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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.04.2026

Sehr berührend

Wo der Wind die Namen trägt
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1946. In einem kleinen Ort in der Lüneburger Heide wächst die 8jährige Inge in den Nachkriegsjahren ohne grossartige Deutung ihrer Beobachtungen auf und erkennt erst viel später deren wahre Bedeutung.
Zeitgleich ...

1946. In einem kleinen Ort in der Lüneburger Heide wächst die 8jährige Inge in den Nachkriegsjahren ohne grossartige Deutung ihrer Beobachtungen auf und erkennt erst viel später deren wahre Bedeutung.
Zeitgleich erhält die arbeitslose Reporterin Helga von Borcke von der Kreisbauernschaft den Auftrag, die Erlebnisse und Erfahrungen der Einheimischen zu Kriegsende und danach in einer Chronik festzuhalten. Bei ihren Recherchen stösst sie sehr bald auf ungeheuerliche Taten, deren Ahndung jedoch sehr rasch von den alten Seilschaften im Keim erstickt werden.
Basierend auf wahren Begebenheiten sowie inspiriert von familären Schilderung ist es der Autorin hervorragend gelungen einen genauso fesselnden wie berührenden Roman zu verfassen. Es ist sehr erschütternd wie in Inge später die Erkenntnis über Dinge wächst, die sie als kleines Kind ungefiltert erlebt hat. Genauso wie die Normalität mit der mit braunen Gedankengut belastete Personen schon wieder fest im Sattel sitzen und deren Aufdeckung als Denunzierung abgetan wird.
Besonders interessant war für mich auch der historische Hintergrund. Ein sehr tiefgründiges Buch, was noch lange in mir nachklingt.

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Veröffentlicht am 08.04.2026

Seichte Geschichte ohne gewohnten Tiefgang

Katzentage
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Die Ärztin Paula und der Jurist Peter arbeiten in der selben Klinik. Sie sind sich sehr sympathisch - doch für mehr reichte es nie. Nach einem Seminar, bei dem sie gemeinsam eine Nacht verbrachten, stranden ...

Die Ärztin Paula und der Jurist Peter arbeiten in der selben Klinik. Sie sind sich sehr sympathisch - doch für mehr reichte es nie. Nach einem Seminar, bei dem sie gemeinsam eine Nacht verbrachten, stranden sie aufgrund eines mehrtägigen Bahnstreiks in Würzburg und beschliessen aus diesem unfreiwilligen Aufenthalt das Beste zu machen. Frei von jeglichen Verpflichtungen verbringen sie unbeschwert ihre freien Tage mit Dingen, für die im Alltag meist keine Zeit ist. Doch alles Schöne hat ein Ende und es bleibt die unausgesprochene Frage: wie geht es weiter.
Ich mag die Bücher von Ewald Arenz sehr - ein Grund "Katzentage" zu lesen. Obwohl auf einem gutem Ansatz basierend, fehlt dieser Geschichte der Tiefgang, sie plätschert eher oberflächlich dahin. Bereits der Einstieg konnte nicht fesseln, jedoch wollte ich der Story eine Chance geben, leider wurde ich allerdings sehr enttäuscht.

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Veröffentlicht am 08.04.2026

Wer ist das Monster?

Polly
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Als David Polly kennenlernt begegnen seine Mutter als auch seine Freunde ihr mit Ablehnung. Was hat dieses Mädchen zu verbergen, von dem man ausser dem Vornamen nichts weiss? Und welches Geheimnis birgt ...

Als David Polly kennenlernt begegnen seine Mutter als auch seine Freunde ihr mit Ablehnung. Was hat dieses Mädchen zu verbergen, von dem man ausser dem Vornamen nichts weiss? Und welches Geheimnis birgt ihr Rucksack, den sie nie aus den Augen lässt?
Zeitgleich erschüttert eine Mordserie an jungen Frauen die Gegend, von "dem Monster" ist die Rede. Und eines Tages ist Polly verschwunden. Auch nach neun Jahren hat David die Suche nach Polly nicht aufgegeben und macht sich auf den Weg zum Atchafalaya-Becken nachdem er erfahren hat, das dort ihr Schädel gefunden wurde. Was als Kanutour mit Freunden, die nichtsahnend David unbedingt begleiten wollen, beginnt, wird zu einer tödlichen Gefahr, da sie in das Terrain des Monsters eindringen.
Auf mehreren Zeitebenen nähert sich die Autorin der ungeheueren Geschichte und lüftet somit nach und nach das Geheimnis um Polly. Obwohl sich die Handlung nachvollziehbar erklärt, bleibt das Ende für mich unbefriedigend. Meiner Meinung nach hätte es es nicht bedarft, nach der stimmigen Auflösung dem noch eins draufzusetzen.

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Veröffentlicht am 11.03.2026

Sehr spannend mit überraschender Wendung

Das Spielhaus
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Annie verlässt ihre Heimat New York um mit ihrem Verlobten Don zu dessen Vater und Stiefmutter Violet nach Louisiana zu ziehen, wo er seinen Vater immer mehr in dessen Geschäft unterstützen soll. Von Anfang ...

Annie verlässt ihre Heimat New York um mit ihrem Verlobten Don zu dessen Vater und Stiefmutter Violet nach Louisiana zu ziehen, wo er seinen Vater immer mehr in dessen Geschäft unterstützen soll. Von Anfang an spürt Annie Unbehagen on Bezug auf das Haus und leidet unter der Distanziertheit Violet. In ihrem Beruf als Lehrerin unterrichtet sie die jüngere Halbschwester ihres Verlobten, Jules, die von ihrer Mutter überbehütet wird.
Abwechselnd auf zwei Zeitebenen erzählt die Autorin von einem ungeheurem Schicksal was sich in Grand House abgespielt hat, das unaufhaltsam die Gegenwart durchdringt. Es bildet sich nach und nach eine stimmige Geschichte ab, die das Verhalten Violets erklärt - um dann zum Ende von einer unerwarteten Wendung getoppt zu werden.

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Unvorhersehbar und spannend bis zum Schluss

Die Housesitterin – Ein Traum von einem Job. Oder?
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Lia arbeitet als Housesitterin und hat den Auftrag angenommen das Anwesen der reichen Familie Weidner auf einer privaten Ostseeinsel zu betreuen. Auch privat hat sie das grosse Los gezogen, denn seit Kurzen ...

Lia arbeitet als Housesitterin und hat den Auftrag angenommen das Anwesen der reichen Familie Weidner auf einer privaten Ostseeinsel zu betreuen. Auch privat hat sie das grosse Los gezogen, denn seit Kurzen sind sie und der Sohn der Weidners, Johannes, ein Paar. Das Wochenende wird abgerundet, als Johannes noch Lia's drei Freunde auf die Insel einlädt. Doch nichts ist so idylisch wie es scheint und ein jeder hat etwas zu verbergen und verfolgt eigene Ziele. Somit nimmt das Fiasko unaufhaltsam seinen Lauf.
Was anfänglich ziemlich klar scheint ändert sich mit jedem weiteren Kapitel und reduziert sich letztendlich auf die Handlung um die drei Hauptfiguren die jeder etwas von dem anderen wissen und die Symphatien mächtig schwanken lässt. Mit jeder weiteren Information ändert sich das Bild und dadurch wird die Story so unvorhersehbar und spannend bis zum Schluss.
Ein sehr gelungener Thriller!

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