Cover-Bild Die Holunderschwestern
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14,00
inkl. MwSt
  • Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Generationenroman
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Seitenzahl: 512
  • Ersterscheinung: 12.08.2025
  • ISBN: 9783499016998
Teresa Simon

Die Holunderschwestern

Zwei Schwestern. So vertraut - und doch so fremd.

Der Duft von Vanille und ein Gefühl heimeliger Wärme, das verbindet Katharina mit ihrer Urgroßmutter Fanny. Das Talent zum Kochen hat Katharina von ihr geerbt, ebenso wie ein Kochbuch mit legendären Rezepten. Als eines Tages völlig unerwartet ein junger Engländer in Katharinas Münchner Möbelwerkstatt auftaucht und ihr Fannys alte Tagebücher überreicht, fällt sie aus allen Wolken. Beim Lesen stößt sie auf eine bewegende Geschichte aus der Zeit zwischen den Weltkriegen. Sie führt zu zwei Zwillingsschwestern, einer verbotenen Liebe und zu einem Geheimnis, das nicht nur auf Fanny ein neues Licht wirft, sondern auch Katharinas Leben für immer verändert.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.10.2025

Eine bewegende Familiengeschichte

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Inhalt:

Die junge Restauratorin Katharina betreibt zusammen mit ihrer Freundin Isi eine Restaurationsbetrieb in München. Eines Tages bekommt sie Besuch von Alex Bluebird, einem charmanten Engländer, der ...

Inhalt:

Die junge Restauratorin Katharina betreibt zusammen mit ihrer Freundin Isi eine Restaurationsbetrieb in München. Eines Tages bekommt sie Besuch von Alex Bluebird, einem charmanten Engländer, der ihr die Tagebücher ihrer Urgroßmutter Fanny übergibt. In Kathis Familie wurde wenig über Fanny und ihre Zwillingsschwester Fritzi gesprochen, die die Holunderschwestern genannt wurden. Kathis beginnt mit der Lektüre der Tagebücher ihrer Urgroßmutter und begibt sich damit auf eine interessante Reise in ihre eigenen Familiengeschichte und in ein spannende Zeit der deutschen Geschichte.

Meine Meinung:

Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an gefangen genommen.

Eine besondere Würze bekommt dieses Buch durch den Wechsel der Zeitebenen. Auf der einen Seite erleben wir die Ereignisse in der Vergangenheit aus der Sicht von Fannys Tagebüchern, auf der anderen Seite werden diese Informationen durch weitere Quellen in der Gegenwart ergänzt. So ergibt sich ein eindrucksvoll gezeichnetes Gesamtgemälde. dass uns die Familiengeheimnisse erzählt.

Neben den eindrücklich beschriebenen gesellschaftlichen und politschen Entwicklungen, sind die Charaktere die große Stärke in diese Geschichte. Sowohl Fanny als auf ihre Urenkelin Kathi sind starke Frauen, die in ihrem jeweiligen Leben ihre jeweilige Rolle leben. Die Charaktere werden gut entwickelt und machen es dem Leser leicht sich auf ihre Geschichte einzulassen.

Zusammen mit Kathi entwickelt sich vor den Augen des Lesers eine spannende Familiengeschichte, die von ihrer Zeit geprägt ist und Auswirkungen bis auf die Gegenwart haben.

Der Schreibstil ist flüssig und lädt dazu ein, das Buch zu verschlingen.

Eine absolute Leseempfehlung für Fans von spannenden Familiengeschichten verbunden mit einem tiefen Blick in eine vergangene Zeit.

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Veröffentlicht am 20.09.2025

Die Erbschaft einer bayerischen Familie

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Eines Tages erhält die junge Restauratorin Katharina Raith aus München einen Besuch aus England, der ihr Leben und das ihrer Familie verändern wird: Alex Bluebird aus London bringt ihr die Tagebücher, ...

Eines Tages erhält die junge Restauratorin Katharina Raith aus München einen Besuch aus England, der ihr Leben und das ihrer Familie verändern wird: Alex Bluebird aus London bringt ihr die Tagebücher, die ihre Urgroßmutter Franziska „Fanny“ Raith zwischen beiden Weltkriegen geschrieben hat. Alles, was Katharina über ihre Familie zu wissen glaubt, nimmt einen anderen Geschmack…

Durch den Aufbau in zwei Zeitebenen erlebt der Leser hautnah einige Ereignisse der bayerischen und deutschen Geschichte, wie die Münchner Räterepublik, die wachsende Macht einer gewisseren Partei und und die Anfänge der Judenverfolgung, mit. Teresa Simon bereitet den Leser aber auch einige freudige Begegnungen mit berühmten Künstlern dieser bewegten Zeiten und spannende Momente mit Katharina und ihrer Familie.

In der Gegenwart entwickelt sich der Plot nach einem sehr voraussehbaren Plan, so dass man auch einige Ereignisse der Vergangenheit erraten kann, bevor sie wirklich beschrieben werden. Jedoch wird die Geschichte nie langweilig dank gut ausgearbeiteten Figuren und detailreichen Beschreibungen der von Fanny gekochten Rezepte und des von Katharina geübten Berufs.

Teresa Simon weiß, wie man eine spannende Geschichten über die Geschichte schreibt und in ihr historische und kulturelle Einzelheiten webt. Im Nachwort verrät sie uns, wo sie ihre Inspiration für diesen Roman gefunden hat… Es erklärt auch, wieso ich bei dieser Lektüre mich zutiefst berührt fühlte. Zusätzlich zu den wunderbaren Lesestunden, schenkt die Autorin allen Lesern ein Stück Familienerbes: Fannys Rezepte wurden zum Nachkochen niedergeschrieben. So bleibt die Geschichte in Erinnerung…

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Veröffentlicht am 09.09.2025

Wundervoller intensiver Roman auf zwei Zeitebenen

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Zum Inhalt:
Bayern, 1918: Die junge Fanny kommt aus dem Dorf Weiden in die Großstadt München, um dort eine Stelle als Weißnäherin anzutreten. Ihre wirkliche Leidenschaft ist aber das Kochen und so ergreift ...

Zum Inhalt:
Bayern, 1918: Die junge Fanny kommt aus dem Dorf Weiden in die Großstadt München, um dort eine Stelle als Weißnäherin anzutreten. Ihre wirkliche Leidenschaft ist aber das Kochen und so ergreift sie die sich ihr bietende Chance, bei einer gut situierten jüdischen Familie als Köchin anzufangen.
Fannys Zwillingsschwester Fritzi reagiert sehr eifersüchtig und gönnt Fanny nicht ihre gute freundschaftliche Beziehung zu der Familie. Als sie dann Zugang zu Nazikreisen in München bekommt, spitzt sich die Lage zu.
München, 2015: Restauratorin Katharina ist überrascht, als plötzlich Kunsthändler Alex Bluebird aus England vor der Tür steht und ihr die Tagebücher ihrer Urgroßmutter Fanny mitbringt. Tief taucht sie ein in die Familiengeschichte und versteht manches besser, was bisher in der Familie totgeschwiegen wurde, dennoch aber ihre Mutter und Großmutter in ihrem Verhalten beeinflusst hat. 
 
Dieses Buch ist die wunderschön gestaltete Neuauflage eines bereits vor einigen Jahren erschienenen Romans von Teresa Simon.
 
 
Meine Meinung:
Ich mag die Bücher von Brigitte Riebe bzw. Teresa Simon sehr und war auch von dieser wunderschön und intensiv erzählten Geschichte wieder von Anfang an fasziniert.
Durch die zwei unterschiedlichen Zeitebenen entsteht ein besonderer Sog in der dichten Erzählung und ich konnte das Buch praktisch nicht mehr weglegen, als ich mit dem Lesen begonnen hatte.
Zunächst hat mich der Erzählstrang in der Vergangenheit noch ein klein wenig stärker gefesselt als Katharinas Geschichte in der Gegenwart, aber insgesamt funktioniert die Story nur so gut, weil sich beide Stränge so gut ergänzen. Erst durch Katharinas Hintergrund versteht man, was in der Familie alles totgeschwiegen wurde und welchen Einfluss das über Generationen hinweg auf die handelnden Personen hat.
 
Wie immer bei den Romanen der Autorin sind die Figuren warmherzig und authentisch mit allen ihren Ecken und Kanten gezeichnet – sie sind wirklich aus dem Leben gegriffen. Daher konnte ich mich von der ersten Seite an mit Fanny und Katharina gut anfreunden und habe mit ihnen gelitten und gefiebert. Die Erzählung lebt von echten Emotionen – ich war sehr berührt von den Liebesgeschichten, aber auch Schicksalsschlägen und zwischenmenschlichen Beziehungen.
 
Neben den großartigen Figuren, dem gelungenen Spannungsbogen und den großen Emotionen habe ich das Buch deshalb auch so gerne gelesen, weil ich vieles gelernt habe. Die Autorin versteht es in unvergleichlicher Weise, Geschichte lebendig zu machen, und recherchiert so fundiert, dass man „ganz nebenher“ vieles lernt und sich wirklich gut vorstellen kann, wie die Menschen die Zeit zwischen den Weltkriegen erlebt haben. Auch das Nachwort über die „zerrissenen Jahre“ gibt weiteren guten Kontext für die Einordnung. Auch über die spezielle Situation in München habe ich vieles erfahren, was ich noch nicht wusste. Die Details auch den Berufen (insbesondere Restauratorin) oder zu den vorkommenden Rezepten (von der Großmutter der Autorin) sind ebenfalls sehr informativ und geben dem Buch eine zusätzliche Dimension und Tiefe.
 
 
Fazit:
Der Roman hat mir unglaublich gut gefallen, weil er mich intelektuell und emotional auf allen Ebenen erreicht und berührt hat. Er wird mich sicherlich noch lange beschäftigen und ich freue mich auf weitere neue Romane aus der Feder der Autorin und auch auf die angekündigten Neuauflagen. Ganz großes Kino!
 
 

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Veröffentlicht am 05.09.2025

Wenn die Vergangenheit die Gegenwart beeinflusst

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Katharina hat nicht nur ein Händchen für alte Möbel, sondern besitzt auch ein gewisses Talent zum Kochen, was sie von ihrer Urgroßmutter Fanny geerbt hat. Um so überraschender ist es für Katharina, als ...

Katharina hat nicht nur ein Händchen für alte Möbel, sondern besitzt auch ein gewisses Talent zum Kochen, was sie von ihrer Urgroßmutter Fanny geerbt hat. Um so überraschender ist es für Katharina, als plötzlich ein Engländer in ihrer Werkstatt auftaucht, der behauptet, alte Tagebücher von ihrer Urgroßmutter zu besitzen. Wie kamen sie in den Besitz des Engländers und was verbindet ihn damit?

Natürlich ist Katharina mehr als neugierig, stößt sie hier doch auf einen Teil der Familiengeschichte, die bisweilen gut gehütet war und bei der sie vor allem auf eine Wand des Schweigens gestoßen ist. Noch ahnt Katharina nicht, wie sehr sich ihr Leben verändern wird.

Die Geschichte ist in zwei Zeitebenen geschrieben. Zum einen durfte ich Katharina kennenlernen, die 2015 in München eine Werkstatt betreibt, in der sie alten Möbeln neues Leben einhaucht. Der andere Erzählstrang beginnt rund 100 Jahre früher. In diesem konnte ich Fanny und ihre Zwillingsschwester Fritzi erleben, wie sie sich ab 1918 durchgeschlagen haben.

Es ist eine Familiengeschichte, die zum einen sehr verworren, aber auch spannend und emotional ist. Teresa Simon wechselt immer zwischen den beiden Zeitebenen hin und her und als Leserin konnte ich auf die Weise ein Puzzleteil nach dem anderen zusammensetzen. Trotz allem gab es einen Punkt, an dem wäre ich gerne in der Vergangenheit verweilt, weil die Lebensgeschichte von Fanny so spannend und emotional aufgeladen war, dass der Wechsel ins 21. Jahrhundert schon fast störend wirkte.

Dennoch mussten diese Wechsel sein, zum einem für das Gesamtbild, aber auch, um die Chance zu haben, ein wenig Luft zu schnappen. Fanny erlebt nicht nur große Künstler, die sich erst einen Namen machen müssen, sondern auch die Gräueltaten vor und im 2. Weltkrieg hautnah.

Der Schreibstil ist fesselnd und machte es mir schwer, das Buch zu unterbrechen. Auch Tage nach dem Beenden des Buches, hallte die Geschichte noch nach und ich fragte mich, wie ging es mit Fanny und Fritzi weiter? Andeutungen wurden gemacht, jedoch hätte ich die beiden gerne im Detail weiter begleitet.

Fazit:
Eine sehr emotionale, aufwühlende und spannende Familiengeschichte, die über zwei Zeitebenen mit Perspektivenwechsel erzählt wird und bei der die Vergangenheit die Zukunft nachhaltig verändern wird.

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Veröffentlicht am 03.09.2025

Geschichte, Geheimnisse und Holunder – ein Leseerlebnis

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„Die Holunderschwestern“ war für mich ein richtig spannendes und fesselndes Leseerlebnis – ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Die Geschichte erzählt vom Schicksal zweier sehr unterschiedlichen ...

„Die Holunderschwestern“ war für mich ein richtig spannendes und fesselndes Leseerlebnis – ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Die Geschichte erzählt vom Schicksal zweier sehr unterschiedlichen Schwestern im München von 1918 bis 1936, einer schwierigen und bewegten Zeit voller politischer Umbrüche. Parallel dazu begleitet man Katharina, die heute als Restauratorin arbeitet und nicht nur alte Möbel, sondern auch ihre eigene Familiengeschichte restauriert, indem sie nach und nach alte Familiengeheimnisse aufdeckt.

Besonders berührend für mich war die Einbindung des Holunders – ich bin mit einem Holunderbusch im Garten aufgewachsen, mit Holunderküchlein und Holundersaft. Die Heilwirkung und traditionelle Bedeutung des Holunders werden anschaulich vermittelt, dazu gibt es bayrische Rezepte, die dem Buch eine persönliche, authentische Note geben.

Wer historische Familiengeschichten mit Geheimnissen in einem schwierigen historischen Kontext und einem Hauch Natur liebt, sollte dieses Buch unbedingt lesen.

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