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Veröffentlicht am 17.08.2025

Erebos ist zurück

Erebos 3
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Nick Dunmore, Fotograf und chronisch pleite, kann es nicht fassen: erst wird sein Rucksack geklaut und dann taucht Erebos wieder in seinem Leben auf. Schon wieder! Dass es da einen Zusammenhang gibt, ist ...

Nick Dunmore, Fotograf und chronisch pleite, kann es nicht fassen: erst wird sein Rucksack geklaut und dann taucht Erebos wieder in seinem Leben auf. Schon wieder! Dass es da einen Zusammenhang gibt, ist ihm sofort klar. Welchen lange nicht. Wie in den ersten beiden Teilen auch schon zwingt das Spiel Nick, mitzumachen und nach seiner Pfeife zu tanzen. Der weiß genau, dass hinter dem Spiel etwas Ernstes steckt, mit dem er eigentlich nichts zu tun haben will, fühlt sich aber trotzdem wieder magisch angezogen und kann sich auch nicht wehren, denn das Spiel manipuliert sein ganzes Leben. Diesmal geht es darum, eine Horde aus mehreren Mispielern zu gründen und die Zeichen zu deuten, die das Spiel immer wieder schickt. Worauf das Ganze hinaus läuft, ist Nick lange nicht klar, und dann ist es schon fast zu spät.


Auch Teil 3 folgt dem alten Muster: Erebos taucht auf, manipuliert die Spieler, gibt ihnen Aufträge und Missionen in der echten Welt und steuert so auf ein großes Finale zu. Da gibt es in diesem Teil keine großen Neuerungen. Für mich zog sich die Handlung am Anfang sehr hin, Nick und seine Leute stochern lange im Dunkeln, verstehen die Zeichen nicht. Viele Spieler sind neu und haben keine Ahnung, dass da etwas anderes als Spaß an Missionen und Belohnungen hinter dem Spiel stecken. Für mich als Leser war es auch sehr schwer, die Zeichen zu deuten. Als endlich der Groschen fällt, wird es noch mal spannend. Die Auflösung fand ich interessant, hat mich aber nicht so groß überrascht. 


Fazit: Erebos 3 hat keine großen Überraschungen, aber es hat mir Spaß gemacht, wieder in die Welt einzutauchen und nochmal mit Dunkelelf Sarius auf die Reise zu gehen. Für Fans der Reihe lesenswert.

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Veröffentlicht am 14.07.2025

Ehrlich und ungeschönt

22 Bahnen
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Tilda hat seit ihr Vater sie und ihre Mutter verlassen hat gelernt, zu funktionieren. Nun studiert sie Mathematik, kümmert sich um ihre kleine Schwester Ida, die auch keinen Vater hat, und um ihre alkoholkranke ...

Tilda hat seit ihr Vater sie und ihre Mutter verlassen hat gelernt, zu funktionieren. Nun studiert sie Mathematik, kümmert sich um ihre kleine Schwester Ida, die auch keinen Vater hat, und um ihre alkoholkranke Mutter. Sie sitzt an der Supermarktkasse, rät manchmal anhand des Einkaufes, wen sie vor sich hat, und schwimmt täglich 22 Bahnen. Sie träumt heimlich von einer Zukunft in Freiheit, doch sie kann ihre kleine Schwester nicht zurücklassen. Als Viktor auftaucht, fühlt sie sich das erste Mal etwas freier.

Caroline Wahl erzählt ungeschönt und in einem einzigartigen Stil von Tildas hartem Alltag. Die Erzählweise ist ungewohnt, mir hat sie aber gut gefallen und ich hatte auch keine Probleme, damit zurechtzukommen. Authentisch ist man beim Lesen sofort mitten in der Geschichte, fühlt mit Tilda und Ida mit, ohne dass es jedoch zu emotional oder übertrieben wirkt.

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Veröffentlicht am 14.07.2025

Vom Untergang einer Familie

Der Stich der Biene
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„Der Stich der Biene“ ist ein Familienepos, das es in sich hat. Auf 700 Seiten schildert der Autor Paul Murray den Untergang der Familie Barnes. Angefangen mit der 18 Jährigen Cass, die einst Musterschülerin ...

„Der Stich der Biene“ ist ein Familienepos, das es in sich hat. Auf 700 Seiten schildert der Autor Paul Murray den Untergang der Familie Barnes. Angefangen mit der 18 Jährigen Cass, die einst Musterschülerin war und sich nun nicht nur von ihrer besten Freundin entfremdet, sondern auch jegliche Hoffnung auf ein Studium in Dublin begräbt und sich lieber jeden Tag betrinkt. Weiter geht es mit ihrem Bruder, dem 12 jährigen PJ, der aufgrund der Geldprobleme seiner Familie lieber seine blutigen Socken versteckt als zuzugeben, dass die neuen Turnschuhe schon wieder zu klein sind und letztendlich den Plan schmiedet wegzulaufen, um das Familienidyll wieder zu kitten. Dann folgt Mutter Imelda, deren Abschnitt so gut wie ohne Punkt und Komma geschrieben ist – gewöhnungsbedürftig, aber lesbar. Aufgewachsen bei einer kranken Mutter, einem alkoholkranken Vater und gewalttätigen Brüdern hat die bildhübsche Imelda als junge Frau zielstrebig die Chance ergriffen, durch Einheiraten in die zu dem Zeitpunkt noch wohlhabende Familie Barnes sozial aufzusteigen. Jetzt, wo das einst lukrative Autogeschäft ihres Mannes in der Wirtschaftskrise den Bach runter geht, sieht sie auch ihre Felle davonschwimmen. Zu guter Letzt treffen wir Dickie, der im Schatten seines Bruders Frank aufgewachsen ist und nach dessen Tod Franks Verlobte Imelda geheiratet hat, obwohl er eigentlich ganz andere Interessen hat. Zielstrebig, manchmal allerdings auch etwas langatmig, steuert die Familie auf die finale Katastrophe zu und fragt sich dabei: Wann hat das alles angefangen, schief zu gehen? Bei der Hochzeit, als Imelda von einer Biene gestochen wurde? Oder schon davor?

Ich muss zugeben, dass ich mich zeitweise ganz schön durch das Buch gequält habe. Die Geschichte der Familie ist interessant und dramatisch, Paul Murray hat mit seinem besonderen Schreibstil jeder Figur seine eigene Stimme gegeben, trotzdem konnte mich das Buch nicht so richtig mitreißen. Ich habe es nie ganz aufgegeben, aber trotzdem 3 Monate daran gelesen. Zum Ende hin wurde es spannender, die Kapitel kürzer, im letzten Teil geht es Schlag auf Schlag, die Perspektiven wechseln schnell. Das passte sehr gut zu den sich zuspitzenden Ereignissen und hat dafür gesorgt, dass ich am Ende doch ganz zufrieden war, aber trotzdem doch froh, es geschafft zu haben.

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Veröffentlicht am 19.05.2025

Schatten der Vergangenheit

Grenzfall – In den Tiefen der Schuld
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Der vierte Teil der Grenzfall Serie schließt sich nahtlos an den Vorgängerband an. Krammer macht sich auf die Suche nach seiner Kollegin Rosa Szabo, die am Ende des letzten Bandes verschwunden ist. Auf ...

Der vierte Teil der Grenzfall Serie schließt sich nahtlos an den Vorgängerband an. Krammer macht sich auf die Suche nach seiner Kollegin Rosa Szabo, die am Ende des letzten Bandes verschwunden ist. Auf einem Überwachungsvideo sieht man sie aus dem Polizeigebäude stürmen. In ihrer Wohnung: eine Leiche, aber keine Spur von Szabo. Alexa und Huber, die noch in der Nähe sind, unterstützen Krammer bei der Suche. Es wird offensichtlich, dass Szabo etwas verheimlicht. Hat sie etwas mit dem toten Mann in ihrer Wohnung zu tun?

Das ist der erste Teil der Reihe, in dem Alexa und Krammer direkt zusammenarbeiten. Sonst liefen die Fälle eher nebeneinander her, doch jetzt sind sie gemeinsam auf einer Mission: Szabo finden und ihr Geheimnis lüften. Dass es dabei zu kleinen Rangeleien zwischen Vater und Tochter kommt bleibt nicht aus.

Auch diesen Teil fand ich wieder sehr spannend. Es kommen Details über Szabos Vergangenheit und ihr Leben im Allgemeinen ans Licht. Bisher hat man über Krammers Partnerin nicht viel erfahren, nun ändert sich das. Ich bin zufrieden und freue mich auf Teil 5.

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Veröffentlicht am 25.03.2025

Max und Marvin ermitteln

Mörderfinder – Das Muster des Bösen
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Endlich ist es soweit, Max Bischoff und sein Partner Marvin Wagner eröffnen ihre Privatdetektei. Noch vor der offiziellen Eröffnungsfeier bekommen sie Besuch und einen Fall präsentiert: in Düsseldorf wird ...

Endlich ist es soweit, Max Bischoff und sein Partner Marvin Wagner eröffnen ihre Privatdetektei. Noch vor der offiziellen Eröffnungsfeier bekommen sie Besuch und einen Fall präsentiert: in Düsseldorf wird der Sohn eines Richters entführt. Währenddessen sitzt Rainer Klinge wegen Entführung der Tochter einer Richterin in U-Haft und glaubt, dem jetzigen Täter als Vorbild zu dienen. Er fühlt sich schuldig und bitten Max und Marvin, das entführte Kind zu finden. Die beiden stoßen bald auf einen Website im Darknet und einen mysteriösen Rächer, der Richter für zu milde Urteile bestrafen möchte.

Ich bin großer Fan der Max Bischoff Reihen und freue mich außerdem sehr über ein Wiedersehen mit Marvin Wagner, den ich seit seinem ersten Auftritt ins Herz geschlossen habe. Der etwas unkonventionelle forensische Psychologe ist nie um eine schlagfertige Antwort verlegen. Die beiden haben direkt einen spannenden ersten Fall, der sie in menschliche Abgründe führt und, wie sollte es auch anders sein, nicht ungefährlich für die Ermittler ist.

Diesmal dreht sich das zentrale Thema um vermeintlich zu milde Urteile von Richtern und die Folgen, die daraus entstehen. Ein spannendes Thema, das sehr viel Brisanz hat. Hier wird es auf die spitze getrieben und führt letztendlich dazu, dass Menschen sterben müssen.

Ein spannender Thriller mit unvorhergesehenen Wendungen, den ich nicht mehr aus der Hand legen wollte.

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