Das Ende war unnötig, das Bich hätte ein paar Kapitel früher enden sollen. Ansonsten hatte ich wie immer viel Spaß und es war spannend und unvorhersehbar. Allerdings etwas weniger nervenaufreibend als ...
Das Ende war unnötig, das Bich hätte ein paar Kapitel früher enden sollen. Ansonsten hatte ich wie immer viel Spaß und es war spannend und unvorhersehbar. Allerdings etwas weniger nervenaufreibend als die Housemaid Reihe.
Ein Geschichte über Generationen von Frauen in Kamerun. Ich habe mitgefiebert, gelacht, Tränen verdrückt und war wütend. Und nicht zuletzt habe ich sehr viel gelernt.
Das Hörbuch ist besonders zu empfehlen, ...
Ein Geschichte über Generationen von Frauen in Kamerun. Ich habe mitgefiebert, gelacht, Tränen verdrückt und war wütend. Und nicht zuletzt habe ich sehr viel gelernt.
Das Hörbuch ist besonders zu empfehlen, die Autorin hat es richtig gut eingesprochen, was es noch näher macht.
„Mit dreizehn hat Mama mich noch jedes Mal festgehalten, mit fünfzehn hat sie versucht, mit mir darüber zu reden, mit fünfzehn hat sie mich aufgegeben.“ (S.11)
In „Fischtage“ erzählt Charlotte Brandis ...
„Mit dreizehn hat Mama mich noch jedes Mal festgehalten, mit fünfzehn hat sie versucht, mit mir darüber zu reden, mit fünfzehn hat sie mich aufgegeben.“ (S.11)
In „Fischtage“ erzählt Charlotte Brandis die Geschichte der 16-jährigen Ella, die in einer ziemlich kaputten Familie lebt. Ihre Eltern interessieren sich mehr für Partys und Drogen als für ihre Kinder. Ihre große Schwester hält lieber Abstand, ihr kleiner Bruder Luis redet kaum noch und Ella hat ein Wutproblem. Als Luis plötzlich verschwindet, wartet Ella nicht auf Hilfe, sie macht sich selbst auf die Suche.
Der Schreibstil ist flapsig und locker, anfangs vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig. Aber wenn man sich einmal darauf eingelassen hat, merkt man schnell: Der Ton passt perfekt. Es steckt viel Witz, aber auch Tiefe in der Sprache. Immer wieder tauchen starke Metaphern auf, die das Lesen zu einem Genuss machen.
Ella ist als Figur sehr echt und nahbar. Obwohl sie manchmal ausfallend ist, kann man gut mit ihr mitfühlen. Man versteht, warum sie sich so verhält – ihre Wut, ihre Verletzlichkeit, ihr Wunsch nach Nähe und gleichzeitig ihre Angst davor. Der sprechende Fisch war kurz gewöhnungsbedürftig, dann aber fast mein Lieblingscharakter.
Fischtage ist eine besondere Geschichte über das Suchen. Nicht nur nach einem verschwundenen Bruder, sondern auch nach sich selbst. Lustig, spannend, berührend und klug erzählt. Ein starkes Debüt. Leseempfehlung 4,5/5 Sterne
„At Fate Inked in Blood“ spielt in Skaland, dem früheren Norwegen. Im Mittelpunkt steht Freya, die als Schildmaid eine wichtige Rolle in einer alten Prophezeiung spielt: Sie soll einen König an die Macht ...
„At Fate Inked in Blood“ spielt in Skaland, dem früheren Norwegen. Im Mittelpunkt steht Freya, die als Schildmaid eine wichtige Rolle in einer alten Prophezeiung spielt: Sie soll einen König an die Macht bringen. Doch anstatt selbst entscheiden zu dürfen, wird sie von mächtigen Männern wie Besitz hin- und hergeschoben.
Das Buch ist ganz klar feministisch. Freya ist wütend, und das völlig zu Recht, auch wenn sie immer wieder zwischen sich und ihren Verpflichtungen hin- und hergerissen ist. Ihre Gefühle sind greifbar, und ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen. Ihre Entwicklung war spannend mitzuverfolgen.
Die Spannung zwischen Freya und Bjorn war ein echtes Highlight. Besonders ihre Wortgefechte waren witzig und charmant, und er ist eine wandelnde Green Flag! Alle anderen Figuren sind einfach nur zum Schreien, aber das ist so gewollt.
Allerdings war das Buch an einigen Stellen repetitiv. Freya kommt immer wieder in die gleichen Situationen und wälzt die gleichen Gedanken – das hätte etwas kürzer sein können. Auch das Ende war sehr vorhersehbar. Das hat mich aber nicht gestört, weil es bis dahin unterhaltsam war.
Wusstet ihr, dass die DDR eine Schifffahrernation war? Ich nicht! Genau das war einer der Gründe, warum ich "Fernwehland" unbedingt lesen wollte. Die Alltagsgeschichte der DDR ist für mich noch immer ...
Wusstet ihr, dass die DDR eine Schifffahrernation war? Ich nicht! Genau das war einer der Gründe, warum ich "Fernwehland" unbedingt lesen wollte. Die Alltagsgeschichte der DDR ist für mich noch immer ein blinder Fleck, und dieser Roman hat mir geholfen, ihn ein wenig zu erhellen.
Der historische Generationenroman beginnt in den 1930er-Jahren und wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Im Mittelpunkt steht das Kreuzfahrtschiff Astoria, das über die Jahrzehnte hinweg viele Schicksale begleitet, unter anderem auch während seiner Zeit unter der DDR-Flagge. Alle Figuren in diesem Buch haben eine Verbindung zu diesem Schiff oder zur Schifffahrt, doch der Roman geht weit über das maritime Thema hinaus. Er verwebt Alltags- und Politikgeschichte der DDR abseits der bekannten Erzählungen.
Die Erzählweise ist ruhig und sehr schön geschrieben, gleichzeitig gibt es aber auch bedrückende und emotionale Momente, die nachhallen. Der Roman entfaltet sich langsam, indem er die Lebensgeschichten der einzelnen Figuren detailliert schildert. Das macht ihn besonders als Hörbuch geeignet – man kann entspannt zuhören, ohne Angst zu haben, den Faden zu verlieren. Dennoch bleibt die Handlung spannend, da viele Verstrickungen erst nach und nach aufgedeckt werden. 4,5/5 Sterne