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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.04.2025

Ganz viel Drama in Italien

Lieber solo als allein
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Ich lese sehr gerne Romane, die mich in ein anderes Land entführen und mit interessanten Figuren unterhalten – wenn dann noch ein Schuss Humor dazu kommt, ist das natürlich ein weiterer Pluspunkt. Deshalb ...

Ich lese sehr gerne Romane, die mich in ein anderes Land entführen und mit interessanten Figuren unterhalten – wenn dann noch ein Schuss Humor dazu kommt, ist das natürlich ein weiterer Pluspunkt. Deshalb war ich sehr gespannt auf dieses Buch, nachdem ich den Klappentext dazu gelesen habe.

Die Geschichte dreht sich um Leonie, die gerade ihr Touristikstudium beendet hat und der Traumhochzeit mit Luca entgegenfiebert. Gefeiert wird im Herzen Italiens, in Perugia, wo Lucas Eltern ein Hotel betreiben. Auch Gabriele lässt sich den großen Tag ihrer Enkelin nicht entgehen – es ist das erste Mal seit dem Tod ihres Mannes, dass sie sich wieder hinauswagt ins Leben. Das ist schwer, aber auch ganz schön prickelnd, vor allem, als sie in Italien dem charmant-knarzigen Reiseführer Francesco begegnet. Leonies Eltern, Katrin und Oliver, sind seit Jahren getrennt. Nun sitzen sie auf dem Weg zur Hochzeit im gleichen Flieger. Und eigentlich fühlt sich das gar nicht so schlecht an. Alle Zeichen scheinen auf Grün zu stehen, doch dann beginnt nicht nur die Fassade des Hotels zu bröckeln, denn italienische Hochzeiten haben ganz eigene Gesetze …

In die Storyline habe ich sehr gut hineingefunden. Der Schreibstil ist locker-leicht und es ist ein schöner, flüssiger Lesefluss gegeben. Die Hauptfiguren sind interessant beschrieben. Jeder hat sein eigenes Päckchen zu tragen. Dabei habe ich vor allem Leonie in mein Herz geschlossen.

Den humorvollen Schreibstil fand ich immer sehr toll bei anderen Büchern von Tessa Henning, die ich bisher gelesen habe. Aber diesmal habe ich ein klein wenig davon vermisst. Natürlich gibt es auch witzige Passagen, die mich zum Lachen gebracht haben, aber etwas mehr davon wäre noch besser gewesen. Mir gab es diesmal einfach einen Tick zu viel Drama. Teilweise gab es auch Längen, aber zum Ende hin wurde dann die Spannungsschraube angezogen, so dass mir der Schluss sehr gut gefallen hat mit seiner versöhnlichen Auflösung. Ich vergebe diesmal 4 von 5 Sternen für den Wohlfühlroman, der mir richtig Lust auf Italien gemacht hat

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Veröffentlicht am 10.04.2025

Unterhaltsamer historischer Roman mit ein paar Längen

Montmartre - Licht und Schatten
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Ich verschlinge zurzeit historische Romane, die mich mit interessanten Figuren unterhalten und mich zusätzlich auch noch etwas dazulernen lassen. Bereits der Klappentext und das Cover haben mich deshalb ...

Ich verschlinge zurzeit historische Romane, die mich mit interessanten Figuren unterhalten und mich zusätzlich auch noch etwas dazulernen lassen. Bereits der Klappentext und das Cover haben mich deshalb sehr neugierig auf dieses Buch gemacht. Und ich wurde gut von der Storyline unterhalten, auch wenn es die ein oder andere Länge gab.

Die Geschichte beginnt im Jahr 1866. Elise Lambert und Valérie Dumas werden am selben Tag geboren. Sonst haben die beiden Mädchen nicht viel gemeinsam. Elise, Tochter einer einfachen Wäscherin, wächst in Armut auf dem Hügel von Montmartre auf. Valérie hingegen ist die Tochter eines wohlhabenden Kunsthändlers vom Boulevard de Clichy. In einer Zeit, in der Frauen kaum Möglichkeiten haben, hegen die beiden große Träume. Valérie ist eine begnadete Malerin, die es an die Kunstakademie schaffen möchte, wo auch Toulouse-Lautrec und van Gogh studieren. Elise dagegen möchte als Tänzerin in den schillernden Varietés von Montmartre berühmt werden. Schicksalsschläge und die Liebe stellen beide vor ungeahnte Herausforderungen, doch die jungen Frauen kämpfen für ihr Glück.

In die Storyline habe ich gut hineingefunden. Der Schreibstil passt sehr gut zu dem Genre und ist schön bildlich. Zudem ist ein schöner Lesefluss gegeben, der die Seiten nur so dahinfliegen lässt. Das Buch ist mit fast 600 Seiten auch ein überraschend dicker Wälzer, doch trotzdem habe ich es in nur wenigen Tagen verschlungen. Es gab jedoch auch die ein oder andere Länge. Deshalb hätten ein paar Seiten der Geschichte gut getan. Mir waren einige Handlungsstränge zu ausführlich beschrieben, was es nicht gebraucht hätte, denn diese waren eher irrelevant.

Die beiden Protagonisten wurden auf jeden Fall authentisch beschrieben und ich konnte mich mit ihrem Denken und Handeln gut identifizieren. Zudem finde ich die historischen Ereignisse und berühmte Personen sehr interessant und wirklich gut in die Geschichte eingebettet.

Zusammengefasst hat mich das Buch doch auch gut unterhalten und ich bin jetzt auf das zweite Band sehr gespannt. Der Auftakt erhält von mir 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 08.04.2025

Eine Achterbahnfahrt der Gefühle

Hearts & Falcons. Im Herzen wild und frei
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Ich lese sehr gerne Regency-Romane. Da ich auch bereits ein Buch der Autorin kenne und davon mehr als gut unterhalten wurde, war ich auch auf ihr neuestes Werk sehr gespannt. Und was soll ich sagen? Ich ...

Ich lese sehr gerne Regency-Romane. Da ich auch bereits ein Buch der Autorin kenne und davon mehr als gut unterhalten wurde, war ich auch auf ihr neuestes Werk sehr gespannt. Und was soll ich sagen? Ich wurde auch diesmal wirklich gut davon unterhalten und konnte das Buch auch gar nicht mehr zur Seite legen. Deshalb habe ich es innerhalb von zwei Tagen regelrecht verschlungen.

Die Geschichte dreht sich um die freiheitsliebende Hedwig, die ihr selbstbestimmtes Leben als Falknerin im Wald liebt. Sie sorgt selbst für sich und ihre kleine Schwester. Seit einer Ewigkeit träumt sie davon, mit ihrem geliebten Habicht das anstehende Jagdturnier zu gewinnen und dem machtgierigen Adel zu zeigen, wozu eine Frau fähig ist. Doch dann kommt alles ganz anders: Der einflussreiche Adlige Konrad erpresst sie, ihn in der Falkenjagd zu unterrichten, damit er selbst das Turnier gewinnen kann. Gezwungener Maßen lässt Hedwig sich auf den Deal ein. Und dann kommt alles anders, als gedacht…

In die Storyline habe ich wirklich gut hineingefunden. Der Schreibstil ist locker-leicht und schön bildlich. Außerdem ist ein sehr schöner Lesefluss gegeben, so dass die Seiten dahingeflogen sind. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Hedwig und auch ab und zu von Konrad. Das fand ich gut, denn so konnte man sich mit deren Denken und Handeln besser identifizieren.

Hedwig hat es mir jedoch im Laufe der Geschichte sehr schwer gemacht. Sie ist kein unsympathischer, aber ein sehr sturer und schwieriger Mensch. Sie hat zwar ebenfalls eine positive Entwicklung hingelegt, aber ich konnte sie oft nicht wirklich verstehen. Konrad dagegen war mir anfangs eher unsympathisch, aber er hat sich nach und nach in mein Herz geschlichen. Mein Favorit war aber dagegen der Nebencharakter Graf Hohenberg.

Die Geschichte blieb die ganze Zeit über unterhaltsam. Vor allem die Infos zur Beizjagd haben mir sehr gut gefallen und hier habe ich auf jeden Fall noch einiges dazugelernt. Auch das Turnier war mitreißend und spannend. Hier habe ich richtig mitgefiebert. Die Liebesgeschichte zwischen Hedwig und Konrad war dagegen eine Achterbahnfahrt der Gefühle – zum Ende war es mir fast sogar ein wenig zu viel Hin und Her. Aber ich habe mein Happy-End erhalten und das ist alles, was zählt 😊 Ich wurde auf jeden Fall sehr gut von dem Buch unterhalten und vergebe 4,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 03.04.2025

Starker Abschluss der Ärztinnen-Saga

Goldene Wege. Die Münchener Ärztinnen
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Da ich bereits die Vorgänger-Bücher der Reihe gelesen habe, war ich natürlich auch auf das große Finale sehr gespannt. Und auch dieses Mal wurde ich wieder gut unterhalten von den unterschiedlichen Freundinnen.

Die ...

Da ich bereits die Vorgänger-Bücher der Reihe gelesen habe, war ich natürlich auch auf das große Finale sehr gespannt. Und auch dieses Mal wurde ich wieder gut unterhalten von den unterschiedlichen Freundinnen.

Die Geschichte dreht sich um Lulu, Elsa und Fanny, die es mittlerweile an die Medizinische Fakultät geschafft haben. Doch sie werden dort keinesfalls mit offenen Armen empfangen. Vor allem die schlaue Fanny ist ihren männlichen Kommilitonen ein Dorn im Auge. Lulu versucht neben Vorlesungen und Sezierstunden, das dunkle Geheimnis ihrer in Melancholie verfallenen Freundin Änny zu ergründen. Und Elsa bekommt unerwarteten Besuch, der ihr Leben gehörig durcheinanderwirbelt. Trotz allem haben die jungen Frauen ihr Ziel fest vor Augen – aber können sie sich nach ihrem Studienabschluss tatsächlich Hoffnungen auf eine Anstellung als Ärztinnen im Spital machen?

In die Storyline habe ich wieder ohne Probleme hineingefunden. Der Schreibstil passt dabei wie gewohnt sehr gut zum Genre, ist bildlich und es ist ein schöner Lesefluss gegeben. Man merkt zudem auch, dass hier wirklich gut recherchiert wurde und man auch etwas dazu lernt.

Die einzelnen Figuren sind sehr sympathische, starke Frauen, die ihren Weg zu einer Zeit gehen, in der es Frauen nicht so einfach hatten. Vor allem nicht im medizinischen Bereich, da sie von den Männern nicht ernst genommen wurden. Die Geschichte wird zudem im Wechsel aus der Sicht von Fanny, Lulu und Elsa erzählt, was ich sehr gut finde, denn so kann man deren Leben besser folgen und ihre Gedanken besser nachvollziehen.

Ich konnte von Anfang bis zum Ende mit den Figuren mitfiebern. Einzig und alleine Fanny hat es mir teilweise schwer gemacht, da ich sie diesmal nicht so sympathisch fand wie in den anderen Bändern. Das starke Finale hat mir dabei am Besten gefallen. Mittendrin gab es die ein oder andere Länge, aber das war zu verzeihen, denn ansonsten war die Geschichte wieder mitreißend. Ich vergebe für das Finalbuch 4,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 01.04.2025

Nette Liebesgeschichte - aber leider nicht mehr

Maybe Meant To Be
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Ich lese immer mal wieder gerne einen schönen Liebesroman und war deshalb sehr gespannt auf dieses Buch, als ich den Klappentext dazu gelesen habe. Doch leider wurde ich letztendlich nicht richtig von ...

Ich lese immer mal wieder gerne einen schönen Liebesroman und war deshalb sehr gespannt auf dieses Buch, als ich den Klappentext dazu gelesen habe. Doch leider wurde ich letztendlich nicht richtig von der Geschichte abgeholt und auch mit den Figuren konnte ich mich sehr schwer identifizieren.

Die Storyline dreht sich um die besten Freunde Sage und Charlie, über die alle glauben, dass sie füreinander bestimmt sind - obwohl Charlie jeden Monat eine neue Freundin hat und Sage noch nie eine richtige Beziehung hatte. Als Luke Morrissey auf dem Bexley-Campus auftaucht, bringt seine Anwesenheit sofort alles durcheinander. Charlie und Luke fühlen sich vom ersten Moment an zueinander hingezogen, was Sage die Möglichkeit gibt, Zeit mit Charlies Zwillingsbruder Nick zu verbringen. Aber Charlie hat Angst davor, zu seinen Gefühlen für Luke zu stehen. Und Sage fürchtet, Nick könnte sie für die Liebe seines Lebens halten. Sage und Charlie werden sich aufeinander verlassen müssen, auf ihre lebenslange Freundschaft, um die Dinge mit den Jungs, die sie lieben, zu klären.

In die Storyline habe ich recht gut hineingefunden, wobei ich sagen muss, dass ich erst einmal von den ganzen Namen, die fallen, erschlagen wurde. Deshalb musste ich nach und nach erst einmal alle zuordnen. Der Schreibstil ist locker-leicht und spricht vor allem Teenager an. Aber irgendwie ist der Schreibstil jetzt nicht 100%ig mein Fall, ich kann aber gar nicht sagen, woran das wirklich liegt.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Sage und Charlie erzählt. Das finde ich sehr gut, denn so kann man sich mit deren Denken und Handeln besser identifizieren. Jedoch blieben mir Beide ein wenig zu blass, so richtig identifizieren konnte ich mich nicht mit ihnen, was schade ist.

Leider konnte mich auch die Storyline nicht richtig abholen und war teilweise auch etwas zäh. Das Ende dagegen hat mir gut gefallen, aber es war dann doch recht abrupt. Eine nette Liebesgeschichte für Zwischendurch, aber leider auch nicht mehr. Ich kann deshalb nicht mehr als 3 von 5 Sternen vergeben.

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