Ein gemütlicher Krimi
Marchfield Square
In der Gated Community Marchfield Square wird in Wohnung Nummer 10 die Leiche von Richard Glead entdeckt. Die Polizei geht schnell davon aus, dass seine Ehefrau Linda ihn getötet hat, immerhin ist bekannt, ...
In der Gated Community Marchfield Square wird in Wohnung Nummer 10 die Leiche von Richard Glead entdeckt. Die Polizei geht schnell davon aus, dass seine Ehefrau Linda ihn getötet hat, immerhin ist bekannt, dass Richard ihr gegenüber gewalttätig war. Kurz darauf stirbt auch Linda.
Celeste, die Vermieterin, vertraut den offiziellen Ermittlungen nicht und bittet Audrey, ihre Reinigungskraft, sowie Lewis, einen zurückgezogen lebenden Krimiautor, sich auf die Suche nach der Wahrheit zu machen. Gemeinsam beginnen die beiden, ihre Nachbar*innen zu befragen, beobachten das seltsame Verhalten mancher Hausbewohner und decken nach und nach ein Geflecht aus Geheimnissen, Lügen und möglichen Motiven auf.
Der Roman erinnert in Ton und Aufbau stark an klassische Krimis à la Agatha Christie: Ein begrenzter Kreis an Verdächtigen, eine abgeschlossene Kulisse, viele verhörartige Gespräche und immer wieder neue Hinweise, die die Ermittlung in eine andere Richtung lenken. Trotz der cosy Atmosphäre behandelt die Geschichte auch ernsthafte Themen wie häusliche Gewalt und seelische Verletzungen.
Der Schreibstil ist sehr leicht und flüssig, die Kapitel sind angenehm kurz und manchmal mit Chatnachrichten aufgelockert. Besonders hilfreich ist die Karte des Wohnkomplexes am Anfang des Buches, da es viele Namen gibt, die man sich merken muss. Die Auflösung des Falls ist zwar logisch und gut aufgebaut, jedoch nicht ganz so überraschend, wie man es sich nach den vielen Wendungen vielleicht erhofft hätte.