Vertreibung und Neuanfang
SchwesternlandInhalt:
Havelland 2025:
Antonia kehrt zum 100. Geburtstag ihrer Großmutter in das Ferienhaus der Familie zurück. Dieser Ort ist für sie mit schönen Erinnerungen verbunden, doch seit dem Tod ihres Vaters ...
Inhalt:
Havelland 2025:
Antonia kehrt zum 100. Geburtstag ihrer Großmutter in das Ferienhaus der Familie zurück. Dieser Ort ist für sie mit schönen Erinnerungen verbunden, doch seit dem Tod ihres Vaters ist nichts mehr so wie es war. Der Familienzusammenhalt zeigt Risse. Eines der Geschenke für ihre Großmutter ist ein Ahnengutachten der Familie. Ein Name prägt sich Antonia ein, Jeanne Beauvais, einen junge Hugenottin aus Lyon. Sie wurde im 17. Jahrhundert wegen ihres Glaubens aus ihrer Heimat vertrieben und musste einen Neuanfang in Berlin-Brandenburg wagen. Antonia macht sich auf die Suche nach Jeannes Geschichte.
Meine Meinung:
Zusammen mit Antonia macht sich der Leser auf die Suche nach Jeannes Geschichte. Schritt für Schritt folgt Antonia den Hinweisen auf Jeannes Leben in der Schweiz und in Lyon, erfährt so viel über die Fluchtgeschichte, Jeannes Verluste und ihren Neuanfang in Berlin-Brandenburg. Man hat als Leser immer das Gefühl sehr dicht an Antonias Entdeckungen dran zu sein und sie zusammen mit ihr zu finden.
Antonia scheint in einer schwierigen Lebensphase nach dem Tod ihres Vaters zu sein und der bis dahin gute Zusammenhalt in der Familie schein angeschlagen zu sein. Auf mich wirkte die Reisen zu Jeannes Spuren wie eine Reise in die eigenen Vergangenheit mit dem Versuch auch die eigenen Wunden zu heilen.
Sehr gut hat mir auch die enge Verbindung zwischen den beiden Handlungen gefallen, so entsteht eine enge Verbindung zwischen den beiden Frauen über die vielen Jahrhunderte hinweg. So entsteht eine spannende Familiengeschichte, verbunden mit der Geschichte der Hugenotten, ihrer Flucht, die Suche nach einem Neuanfang und neuem Glück.
Die Charaktere sind sehr gut beschrieben und man kann sich sehr gut in sie hineinversetzten, der Schreibstil ist angenehm flüssig und es macht Freude dieses Buch zu lesen.