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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.02.2026

Kurzweilig, aber vorhersehbar

Der Boss – Ist er ein Monster oder ein Genie?
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„Der Boss“ ist ein Thriller, der sich dank seines flüssigen und leicht verständlichen Schreibstils sehr angenehm lesen lässt. Besonders positiv sind mir kurzen Kapitel, die es ermöglichen, im Buch rasch ...

„Der Boss“ ist ein Thriller, der sich dank seines flüssigen und leicht verständlichen Schreibstils sehr angenehm lesen lässt. Besonders positiv sind mir kurzen Kapitel, die es ermöglichen, im Buch rasch voranzukommen.

Inhaltlich begleitet man Natalie, die sich als Mitarbeiterin bei Splendor Mason einschleusen lässt, um mehr über den geheimnisvollen Tech-Mogul Geoffrey Rosenberg herauszufinden. Nachdem ihre Freundin und Mitbewohnerin Cara nach einem Clubbesuch ins Koma gefallen ist, ist Natalie überzeugt, dass Rosenberg etwas damit zu tun hat. Die Handlung wird zunächst aus Natalies Perspektive erzählt, ergänzt durch kurze Einschübe eines „Unbekannten“.

Allerdings empfand ich den Kern der Geschichte als etwas vorhersehbar. Das „Monster“ hinter den Ereignissen zeichnet sich relativ früh deutlich ab, und auch die Auflösung wirkt am Ende etwas zu einfach und schnell abgehandelt. Hier hätte ich mir mehr Überraschungen oder eine komplexere Wendung gewünscht.

Trotz dieser Kritikpunkte fühlte ich mich insgesamt gut unterhalten. „Der Boss“ ist ein solider, flott geschriebener Thriller für zwischendurch, der mit Tempo und Atmosphäre punktet, auch wenn er inhaltlich nicht ganz überraschen kann.

Veröffentlicht am 22.02.2026

Wunderschöne Illustrationen

Eilig, so unglaublich eilig!
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Warum hat es der Hase so eilig? In diesem wunderschön illustrierten Kinderbuch dreht sich alles um einen Hasen, der unter Zeitdruck steht. Er hastet durch den Alltag und findet keine Gelegenheit, einmal ...

Warum hat es der Hase so eilig? In diesem wunderschön illustrierten Kinderbuch dreht sich alles um einen Hasen, der unter Zeitdruck steht. Er hastet durch den Alltag und findet keine Gelegenheit, einmal kurz innezuhalten und sich umzuschauen. Doch weshalb hat er es eigentlich so eilig? So genau weiß er das selbst nicht.

Das Buch enthält verhältnismäßig wenig Text, lebt dafür aber von seinen umso stimmungsvolleren Illustrationen. Beim ersten Vorlesen sind wir noch recht zügig durch die Seiten gegangen und haben uns kaum Zeit genommen, die Bilder in Ruhe zu betrachten. Im Anschluss haben wir das jedoch nachgeholt und uns bewusst mehr Zeit dafür genommen. Die Botschaft des Buches hat also bereits Wirkung gezeigt. Öfter einmal innehalten, das Schöne um sich herum wahrnehmen und weniger hetzen. Eine liebevolle Erinnerung daran, wie gut kleine Pausen im Alltag tun können.

Veröffentlicht am 22.02.2026

Rezepte für die kalte Jahreszeit

Cozy baking time
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„Cozy Baking Time – Süße Rezepte für die kalte Jahreszeit“ von Theresa Haubs ist ein liebevoll gestaltetes Backbuch, das mit seinen stimmungsvollen Bildern und abwechslungsreichen Rezepten sofort Lust ...

„Cozy Baking Time – Süße Rezepte für die kalte Jahreszeit“ von Theresa Haubs ist ein liebevoll gestaltetes Backbuch, das mit seinen stimmungsvollen Bildern und abwechslungsreichen Rezepten sofort Lust aufs Backen macht. Die Rezepte sind klar beschrieben, gut verständlich und gelingen problemlos – meine nach gemachten Zimtschnecken waren im sofort verputzt! Besonders schön finde ich die Mischung aus traditionellen Klassikern wie Schoko- oder Apfelkuchen und modernen Neuinterpretationen. Die persönliche, charmante Art der jungen Autorin verleiht dem Buch eine warme, authentische Note. Auch die kleinen Extras wie die Back-Hacks und die „Happy Baking Playlist“ machen das Werk besonders sympathisch. Ein wunderbarer Begleiter für gemütliche Herbst- und Wintertage – zum Nachbacken, Genießen und Verschenken.

Veröffentlicht am 05.05.2025

Neuanfang im Surf House

The Surf House
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The Surf House ist bereits das dritte Buch, das ich von Lucy Clarke gelesen habe – und wieder einmal hat mich ihr fesselnder Schreibstil begeistert. Clarke versteht es, mit flüssiger Sprache und viel Gespür ...

The Surf House ist bereits das dritte Buch, das ich von Lucy Clarke gelesen habe – und wieder einmal hat mich ihr fesselnder Schreibstil begeistert. Clarke versteht es, mit flüssiger Sprache und viel Gespür für Atmosphäre ihre Leserinnen und Leser sofort in die Geschichte hineinzuziehen.

Im Zentrum steht Bea, ein erfolgreiches Model, das sich während eines Jobs in Marokko plötzlich mit ihrer inneren Leere konfrontiert sieht. Kurzentschlossen bricht sie aus ihrem bisherigen Leben aus. Dieser Schritt führt sie allerdings in einem dramatischen Überfall. Ihre Retterin, Marnie, nimmt sie in ihrer kleinen Pension auf, da Bea bei dem Überfall ihren Pass sowie all ihr Geld verliert, wo sie nicht nur das Surfen, sondern auch neue Seiten an sich selbst entdeckt.

Die Geschichte entfaltet sich spannend und vielschichtig: Während Bea versucht, sich ein neues Leben aufzubauen, taucht ein Amerikaner auf, der seine verschwundene Schwester sucht. Plötzlich tun sich dunkle Abgründe hinter der sonnigen Fassade des Surf House auf. Clarke wechselt gekonnt zwischen ruhigen Momenten voller Selbstreflexion und mitreißenden, temporeichen Wendungen. Besonders hervorzuheben ist ihre Fähigkeit, zwischenmenschliche Beziehungen mit Tiefe und Einfühlungsvermögen darzustellen.

Die Auflösung ist dramatisch und dennoch glaubwürdig. The Surf House ist ein gelungener Pageturner mit Tiefgang, Spannung und Emotionen. Für alle, die Charakterentwicklung genauso lieben wie spannende Wendungen, eine klare Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 28.03.2025

Der Weg aus der Angst

Mut beginnt im Herzen
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Das Buch erzählt die Geschichte einer Frau Ende 30, die mitten in ihrem Alltag plötzlich von einer Panikattacke überrascht wird. Diese Erfahrung verändert ihr gesamtes Leben und zwingt sie, sich mit ihren ...

Das Buch erzählt die Geschichte einer Frau Ende 30, die mitten in ihrem Alltag plötzlich von einer Panikattacke überrascht wird. Diese Erfahrung verändert ihr gesamtes Leben und zwingt sie, sich mit ihren Ängsten auseinanderzusetzen.

Schon zu Beginn konnte ich mich gut in die Protagonistin hineinversetzen, obwohl ich selbst keine Panikattacken erlebt habe. Besonders die Darstellung ihres herausfordernden Alltags – zwischen Beruf, Familie und Partnerschaft – fand ich realistisch und berührend. Die Last, alles alleine stemmen zu müssen, während der Partner unter der Woche unbeteiligt bleibt, war sehr gut nachvollziehbar.

Anfangs war ich skeptisch gegenüber Clemens, ihrem Partner, weil er nicht zu erkennen schien, wie schwer es ihr fiel, alles allein zu bewältigen. Doch nach und nach wurde deutlich, dass er einfach keine Ahnung hatte, was in ihr vorging – und dass Kommunikation hier eine entscheidende Rolle spielte.

Gegen Ende des Buches hatte ich das Gefühl, dass sich die Geschichte etwas zog. Die Protagonistin stellte sich weiter ihren Ängsten, aber ohne größere Hürden. Dadurch hätte die Handlung für mich ein wenig straffer erzählt werden können. Trotzdem fand ich es schön zu sehen, dass sie mit ihrem Garten und ihrem persönlichen Wachstum eine neue innere Freiheit gefunden hat.

Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Es vermittelt einen einfühlsamen Einblick in das Thema Angststörungen und persönliche Weiterentwicklung. Viele ihrer Herausforderungen und Gedanken konnte ich gut nachvollziehen, und das Buch regt definitiv zum Nachdenken an.