umlaufen, immer an der Küste entlang. Eigentlich erst mal eine Schnapsidee, doch nachdem sie diese mehrfach öffentlich verkündet hat, kann und will sie nicht mehr zurück und beginnt ihr Abenteuer.
Das Buch lässt mich sehr zwiegespalten zurück. Erst einmal: Die Leistung von Elise, so chaotisch und unvorbereitet das alles ist, ist absolut beachtenswert und nicht hoch genug einzuschätzen. Dass sie durchgehalten hat, ist ganz stark.
Aber ich soll ja nicht die Leistung beurteilen, sondern das Buch darüber. Da das ist leider nicht ganz so stark. Das hat mehrere Gründe.
Dabei beginnt es nämlich eigentlich richtig gut. Elise schreibt sehr witzig und ich musste oft mehr als nur lächeln. Sie beschreibt alles auch ungeschönt, benennt ihre Fehler und ihre Schwierigkeiten und auch die schlechten Eigenschaften. Doch im Laufe des Buches geht es eben nur noch um das Laufen. Und hier beginnt sich Kapitel für Kapitel ziemlich viel einfach zu wiederholen und das wir langweilig. Aufgrund der Fortbewegungsart bekommt sie relativ wenig von der Landschaft und den Orten mit (außer Cafés und Einkaufsmöglichkeiten). Und auch das Jammern über Regen und Schlamm (welches Wetter hat sie erwartet?) wird irgendwann eintönig.
Dann hat das Buch zwar eine grobe Karte einiger durchlaufener Orte. Doch es wäre schön gewesen, wenn es innerhalb des Buches noch ein paar mehr detailliertere Karten gegeben hätte mit den kleineren Orten. Ich war oft in Großbritannien und auch an einigen Küsten, so hatte ich grob immer die Orientierung, wo sie in etwa war. Aber für jemanden, der das nicht hat, ist ein paralleles Nachschlagen irgendwo sehr leseflusshemmend. Auch ein paar Fotos hätten das Ganze etwas aufgelockert.
Ein weiterer Grund, warum ich mit zunehmendem Weiterlesen etwas genervt war, lag in der Person von Elise selbst. Am Anfang hatte ich das Gefühl, sie ist nicht Mitte 20, sondern ein 14-jähriger pubertierender Teenager. Bei Problemen: Kopf in den Sand und hoffen, es löst sich von selbst oder ein anderer löst sie. Irgendwie war meine Erwartung, dass sie im Laufe der Reise erwachsener wird. Dass für sie selbst am Ende der Reise Kühe und Schafe noch Horror sind – geschenkt (sie ist ein Stadtkind. Allerdings, warum hat sie es nicht einmal mit lautem Rufen oder Wedeln mit den Armen versucht?). Dass sie aber fast ganz bis zum Schluss das finanzielle Problem so gut wie ignoriert … wie lange will sie das noch machen? Dass sie selbst nach vielen Kilometern einen Zauberwürfel und ein Buch mit sich rumschleppt, statt einem 2. Paar Laufschuhe, verstehe ich nicht. Dass sie sich bis fast zum Schluss nicht dafür interessiert, Karten lesen zu lernen – da komme ich nicht mehr mit. Dass ihr Handyakku bei Kälte fast sofort versagt … warum keinen neuen kaufen, statt das Geld in teure Cafés zu bringen? Hier kann ich viele Entscheidungen wirklich einfach nicht nachvollziehen.
Sie hat Glück, dass ihr viele Menschen – fast immer sehr uneigennützig – geholfen haben. Diese Begegnungen mit den Menschen fand ich am interessantesten und hätte da gern mehr bzw. ausführlicher darüber gelesen.
Ich betone nochmal: ich möchte ihre großartige Leistung, 8000 km zu laufen, nicht schmälern. Das ist fantastisch. Das Buch ist leider für mich nur Durchschnitt und eher eine Anleitung, wie man es vielleicht nicht unbedingt so nachmachen sollte.