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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.05.2026

Eine alte Nähmaschine und ein neues Leben

Fäden des Glücks
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Karla kehrt in das Gutshaus nach Mecklenburg-Vorpommern zurück, in dem sie mit ihren Eltern früher Urlaub gemacht hat. Ihr Vater hat es ihr vererbt und da sie seit vielen Jahren nicht mehr dort ...

Karla kehrt in das Gutshaus nach Mecklenburg-Vorpommern zurück, in dem sie mit ihren Eltern früher Urlaub gemacht hat. Ihr Vater hat es ihr vererbt und da sie seit vielen Jahren nicht mehr dort war und auch noch ihren Job in einer Unternehmensberatung verloren hat, beschließt sie nach Lüttenbü zu fahren, um einige Räume herzurichten, auszumisten und das Haus zu verkaufen. Doch als sie ankommt, ist das Haus in einem schlechteren Zustand als sie gedacht hat und auch ihre Vergangenheit holt sie wieder ein. Daher ist sie gezwungen mehr Zeit in die Renovierung des Hauses zu stecken als ursprünglich geplant.

Die Geschichte ist zwar ein wenig vorhersehbar, hat mir aber dennoch sehr gut gefallen. Neben der Geschichte in der Gegenwart, werden auch immer Rückblenden in die Zeit von Karlas letztem Sommer in Lüttenbü mit ihren Eltern gemacht. In kurzen und leider viel zu wenigen Abschnitten wird die Geschichte der ursprünglichen Bewohner des Gutshauses während des zweiten Weltkrieges erzählt, die ich ebenfalls sehr interessant fand. Durch den Wechsel der Zeitabschnitt erfährt man sehr viel über Karla und die Gründe, weshalb sie erst nach einer sehr langen Zeit wieder zurück nach Lüttenbü kommt.

Ich mochte den Erzählstil sehr und auch das Einfließen der Näharbeiten und besonders die Beschreibung des Gutshauses haben mir sehr gut gefallen. Da hier so viele verschiedene Aspekte in die Geschichte eingeflossen sind, ist sie immer sehr lebendig und abwechslungsreich geblieben. Sowohl die Protagonistin Karla als auch die Nebencharaktere waren sehr sympathisch und es wurde Karla auch nie zu leicht gemacht besonders ihre privaten Probleme aus der Vergangenheit zu lösen. So dass die Geschichte und die Charaktere nie oberflächlich waren. Karla hat mir sehr gut gefallen, da sie eine Person war, die anpacken konnte und aufgrund ihrer Kreativität viele Ideen für das Gutshaus hatte. So dass nicht nur das Gutshaus, sondern auch ein wenig Karlas eigenes Leben renoviert wurde.

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Ein sehr fesselnder Familienroman

Real Americans
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Der Roman umfasst die Geschichte von drei Generationen, die zwar zu einer Familie gehören, jedoch sehr unterschiedlich sind. Die Geschichte ist in drei Teile aufgeteilt, wobei jeder Teil einer ...

Der Roman umfasst die Geschichte von drei Generationen, die zwar zu einer Familie gehören, jedoch sehr unterschiedlich sind. Die Geschichte ist in drei Teile aufgeteilt, wobei jeder Teil einer Person gewidmet ist. Im ersten Abschnitt lernen wir die 22jährige Lily, Tochter chinesischer Einwanderer, im Manhattan des Jahres 1999, kennen. Sie arbeitet in einem Medienunternehmen und verliebt sich in Mathew, dem Sohn reicher Fabrikanten. Im zweiten Abschnitt wird Nicks Geschichte im Jahr 2021 erzählt. Er lebt mit seiner alleinerziehenden Mutter Lily, auf einer abgeschiedenen Insel an der Westküste der USA. Da er ohne seinen Vater aufgewachsen ist, beginnt er selbst nach ihm zu suchen. Bei seiner Suche stößt er auf Mathew und kann durch dessen Geld und Einfluss an einer Elite Universität studieren. Der dritte Abschnitt führte mich in eine Reise in die Vergangenheit. Es ist das Jahr 2030 und Nick trifft seine Großmutter May, Lilys Mutter. Diese erzählt ihm ihre Lebensgeschichte und das Verlassen ihrer Heimat China nach Amerika.

Die Geschichte wird immer aus der Erzählperspektive des jeweiligen Protagonisten in der Ich-Form erzählt, was mir sehr gut gefallen hat. Hierdurch wurde die Geschichte lebendiger und die Protagonisten nahbarer. Ich erfuhr mehr von ihren Gefühlen und Gedanken. Besonders der dritte Teil, der Mays Geschichte im China des Jahres 1960 erzählt, hat mich sehr gefesselt.

Aber es ist nicht nur ein Generationenroman, sondern auch eine Geschichte um die Herkunft und Migration von Personen und was sie in diesem Fall zu „Real Americans“ macht. Denn besonders Lily, die in Amerika geboren ist, ist ihre asiatische Herkunft stark anzusehen, obwohl sie mit China nichts zu tun hat und auch kein chinesisch spricht. Für Außenstehende ist sie keine Amerikanerin, während ihr Sohn Nick eher seinem Vater ähnelt.

Rachel Khong hat hier einen sehr vielschichtigen Roman geschrieben, der mich von der ersten Seite an gefesselt hat.

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Veröffentlicht am 19.04.2026

Ein Mordfall in der Kulturszene

Letzter Landler
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Bei der Familie Gasperlmaier geht es wieder turbulent zu, denn Besuch aus Kanada hat sich angekündigt. Die Schwiegereltern seines Sohnes kommen zu Besuch, um Bad Aussee kennenzulernen und Zeit mit ihrer ...

Bei der Familie Gasperlmaier geht es wieder turbulent zu, denn Besuch aus Kanada hat sich angekündigt. Die Schwiegereltern seines Sohnes kommen zu Besuch, um Bad Aussee kennenzulernen und Zeit mit ihrer Tochter Richelle und den Enkeln zu verbringen. Nach einem ersten Kennenlernen und gemeinsamen Essen haben Gasperlmaier und Christine für den Abend Karten für ein Ballett in Bad Aussee. Entgegen seinen ursprünglichen Bedenken, gefällt ihm die Veranstaltung sehr gut. Daher ist er ein wenig schockiert, als er am nächsten Morgen die Mitteilung eines Leichenfundes erhält, bei dem sich herausstellt, dass es sich um eine der Geigerinnen des Orchesters handelt.
Nun beginnen die spannenden Ermittlungen in Bad Aussee und Umgebung. Diese führen Gasperlmaier und seine Kolleginnen aus Liezen, Dr. Kohlross und Emina, in die Kulturszene Österreichs und in den Bekanntenkreis der ermordeten Geigerin.
Mir hat dieser Altaussee-Krimi um Gasperlmaier, seiner Familie und Freunden wieder sehr gut gefallen. Besonders dabei mag ich einerseits das Lokalkolorit um die Gegend um Bad Aussee, aber auch den wirklich spannenden Kriminalfall, der mit vielen Wendungen besticht und mich oftmals bzgl. der Verdächtigen in die Irre geführt hat. Denn dieses Mal gewinnt man einerseits einen Einblick in die Kulturszene mit seinen Höhen und Tiefen, aber auch in manche familiären Abgründe und natürlich in die Polizei- und Ermittlungsarbeit. Daher gibt es wieder viele Verdächtige und Wendungen in der Geschichte, aber man erhält auch immer wieder Einblicke in Gasperlmaiers Privatleben mit seiner Familie und dem beliebten Nachbarn Doktor Altmann.
Fazit: Ein Krimi, der mich bestens unterhalten hat.

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Veröffentlicht am 12.04.2026

Abwechslungsreiche vegetarische Küche, die Kindheitserinnerungen weckt

Hessisch vegetarisch
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Das Kochbuch ist klassisch nach den Themen Vorspeisen, Hauptgerichte und Desserts gegliedert. Zu jedem Rezept gibt es auf einer Seite eine schmale Spalte mit den Zutaten und eine weitere mit der Zubereitung. ...

Das Kochbuch ist klassisch nach den Themen Vorspeisen, Hauptgerichte und Desserts gegliedert. Zu jedem Rezept gibt es auf einer Seite eine schmale Spalte mit den Zutaten und eine weitere mit der Zubereitung. Auf der zweiten Seite gibt es das dazugehörige Bild. Zu Beginn des Buches gibt es eine kurze Einführung in die hessische, die vegetarische und die vegane Küche und zum Standard Kochregal.

Ich fand die Auswahl der Gerichte sehr abwechslungsreich und kannte einige davon bereits aus meiner Kindheit. Aber es waren auch viele Gerichte dabei auf die ich mich freue sie auszuprobieren. Der Bezug zu Hessen wurde in jedem der Gerichte deutlich. Dies war zum Teil bei den Namen der Gerichte der Bezug zu Regionen oder Städten oder auch der Zutaten, z. B. Apfelwein. Und die klassische Grüne Soße und der Handkäse durfte natürlich auch nicht fehlen. Neben der übersichtlichen Gestaltung des Buches hat mir sehr gut gefallen, dass es zu jedem Gericht noch Hinweise zu veganen oder glutenfreien Varianten gab.

Für mich ist es ein sehr gelungenes Kochbuch, das Lust auf vegetarische Küche macht und jedem die hessische Küche näherbringt.

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Veröffentlicht am 12.04.2026

Spannend mit vielen aktuellen Themen

Ostseehölle
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Während einer Turm- und Gewölbeführung in der Marienkirche in Lübeck wird eine weibliche Leiche entdeckt. Diese war Chormitglied in einem Chor in einem kleinen Ort in der Nähe Lübecks und der Chorleiter, ...

Während einer Turm- und Gewölbeführung in der Marienkirche in Lübeck wird eine weibliche Leiche entdeckt. Diese war Chormitglied in einem Chor in einem kleinen Ort in der Nähe Lübecks und der Chorleiter, war auch der Führer der Turm- und Gewölbeführung als die Leiche entdeckt wurde. Aufgrund dieser Zusammenhänge werden alle Chormitglieder von Pia Korittki und ihrem Team befragt. Doch es sind noch weitere Aspekte in diesen Fall verwoben. Es gibt einen Politiker, der ebenfalls in dem Dorf wohnt und dessen Ehefrau und seine Schwester ebenfalls Chormitglieder sind. Im Lauf des Verfahrens stoßen Pia und ihr Team auf einen Unfall, der ebenfalls Zusammenhänge zu der Dorfgemeinschaft aufwirft. Hierdurch gibt es einige Erzählstränge, die sich im Laufe der Geschichte plausibel in den Fall einfügen. Der Politiker steht allerdings auch im Fokus des LKA, wodurch Pia im Laufe ihrer Ermittlungstätigkeit der Fall entzogen und von Martens Team übernommen wird.

In dem neuen Fall um die Kommissarin Pia Korittki werden diverse Themen aufgegriffen und auch in Pias Privatleben ist wieder einiges im Wandel. Ich fand auch diesen Fall wieder sehr spannend. Hierbei mochte ich einerseits die Einblicke in das Leben der Chormitglieder, aber auch die sehr detailliert beschriebene Polizeiarbeit. Die Charaktere waren sehr gut beschrieben und die Motive des Täters und die Auflösung des Falles plausibel. Dazu kam das Lokalkolorit von Lübecks Altstadt und der Ostseeküste.

Fazit: Ein durchdachter Krimi mit vielen Aspekte und sehr gut gezeichneten Charakteren

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