Tolle Geschichte
Schloss Liebenberg. Hinter dem hellen ScheinIch bin bei historischen Romanen immer vorsichtig, weil mir nicht alles gefällt. Hier hat mich zunächst der Klappentext angesprochen und ich nehme jetzt schon mal vorweg, dass ich sehr begeistert bin.
Schreibstil, ...
Ich bin bei historischen Romanen immer vorsichtig, weil mir nicht alles gefällt. Hier hat mich zunächst der Klappentext angesprochen und ich nehme jetzt schon mal vorweg, dass ich sehr begeistert bin.
Schreibstil, Ausdruck und die Wahl der Schauplätze, sowie die Geschichtsführung fand ich sehr gut. Die eine oder andere Figur hat mich auch zum Nachschlagen angeregt, denn nicht alle Figuren dieser Geschichte sind fiktiv. Was mich außerdem zum Lesen bewogen hat war, dass diese Geschichte aus der Sicht der Dienstboten geschrieben wurde. Ich kannte bisher nur Geschichten mit erzählender oder Ich-Perspektive aus dem Blickwinkel der "Herrschaften".
Ich fand diese andere Anschauung der Begebenheiten sehr gut, denn die Geschichten (Adel und Dienstpersonal) bereicherten sich gegenseitig. In anderen Romanen rückten die "kleineren Schicksale" eher in den Hintergrund, hier wurden sie auf sehr geschickte Art und Weise mit den historischen Ereignissen verwoben.
Innerhalb der Dienstbotenschaft liegt das Hauptaugenmerk auf Adelheid, welche zunächst als Zimmermädchen anfängt. Dadurch lernt man sie am Anfang am besten kennen. Doch durch die folgenden Ränkespiele und Intrigen bekamen auch die anderen Figuren sehr viel Raum um sich zu präsentieren. Dies betraf natürlich auch den Adel des Schlosses und sein Umfeld, bis sich irgendwann ein Gesamtbild ergab.
Während der Geschichte werden viele unterschiedliche Emotionen wachgerufen, wodurch die Geschichte sehr kurzweilig zu lesen ist und nie langweilig wird.
Ein tolles Buch, bei welchem ich mich schon sehr auf den zweiten Teil freue.