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Veröffentlicht am 16.06.2020

Eine deutsch-deutsche Geschichte

Margos Töchter
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Inhalt:

Leonore Seliger lebt in den 60er Jahren in der norddeutschen Provinz. Sie führe ein Für ihre Zeit unangepasstes Leben, verbringt die Nächte in Clubs, lebt in einer Studenten-WG und gerät in die ...

Inhalt:

Leonore Seliger lebt in den 60er Jahren in der norddeutschen Provinz. Sie führe ein Für ihre Zeit unangepasstes Leben, verbringt die Nächte in Clubs, lebt in einer Studenten-WG und gerät in die Nähe der RAF.
Schon in jungen Jahren verbringt sie einen Teil ihrer Sommerferien in einem Pioniercamp der DDR. Dort lernt die Clara kennen, eine linientreue Aktivistin der Freien Deutschen Jungen, der Jungendorganisation der DDR. Die beiden verbindet eine langjährige Brieffreundschaft. Später wird sie als Kundschafterin in den Westen geschickt und nimmt ihre kurz zuvor geborene Tochter mit in den Westen.
Leonore kann keine Kinder bekommen und adoptiert daher die Tochter einer aus der DDR geflohenen Frau, dieses Kind heißt Jana.
Nach der Wende besorgt sich Jana die Stasiunterlagen ihrer Mutter, die vor vielen Jahren bei einem etwas rätselhaften Verkehrsunfall ums Leben gekommen ist.
Sie beschäftigt sich intensiv mit der Vergangenheit ihrer Mutter und kommt einen Familiengeheimnis auf die Spur, das auch ganz neue Erkenntnisse zu ihrer eigenen Vergangenheit bereit hält.

Meine Meinung:

Dieses Buch hat mir eigentlich gut gefallen, auch wenn ich mir beim Lesen der ersten Hälfte des Buches mehrmals die Frage gestellt habe, wohin die Geschichte wohl führt. Lange Zeit erleben wir nur das unkonventionelle Leben von Leonora und Clara wird am Rande erwähnt, ich habe einige Zeit gebraucht, bis ich die Handlung, die im Klappentext beschrieben wurde im Buch wiedergefunden haben.
Im Vergleich dazu überschlägt sich die Handlung im 2. Teil förmlich. Das Buch nimmt enorm Fahr auf und es entwickelt sich einen spannende Geschichte rund um Leonora, Clara und Jana.
Das beschreibt eine Familiengeschichte im Spannungsfeld des geteilten Deutschlands. Es ist erschreckend, wie stark die Staatssicherheit der DDR auch im Westen das Leben von Menschen beeinflussen konnte.
Mich haben die Charaktere sehr beeindruckt, die man in diesem Buch kennenlernt. Die Autorin schafft es, die Entwicklung der Charaktere über vielen Jahre sehr gut zu zeichnen und so dem Leser deutlich zu zeigen, was die Zeit mit den Menschen gemacht hat.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig und gut zu lesen.
Eine Leseempfehlung für Leser die sich für die Ereignisse im geteilten Deutschland interessieren.
Eine Frage wurde leider nicht beantwortet, die, ob es sich um reale Ereignisse handelt und sich der Roman an wahre Ereignisse anlehnt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.05.2020

Ein schönes Buch für den Sommer

Über dem Meer tanzt das Licht
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Inhalt:

Maria lebt mit ihrem Freund Simon und ihren Kindern Hannah und Morlen auf Norderney und betreibt dort ein kleines Café. Sie ist in ihrem Leben weit herumgekommen, hat in verschiedenen Ländern ...

Inhalt:

Maria lebt mit ihrem Freund Simon und ihren Kindern Hannah und Morlen auf Norderney und betreibt dort ein kleines Café. Sie ist in ihrem Leben weit herumgekommen, hat in verschiedenen Ländern gelebt und gearbeitet und die Welt bereist. Letzt ist sie zur Ruhe gekommen und mit ihrem Leben sehr zufrieden. Das ändert sich, als Simon entscheidet mit seiner Tochter Hannah alleine eine Reise nach Frankreich anzutreten.

Meine Meinung:

Maria bekommt durch Simons Abwesenheit die Chance über ihr Leben nachzudenken und sich neu zu finden. Vor kurzem ist ihre Mutter gestorben und hat Maria ihr Haus hinterlassen. Bis jetzt hat Maria noch nicht die Kraft gefunden, das Haus aufzuräumen und zu entscheiden, was mit ihm passieren soll. Beim Aufräumen findet sie alte Briefe ihrer Mutter, die an sie gerichtet sind. So erfährt Maria auch, wer ihr Vater ist, dieser war ihr bisher unbekannt.
Maria räumt ihr Leben auf, so scheint es. Es stellt sich für sie die Frage, ob sich das Café rechnet, ob sie das Haus der Mutter verkaufen soll, hinzu kommt, dass sich Simon nur selten von seiner REise meldet und Maria anfängt, an ihrer Beziehung zu zweifeln.
Als auch noch 2 spannende Männer in ihr Leben treten, ist das Chaos perfekt.

Mich hat dieses Buch sehr berührt. Maria scheint an einem wichtigen Punkt ihres Lebens zu stehen, an dem einige richtungsweisende Entscheidungen zu treffen sind.
Sehr einfühlsam wird diese Situation beschrieben und man kann Maria Sorgen und Nöte gut nachvollziehen. Die Charaktere sind sehr gut gezeichnet und man kann sich sehr gut in sie hinein versetzen. Der Schreibstil ist angenehm flüssig zu lesen und die Seiten fliegen nur so daheim.
Dieses Buch ist eine perfekte Urlaubslektüre, flüssig zu lesen und doch macht es etwas nachdenklich.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.05.2020

Wenn das Internet zusammen bricht......

Influence – Fehler im System
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Inhalt:



Amir verfolgt aktiv den Blog des Internetaktivisten Habakuk, der sich schon eine gewisse Popularität erarbeitet hat. So ist Amir sehr gespannt, als Habakuk auf seine Kontaktversuche reagiert ...


Inhalt:



Amir verfolgt aktiv den Blog des Internetaktivisten Habakuk, der sich schon eine gewisse Popularität erarbeitet hat. So ist Amir sehr gespannt, als Habakuk auf seine Kontaktversuche reagiert und er den Auftrag bekommt brisantes Material an Habakuk zu übergeben. Das Material hat er vom Wistleblower Manfred bekommen, der bei der Übergabe des Speicherchips mit dem Material eine seltsame Bemerkung über einen anstehenden Zusammenbruch des Internets macht. Am Morgen der geplanten Übergabe passiert genau das: Das Internet funktioniert nicht mehr und in der Stadt bricht das Chaos aus.



Meine Meinung:



Dieses Buch ist auf den ersten Blick etwas verstörend, denkt man doch: Ach, das Internet funktioniert nicht, wird schon wieder. Aber in diesem Buch wird es halt nicht so schnell wieder. Das Internet wurde weltweit lahm gelegt und den Menschen wird langsam klar, was das bedeutet. Der Verkehr bricht zusammen, die Geldautomaten funktionieren nicht mehr, es kommt zu Panikkäufen…

Karim steckt mitten im Zentrum des Geschehens, des schnell wird klar, dass Manfred mehr weiß zu den Hintergründen der Ereignisse und so finde er sich mitten zwischen den Ermittlungen der Geheimdienst wieder. Eine spannende Jagd entwickelt sich, auch für Amir lebensgefährlich wird.

Die Handlung ist sehr spannend, teilweise etwas grenzwertig in Richtung Unglaubwürdigkeit, aber sie bekommt doch immer noch den richtigen Dreh. Der Autor zeichnet ein mögliches Szenario, welche Folgen es haben könnte, wenn das Internet nicht mehr zur Verfügung steht.

In Zeiten vor Corona hätte ich bei einigen Beschreibungen meine Zweifel, aber wir haben in den letzten Wochen doch gesehen, wie schnell Selbstverständlichkeiten nicht mehr existieren.

Eine spannende Geschichte, ein durchaus realistisches Szenario, gut gezeichnete Charaktere, ein Buch das in die Zeit passt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.05.2020

Familiengeschichte aus dem Berlin der 50er Jahre

Die Schwestern vom Ku'damm: Tage der Hoffnung
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Inhalt:



Bei diesem Buch handelt es sich im den 3. Teil der Saga rund um die drei Töchter des Berliner Modeunternehmers Thalheim. Die Handlung beginnt im Berlin des Jahres 1958 und bringt uns mitten ...

Inhalt:



Bei diesem Buch handelt es sich im den 3. Teil der Saga rund um die drei Töchter des Berliner Modeunternehmers Thalheim. Die Handlung beginnt im Berlin des Jahres 1958 und bringt uns mitten in die bewegte Zeit des Kalten Krieges und des Mauerbaus.

Vor diesem Hintergrund erleben wir wieder das spannende Leben der Thalheim-Schwestern. Wie in jedem Teil erleben wir die Ereignisse auch in diesem Teil wieder aus dem Blickwinkel einer der Schwestern, dieses Mal aus der Sicht von Flori, der jüngsten Schwester. Flori ist eine begabte Malerin und möchte an der Berliner Kunstakademie studieren. Rund um ihre bewegtes Leben baut sich ein buntes Bild des Lebens im Berlin auf.



Meine Meinung:



Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Ich habe alle 3 Teile gelesen und mir hat die spannende Kombination aus einer fesselnden Familiengeschichte aus der Zeit des beginnenden Wiederaufbaus und den Entwicklungen rund um die Stadt Berlin.

Besonders gut haben mir die Charaktere gefallen. Die 3 Thalheimschwestern sind sehr unterschiedlich und Flori ist die am künstlerischten veranlagte Tochter. Damit lernen wir auch andere Teile Berlins kennen und auch die Kunstszene.

Die Handlung ist sehr spannend, erleben wir doch den Mauerbau und die damit verbundenen Veränderungen für die Menschen mit. Natürlich hat das auch Auswirkungen auf die Familie Thalheimer, leben doch auch Mitglieder im Osten der Stadt.

Dieses Buch ist eine Empfehlung für alle Leser, die einen Stimmungsbericht auf dem Berlin der späten 50er und frühen 60er Jahre erleben möchten. Spannend, vor dem Hintergrund der Familie tauchen wir tief in die Ereignisse ein. Wie auch die anderen Teile ist auch dieser sehr lesenswert und es ist schade, das mit diesem Buch der Dreiteiler beendet ist.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.05.2020

Leben im Deutschland der 20er Jahre

Gut Greifenau - Goldsturm
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Inhalt:

1919 Gut Greifenau in Pommern: Der 1. Weltkrieg ist vorbei, der Kaiser wurde abgesetzt und Deutschland ist jetzt eine Republik. Dem Adel wurden viele Privilegien genommen und die Bevölkerung leidet ...

Inhalt:

1919 Gut Greifenau in Pommern: Der 1. Weltkrieg ist vorbei, der Kaiser wurde abgesetzt und Deutschland ist jetzt eine Republik. Dem Adel wurden viele Privilegien genommen und die Bevölkerung leidet noch unter den Versorgungsengpässen der Nachkriegszeit.
In dieser Situation kehren wir zurück auf das Gut Greifenau, wo auch die Bewohner mit den Problemen der Zeit zu kämpfen haben.
Es entwickelt sich eine spannende Familiengeschichte, aber auch die Politik mit politischen Unruhen, Inflation und Versorgungsnot spielen eine wichtige Rolle.

Meinen Meinung:

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Auch wenn ich die ersten 3 Teile aus der Reihe nicht gelesen habe, bin ich gut in die Handlung hineingekommen. Dank der Buch vorangestellten Personenübersicht konnte ich auch den Überblick bei den mir anfangs unbekannten Charakteren behalten. Schnell sind mir die Personen aber ans Herz gewachsen und ich konnte mich ganz auf die spannende Handlung des Buches einlassen.
Besonders gut hat mir dabei gefallen, dass nicht nur das Leben der adligen Familie einen Rolle spielt, sondern auch das Leben der Bediensteten eine wichtige Rolle einnimmt. Hier spielt natürlich das Familienleben eine wichtige Rollen, Paare die sich finden, Kinder die geboren werden, Machtkämpfe innerhalb der adligen Familie, aber auch unter den Bediensteten. Ein bunter Reigen an Geschichten entwickelt sich.
Überschattet werden die Probleme im Kleinen von der politischen Situation im Land. Die Versorgungslage ist schlecht, die Inflation wächst und die Leute haben Probleme das Nötigste zum Leben zu besorgen.
Auch das Gut steht vor großen Problemen. Hohe Schulden lasten auf dem Gut unter den Brüdern entsteht ein Zwist um die Nachfolge und die Versorgen der Zweit- und Drittgeborenen.
Das Buch ist eine richtig schöne Geschichte, die das Leben in Deutschland jenseits der Goldenen Zwanziger darstellt. Eine schöne Mischung auf Problemen auf einem Gut und der großen Politik in der Zeit.
Eine Empfehlung für alle Leser, die dieses Genre mögen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere