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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.03.2026

Nette Geschichte mit wenig Höhen und Tiefen

Der schwimmende Blumenladen von Amsterdam
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Rosie aus England zieht nach Amsterdam auf ein Hausboot, um auf dem berühmten, schwimmenden Blumenmarkt einen Laden zu eröffnen. Die Leidenschaft für Blumen hat sie von ihrer bereits verstorbenen ...

Rosie aus England zieht nach Amsterdam auf ein Hausboot, um auf dem berühmten, schwimmenden Blumenmarkt einen Laden zu eröffnen. Die Leidenschaft für Blumen hat sie von ihrer bereits verstorbenen Mutter geerbt. In Amsterdam angekommen erkennt sie, dass das Hausboot renovierungsbedürftig ist und ihr Nachbar zwar sehr attraktiv aber auch sehr griesgrämig ist. Nach einigen Stolpersteinen und noch mehr Glück gelingt es Rosie einen sehr kleinen Stand auf dem Markt zu erhalten. Und auch ihr Nachbar, Max, wird immer offener und zeigt ihr schöne Plätze in Amsterdam. Da Rosie ein sehr offener und immer optimistischer Mensch ist, schließt sie sehr schnell neue Freunschaften, die ihr auch bei einigen Problemen helfen, die ihre Existenz und ihren Verbleib in Amsterdam bedrohen.

Es war eine nette Geschichte, die sehr leicht und vorhersehbar war. Ich empfand Rosie zwar als offenen und herzlichen Menschen, die immer optimistisch in die Zukunft schaut. Allerdings wirkte sie auf mich dadurch auch manchmal naiv und ihr Verhalten war für mich nicht immer nachvollziehbar. Hierdurch wurde die Geschichte sehr unrealistisch.

Fazit: Nettes Setting, aber zu wenig Tiefe in der Geschichte.

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Veröffentlicht am 02.03.2026

Ein Mix aus Slasher und RomCom

A Killer Crush
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Jamie ist Doktorandin im Bereich Filmwissenschaften und schreibt ihre Dissertation über das Thema Slasher und RomComs. Dass dieses Thema für sie während eines Speed-Datings sehr realistisch wird, hätte ...

Jamie ist Doktorandin im Bereich Filmwissenschaften und schreibt ihre Dissertation über das Thema Slasher und RomComs. Dass dieses Thema für sie während eines Speed-Datings sehr realistisch wird, hätte sie nicht gedacht. Denn anstatt ein Speed-Dating mit ihrer Freundin Laurie zu besuchen und danach einen netten Abend zu verbringen, landet sie mitten in einem Slasher Szenario.

Als ich die Inhaltsangabe zu dem Roman gelesen habe, war mir nicht bewusst, was mich erwartet und es ist absolut nicht mein Genre. Dennoch wurde das Thema von der Autorin sehr gut umgesetzt. Bereits zu Beginn des Buches gibt es eine Liste "Wie man einen Slasher überlebt" und auf die Punkte der Liste verweist die Protagonistin Jamie auch während des Horrorszenarios des Abends immer wieder, wobei sie auch nicht alle Punkte befolgt. Sehr gut haben mir auch immer die geänderten Filmzitate zu Beginn eines Kapitels gefallen und die ganzen Vergleiche zu Filmen wie "Freitag der 13." oder "Scream".

Obwohl dieser Roman nicht in einem von mir bevorzugten Genre spielt, hat mir die Geschichte trotzdem gefallen. Jamie ist eine toughe Protagonistin und es gab immer wieder Wendungen in der Geschichte, die zu neuen Verdächtigen führte und den Spannungsbogen daher stets hoch gehalten hat.

Fazit: Ich wurde sehr gut unterhalten und die Geschichte war sehr spannend. Auch das RomCom-Genre erhält seine Szenen. Ich kann das Buch daher Lesern empfehlen, die ein Faible für Slasher-Geschichten haben oder sich einfach einmal in dieses Genre wagen und sich überraschen lassen.

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Veröffentlicht am 15.02.2026

Undurchsichtige Ministerin

Stürmische Klippe
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Auf die ehemalige Ministerin Armgart Zabrowsky wird ein Anschlag verübt und Kriminaloberkommissarin Liv Lammers wird von ihrer Chefin, Hilke Hasselbrecht, der Leiterin der Mordkommission, dazugeholt, ...

Auf die ehemalige Ministerin Armgart Zabrowsky wird ein Anschlag verübt und Kriminaloberkommissarin Liv Lammers wird von ihrer Chefin, Hilke Hasselbrecht, der Leiterin der Mordkommission, dazugeholt, um diskret in diesem Fall zu ermitteln. Hilke Hasselbrecht ist privat mit der Ministerin befreundet und war auf deren Geburtstagsfeier. Auf dieser Feier waren auch noch weitere Gäste aus Politik und Wirtschaft, die nicht nur den Geburtstag feirerten, sondern auch gemeinsam Pläne für Sylt machten. Aufgrund eines Sturmes waren alle Personen in dem Gebäude eingeschlossen und dabei passiert ein Mord.

In diesem Fall gibt es verschiedene Handlungsstränge und viele Verdächtige. Hier ist einmal der Anschlag auf die Ministerin zu klären, die sich sehr viele Feinde gemacht hat und der Mord an einer Servicekraft. Dazu kommen noch die "geheimen" Verhandlungen in ihrem Haus. Ein weiterer Erzählstrang ist, dass Livs Lebensgefährt Sebastian wegen Mordverdachtes in einem anderen Fall festgenommen wurde. Dies macht alles zu einem sehr spannenden Kriminalroman.

Sabine Weiss versteht es in diesem Roman auf sehr vielen Ebenen Spannung zu erzeugen. Besonders in der Villa der Ministerin erfährt man viel über deren Leben als auch über das ihrer Gäste, ihres Personals und der Securitymitarbeiter, was zu vielen Verdächtigen führt. Dies führt zu vielen Wendungen aufgrund der undurchsichtigen Persönlichkeiten.

Mir hat der Roman sehr gut gefallen, da es eine spannende Geschichte mit vielen Wendungen und vielen Verdächtigen war.

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Veröffentlicht am 09.02.2026

Eine warmherzige Small-Town-Romance-Geschichte

Ein Zuhause im Frühling
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Bereits das Cover des Romans mit den Blüten und dem frischen Rotton vermittelt einen fröhlichen, frühlingshaften Eindruck. Es ist vom Stil her den anderen Buchcovern von Julie Caplin nachempfunden. ...

Bereits das Cover des Romans mit den Blüten und dem frischen Rotton vermittelt einen fröhlichen, frühlingshaften Eindruck. Es ist vom Stil her den anderen Buchcovern von Julie Caplin nachempfunden.

In der Geschichte geht es um Ella, einer Künstlerin aus London, die sich vorübergehend um das Haus ihrer Patentante in Wilsgrave kümmern möchte. Sie macht dies wegen einer Beziehungspause und um neue Impulse für ihre Kunst zu finden. Doch in Wilsgrave erwartet sie nicht nur das Cottage ihrer Patentante, sondern auch Tessa, eine Labradorhündin und eine Dorfgemeinschaft, die sie in das Dorfgeschehen einbezieht. Obwohl sich Ella zuerst dagegen sträubt, lässt sie sich jedoch dazu überreden und übernimmt einige Aufgaben. Hierbei wird sie von der Tierarzthelferin Bets unterstützt. Dies führt alles zu sehr unterhaltsamen Ereignissen. Hierbei lernt sie auch Devon, den Tierarzt des Dorfes kennen, der wie Ella geplant hat, nur vorübergehend in der Praxis seines Vaters auszuhelfen. Aber beide haben mit einigen Problemen aus ihrer Vergangenheit zu kämpfen, bei denen sie sich gegenseitig unterstützen.

Es war eine herrliche Kombination von zum Teil schrägen, aber sehr liebenswürdigen Dorfbewohnern, einem tollpatschigen, aber niedlichem Labrador und einer Protagonistin, die nach und nach wieder das Leben zu genießen lernt. Ich habe förmlich gespürt, dass mit dem Frühling auch Ellas Lebensfreude zurückkehrte.

Sowohl die Protagonisten als auch die Nebencharaktere waren sehr schön und mit viel Tiefgang beschrieben. Dazu gab es mehrere Erzählstränge. Dies war einerseits Ellas Leben in Wilsgrave, aber nach und nach habe ich auch etwas über ihr Leben in London und ihre dortige Beziehung erfahren. Hierdurch wurde Ellas Person lebendiger und nahbarer. Auch wenn es traurige Szenen in der Geschichte gab, hat es Julie Caplin immer wieder geschafft, dass die Leichtigkeit in der Geschichte nicht verlorenging und sich Ella nie hat herunterziehen lassen, sondern immer wieder neue Kraft geschöpft hat.

Fazit: Ein frühlingshafter Feel-Good-Roman mit einer Protagonistin, die wieder zurück ins Leben und in ihre Kreativität findet und einer liebevollen Dorfgemeinschaft.

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Veröffentlicht am 07.01.2026

Eine Protagonistin, die mich überraschte

The Pumpkin Spice Latte Disaster
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Jude kehrt zur Hochzeit ihrer Schwester nach Lower Whilby, ihrer Heimatstadt, zurück. Es ist eigentlich ein Ort, den sie lange versucht hat zu meiden. Hier trifft sie auf James, der ein Café ...

Jude kehrt zur Hochzeit ihrer Schwester nach Lower Whilby, ihrer Heimatstadt, zurück. Es ist eigentlich ein Ort, den sie lange versucht hat zu meiden. Hier trifft sie auf James, der ein Café führt. Sie erfährt, dass er der Sohn einer bekannten früheren Rockband ist und versucht über ihn an die Kontakte zu seinen Eltern zu gelangen, da sie einen Musik-Podcast betreibt. Doch James blockt dies ab und versucht den Kontakt zu ihr zu vermeiden. Doch als sie ihm in seinem Café aushilft, ist dies nur noch sehr schwer möglich und die beiden kommen sich näher. In Lower Whilby erinnern sich die Bewohner der Kleinstadt, vor allem an Jude als eine rebellische Teenagerin, die nur Schwierigkeiten gemacht hat. Dies war auch der erste Eindruck den ich von ihr hatte. Sie wirkte sehr oberflächlich und desinteressiert. Doch je besser ich sie im Laufe der Geschichte kennengelernt habe, umso mehr hat sich dieser erste Eindruck von ihr geändert.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Jude und James erzählt und sowohl die beiden Protagonisten als auch die Nebencharaktere, wie Judes Schwester Olive und ihre Freundin Eleanore, wurden mit viel Wärme und Tiefe beschrieben. Besonders der Nebenschauplatz um Olive und ihre Hochzeit, fand ich sehr unterhaltsam. Durch diese Geschichte lernt man Jude besser kennen und die Charaktere erhalten mehr Tiefe.

Ich habe die Geschichte mit dem cosy Kleinstadtsetting sehr genossen und freue mich bereits auf die Fortsetzung der Reihe.

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