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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.01.2020

Zieht sich wie Kaugummi

Sinking Ships
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Carla hat furchtbare Angst vor Wasser und ist kurz vor dem Ertrinken, als sie auf einer Party in den Pool geschubst wird. Ausrechnet Mitchell, Kapitän des Schwimmteams, rettet sie aus dem Wasser und nimmt ...

Carla hat furchtbare Angst vor Wasser und ist kurz vor dem Ertrinken, als sie auf einer Party in den Pool geschubst wird. Ausrechnet Mitchell, Kapitän des Schwimmteams, rettet sie aus dem Wasser und nimmt sich ihrer an. Doch Carla gefällt Mitch nicht, denn er ist ihr viel zu lieb und zu nett.


Meine Meinung:
Die Kapitel des Hörbuchs werden abwechselnd aus Mitchells und Carlas Sicht von einer Sprecherin und einem Sprecher gelesen. Den Sprecher, der Mitchells Teile liest, fand ich von Anfang an – für diese Rolle – unerträglich. Er hat nicht sauber artikuliert und auch durch das Verstellen seiner Stimme bei direkter Rede insgesamt sehr quietschig und sehr unvorteilhaft gelesen. Ihm habe ich wirklich nicht gerne zugehört, auch wenn ich mich gegen Ende des Hörbuchs etwas mehr eingehört hatte. Die Sprecherin hingegen hat ganz gelungen und auch lebendig vorgelesen.

Leider war die Geschichte an sich kein Highlight. Die Handlung war sehr vorhersehbar, weitgehen flach, wie auch die handelnden Personen.
Man erfährt zwar ein wenig über Carlas und Mitchs soziale Unterschiede, aber insgesamt steht doch die Liebesgeschichte und hier z.T. softpornoartige Aspekte im Vordergrund.

Wenn ich das Hörbuch nicht im Rahmen einer Lese- bzw. Hörrunde gehört hätte, hätte ich es sicherlich abgebrochen.


Fazit:
Leider konnte mich das Hörbuch aufgrund der sehr beschränkten Handlung und der unerträglichen Sprechweise des männlichen Sprechers so gar nicht begeistern.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.01.2020

Tolle Lebensgeschichte mit einer spannenden Protagonistin

Tante Martl
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Aus Sicht der Nichte erzählt Ursula März die Lebensgeschichte ihrer Tante Martl, die als Jüngste von drei Töchtern auf die Welt kam und leider nicht der vom Vater lang ersehnte Sohn war. Sie hat nie geheiratet, ...

Aus Sicht der Nichte erzählt Ursula März die Lebensgeschichte ihrer Tante Martl, die als Jüngste von drei Töchtern auf die Welt kam und leider nicht der vom Vater lang ersehnte Sohn war. Sie hat nie geheiratet, Zeit ihres Lebens als Lehrerin gearbeitet und auch, als sie ihre Eltern gepflegt hat, immer ihre Unabhängigkeit bewahrt.
Für ihre Zeit war Tante Martl eine ungewöhnliche Frau – eigentlich eher unscheinbar im Vergleich zum Beispiel zu der mittleren Schwester, dabei doch stark und unabhängig.


Meine Meinung:
Das Buch hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen, weil es so erfrischend erzählt ist. Ich musste oft schmunzeln oder sogar lachen, auch wenn mir das Lachen an manchen traurigen Stellen auch im Halse stecken blieb.
Tante Martl ist wirklich eine – für ihre Zeit – sehr ungewöhnliche Frau. Auf der einen Seite hat sie sehr unter ihrem Vater zu leiden, der immer die mittlere Tochter bevorzugt und Martl sogar schlägt, auf der anderen Seite ist sie immer für die Eltern da und pflegt sogar den Vater.
Während ihre beiden älteren Schwestern heiraten, bewahrt Martl immer ihre Unabhängigkeit, arbeitet als Lehrerin, hat einen Führerschein, verreist nach Italien etc. Später hat sie sogar noch einen großen Auftritt im Fernsehen.

All diese Episoden werden von der Autorin, Tante Martls Nichte, in verschiedenen zeitlichen Perspektiven beschrieben und dabei sehr liebevoll und gleichzeitig unterhaltsam dargestellt, dass man die Protagonistin und auch die Familie dabei Stück für Stück kennenlernt.

Neben der unterhaltsamen Erzählweise fand ich es auch unglaublich spannend, mehr über die Zeit (nach dem Krieg) und das Leben in einer Kleinstadt zu erfahren. Man konnte sich dabei sehr gut die Atmosphäre vorstellen, die Ursula gespürt hat.


Fazit:
Diesen besonderen Roman kann ich wirklich sehr empfehlen. Ich fand ihn unterhaltsam, lustig, traurig, bewegend und auch zum Nachdenken anregend.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.01.2020

Bezaubernder Roman mit liebenswert schrägen Figuren

Das schräge Haus
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Ella verbringt ihre Zeit als Kind am liebsten bei ihrer Oma Mina in deren Ruhrpott-Schrebergarten-Welt, wo sie in einer phantastischen schrägen Welt aufwächst.
26 Jahre später arbeitet sie als Therapeutin ...

Ella verbringt ihre Zeit als Kind am liebsten bei ihrer Oma Mina in deren Ruhrpott-Schrebergarten-Welt, wo sie in einer phantastischen schrägen Welt aufwächst.
26 Jahre später arbeitet sie als Therapeutin und nicht nur Ella ist schräg, sondern auch ihre Patienten, die sich in ihrer Praxis die Klinke in die Hand gibt.


Meine Meinung:
Der Roman ist einfach wunderbar geschrieben. Die Erzählweise nicht nur flüssig und gut zu lesen, sondern ganz bezaubernd und zum Teil fast märchenhaft.
Von Anfang an hat mich der Roman an die zauberhaften Romane von Judith Pinnow erinnert, die ich sehr mag.
Ella und ihre Welt bei Mina werden total warmherzig beschrieben, so dass ich mich beim Lesen sehr wohlgefühlt habe.

Besonders gefallen hat mir Ella, die eine ganz besonders liebenswerte, aber eben auch schräge Person ist. Wo sie sich zum Teil selbst im Wege steht, ist Mina für sie da oder auch ihre tolle zupackende Freundin Yvonne. Und es ist schön zu sehen, wie sich Ella im Laufe des Romans weiter entwickelt.
Das Buch ist auch eine ganz spezielle Liebesgeschichte, die mich emotional sehr berührt hat. Nach einigen Umwegen findet Ella doch den für sie passenden – ebenfalls etwas schrägen – Partner, auch wenn sie es für sich erst nicht wahr haben will.

Darüber hinaus kommt am Rande auch der ganz besondere Ruhrgebiets-Charme rüber, über den ich an vielen Stellen immer wieder schmunzeln musste. Die Leute im Roman sind teilweise herrlich direkt und nehmen kein Blatt vor den Mund – typisch Ruhrgebiet eben!


Fazit:
Diesen ganz zauberhafte Roman kann ich allen sehr ans Herz legen, die besondere Liebesgeschichten und herrlich schräge Protagonisten mögen. Wer die Romane von Judith Pinnow mag, wird auch dieses Buch lieben!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.01.2020

Kleines, aber feines Buch über die Geschichte des Feminismus

We are Feminists!
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Das Buch „We are Feminists“ liefert anhand von Zeitleisten, Grafiken und kurzen Texten einen Überblick über die drei Wellen der internationalen Frauenbewegung aus den letzten etwa 150 Jahren.
Dabei werden ...

Das Buch „We are Feminists“ liefert anhand von Zeitleisten, Grafiken und kurzen Texten einen Überblick über die drei Wellen der internationalen Frauenbewegung aus den letzten etwa 150 Jahren.
Dabei werden auch Protagonistinnen mit Bildern und Zitaten vorgestellt.


Meine Meinung:
Das kleine Büchlein hat ein praktisches beinahe quadratisches Format und fällt gleich durch die hochwertige Aufmachung auf.
Viele Grafiken und Bilder sind bunt gehalten und das Buch lädt direkt zum Durchblättern und Stöbern ein.
Die Texte sind kurz und knackig und sehr übersichtlich und bringen viele bekannte, aber auch für mich neue Fakten, in einen gut verständlichen Zusammenhang.

Besonders gut gefallen haben mir einige der Zitate. Mein Lieblingszitat ist von Serena Williams: „Jede erfolgreiche Frau sollte als Inspiration für eine andere dienen. Wir sollten einander aufrichten.“


Fazit:
Ein schönes kompaktes Büchlein, das Spaß macht und informativ ist. Unbedingte Empfehlung!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.01.2020

Wieder mal ein gelungener Shopaholic-Roman, der an die frühen Bände anknüpft

Christmas Shopaholic
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Becky freut sich auf Weihnachten, denn normalerweise richten ihre Eltern das Fest immer traditionell aus. Doch die haben ihr Haus gerade Beckys Halbschwester Jess und Tom zur Verfügung gestellt, die aus ...

Becky freut sich auf Weihnachten, denn normalerweise richten ihre Eltern das Fest immer traditionell aus. Doch die haben ihr Haus gerade Beckys Halbschwester Jess und Tom zur Verfügung gestellt, die aus Chile zurückgekommen sind, und fragen daher Becky, ob sie zum ersten Mal das Weihnachtsfest für die Familie ausrichten kann. Nachdem immer mehr Freunde und Bekannte sich selbst einladen und immer mehr Sonderwünsche äußern, wird Becky zunehmend nervös…


Meine Meinung:
Nachdem die letzten Shopaholic-Bände nicht ganz so meinem Geschmack entsprochen hatten, war ich etwas skeptisch bezüglich dieses neuen Buches über Becky Brandon, geborene Bloomwood. Das Thema ist aber so glücklich gewählt, dass dieses Buch wieder viel besser an die früheren Shopaholic-Bücher anknüpft.
Becky kann wieder shoppen, was sie am liebsten macht, und manövriert sich mit ihrer Unbeholfenheit wieder in so manche lustige Situation… Auch Luke und Minnie sind ganz reizend in der Handlung, wie auch Beckys Eltern, Suze, die Nachbarn Janice und Martin und Beckys Halbschwester Jess.

Die Erzählweise von Sophie Kinsella ist gewohnt locker-flockig und dabei dieses Mal wieder herrlich humorvoll, so dass ich oft laut lachen musste. Einfach herrlich, wie Becky in Suzes Giftshop das neue Motto „Sprygge“ erfindet, weil „Hygge“ einigen Kundinnen schon zu ausgelutscht vorkommt!
Und wie Becky die Extrameile geht, um ein besonderes Weihnachtsgeschenk für Luke zu besorgen, ist schon großartig. Wir erleben Becky in diesem Buch, wie wir sie von früher kennen: Nicht immer gut organisiert, aber definitiv mit dem Herz am rechten Fleck!


Fazit:
Bitte wieder mehr von solchen Shopaholic-Büchern, die an die frühen Bände anknüpfen! Schöne leichte Unterhaltung, sehr nett zu Weihnachten.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere