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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.03.2026

Auf der Suche nach der eigenen Geschichte

Niemands Töchter
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Inhalt:

Alma und Isabell sind zwei Frauen, die auf der Suche nach ihrer eigenen Familiengeschichte sind. Alma hat das Gefühl nicht richtig zur Familie zu gehören. Die Großmutter macht Andeutungen und ...

Inhalt:

Alma und Isabell sind zwei Frauen, die auf der Suche nach ihrer eigenen Familiengeschichte sind. Alma hat das Gefühl nicht richtig zur Familie zu gehören. Die Großmutter macht Andeutungen und auch ihr Aussehen passt nicht zu dem ihrer Verwandten.

Isabell hat ihre Mutter als Kind währende eines Indienurlaubs verloren, auch für sie fehlt etwas in ihrem Leben.

Als die beiden durch eine glückliche Fügung zueinander finden und machen die beiden Entdeckungen, die ihre Geschichte eng miteinander verknüpfen.

Meine Meinung:

Dieses Buch macht dem Leser den Einstieg nicht so ganz einfach. Zu Beginn des Buches wir der Leser mit vielen Zeitebenen und Charakteren konfrontiert, die er erstmal für sich sortieren und einordnen muß. Langsam findet man dann aber in das Buch hinein und eine sehr berührende Geschichte entwickelt sich in diesem Buch.

Alma und Isabell sind beide Frauen, die auf der Suche nach ihrem Platz im Leben sind und beide das Gefühl haben, dass etwas in ihrem Leben fehlt. Sehr anschaulich werden die Gefühle beschrieben und langsam dringt der Leser in die Vergangenheit vor. Schnell wird klar, dass hier Menschen mit Problemen zu kämpfen haben, die in der eigenen Vergangenheit liegen.

Nachdem man als Leser in das Buch hineingefunden hat, ist es angenehm zu lesen und sehr berührende. Die Charaktere werden sehr eindrücklich beschrieben und man kann sich gut in die Gefühle hineinversetzen.

Ein Buch mit Tiefgang, das nachdenklich macht.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Auf der Suche nach einem Neuanfang

Immergrün
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Inhalt:

Ruth ist auf dem Weg nach Litauen, um dort die Urnen ihrer Mutter und Großmutter im Familiengrab beizusetzen. Währende der langen Fahrt erinnert sie sich an ihre Kindheit in der 70er Jahren. ...

Inhalt:

Ruth ist auf dem Weg nach Litauen, um dort die Urnen ihrer Mutter und Großmutter im Familiengrab beizusetzen. Währende der langen Fahrt erinnert sie sich an ihre Kindheit in der 70er Jahren. Sie war mit ihren Eltern aus Litauen, das damals noch zu Sowjetunion gehörte, zunächst nach Israel und dann nach West-Berlin geflohen. In ihren Erinnerungen erzählt sie uns von ihren Anfängen in Deutschland, die Sprachprobleme und die kulturellen Unterschiede. Besonders ihren Eltern bereitet das neue Leben einige Probleme, beruflich Fuß zu fassen und den Kampf mit den Behörden durchzustehen.

Meine Meinung:

Dieses Buch beschreibt die Probleme von Ruths Familie sich in West Berlin einzuleben und ihren Platz im neuen Leben zu finden. Sehr eindringlich wird hierbei beschrieben, wie schwer die Eingewöhnung besonders für die Erwachsenen ist. Aus der Sicht eines Kindes, erlebt der Leser diesen Prozess aus einer ungewöhnlichen Perspektive.

Der Schreibstil ist sehr sachlich und distanziert, was den Lesefluss etwas behindert und es schwer macht, Ruths Gefühlslage wirklich zu verstehen. Hier hätte ich mir gewünscht, mehr über Ruths Befinden zu den Ereignissen zu erfahren. Auf der anderen Seite zeigt der Schreibstil vielleicht auch die einzige Art, wie Ruth im Rückblick mit den Ereignissen umgehen kann.

Auch wenn ich mir im Schreibstil etwas mehr Nähe gewünscht hätte, kann mal Leser die Probleme der Familie sehr gut nachvollziehen und so verstehen was dieser Abschied aus der alten Heimat für alle Beteiligte bedeutet.

Das Buch ist durchaus lesenswert, aber man muss sich auf die Handlung einlassen und sich eigene Gedanken über die Gefühle der Charaktere machen.

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Veröffentlicht am 27.02.2026

Bandenkrieg im Berlin der Nachkriegszeit

Im Schatten der Ruinen
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Inhalt:

Berlin 1948: Der 2. Weltkrieg ist grade 3 Jahre vorbei und in Berlin findet das Leben in Ruinen statt und die Menschen sind damit beschäftigt, ihr tägliches Leben zu organisieren. Captain Wallet ...

Inhalt:

Berlin 1948: Der 2. Weltkrieg ist grade 3 Jahre vorbei und in Berlin findet das Leben in Ruinen statt und die Menschen sind damit beschäftigt, ihr tägliches Leben zu organisieren. Captain Wallet wird nach Berlin versetzt um die Bandenkriminalität zu bekämpfen. Das wichtigste Ziel seiner Ermittlungen sind die „Brandenburger“, die tief in Bandenkämpfe verwickelt sind und ansonsten Mangelwaren für den Schwarzmarkt organisieren. Wallet engagiert den 12 jährige Heiner als Spitzel, der trotz seines jungen Jahre, gut in die Unterwelt vernetzt ist. Als er mehrere Tag verschwindet mach sich Wallte mit Heiners Mutter Klara auf die Suche nach dem Jungen.

Meine Meinung:

Dieser Thriller ist spannend, lebt von der Zeit in der er spielt und von den Charakteren.
Wallet ist ein amerikanischer Ermittler, der nicht ganz freiwillig nach Berlin gekommen ist. Sein Vater wurde im 1. Weltkrieg von deutschen Soldaten getötet und so ist der den Deutschen anfangs nicht sehr wohlgesonnen. Er ist aber ein sympathischer Einzelgänger, der sich seine Ermittlungen stürzt und sich langsam mit dem Leben in Deutschland anfreundet.
Ansonsten ist die Zeit eine sehr spannende. Der Krieg ist noch nicht lange vorbei und die Menschen in Berlin versuchen über die Runden zu kommen. Sie leben in Ruinen, die Versorgungslage ist schlecht und niemand weiss so richtig, wie es weitergehen soll. Eine Zeit, in der jeder seinen Weg zum Überleben sucht und so auch der Weg in die Kriminalität nicht weit ist.
Die Handlung ist spannend und gut aufgebaut. Ich hatte an keiner Stelle das Gefühl, dass eine Handlung unrealistisch oder konstruiert war. Die ganze Geschichte ließ sich angenehm flüssig lesen, die Charaktere sind gut gezeichnet und son entsteht einfach eine spannende Atmosphäre in einer spannenden Zeit.

Für mich ist dieses Buch eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 24.02.2026

4 Frauen auf der Suche nach ihrem Platz im Leben

Die Erfinderin der Freiheit
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Inhalt:

Dresden 1908: Christine, Julia, Lotta und Amalie sind vier junge Frauen, die zusammen in einem Mietshaus leben und gute Freundinnen sind. Christine arbeitet in einem Sanatorium als Therapeutin ...

Inhalt:

Dresden 1908: Christine, Julia, Lotta und Amalie sind vier junge Frauen, die zusammen in einem Mietshaus leben und gute Freundinnen sind. Christine arbeitet in einem Sanatorium als Therapeutin und hat bei ihrer Arbeit die schädliche Wirkung des damals üblichen Korsetts entdeckt. Die Frauen sich nicht in der Lage, sich sportlich zu betätigen und fallen aufgrund der Atemnot regelmäßig in Ohnmacht. Christine hat daraufhin eine erste Form der Brusthalters entwickelt, der den Frauen mehr Freiheit bei Bewegungen bietet und auch sonst gesundheitliche Vorteile für die Frauen bietet. Zusammen mit Julia, die als Näherin arbeitet, stellt sie ihre Erfindung her und hofft auf den wirtschaftlichen Durchbruch.



Meine Meinung:

Mit den 4 Freundinnen erleben wir ihren Kampf um das wirtschaftlich Überleben als alleinstehende Frauen. Damals wurde es unverheirateten Frauen nicht leicht gemacht, ihr Leben allein zu gestalten und beruflich tätig zu sein.

Besonders Christine ist es wichtig, ihre Selbständigkeit zu wahren und nicht von einem Mann abhängig zu sein. Sie ist in ihrem Beruf als Therapeutin anerkannt und versucht auch durch ihre Erfindung erfolgreich zu sein.

Dieses Buch zeigt sehr schön, wie schwer es Frauen gemacht wurde, ohne einen Mann zu leben und über die Runden zu kommen. Aus unserer heutigen Perspektive ist das nicht mehr vorstellbar, welche Hindernisse diese Frauen überwinden mußten.

Der Schreibstil des Buches ist sehr angenehm und flüssig zu lesen, die Charektere sind jeder auf seine Art, sympathisch und es ist sehr spannend den Erlebnissen der Frauen zu folgen und in mit ihnen in das Leben in ihrer Zeit einzutauchen.

Ich kann dieses Buch nur empfehlen. Ich bin froh, dass Frauen heute mehr Rechte und Möglichkeiten haben und viele von ihnen diese Möglichkeiten auch ausnutzen. Das ist mir bei der Lektüre dieses Buches mal wieder deutlich geworden.

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Veröffentlicht am 13.02.2026

Ein spannender Fall in Oberbayern

Grenzfall – Ihr Grab in den Fluten
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Inhalt:

In der Grenzregion zwischen Deutschland und Österreich kommt es zu starken Regenfällen, die die Region überschwemmen. Oberkommissarin Alexa Jahn arbeitet im Krisenstab und bei ihr werden immer ...

Inhalt:

In der Grenzregion zwischen Deutschland und Österreich kommt es zu starken Regenfällen, die die Region überschwemmen. Oberkommissarin Alexa Jahn arbeitet im Krisenstab und bei ihr werden immer mehr Menschen als vermisst gemeldet.

In einem abgelegenen Flusstal wird ein Toter gefunden, er scheint aber kein Opfer des Unwetters geworden zu sein, sonder wurde offensichtlich ermordet. Was ist hier passiert, während das Unwetter tobte.

Meine Meinung:

Vor dem Hintergrund einer Naturkatastrophe entwickelt sich hier eine spannende Ermittlung. Die Rettungskräfte der Region sind mit Rettungsmaßnahmen beschäftigt, versuchen so viele Menschen zu retten wie möglich. Ums so überraschender ist es, dass bei diesen Suchmaßnahmen ein Mordopfer gefunden wird.

Allein schon dieser Umstand hat mich neugierig auf die Hintergründe der Tat gemacht. Die Ermittlungen sind spannend, logisch aufgebaut und führen zu einem überraschenden Ende. Interessant ist hierbei auch ein parallel geführter Handlungsstrang, der noch eine wichtige Rolle in der weiteren Handlung haben wird.

Alexa ist ein sehr sympathischer Charakter, mitfühlend, aufgeweckt und zusammen mit ihrem Hund einfach ein tolles Team. Der Schreibstil ist angenehm flüssig zu lesen und so fliegen die Seiten nur so dahin.

Für mich ist das Buch eine klare Leseempfehlung.

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