Ein berührendes Buch über die wahre Größe der Liebe
Als wir den Himmel berührtenMarseille, Sommer 1940
Am Hafen zeichnend fällt dem Maler Nicolas Guyot ein verliebtes Paar auf, das sich von all den verzweifelten Flüchtlingen abhebt, denn Juline und Georg strahlen über alle hinweg. ...
Marseille, Sommer 1940
Am Hafen zeichnend fällt dem Maler Nicolas Guyot ein verliebtes Paar auf, das sich von all den verzweifelten Flüchtlingen abhebt, denn Juline und Georg strahlen über alle hinweg. Juline ist von Nicolas' Bildern so begeistert, das sie ihn bittet, sie zu zeichnen. Doch nach dem Tod seiner Frau Irene, von deren Bild er sich nicht trennen kann, weigert er sich Porträts zu malen. Aber Juline bleibt hartnäckig und es gelingt ihr, sein Herz zu erreichen. Die Folgen des Krieges sind jedoch bald auch in Marseille zu spüren, was für das Geheimnis von Juline und Georg schlimme Folgen hat...
Im ersten Drittel des Buches wird die Geschichte recht langsam aufgebaut so das dem Leser doch etwas Durchhaltevermögen abverlangt wird, was sich jedoch m.E. absolut lohnt. Marie Leander gelingt es nämlich wunderbar Glück und Leid der einzelnen Charaktere so zu verweben , das das traurige Schicksal des Einen zur glücklichen Fügung für den anderen wird. Damit das Ganze jedoch nicht zu romanisch wird, erfolgt quasi der Ausgleich durch die grausamen Kriegsschilderungen. Das Buch ist für meine Begriffe somit eine gelungene "runde" Sache.
Beeindruckt hat mich vor allem Nicolas' - aus aufrichtiger Liebe - getroffene Entscheidung. Ich ziehe den Hut vor seiner uneigennützigen Großherzigkeit, die wohl nur sehr wenige aufbringen können.
An dieser Thematik interessierten Lesern kann ich dieses Buch nur empfehlen!