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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.07.2022

etwas zäh

Ein sicheres Haus
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Ein Ehepaar wird grausam ermordet und mit durchgeschnittenen Kehle von der Putzfrau aufgefunden. Auch im Schlafzimmer der Tochter hat der Täter sich ausgetobt. Die junge Frau, ans Bett gefesselt und ebenfalls ...

Ein Ehepaar wird grausam ermordet und mit durchgeschnittenen Kehle von der Putzfrau aufgefunden. Auch im Schlafzimmer der Tochter hat der Täter sich ausgetobt. Die junge Frau, ans Bett gefesselt und ebenfalls mit einem Schnitt an der Kehle, ist aber noch so grade am Leben. Dr. Laschen, Traumaspezialistin zieht mit ihrer kleinen Tochter auf´s Land und wird gebeten, die Überlebende heimlich bei sich aufzunehmen, da es keine Verwandten gibt.

Ja und dann zieht sich das Buch scheinbar endlos hin. Es passieren zwar auch Sachen, z.B. weitere Morde, aber irgendwie fehlt die Spannung und auch die plötzlichen Wendungen haben nicht den Überraschungseffekt, den man erwartet. Was das Buch von anderen Krimis abhebt, ist, dass der Mörder schon Anfang des letzten Drittels feststeht und der Fall aufgeklärt ist und auch, das Ende ungewöhnlich. Aber auch das Ende kann dem Buch für meinen Geschmack nicht zu 5 Sternen/Punkten verhelfen. Es ist eher ein leiser, langsamer Krimi, bei dem vor allem der Schluß bedrohlich wirkt. Auch hatte ich Schwierigkeiten mich mit der Figur Dr. Laschens anzufreunden. Die Art, wie sie mit ihrem Freund umgeht und nicht mit ihm spricht, kann ich nicht nachvollziehen. Auch sonst fand ich sie sehr hart und barsch und nur im Umgang mit ihrer Tochter liebevoll. Ich weiß nicht, ob ich noch ein Buch der Autorin lesen werde, denn ich fand es etwas zäh und langatmig.

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Veröffentlicht am 08.07.2022

nicht, was ich erhofft habe

The Stepford Wives
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Der Klappentext klang gut. Ein Paar zieht nach Stepford. Bald stellt sie fest, dass die Frauen immer wie aus dem Ei gepellt aussehen und ihre Häuser jederzeit Piccobello aufgeräumt und geputzt sind. Außerhalb ...

Der Klappentext klang gut. Ein Paar zieht nach Stepford. Bald stellt sie fest, dass die Frauen immer wie aus dem Ei gepellt aussehen und ihre Häuser jederzeit Piccobello aufgeräumt und geputzt sind. Außerhalb der Hausarbeit scheinen die Frauen keinerlei Interessen und Hobbys zu haben. Die Männer gehen jeden Abend in den Männer Club. Langsam kommt ihr jedoch ein schrecklicher Verdacht.

Das klingt für mich zunächst erstmal spannend. Erstaunlicherweise stellt sich das recht kurze Büchlein (155 Seiten) als sehr langatmig heraus. So rechte Spannung will nicht aufkommen. Und das einzige, was wirklich spannend ist, wird nicht aufgelöst am Schluß, was ich als sehr unbefriedigend empfinde. Die Grundidee gefällt mir gut, daher auch die Sterne, aber man hätte viel mehr daraus machen können.

Daher keine Leseempfehlung. Das Buch ist wohl auch schon 2x verfilmt worden. Vielleicht sind die besser.

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Veröffentlicht am 07.07.2022

spannend

Der Partner
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Wiedermal hochspannend, wenn auch diesmal völlig außerhalb jeder Gerichtsverhandlung. Aber verhandelt wird ausgesprochen viel.
Ein Anwalt ist auf der Flucht, nachdem er 90 Millionen Dollar gestohlen und ...

Wiedermal hochspannend, wenn auch diesmal völlig außerhalb jeder Gerichtsverhandlung. Aber verhandelt wird ausgesprochen viel.
Ein Anwalt ist auf der Flucht, nachdem er 90 Millionen Dollar gestohlen und seinen eigenen Tod vorgetäuscht hat. Die Bestohlenen heuern einen Privatdetektiv an, der ihn nach Jahren der Suche ausfindig macht. Natürlich wollen sie wissen, wo das Geld ist und sie schrecken auch vor Folter nicht zurück.
Ausgesprochen spannend mit vielen überraschenden Wendungen, flüssig geschrieben und ein Genuss zu lesen. John Grisham setzt bei seinen Romanen ja immer den Schwerpunkt auf einen Aspekt im Justizwesen (Mal Staatsanwalt, mal Geschworenenberater, mal Verteidiger, mal Todesstrafe, mal Zeugen, mal Richter, mal große Verhandlungen usw.). Hier zeigt er uns die Welt der Vorverhandlungen und Absprachen. In dem Buch wird fröhlich hin und her geklagt und jeder hofft bei diesem Aufsehen erregenden Fall, den großen Reibach zu machen, oder etwas Ruhm abzubekommen. Aber durch immer neue Enthüllungen und Überraschungen, werden die Karten ständig neu gemischt und es zeigt sich, dass der Anwalt noch viel ausgebuffter ist, als man zunächst vermutet. Er hatte ja auch viel Zeit zu planen.
Ein sehr spannendes Buch, dass mir viel Freude gemacht hat zu lesen. Klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 02.07.2022

Spannend wie ein Krimi

Die Charité
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Was für ein Buch !
Im Klappentext heißt es : " „Spannender als jeder Kriminalroman“, so schrieb der Münchner Merkur schon 1963, als die erste Auflage von Gerhard Jaeckels Buch erschien." Und spannend ...

Was für ein Buch !
Im Klappentext heißt es : " „Spannender als jeder Kriminalroman“, so schrieb der Münchner Merkur schon 1963, als die erste Auflage von Gerhard Jaeckels Buch erschien." Und spannend ist dies Buch auf jeden Fall. Und hochinteressant, auch für Leute, die nicht aus dem medizinischen Bereich kommen. Mit viel Liebe zum Detail, mit großer Liebe zu den Menschen und mit einer guten Prise Humor hat der Autor die Geschichte der Charite akribisch recherchiert, in den geschichtlichen Kontext mit viel Hintergrundinformationen eingebettet und wunderbar aufbereitet aufgeschrieben. Es ist ein Genuß das Buch zu lesen und ich habe die über 600 Seiten geradezu verschlungen. Man liest von den Anfängen als Pesthaus, den gruseligen Behandlungsmethoden, einzelnen berühmten Ärzten und ihren Erfolgen (und Mißerfolgen), und fiebert regelrecht mit, wenn es um neue Entdeckungen oder Methoden geht, obwohl man ja als medizinisch interessierter Mensch bei vielem ja schon weiß, wie es ausgeht oder das dies oder jenes von dem und dem erfunden bzw. entdeckt wurde. Dennoch bleibt es unglaublich spannend und man erfährt auch viel Neues. z.B. dass der König lieber den Henker als Arzt hatte, als die eigentlichen "Ärzte", da dieser aufgrund seiner Erfahrung im Foltern mehr von der Anatomie des Menschen weiß, als die "Ärzte". Schön fand ich auch, dass das Buch reich bebildert ist und man dadurch ein Gesicht zu den berühmten Namen hat.
Der neue, letzte Teil, von 1945 bis zur Wiedervereinigung ist dagegen eher dröge, obwohl es mich sehr interessiert hat, wie es dann weiterging. Aber auch wenn der Autor sich Mühe gegeben hat, ist es ihm nicht gelungen, das Werk Gerhard Jaeckels mit der gleichen Leichtigkeit und ebenso spannend und humorvoll fortzuführen. Man merkt aber, dass er versucht hat, in dem gleichen Stil fortzufahren und dafür ein Lob.
Ich bin von dem Buch begeistert. Es ist eine wirkliche Bereicherung und hat viel Spaß gemacht zu lesen. Vor allem ist es von Respekt den großen Entdeckern gegenüber und einer Liebe zu den Menschen geprägt. Der Respekt ist aber nicht ehrfürchtiges Verneigen, sondern auch diese Großen werden mit Augenzwinkern und ihren Schwächen dargestellt, sodass sie einem viel menschlicher vorkommen, als in anderen Büchern. Ein wirklich tolles Buch, dass ich jedem medizinisch, aber auch geschichtlich Interessiertem empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 22.06.2022

langweilig

Das Land vor uns, das Land hinter uns
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Wieso falle ich immer wieder auf Kurzgeschichten/Erzählungen rein ?

Auch dieses Buch ist ausgesprochen langweilig. Der Klappentext klingt spannend, aber das Buch ist eine Enttäuschung. Die ein oder andere ...

Wieso falle ich immer wieder auf Kurzgeschichten/Erzählungen rein ?

Auch dieses Buch ist ausgesprochen langweilig. Der Klappentext klingt spannend, aber das Buch ist eine Enttäuschung. Die ein oder andere Geschichte ist ganz interessant und man ist dann doch gespannt, wie es ausgeht, aber der Schluß ist dann wieder ganz seicht und nichtssagend. Die Geschichten plätschern so dahin, ohne Höhepunkte und laufen am Ende einfach aus. Die letzte Entenjagd, in Reifen den Fluß runterfahren, Gänsejagd usw. Wenn das Buch nicht so dünn wäre (keine 200 Seiten ), würde ich es nicht zu Ende lesen. Aber obwohl es sich um kurze Geschichten handelt, liest es sich doch sehr zäh. Vor allem deshalb, weil mich der Inhalt der Geschichten so gar nicht interessiert. Es ist nicht die Schreibweise, denn an der ist nichts auszusetzen, aber inhaltlich kann ich dem Buch nichts abgewinnen. Aber ich finde ja auch den Fänger im Roggen langweilig. Das bedeutet nicht, dass das Buch an sich schlecht ist. Es ist nur einfach nicht mein Thema und enthält keine Spannung.

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