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Veröffentlicht am 14.07.2025

Vom Untergang einer Familie

Der Stich der Biene
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„Der Stich der Biene“ ist ein Familienepos, das es in sich hat. Auf 700 Seiten schildert der Autor Paul Murray den Untergang der Familie Barnes. Angefangen mit der 18 Jährigen Cass, die einst Musterschülerin ...

„Der Stich der Biene“ ist ein Familienepos, das es in sich hat. Auf 700 Seiten schildert der Autor Paul Murray den Untergang der Familie Barnes. Angefangen mit der 18 Jährigen Cass, die einst Musterschülerin war und sich nun nicht nur von ihrer besten Freundin entfremdet, sondern auch jegliche Hoffnung auf ein Studium in Dublin begräbt und sich lieber jeden Tag betrinkt. Weiter geht es mit ihrem Bruder, dem 12 jährigen PJ, der aufgrund der Geldprobleme seiner Familie lieber seine blutigen Socken versteckt als zuzugeben, dass die neuen Turnschuhe schon wieder zu klein sind und letztendlich den Plan schmiedet wegzulaufen, um das Familienidyll wieder zu kitten. Dann folgt Mutter Imelda, deren Abschnitt so gut wie ohne Punkt und Komma geschrieben ist – gewöhnungsbedürftig, aber lesbar. Aufgewachsen bei einer kranken Mutter, einem alkoholkranken Vater und gewalttätigen Brüdern hat die bildhübsche Imelda als junge Frau zielstrebig die Chance ergriffen, durch Einheiraten in die zu dem Zeitpunkt noch wohlhabende Familie Barnes sozial aufzusteigen. Jetzt, wo das einst lukrative Autogeschäft ihres Mannes in der Wirtschaftskrise den Bach runter geht, sieht sie auch ihre Felle davonschwimmen. Zu guter Letzt treffen wir Dickie, der im Schatten seines Bruders Frank aufgewachsen ist und nach dessen Tod Franks Verlobte Imelda geheiratet hat, obwohl er eigentlich ganz andere Interessen hat. Zielstrebig, manchmal allerdings auch etwas langatmig, steuert die Familie auf die finale Katastrophe zu und fragt sich dabei: Wann hat das alles angefangen, schief zu gehen? Bei der Hochzeit, als Imelda von einer Biene gestochen wurde? Oder schon davor?

Ich muss zugeben, dass ich mich zeitweise ganz schön durch das Buch gequält habe. Die Geschichte der Familie ist interessant und dramatisch, Paul Murray hat mit seinem besonderen Schreibstil jeder Figur seine eigene Stimme gegeben, trotzdem konnte mich das Buch nicht so richtig mitreißen. Ich habe es nie ganz aufgegeben, aber trotzdem 3 Monate daran gelesen. Zum Ende hin wurde es spannender, die Kapitel kürzer, im letzten Teil geht es Schlag auf Schlag, die Perspektiven wechseln schnell. Das passte sehr gut zu den sich zuspitzenden Ereignissen und hat dafür gesorgt, dass ich am Ende doch ganz zufrieden war, aber trotzdem doch froh, es geschafft zu haben.

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Veröffentlicht am 19.05.2025

Schatten der Vergangenheit

Grenzfall – In den Tiefen der Schuld
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Der vierte Teil der Grenzfall Serie schließt sich nahtlos an den Vorgängerband an. Krammer macht sich auf die Suche nach seiner Kollegin Rosa Szabo, die am Ende des letzten Bandes verschwunden ist. Auf ...

Der vierte Teil der Grenzfall Serie schließt sich nahtlos an den Vorgängerband an. Krammer macht sich auf die Suche nach seiner Kollegin Rosa Szabo, die am Ende des letzten Bandes verschwunden ist. Auf einem Überwachungsvideo sieht man sie aus dem Polizeigebäude stürmen. In ihrer Wohnung: eine Leiche, aber keine Spur von Szabo. Alexa und Huber, die noch in der Nähe sind, unterstützen Krammer bei der Suche. Es wird offensichtlich, dass Szabo etwas verheimlicht. Hat sie etwas mit dem toten Mann in ihrer Wohnung zu tun?

Das ist der erste Teil der Reihe, in dem Alexa und Krammer direkt zusammenarbeiten. Sonst liefen die Fälle eher nebeneinander her, doch jetzt sind sie gemeinsam auf einer Mission: Szabo finden und ihr Geheimnis lüften. Dass es dabei zu kleinen Rangeleien zwischen Vater und Tochter kommt bleibt nicht aus.

Auch diesen Teil fand ich wieder sehr spannend. Es kommen Details über Szabos Vergangenheit und ihr Leben im Allgemeinen ans Licht. Bisher hat man über Krammers Partnerin nicht viel erfahren, nun ändert sich das. Ich bin zufrieden und freue mich auf Teil 5.

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Veröffentlicht am 25.03.2025

Max und Marvin ermitteln

Mörderfinder – Das Muster des Bösen
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Endlich ist es soweit, Max Bischoff und sein Partner Marvin Wagner eröffnen ihre Privatdetektei. Noch vor der offiziellen Eröffnungsfeier bekommen sie Besuch und einen Fall präsentiert: in Düsseldorf wird ...

Endlich ist es soweit, Max Bischoff und sein Partner Marvin Wagner eröffnen ihre Privatdetektei. Noch vor der offiziellen Eröffnungsfeier bekommen sie Besuch und einen Fall präsentiert: in Düsseldorf wird der Sohn eines Richters entführt. Währenddessen sitzt Rainer Klinge wegen Entführung der Tochter einer Richterin in U-Haft und glaubt, dem jetzigen Täter als Vorbild zu dienen. Er fühlt sich schuldig und bitten Max und Marvin, das entführte Kind zu finden. Die beiden stoßen bald auf einen Website im Darknet und einen mysteriösen Rächer, der Richter für zu milde Urteile bestrafen möchte.

Ich bin großer Fan der Max Bischoff Reihen und freue mich außerdem sehr über ein Wiedersehen mit Marvin Wagner, den ich seit seinem ersten Auftritt ins Herz geschlossen habe. Der etwas unkonventionelle forensische Psychologe ist nie um eine schlagfertige Antwort verlegen. Die beiden haben direkt einen spannenden ersten Fall, der sie in menschliche Abgründe führt und, wie sollte es auch anders sein, nicht ungefährlich für die Ermittler ist.

Diesmal dreht sich das zentrale Thema um vermeintlich zu milde Urteile von Richtern und die Folgen, die daraus entstehen. Ein spannendes Thema, das sehr viel Brisanz hat. Hier wird es auf die spitze getrieben und führt letztendlich dazu, dass Menschen sterben müssen.

Ein spannender Thriller mit unvorhergesehenen Wendungen, den ich nicht mehr aus der Hand legen wollte.

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Veröffentlicht am 24.03.2025

Ein interessantes Projekt

Vierzehn Tage
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Als die Corona Pandemie New York während des ersten Lockdowns fest im Griff hat, treffen sich die Mieter eines Hochhause allabendlich auf dem Dach, um gemeinsam Beifall für die Helfer zu spenden, frische ...

Als die Corona Pandemie New York während des ersten Lockdowns fest im Griff hat, treffen sich die Mieter eines Hochhause allabendlich auf dem Dach, um gemeinsam Beifall für die Helfer zu spenden, frische Luft zu atmen und nach und nach auch, um sich Geschichten aus ihrem Leben zu erzählen. Ob wahr, eingebildet oder erfunden, das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Die Charaktere, die hier aufeinander treffen, sind sehr verschieden und bunt. Und so hat jeder seine Geschichte beizutragen in dieser Gemeinschaft, die mehr und mehr zusammenwächst, obwohl sie das eigentlich nicht möchte. In dieser furchtbaren Zeit, in der niemand weiß, wann die Pandemie vorbei sein wird und was danach passiert, erzählen sich die Bewohner Geschichten von Liebe, Lügen, Verrat.

Bei dem Buch handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt aus 36 Autoren, die alle ihren Teil, ihre Geschichte beigetragen haben. Beim Hören merkt man das allerdings kaum, lediglich am Inhalt der einzelnen Geschichten kann man erahnen, dass hier unterschiedliche Autoren am Werk waren.

Ich fand die Idee spannend, letztendlich konnte mich das Projekt aber nicht so richtig überzeugen. Manche Geschichten fand ich gut, andere konnten mich gar nicht fesseln und ich musste mich regelrecht durchquälen und ich habe gemerkt, dass meine Gedanken beim Hören abgeschweift sind. Die Sprecherin konnte mich auch nicht vollends überzeugen. Am Ende war es doch eine Aneinanderreihung von Geschichten, eingebettet in die Corona Szenerie im ersten Lockdown, an die ich gar nicht so gerne erinnert werde. Das Ende hat mich überrascht und berührt und auch ein bisschen mit dem Buch versöhnt.

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Veröffentlicht am 24.03.2025

Ein interessantes Projekt

Vierzehn Tage
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Als die Corona Pandemie New York während des ersten Lockdowns fest im Griff hat, treffen sich die Mieter eines Hochhause allabendlich auf dem Dach, um gemeinsam Beifall für die Helfer zu spenden, frische ...

Als die Corona Pandemie New York während des ersten Lockdowns fest im Griff hat, treffen sich die Mieter eines Hochhause allabendlich auf dem Dach, um gemeinsam Beifall für die Helfer zu spenden, frische Luft zu atmen und nach und nach auch, um sich Geschichten aus ihrem Leben zu erzählen. Ob wahr, eingebildet oder erfunden, das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Die Charaktere, die hier aufeinander treffen, sind sehr verschieden und bunt. Und so hat jeder seine Geschichte beizutragen in dieser Gemeinschaft, die mehr und mehr zusammenwächst, obwohl sie das eigentlich nicht möchte. In dieser furchtbaren Zeit, in der niemand weiß, wann die Pandemie vorbei sein wird und was danach passiert, erzählen sich die Bewohner Geschichten von Liebe, Lügen, Verrat.

Bei dem Buch handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt aus 36 Autoren, die alle ihren Teil, ihre Geschichte beigetragen haben. Beim Lesen merkt man das allerdings kaum, lediglich am Inhalt der einzelnen Geschichten kann man erahnen, dass hier unterschiedliche Autoren am Werk waren.

Ich fand die Idee spannend, letztendlich konnte mich das Projekt aber nicht so richtig überzeugen. Manche Geschichten fand ich gut, andere konnten mich gar nicht fesseln und ich musste mich regelrecht durchquälen. Am Ende war es doch eine Aneinanderreihung von Geschichten, eingebettet in die Corona Szenerie im ersten Lockdown, an die ich gar nicht so gerne erinnert werde. Das Ende hat mich überrascht und berührt und auch ein bisschen mit dem Buch versöhnt.

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