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Veröffentlicht am 30.03.2026

Packender und fundiert recherchierter historischer Roman über eine spannende Zeit

Tage des Wandels
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Zum Inhalt:
Münsterland, im 17. Jahrhundert: Als Kriege über das Land ziehen und Höfe von Soldaten geplündert und verwüstet werden, werden Adam und Eva als Zwillinge auf dem Kalmulehof geboren. 
In dem ...

Zum Inhalt:
Münsterland, im 17. Jahrhundert: Als Kriege über das Land ziehen und Höfe von Soldaten geplündert und verwüstet werden, werden Adam und Eva als Zwillinge auf dem Kalmulehof geboren. 
In dem damaligen Rechtsgefüge gilt der zweite Zwilling als Geschenk Gottes und ist leibfrei. So überlegt Eva, was sie machen soll, nachdem sie sich auf dem elterlichen Kalmulehof nach dem Einzug ihrer Schwägerinnen nicht mehr willkommen fühlt. Es ergibt sich über ihre Patin, dass sie bei einem Pfarrer den Haushalt führen kann und dort nach und nach zu einem geschätzten Mitglied der Gemeinde wird. 


Meine Meinung:
Ich hatte den ersten Teil der Trilogie historischer Romane schon sehr gerne gelesen und mich auf das Erscheinen des zweiten Bandes sehr gefreut. Meine hohen Erwartungen an diesen zweiten Teil wurden nicht enttäuscht, sondern eher noch übertroffen. 

Mit den handelnden Personen, allen voran Protagonistin Eva, konnte ich mich sofort sehr gut identifizieren und ich habe mit ihr mitgefiebert. Besonders gut gefallen hat mir, dass Eva als sehr reflektiert und empathisch beschrieben wird. Auch Gefühle kommen nicht zu kurz. 
Die Geschichte an sich hat einen gelungenen Spannungsbogen, der (beruhend auf wahren Gegebenheiten) natürlich auch von den historischen Zusammenhängen getrieben- wird. 
Hierbei merkt man deutlich die fundierte Recherche und sehr realistätsnahe Darstellung - zum Beispiel zu den kriegerischen Auseinandersetzungen, rund um die Religionszugehörigkeiten oder generell in Bezug auf den Alltag der Menschen, was sie gegessen haben, wie sie Häuser und Kleidung hergestellt haben etc. Ich bin sehr froh, dass ich heute lebe, denn man kann sich beim Lesen schon sehr gut vorstellen, wie hart und entbehrungsreich der Alltag zu der Zeit war. Hunger, Seuchen wie die Pest, Gewalt durch Kriege - was man aus den Seiten entnimmt, ist schon harter Tobak. 

Auch das Lokalkolorit im Münsterland war sehr gut nachvollziehbar und ausgeprägt, so dass ich mich gefreut habe, über Burg Vischering, Haus Senden etc. zu lesen. 


Fazit:
Insgesamt ist der Roman für mich ein Musterbeispiel für einen historischen Roman - gründlich recherchiert, spannend und emotional erzählt mit warmherzig gezeichneten handelnden Personen. 

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  • Handlung
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  • Charaktere
  • Cover
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 24.03.2026

Humorvoller und pragmatischer Ratgeber

Achtsam jammern
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Zum Inhalt:
Die beiden Co-Autorinnen berichten abwechselnd über verschiedene Aspekte des Jammerns, wie man damit umgeht und wie man selbst weniger jammern kann. Die verschiedenen Episoden und Beispiele ...

Zum Inhalt:
Die beiden Co-Autorinnen berichten abwechselnd über verschiedene Aspekte des Jammerns, wie man damit umgeht und wie man selbst weniger jammern kann. Die verschiedenen Episoden und Beispiele gruppieren sich in fünf große thematische Abschnitte und werden zwischendurch durch verschiedene Tabellen, Checklisten oder Kästen aufgelockert.  
Die Themen reichen hierbei von genetischer Prägung und Prägung in der Familie über Jammern im Job, bei Freunden oder Fremden bis hin zu ganz konkreten Tipps, wie man weniger jammert oder mit jammernden Menschen umgeht.  
 
 
Meine Meinung:
Ich mag die Ratgeberbücher von Heike Abidi mit verschiedenen Co-Autorinnen sehr und war auch von diesem Buch wieder ganz begeistert. Der Schreibstil ist gewohnt locker-leicht und superflüssig zu lesen, und ich mag besonders den feinen Humor. 
Es ist keine tiefenpsychologische Abhandlung, sondern ein praxisbezogenes Buch mit ganz konkreten Anregungen und Impulsen zum Nachdenken und Umsetzen. 
Schon als ich das erste Kapitel gelesen hatte, konnte ich einen der Praxistipps gleich am nächsten Tag bei einem Kollegen umsetzen. 
Und dies hat sich bei der Lektüre weiter durchgezogen. Ich habe ganz konkrete Denkanstöße und Ratschläge mitgenommen, die mir helfen, auch wenn ich von Hause aus kein Mensch bin, der gerne und viel jammert. In meinem beruflichen Umfeld sind allerdings viele Kolleginnen und Kollegen sehr negativ, insofern finde ich das Buch und die Tipps auch sehr hilfreich im Umgang mit diesem Umfeld. 
Aufgrund des angenehmen Humors sind alle Episoden sehr gut und kurzweilig zu lesen, so dass ich mich durchgängig sehr gut unterhalten gefühlt habe. 


Fazit:
Uneingeschränkte Empfehlung von meiner Seite für diesen kurzweilig zu lesenden Ratgeber mir ganz konkret umsetzbaren Tipps und Denkanstößen. 

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  • Cover
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  • Handlung
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Veröffentlicht am 19.03.2026

Spannender und berührender Raodmovie-Roman

Sonne im Gepäck
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Zum Inhalt:
Valerie und Tom entschließen sich, mit ihren 1,5jährigen Zwillingen Leni und Luis auf Europareise zu gehen. So können beide Elternteile die von ihnen mit einer Agentur geplante Tour rund um ...

Zum Inhalt:
Valerie und Tom entschließen sich, mit ihren 1,5jährigen Zwillingen Leni und Luis auf Europareise zu gehen. So können beide Elternteile die von ihnen mit einer Agentur geplante Tour rund um Events in Schlössern begleiten und gleichzeitig Zeit mit der Familie verbringen.
Doch ist das so eine gute Idee? Wie kann der Spagat zwischen Events und Kinderbetreuung gelingen? Schweißt die Reise die Familie am Ende wirklich zusammen oder ist sie eher nur stressig?


Meine Meinung:
Schnell bin ich in die Handlung gekommen - was zum einen an der flüssigen Erzählweise liegt, zum anderen am Thema, denn ich habe selbst Kinder in dem Alter und konnte ich in Valeries Situation gut hineinversetzen. 
Gerade der Spagat zwischen Karriere und Familie, Job und Kinderbetreuung wird so authentisch dargestellt, dass mir das Buch von Anfang an sehr nah ging. 

Mit der Reise von Nordrhein-Westfalen über Frankreich und Spanien bis nach Portugal - und das alles im Camper mit vier Personen - hat die Geschichte schon von sich aus einen sehr gelungenen Spannungsbogen.
Hinzu kommen authentisch gezeichnete Figuren, allen voran Valerie, und damit viel Konflikt- und Entwicklungspotenzial in den Beziehungen, als Familie etc. 
Sehr gut gefallen hat mir auch, dass man von den Orten einiges an Lokalkolorit und Besonderheiten beim Lesen "erlebt" und die Stimmungen bei den beleuchteten Schlössern, den wunderschönen Orten oder auch mal am Strand "erspürt". 

Die eine oder andere überraschende Wendung ist auch mit dabei, so dass ich beim Lesen durchgängig am Ball geblieben bin. 


Fazit:
Die Geschichte hat mir gut gefallen und mich würde es wirklich interessieren, wie es mit Valerie und Tom, Leni und Luis weitergeht. 


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Veröffentlicht am 07.03.2026

Berührende Wohlfühllektüre mit Niveau

Leuchtturmzauber
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Zum Inhalt:
Julia ist auf der Insel Juist aufgewachsen und liebt ihren Job als Kutscherin im Familienbetrieb. Als sie vom Inselpolizist strafweise zu einem Fahrkurs verdonnert wird, staunt sie nicht schlecht. ...

Zum Inhalt:
Julia ist auf der Insel Juist aufgewachsen und liebt ihren Job als Kutscherin im Familienbetrieb. Als sie vom Inselpolizist strafweise zu einem Fahrkurs verdonnert wird, staunt sie nicht schlecht. Ausgerechnet Konkurrent Lukas, der sie vor 14 Jahren bei einem Date hat sitzen lassen, ist ihr Fahrlehrer und Kursleiter.
Können sich die beiden trotz allem, was in der Vergangenheit und Gegenwart passiert ist, annähern? Und warum ist eigentlich Julias Mutter vor ein paar Jahren einfach weggegangen und hat ihre Tochter und ihren Mann auf Juist allein zurückgelassen?


Meine Meinung:
Dank der flüssigen und warmherzigen Erzählweise hat mich der Roman gleich im ersten Kapitel gefangen genommen und nicht mehr losgelassen. Mir hat das Setting auf der beschaulichen und wunderschönen Insel Juist, auf der ich schon einmal Urlaub gemacht habe, sehr gut gefallen und man erfährt „ganz nebenbei“ wirklich einiges über das Inselleben, die Landschaft, die Nordsee etc.
Außerdem hat mich besonders angesprochen, dass die handelnden Personen sehr authentisch mit Ecken und Kanten gezeichnet sind, so dass ich mich mit ihnen gut identifizieren konnte. Hieraus ergibt sich auch ein sehr glaubwürdiger Tiefgang, denn in Julias Familie gibt es tatsächlich größere Geheimnisse, mit denen auch die Abreise ihrer Mutter zusammenhängt.

Nicht zuletzt die Szenen mit Julia und Lukas, die genau das richtige Maß an Erotik mitbringen, runden das Lesevergnügen sehr gut ab.
Schließlich fehlt auch nicht ein angenehmer Humor und wirklich witzige Szenen, z.B. im Zusammenhang mit den Kutschfahrten und dem angeordneten Fahrkurs.


Fazit:
Dieser Roman ist wie ein kleiner Urlaub - eine sehr schön zu lesende Wohlfühlgeschichte mit tollen Charakteren und viel Nordseeflair. Auf nach Juist!

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Veröffentlicht am 02.03.2026

Reisewissen, das man nicht braucht, das aber sehr unterhaltsam ist!

DUMONTs Unnützes Reisewissen England
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Zum Inhalt:
Auf knapp unter 200 Seiten werden in diesem Reisebuch mehr als 100 kuriose Fakten und Geschichten rund um England als Reiseland vorgestellt.
In alphabetischer Reihenfolge geht es von Abbey ...

Zum Inhalt:
Auf knapp unter 200 Seiten werden in diesem Reisebuch mehr als 100 kuriose Fakten und Geschichten rund um England als Reiseland vorgestellt.
In alphabetischer Reihenfolge geht es von Abbey Road über Geheimauftrag bis hin zu Zauberei.
Kurz und knapp werden allerlei witzige Themen zu Englands Linksverkehr, Historie, Sportarten, besonderen Clubs, Sehenswürdigkeiten, Getränken, Kleiderordnung, Orten und Persönlichkeiten vorgestellt.


Meine Meinung:
Das Buch macht damit Werbung, dass es ein Buch ist, das keiner braucht und das jeder haben sollte.
Damit bringt es die Quintessenz absolut auf den Punkt.
Für eine Englandreise benötigt man dieses Wissen nicht, dennoch ist es ungemein unterhaltsam.

Ich finde das handliche Buch so gelungen, weil man immer wieder einen kleinen Abschnitt lesen und sich amüsieren kann. Es ist super für zwischendurch, zum Beispiel im Zug oder wenn man einmal etwas Abwechslung in der Mittagspause braucht.
Auch kann man bei seinen Freunden super mit dem erworbenen unnützen Wissen angeben oder die Fakten als Icebreaker auf einer Party beim Smalltalk nutzen.

Ich habe mich jedenfalls beim Lesen sehr gut unterhalten gefühlt.


Fazit:
Ein Buch, bei dem die Werbung hält, was sie verspricht. Auch ein schönes Geschenk für Englandfans, Reisefans oder alle, die gerne zu Hause bleiben und lieber lesend verreisen.

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