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Veröffentlicht am 16.10.2021

Nicht ganz realistisch, aber angenehme Leseabwechslung

Der schönste Traum
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MARGIT STEINBORN - DER SCHÖNSTE TRAUM
Nicht ganz realistisch, aber angenehme Leseabwechslung
Die junge Waise Klara sieht ihren einzigen Ausweg darin, ihr uneheliches Kind auf dem Gut des Baron Benhaim ...

MARGIT STEINBORN - DER SCHÖNSTE TRAUM
Nicht ganz realistisch, aber angenehme Leseabwechslung
Die junge Waise Klara sieht ihren einzigen Ausweg darin, ihr uneheliches Kind auf dem Gut des Baron Benhaim zulegen. Neben ihrer ausweglosen Lage hofft sie aufgrund der neuerlichen Totgeburt der Gräfin, das ihr Kind als Ersatz dort ein gutes Heim bekomme. Doch sie hat die Rechnung ohne den Baron gemacht, denn er setzt alles daran, die Mutter des Babys zu finden...
Vor den Schrecken des Ersten Weltkrieges erzählt Margit Steinborn die Geschichte einer Liebe, die aus Standesdünkel und Gesellschaftsvorgaben nicht sein dürfte. Dabei ist die Grundstimmung trotz schrecklichster (Kriegs-)schilderungen eher hoffnungsfroh und positiv. Schon kurz nach Beginn zeichnet sich (leider) ab, wie diese Geschichte sich weiterentwickelt. Nicht ganz so realistisch wie ich erhoffte, jedoch ein Buch was man zur Abwechslung gut mal zwischendurch lesen kann.

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Veröffentlicht am 16.10.2021

Eine Liebesgeschichte in Kriegszeiten

Die Übersetzerin
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Die junge Jüdin Hedy Bercu flieht 1940 auf die Kanalinsel Jersey. Doch auch hier ist sie nicht sicher, als die Deutschen die Insel besetzen. Notgedrungen bewirbt sie sich auf eine Übersetzungsstelle bei ...

Die junge Jüdin Hedy Bercu flieht 1940 auf die Kanalinsel Jersey. Doch auch hier ist sie nicht sicher, als die Deutschen die Insel besetzen. Notgedrungen bewirbt sie sich auf eine Übersetzungsstelle bei den deutschen Besatzern. Trotz der ständigen Gefahr, dass ihre Herkunft entdeckt werden könnte, stiehlt sie Benzinscheine. Nachdem ihr Diebstahl aufzufliegen droht, kommt ihr der Wehrmachtssoldat Kurt zur Hilfe. Auch er kaschiert seine wahre Meinung mit einem regimetreuen Auftreten. Das unvermeidliche geschieht - beide verlieben sich ineinander. Aus Liebe riskiert er auch sein Leben, als Hedys Identität auffliegt, hilft er ihr unterzutauchen...
Ich lese sehr gern Bücher, welche die Kriegszeiten thematisieren, Geschichten die - wie hier - auf wahren Tatsachen beruhen, berühren mich sehr. Meiner Meinung nach treten jedoch die Schilderungen des Er- und Überlebens vor der Liebesgeschichte der beiden in den Hintergrund. Würden nicht reale Begebenheiten das Grundgerüst für diesen Roman bilden, erschien mir die Handlung sehr unrealistisch und trotz der schlimmen Zeit eher kitschig. Mitunter hatte ich das Gefühl, das Durchsuchungen, Verhöre und daraus resultierende Strafen nur geschildert werden, weil es zur Geschichte dazu gehört. Dabei bleibt das ganze Geschehen um die beiden leider eher farblos.
Aufgrund der meines Erachtens fehlenden Tiefe und damit verbundener Dramatik, bleibt "Die Übersetzerin" letztendlich auf die Liebesgeschichte von Hedy und Kurt reduziert.
Eine nette Geschichte, die man mal lesen kann, jedoch hat mich die Story nicht wirklich überzeugt.

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Veröffentlicht am 13.10.2021

Geballtes Wissen, tiefgründige Ausführungen

Entschleunigung von Mensch und Hund
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Als, sicher nicht fehlerfreier, Hundehalter war ich sehr auf dieses Buch gespannt, hoffte ich auf Tipps und Tricks um das gemeinsame Miteinander zu verbessern.
Auch wenn der Einstieg mit einem kleinen ...

Als, sicher nicht fehlerfreier, Hundehalter war ich sehr auf dieses Buch gespannt, hoffte ich auf Tipps und Tricks um das gemeinsame Miteinander zu verbessern.
Auch wenn der Einstieg mit einem kleinen psychologischen Exkurs etwas trocken ist, stellt er eine wichtige Grundlage dar. Denn der Hund reagiert nicht nur auf die Laut-, sondern auch auf die Körpersprache. Die ggf.vorhandene Unsicherheit kann sich somit direkt auf den Zweibeiner übertragen.
Eine ganz wichtige Voraussetzung für dieses Buch ist, das man sich dafür Zeit nehmen muss (erste Entschleunigung . Es ist definitiv kein Buch zum "Nebenbei-" und auch nichts für "In-einem-Stück-Durchhören".
Kleine Hörpausen bzw. Unterbrechungen, ggf. nochmaliges Anhören helfen sehr, das Geschilderte zu verstehen, zu verarbeiten bzw.evtl.gleich anzuwenden. So habe ich es gemacht, denn ansonsten ist es einfach zu viel Input.
Trotzdem je länger ich das Buch gehört habe, umso schwieriger wurde es für mich, alles umfassend aufzunehmen. Um dem Inhalt und Buch gerecht zu werden, wäre - nach einführenden Erläuterungen - meiner Meinung nach abgeschlossene Themen (einzeln aufrufbarer Track) mit anschließender Übung geeigneter, das Gehörte/Erlernte auch umzusetzen.
Leider wirkt das Buch aktuell mit seinem geballten Wissen und Erfahrungen auf mich eher erschlagend.

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Veröffentlicht am 07.10.2021

Verstörende Abrechnung

Welten auseinander
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In Ostberlin geboren, gelangt Julia mit ihren Schwestern und Mutter in das Notaufnahmelager Marienfeld und von dort zieht die Familie weiter in eine Bauernkate in Schleswig-Holstein. Die chaotischen Wohn- ...

In Ostberlin geboren, gelangt Julia mit ihren Schwestern und Mutter in das Notaufnahmelager Marienfeld und von dort zieht die Familie weiter in eine Bauernkate in Schleswig-Holstein. Die chaotischen Wohn- und Lebensumstände hält die 13jährige jedoch nicht lange aus und zieht nach Westberlin, wo sie ihren Lebensunterhalt aus Sozialhilfe und Putzjobs bestreitet. Neben diesen Schilderungen beschreibt die Autorin die Annäherung zu ihren Vater sowie über ihre erste grosse Liebe Stefan.
Von der "Mittagsfrau" begeistert war ich sehr gespannt auf dieses Buch, das Einblicke in die deutsch-deutschen Geschichte suggerierte.
Nur leider lag dieses Buch weit hinter meiner Erwartung zurück. Als DDR-Kind habe ich zwar einige Kleinigkeiten entdeckt, die mich in Erinnerungen schwelgen ließen, jedoch war das Gro durch verschachtelte Sätze und unterschwelig von Vorwürfen durchsetzt nur schwer zu lesen. Mitunter musste ich Sätze mehrmals lesen, um den Inhalt zu verstehen. Vielleicht war meine Erwartung zu hoch, aber ich habe mich regelrecht durch das Buch gequält und würde es nicht noch einmal lesen.

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Veröffentlicht am 04.10.2021

Toxische Beziehungen

SCHWEIG!
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Esther sieht es als ihre Aufgabe ihre jüngere Schwester Sue zu beschützen. Deshalb fährt sie zu Sue, die einsam im Wald wohnt, anstatt mit ihrer Familie die Weihnachtsvorbereitungen abzuschliessen.
Sue ...

Esther sieht es als ihre Aufgabe ihre jüngere Schwester Sue zu beschützen. Deshalb fährt sie zu Sue, die einsam im Wald wohnt, anstatt mit ihrer Familie die Weihnachtsvorbereitungen abzuschliessen.
Sue wiederrum fühlt sich Zeit ihres Lebens von Esther tyrannisiert und unterdrückt. Zwischen den beiden Schwestern entspinnt eine Auseinandersetzung, in der viele, längst vergrabene Themen, zur Sprache kommen - mit tödlichem Ende...
Auf die drei Protagonisten Sue, Esther und ihrem Mann Martin reduziert, wird von jedem das Empfinden der Situation(en) geschildet. Dabei lebt das Hörbuch auch durch den Wechsel der verschiedenen Sprecher.
Judith Merchant schafft es hervorragend mit den Gefühlen des Lesers zu spielen, je nach der berichtenden Person, schwankt man in seinen Sympathien hin und her. Immer wenn ich dachte die wirklich Verrückte erkannt zu haben, änderte sich alles komplett. Dadurch entwickelt dieses Kammerspiel einen ungeheueren Sog - mit sehr überraschendem Ende - welchem man sich nur schwer entziehen kann. Dementsprechend zügig habe ich "Schweig!" auch abgeschlossen.
Von mir gibt es dazu eine klare Hörempfehlung!

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