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Veröffentlicht am 19.04.2026

Ein Mordfall in der Kulturszene

Letzter Landler
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Bei der Familie Gasperlmaier geht es wieder turbulent zu, denn Besuch aus Kanada hat sich angekündigt. Die Schwiegereltern seines Sohnes kommen zu Besuch, um Bad Aussee kennenzulernen und Zeit mit ihrer ...

Bei der Familie Gasperlmaier geht es wieder turbulent zu, denn Besuch aus Kanada hat sich angekündigt. Die Schwiegereltern seines Sohnes kommen zu Besuch, um Bad Aussee kennenzulernen und Zeit mit ihrer Tochter Richelle und den Enkeln zu verbringen. Nach einem ersten Kennenlernen und gemeinsamen Essen haben Gasperlmaier und Christine für den Abend Karten für ein Ballett in Bad Aussee. Entgegen seinen ursprünglichen Bedenken, gefällt ihm die Veranstaltung sehr gut. Daher ist er ein wenig schockiert, als er am nächsten Morgen die Mitteilung eines Leichenfundes erhält, bei dem sich herausstellt, dass es sich um eine der Geigerinnen des Orchesters handelt.
Nun beginnen die spannenden Ermittlungen in Bad Aussee und Umgebung. Diese führen Gasperlmaier und seine Kolleginnen aus Liezen, Dr. Kohlross und Emina, in die Kulturszene Österreichs und in den Bekanntenkreis der ermordeten Geigerin.
Mir hat dieser Altaussee-Krimi um Gasperlmaier, seiner Familie und Freunden wieder sehr gut gefallen. Besonders dabei mag ich einerseits das Lokalkolorit um die Gegend um Bad Aussee, aber auch den wirklich spannenden Kriminalfall, der mit vielen Wendungen besticht und mich oftmals bzgl. der Verdächtigen in die Irre geführt hat. Denn dieses Mal gewinnt man einerseits einen Einblick in die Kulturszene mit seinen Höhen und Tiefen, aber auch in manche familiären Abgründe und natürlich in die Polizei- und Ermittlungsarbeit. Daher gibt es wieder viele Verdächtige und Wendungen in der Geschichte, aber man erhält auch immer wieder Einblicke in Gasperlmaiers Privatleben mit seiner Familie und dem beliebten Nachbarn Doktor Altmann.
Fazit: Ein Krimi, der mich bestens unterhalten hat.

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Veröffentlicht am 12.04.2026

Abwechslungsreiche vegetarische Küche, die Kindheitserinnerungen weckt

Hessisch vegetarisch
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Das Kochbuch ist klassisch nach den Themen Vorspeisen, Hauptgerichte und Desserts gegliedert. Zu jedem Rezept gibt es auf einer Seite eine schmale Spalte mit den Zutaten und eine weitere mit der Zubereitung. ...

Das Kochbuch ist klassisch nach den Themen Vorspeisen, Hauptgerichte und Desserts gegliedert. Zu jedem Rezept gibt es auf einer Seite eine schmale Spalte mit den Zutaten und eine weitere mit der Zubereitung. Auf der zweiten Seite gibt es das dazugehörige Bild. Zu Beginn des Buches gibt es eine kurze Einführung in die hessische, die vegetarische und die vegane Küche und zum Standard Kochregal.

Ich fand die Auswahl der Gerichte sehr abwechslungsreich und kannte einige davon bereits aus meiner Kindheit. Aber es waren auch viele Gerichte dabei auf die ich mich freue sie auszuprobieren. Der Bezug zu Hessen wurde in jedem der Gerichte deutlich. Dies war zum Teil bei den Namen der Gerichte der Bezug zu Regionen oder Städten oder auch der Zutaten, z. B. Apfelwein. Und die klassische Grüne Soße und der Handkäse durfte natürlich auch nicht fehlen. Neben der übersichtlichen Gestaltung des Buches hat mir sehr gut gefallen, dass es zu jedem Gericht noch Hinweise zu veganen oder glutenfreien Varianten gab.

Für mich ist es ein sehr gelungenes Kochbuch, das Lust auf vegetarische Küche macht und jedem die hessische Küche näherbringt.

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Veröffentlicht am 12.04.2026

Spannend mit vielen aktuellen Themen

Ostseehölle
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Während einer Turm- und Gewölbeführung in der Marienkirche in Lübeck wird eine weibliche Leiche entdeckt. Diese war Chormitglied in einem Chor in einem kleinen Ort in der Nähe Lübecks und der Chorleiter, ...

Während einer Turm- und Gewölbeführung in der Marienkirche in Lübeck wird eine weibliche Leiche entdeckt. Diese war Chormitglied in einem Chor in einem kleinen Ort in der Nähe Lübecks und der Chorleiter, war auch der Führer der Turm- und Gewölbeführung als die Leiche entdeckt wurde. Aufgrund dieser Zusammenhänge werden alle Chormitglieder von Pia Korittki und ihrem Team befragt. Doch es sind noch weitere Aspekte in diesen Fall verwoben. Es gibt einen Politiker, der ebenfalls in dem Dorf wohnt und dessen Ehefrau und seine Schwester ebenfalls Chormitglieder sind. Im Lauf des Verfahrens stoßen Pia und ihr Team auf einen Unfall, der ebenfalls Zusammenhänge zu der Dorfgemeinschaft aufwirft. Hierdurch gibt es einige Erzählstränge, die sich im Laufe der Geschichte plausibel in den Fall einfügen. Der Politiker steht allerdings auch im Fokus des LKA, wodurch Pia im Laufe ihrer Ermittlungstätigkeit der Fall entzogen und von Martens Team übernommen wird.

In dem neuen Fall um die Kommissarin Pia Korittki werden diverse Themen aufgegriffen und auch in Pias Privatleben ist wieder einiges im Wandel. Ich fand auch diesen Fall wieder sehr spannend. Hierbei mochte ich einerseits die Einblicke in das Leben der Chormitglieder, aber auch die sehr detailliert beschriebene Polizeiarbeit. Die Charaktere waren sehr gut beschrieben und die Motive des Täters und die Auflösung des Falles plausibel. Dazu kam das Lokalkolorit von Lübecks Altstadt und der Ostseeküste.

Fazit: Ein durchdachter Krimi mit vielen Aspekte und sehr gut gezeichneten Charakteren

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Veröffentlicht am 04.04.2026

Nette Geschichte

Die Liebe trägt Gummistiefel
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Tess ist Investmentbankerin und hat gesundheitliche Probleme. Daher macht sie eine Pause von ihrem Job und beschließt eine Wanderung zu unternehmen. Als sie einer verunglückten Wanderin hilft, ...

Tess ist Investmentbankerin und hat gesundheitliche Probleme. Daher macht sie eine Pause von ihrem Job und beschließt eine Wanderung zu unternehmen. Als sie einer verunglückten Wanderin hilft, trifft sie Gregg, der bei der Bergwacht arbeitet. Da keine Unterkunft zu finden ist, kann sie jedoch bei Greggs Nachbarin Fran unterkommen, mit der sie sich schnell anfreundet. Hierdurch lernt sie auch Gregg näher kennen.

Es war eine Feel-Good-Geschichte, die mich jedoch nicht ganz überzeugen konnte. Besonders Tess Verhalten konnte ich oftmals nicht nachvollziehen. Einerseits ist sie eine Frau, die mit beiden Beinen im Leben steht und in ihrem Beruf sehr erfolgreich ist, aber andererseits wirkt sie in manchen Situationen doch sehr naiv. Die Hintergründe ihres Verhaltens werden zwar im Laufe der Geschichte erklärt, waren jedoch für mich nur bedingt nachvollziehbar. Dennoch war sie eine sympathische Protagonistin, die mit ihrer ehrlichen und hilfsbereiten Art auch Gregg und seine Familie überzeugen konnte. In manchen Stellen der Geschichte habe ich jedoch überlegt, was die Familie und Freunde nur ohne sie gemacht hätten. Denn kaum ist Tess angekommen, scheint sie alles zu regeln. Das hat mich an vielen Stellen gestört.

Die Sprecherin des Hörbuchs war gut ausgewählt und konnte Tess und den anderen Charakteren eine Stimme verleihen, die die Figuren und ihre Stimmungen noch stärker hervorheben.

Fazit: Eine nette Feel-Good-Geschichte auf einer Farm in England.

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Veröffentlicht am 17.03.2026

Nette Geschichte mit wenig Höhen und Tiefen

Der schwimmende Blumenladen von Amsterdam
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Rosie aus England zieht nach Amsterdam auf ein Hausboot, um auf dem berühmten, schwimmenden Blumenmarkt einen Laden zu eröffnen. Die Leidenschaft für Blumen hat sie von ihrer bereits verstorbenen ...

Rosie aus England zieht nach Amsterdam auf ein Hausboot, um auf dem berühmten, schwimmenden Blumenmarkt einen Laden zu eröffnen. Die Leidenschaft für Blumen hat sie von ihrer bereits verstorbenen Mutter geerbt. In Amsterdam angekommen erkennt sie, dass das Hausboot renovierungsbedürftig ist und ihr Nachbar zwar sehr attraktiv aber auch sehr griesgrämig ist. Nach einigen Stolpersteinen und noch mehr Glück gelingt es Rosie einen sehr kleinen Stand auf dem Markt zu erhalten. Und auch ihr Nachbar, Max, wird immer offener und zeigt ihr schöne Plätze in Amsterdam. Da Rosie ein sehr offener und immer optimistischer Mensch ist, schließt sie sehr schnell neue Freunschaften, die ihr auch bei einigen Problemen helfen, die ihre Existenz und ihren Verbleib in Amsterdam bedrohen.

Es war eine nette Geschichte, die sehr leicht und vorhersehbar war. Ich empfand Rosie zwar als offenen und herzlichen Menschen, die immer optimistisch in die Zukunft schaut. Allerdings wirkte sie auf mich dadurch auch manchmal naiv und ihr Verhalten war für mich nicht immer nachvollziehbar. Hierdurch wurde die Geschichte sehr unrealistisch.

Fazit: Nettes Setting, aber zu wenig Tiefe in der Geschichte.

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