Berühr mich nicht – oder du stirbst: Eine düstere Romantasy, die unter die Haut geht
Kingdom of the Black Crescent 1: Touch of PerishEs gibt Bücher, bei denen weiß man schon nach den ersten Seiten, dass sie einen nicht mehr loslassen. Kingdom of the Black war für mich genau so ein Buch. Ich wusste ehrlich gesagt gar nicht so genau, ...
Es gibt Bücher, bei denen weiß man schon nach den ersten Seiten, dass sie einen nicht mehr loslassen. Kingdom of the Black war für mich genau so ein Buch. Ich wusste ehrlich gesagt gar nicht so genau, was mich erwartet – nur, dass das Cover atemberaubend aussieht (dieser schwarze Mond!) und dass es um Magie, Geheimnisse und dunkle Romantik geht. Und was soll ich sagen? Ich bin vollkommen eingetaucht.
Die Geschichte beginnt mit Kaythara – einem Mädchen, das durch ihre bloße Berührung töten kann. Allein das hat mich sofort neugierig gemacht. Wie lebt man, wenn man niemanden anfassen darf? Wenn man zur Gefahr für andere wird? Kaythara lebt abgeschottet im Tempel, kontrolliert, gefürchtet – bis ein Fremder auftaucht, der sich ihr entgegenstellt. Ab da war ich komplett verloren in dieser Geschichte. Denn dieser Fremde ist nicht nur geheimnisvoll und gefährlich, sondern auch... tja, sagen wir: sehr faszinierend. Und er ist mehr als er zu sein scheint.
Die Dynamik zwischen den beiden ist von Anfang an elektrisierend. Es ist kein klassisches „Love at first sight“, sondern eher ein langsames Tasten, ein gegenseitiges Belauern. Genau das liebe ich an solchen Geschichten – wenn sich Gefühle erst durch Vertrauen, durch Spannung und durch gemeinsame Kämpfe entwickeln. Und davon gibt es hier einige.
Was mich wirklich beeindruckt hat, war die Welt, die Lexy v. Golden hier erschaffen hat. Dunkel, elegant, manchmal brutal – und trotzdem voller Schönheit. Es gibt Magie, eine düstere Vergangenheit, Vampire, königliche Intrigen und einen Fluchtplan, der alles verändert. Ich hatte beim Lesen oft das Gefühl, Teil dieser Welt zu sein.
Natürlich gab es auch Momente, in denen ich kurz gestockt habe – vor allem, wenn plötzlich sehr viele Namen, Adelsfamilien und neue Begriffe auf einmal auftauchten. Manchmal hätte ich mir eine kleine Übersicht gewünscht, um nicht durcheinanderzukommen. Und das Vampir-Setting ist nicht in jeder Szene ganz konsistent – aber das war für mich kein echter Störfaktor. Die Spannung, die Atmosphäre und die Emotionen haben das für mich mehr als ausgeglichen.
Das Ende? Ein echter Cliffhanger. Ich bin jetzt schon gespannt, wie es weitergeht – und ein bisschen traurig, dass ich auf Band 2 warten muss.
Wenn du düstere Romantasy liebst, starke, zerrissene Heldinnen magst und dich gern in Welten voller Geheimnisse und verbotener Gefühle verlierst, dann solltest du Kingdom of the Black definitiv lesen. Ich hab’s verschlungen – und es war jede Seite wert.