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Veröffentlicht am 24.03.2020

Über ein interessantes historisches Thema, das bisher wenig beachtet wurde, und sehr gut gelesen

Der Empfänger
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Josef aus Neuss ist in den 1920er Jahren nach Amerika ausgewandert, wo er zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs in ein Netz von deutschen Spionen hineingezogen wird.
Er als Durchschnittstyp kommt aus der Nummer ...

Josef aus Neuss ist in den 1920er Jahren nach Amerika ausgewandert, wo er zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs in ein Netz von deutschen Spionen hineingezogen wird.
Er als Durchschnittstyp kommt aus der Nummer nicht mehr so richtig raus und wird später inhaftiert.
Nach dem Krieg schafft er es zu seinem Bruder Carl und dessen Familie nach Neuss, bevor er sich wieder auf den Weg nach Südamerika machen möchte…


Meine Meinung:
Von Anfang an hat der Sprecher es geschafft, dass ich mich beim Hören wohlgefühlt habe. Er liest sehr ruhig und klar verständlich und der Handlung angemessen. Man kann ihm wirklich gut zuhören und wartet immer schon gespannt auf den nächsten Abschnitt.

Sehr gut hat mir gefallen, dass sich das Hörbuch mit einem Thema beschäftigt, über das ich bisher nicht viel wusste und über das ich auch nicht viel nachgedacht hatte, nämlich das Leben deutscher (Nazis) in den USA zu Zeiten des Dritten Reiches.
Gut fand ich auch den Erzählstil, der so unglaublich ruhig und flüssig ist, dass man auch beim Zuhören alles mitbekommt. Durch den Wechsel verschiedener zeitlicher Perspektiven bleibt es auch abwechslungsreich.
Josef als der typische Durchschnittsmensch wird ganz interessant und glaubwürdig gezeichnet, man kann gut nachvollziehen, wie er auf einmal in etwas hineinschliddert, aus dem er nicht mehr so einfach herauskommt.

Leider blieb für mich der rote Faden oder der Gesamtzusammenhang etwas blass. Es werden verschiedene Episoden – aus New York, Neuss und Südamerika – erzählt, aber der Zusammenhang fehlte mir etwas, genauso wie eine konsistente nachvollziehbare Botschaft.

Aus dem spannenden Thema hätte man meines Erachtens noch mehr machen können.

Darüber hinaus hatte man während der ganzen Erzählung das Gefühl, in einer grauen, trüben, tristen Welt zu sitzen. Es war alles einfach nur düster, ohne eine Art positiven Ausblick. Aber das ist aus Sicht der Zeit natürlich auch nachvollziehbar.
Am Schluss blieb so vieles offen, dass mich das Hörbuch etwas ratlos zurücklässt.


Fazit:
Wer sich für das spannende historische Thema interessiert (das zumindest mir bisher nicht so vertraut war), ist bei diesem Hörbuch richtig. Und der Sprecher ist auch ein absolutes Highlight!


  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.03.2020

Beackert ein interessantes, bisher wenig beachtetes historisches Thema, es fehlte mir nur das gewisse Etwas

Der Empfänger
0

Josef aus Neuss ist in den 1920er Jahren nach Amerika ausgewandert, wo er zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs in ein Netz von deutschen Spionen hineingezogen wird.
Er als Durchschnittstyp kommt aus der Nummer ...

Josef aus Neuss ist in den 1920er Jahren nach Amerika ausgewandert, wo er zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs in ein Netz von deutschen Spionen hineingezogen wird.
Er als Durchschnittstyp kommt aus der Nummer nicht mehr so richtig raus und wird später inhaftiert.
Nach dem Krieg schafft er es zu seinem Bruder Carl und dessen Familie nach Neuss, bevor er sich wieder auf den Weg nach Südamerika machen möchte…


Meine Meinung:
Mir hat sehr gut an dem Buch gefallen, dass es sich mit einem Thema beschäftigt, über das ich bisher nicht viel wusste und über das ich auch nicht viel nachgedacht hatte, nämlich das Leben deutscher (Nazis) in den USA zu Zeiten des Dritten Reiches.
Gut fand ich auch den Erzählstil des Buches, denn es ist unglaublich ruhig und flüssig erzählt. Durch den Wechsel verschiedener zeitlicher Perspektiven bleibt es auch abwechslungsreich.
Josef als der typische Durchschnittsmensch wird ganz interessant und glaubwürdig gezeichnet, man kann gut nachvollziehen, wie er auf einmal in etwas hineinschliddert, aus dem er nicht mehr so einfach herauskommt.

Leider blieb für mich der rote Faden oder der Gesamtzusammenhang etwas blass. Es werden verschiedene Episoden – aus New York, Neuss und Südamerika – erzählt, aber der Zusammenhang fehlte mir etwas, genauso wie eine konsistente nachvollziehbare Botschaft.

Aus dem spannenden Thema hätte man meines Erachtens noch mehr machen können.

Darüber hinaus hatte man während der ganzen Erzählung das Gefühl, in einer grauen, trüben, tristen Welt zu sitzen. Es war alles einfach nur düster, ohne eine Art positiven Ausblick. Aber das ist aus Sicht der Zeit natürlich auch nachvollziehbar.


Fazit:
Wer sich für das spannende historische Thema interessiert (das zumindest mir bisher nicht so vertraut war), ist bei diesem Roman richtig.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.03.2020

Schöner romantischer Schmöker – hebt die Laune

Hin und nicht weg
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Anabel kommt eher durch Zufall von Berlin nach Neuberg und ist mit ihren Tätowierungen und ihren selbstbewussten Auftreten in der Tierarztpraxis bei Rob erstmal ein Exot.
Doch es gefällt ihr zunehmend ...

Anabel kommt eher durch Zufall von Berlin nach Neuberg und ist mit ihren Tätowierungen und ihren selbstbewussten Auftreten in der Tierarztpraxis bei Rob erstmal ein Exot.
Doch es gefällt ihr zunehmend und auch sie und Rob kommen sich näher…


Meine Meinung:
Ich hatte schon den ersten Teil dieser Reihe gerne gelesen und habe mich daher auf das neue Buch schon sehr gefreut. In der Tat wurden meine Erwartungen nicht enttäuscht.
Von Anfang an war ich wieder in der Handlung, habe mich über ein Wiedersehen mit alten Bekannten aus Neuberg sehr gefreut und gleichzeitig die neue Protagonistin Anabel gerne kennengelernt.

Dank des flüssigen Schreibstils und der gelungen angelegten romantischen Handlung konnte ich mich beim Lesen richtig gut entspannen. Das Buch war zugleich stimmungsaufhellend und beruhigend, weil ich beim Lesen des Öfteren vor mich hin schmunzeln musste.

Die Geschichte wird abwechselnd aus Sicht von Anabel und von Rob erzählt, was das Ganze sehr lebendig macht. Beide waren mir gleich sympathisch und es hat mir sehr gut gefallen, dass sie sich gegenseitig gut tun und jeder sich durch den anderen weiterentwickelt.

Ganz reizend fand ich auch die Tierarztgeschichten, wobei die „Gastauftritte“ von Lesern und ihren Tieren (samt Foto im Umschlag) meines Erachtens sehr gelungen dargestellt waren.


Fazit:
Das Buch macht einfach gute Laune und hat meine Erwartungen an eine schöne romantische Geschichte zum Wegträumen voll erfüllt. Genau das Richtige in diesen Zeiten, wo wegen der Corona-Krise so viel Positives wegfällt…!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.03.2020

Episoden einer Kindheit und Jugend – fast poetisch erzählt

Rosie
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Die berühmte Schriftstellerin Rose Tremain beschreibt episodenhaft Szenen aus ihrer Kindheit und Jugend.
In ihrer Familie hat sie wenig Liebe erfahren, aber zum Glück gibt es das Kindermädchen „Nan“, ...

Die berühmte Schriftstellerin Rose Tremain beschreibt episodenhaft Szenen aus ihrer Kindheit und Jugend.
In ihrer Familie hat sie wenig Liebe erfahren, aber zum Glück gibt es das Kindermädchen „Nan“, das dies kompensiert.
So berichtet Rose von ihrer Familie, den Sommern mit ihrer Schwester und Cousins im Sommerhaus der Großeltern, ihrer Zeit im Internat…
Abgerundet wird die Erzählung durch Fotos der Schriftstellerin / ihrer Familie.


Meine Meinung:
Das Buch ist sehr ungewöhnlich erzählt, weil die Autorin es nicht chronologisch aufgebaut hat, sondern verschiedene thematische Episoden aneinanderreiht.
Besonders gut gefallen hat mir die poetische Erzählweise, die zugleich sehr klar und schonungslos rüberkommt. Ich fand es erstaunlich, wie reflektiert und distanziert sie über ihr eigenes Leben schreiben konnte.

Gelungen fand ich auch die eingestreuten Fotos, denn so konnte man sich die Personen viel besser vorstellen.

So sehr mir auch die Erzählweise und der Aufbau gefallen hat, so sehr fehlte mir allerdings auch der rote Faden bzw. der Gesamtzusammenhang. Für mich hatte das Buch keine richtig konsistente Botschaft; ich weiß immer noch nicht genau, was ich daraus für mich mitnehme.


Fazit:
Ich sehe bei diesem Buch sehr positive, aber auch weniger überzeugende Aspekte. Ich vergebe 3,5 Sterne, weil ich den Aufbau und die Erzählweise so schön fand. Für eine bessere Bewertung fehlt mir die Konsistenz und die Botschaft.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.03.2020

Spannende Lebensgeschichte einer komplexen Heldin zwischen Musik und Liebe

Die Diva
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Der Roman erzählt die Geschichte von Maria Callas, der berühmtesten Opernsängerin ihrer Zeit, und ihrer Liebe zu Aristoteles Onassis, dem superreichen Reeder.
Wie auch schon die anderen Romane dieser ...

Der Roman erzählt die Geschichte von Maria Callas, der berühmtesten Opernsängerin ihrer Zeit, und ihrer Liebe zu Aristoteles Onassis, dem superreichen Reeder.
Wie auch schon die anderen Romane dieser Reihe beschäftigt sich die Geschichte mit starken Frauen zwischen Kunst und Liebe.
Maria Callas ist mit Battista Meneghini verheiratet, als sie Aristoteles Onassis im Rahmen einer Galaveranstaltung kennenlernt und er sie zu einer Kreuzfahrt auf seiner Yacht, der Christina, einlädt.


Meine Meinung:
Der Roman über Maria Callas, der natürlich auf wahren Tatsachen beruht, zeichnet sich durch einen Wechsel der zeitlichen Perspektive aus. Es gibt große Abschnitte, die zu Beginn der Beziehung mit Ari Onassis spielen, und solche, die sich 10 Jahre später darum drehen, wie er Jackie Kennedy kennenlernt.
Zu Beginn haben mich die Perspektivwechsel etwas verwirrt und ich musste mich beim Lesen sehr konzentrieren und ganz genau darauf achten, welche Jahreszahl für das entsprechende Kapitel angegeben war. Das hat sich aber im Laufe der Zeit sehr gut gegeben und ich fand den Aufbau mit den verschiedenen zeitlichen Perspektiven im Wechsel sehr gelungen.
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und es genossen, verschiedene Facetten des komplexen Charakters von Maria Callas kennenzulernen. Sie war offenbar wirklich eine sehr schillernde Persönlichkeit, die mit eigenen Unsicherheiten zu kämpfen hatte und aufgrund der Einflüsse ihrer Eltern stark geprägt war.
Darüber hinaus fand ich es interessant, mehr über die Zeit, in der Maria Callas und Ari Onassis gelebt haben, zu erfahren und mit welchen Berühmtheiten sie Umgang hatten. So fand ich die kurzen Auftritte von Winston Churchill mit seinem trockenen englischen Humor zum Beispiel sehr gelungen.


Fazit:
Der Roman hat mir wieder wie auch schon die meisten anderen Bücher dieser Reihe gut gefallen und mir interessante und spannende Lesestunden beschert.

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  • Handlung
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