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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.10.2017

Wunderschönes Buch mit Gutenachtgeschichten für starke Mädchen

Good Night Stories for Rebel Girls
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Das Hardcover "Good Night Stories for Rebel Girls" kommt auf über 200 Seiten mit kurzen Profilen zu 100 außergewöhnlichen Frauen daher. Zu jeder Frau gibt es eine einseitige kurze "Geschichte", was die ...

Das Hardcover "Good Night Stories for Rebel Girls" kommt auf über 200 Seiten mit kurzen Profilen zu 100 außergewöhnlichen Frauen daher. Zu jeder Frau gibt es eine einseitige kurze "Geschichte", was die Frau als Kind erlebt hat, was sie ausgemacht hat, was sie angetrieben hat und was sie später einmal geworden ist. Darüber hinaus wird ein Zitat gebracht und die Geburts-/ggf. Sterbedaten werden aufgeführt. Auf der anderen Seite ist jeweils eine Illustration zu finden - oft in ganz bunten, fröhlichen Farben. Die Zeichnungen sind von verschiedenen Künsterlinnen gestaltet.

Das Buch ist einfach wunderschön gestaltet. Schon der Einband mit der bunten fröhlichen Schrift und der innere Umschlag in Gelb mit stilisierten Sternbildern ist einfach nur einladend und nett für ein Buch mit Gutenachtgeschichten.

Die einzelnen Porträts sind in einer eindringlichen, gut verständlichen Sprache gehalten, die durchaus auch kindgerecht ist. Sehr schön ist, wie die Autorinnen es verstehen, bei den einzelnen außergewöhnlichen Frauen einen wichtigen Aspekt aus der Kindheit herausarbeiten und damit deutlich machen, dass jedes Mädchen alles erreichen kann, was ihm nur wirklich wichtig ist. Besonders die notwendige Hartnäckigkeit oder das grundlegende Gefühl, wie wichtig Freiheit oder Wissen ist, kommt bei vielen Porträts gut heraus.

Für mich ein tolles Buch, das vielen Mädchen Mut machen sollte und ihr Selbstbewusstsein stärken sollte, damit sie ihren eigenen Weg unerschrocken und beharrlich gehen. Ein tolles Geschenk für Nichten, Töchter, Enkelinnen, Patenkinder... Es sollte wirklich auf keinem Nachttisch fehlen!

Veröffentlicht am 29.05.2017

Sehr nette und unterhaltsame Wohlfühllektüre zum Lachen und Weinen

Das Leben fällt, wohin es will
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Die beiden Schwestern Christine und Marie könnten unterschiedlicher nicht sein.
Während Christine als Mutter von zwei Kindern und Geschäftsführerin der Werft, die seit 120 Jahren im Familienbesitz ist, ...

Die beiden Schwestern Christine und Marie könnten unterschiedlicher nicht sein.
Während Christine als Mutter von zwei Kindern und Geschäftsführerin der Werft, die seit 120 Jahren im Familienbesitz ist, ihre Frau steht, lebt die 27jährige Marie in den Tag hinein und lebt von Affäre zu Affäre, von Aushilfsjob zu Aushilfsjob.
Doch dann erkrankt Christine schwer und bittet Marie um Hilfe: Sie soll sich sowohl um die Christines schulpflichtige Kinder kümmern als auch in der Werft mithelfen und den aktiven Geschäftsführer Daniel unterstützen.

Wie wird Marie mit der Verantwortung klarkommen?
Was ist in ihrer Vergangenheit passiert, was zu ihrer Bindungsangst geführt hat?
Wie werden die Mitarbeiter der Werft und die Kinder mit der Situation umgehen?

Petra Hülsmann gelingt es mit ihrem vierten Roman erneut, den Leser (oder wahrscheinlich eher: die Leserin) gekonnt zu unterhalten.
Die Geschichte ist so fesselnd, dass man fast nicht aufhören kann zu lesen und fast süchtig danach wird.
Man möchte Zeit mit den Figuren verbringen, die einfach reizend konzipiert und dargestellt sind: Mit der munteren Marie, die das Herz am rechten Fleck hat, genauso wie mit der verantwortungsbewussten Christine, die vielleicht doch nicht so perfekt ist wie es anfangs scheint und wie sie sich und den anderen vormachen will.
Auch die Liebe kommt nicht zu kurz.
Während es im Buch von lustigen Situationen wimmelt, z.B. beim Paintballspielen mit dem Team der Werft, werden auch das ernste Thema der Brustkrebserkrankung von Christine sowie die damit einhergehende Belastung der gesamten Familie sehr einfühlsam, aber auch deutlich, thematisiert.
Somit bietet der Roman wirklich viel Stoff zum Lachen, aber auch zum Weinen.
Daneben gibt es auch ein nettes kurzes Wiedersehen mit einer Figur aus anderen Romanen von Petra Hülsmann (Taxifahrer Knut ist wieder dabei.).

Sehr gelungene Unterhaltung! Ich habe die Lektüre sehr genossen! Ein absolutes Wohlfühlbuch!

Veröffentlicht am 04.04.2017

Spannende und unterhaltsame Fantasy

Die Bibliothekare / Die flammende Welt
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„Die flammende WELT“ von Genevieve Cogman ist der dritte Band einer Fantasy-Reihe um die Bibliothekarin Irene und ihren Gehilfen (und Drachen) Kai, in der sie sich im Auftrag der Bibliothek durch verschiedene ...

„Die flammende WELT“ von Genevieve Cogman ist der dritte Band einer Fantasy-Reihe um die Bibliothekarin Irene und ihren Gehilfen (und Drachen) Kai, in der sie sich im Auftrag der Bibliothek durch verschiedene Parallelwelten kämpfen müssen, um seltene und einzigartige Bücher aufzuspüren und in die zentrale Bibliothek zu bringen.
Schon zu Beginn der Handlung wird deutlich, dass es jemanden gibt, der Irene nach dem Leben trachtet.
Wer will ihr schaden in dieser Welt voller Elfen, Drachen, Werwölfe und Bibliothekare, die mit der sog. „Sprache“ in der Lage sind Magie zu wirken?
Wird es ihr gelingen ihre Aufträge für die Bibliothek zu erfüllen und dabei am Leben zu bleiben?

Die Autorin schafft es, eine in sich stimmige Fantasy-Welt zu erschaffen, in der es ganz unterschiedliche Parallelwelten unterschiedlichster Entwicklungsstufen gibt, die unterschiedliche Stufen von Chaos bzw. Ordnung (ein Konzept dieser Fantasy-Welt) aufweisen und in denen sich daher unterschiedliche Wesen (Elfen, Drachen…) wohl fühlen.
Es ist spannend die Protagonisten auf ihren Reisen durch Zeit und Raum, in verschiedene Länder und Städte zu begleiten und auf eine Vielzahl magischer Wesen zu treffen.
Es geht nach Paris und London und St. Petersburg, wo es z.T. Zeppeline gibt oder auch von Rentieren gezogene fliegende Schlitten oder abgerichtete Bären. Eine Verfilmung dieses Romans wäre sicherlich sehr farbenprächtig und spektakulär.
Positiv hervorzuheben ist der tolle Humor, mit dem der Roman aufwartet. Die Protagonistin Irene ist herrlich selbstironisch und kommt so gut aus diversen gefährlichen Situationen oder aus verbalen Schlagabtäuschen mit Freunden und Feinden.
Etwas hinderlich war für mich ggf., dass ich die ersten beiden Bände nicht kannte.

Für mich hatte das Buch am Ende einige Längen und war aufgrund der schnellen Folge von Schlagabtäuschen im letzten Teil etwas übertrieben, aber insgesamt ist der Roman spannend zu lesen und es hat Spaß gemacht die Freunde auf ihren Reisen zu begleiten.

Vielen Dank, dass ich bei der Leserunde mitmachen durfte. Die Teilnahme hat mir viel Spaß gemacht!

Veröffentlicht am 16.10.2017

Unvollständiger dritter Teil

Die Chroniken der Verbliebenen / Die Gabe der Auserwählten
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Lia und Rafe kommen nach Dalbreck und erfahren bewegende Neuigkeiten. Lia beschäftigt weiterhin intensiv die Frage, die sie nach Morrighan zurückkehren kann, um ihr Heimatkönigreich zu retten, doch Rafe ...

Lia und Rafe kommen nach Dalbreck und erfahren bewegende Neuigkeiten. Lia beschäftigt weiterhin intensiv die Frage, die sie nach Morrighan zurückkehren kann, um ihr Heimatkönigreich zu retten, doch Rafe hat ein Problem damit sie in die Gefahr ziehen zu lassen. Er will sie zu seiner Königin machen.
Es ist sehr schwer, eine etwas längere Zusammenfassung hinsichtlich des Inhalts zu geben, ohne zu spoilern oder zu viel zu verraten, daher möchte ich es bei diesen kurzen Sätzen zum Inhalt belassen.

Zum Hintergrund ist zu sagen, dass der recht lange englische Band in der deutschen Ausgabe in zwei Teile unterteilt wurde, von denen „Die Gabe der Auserwählten“ der erste Teil ist. Der zweite Teil erscheint im Frühjahr 2018.
Meines Erachtens war diese Entscheidung des Verlags unglücklich, denn im vorliegenden Buch passiert nicht so viel, wie man sich wünschen würde.
Das Thema rund um Lias Gabe wird nicht sehr viel weiter vertieft, auch die Entwicklung der Personen würde man sich intensiver vorstellen. Es sind zwar spannende Passagen dabei und man erfährt einige wenige überraschende Details, aber das Meiste bleibt doch leider an der Oberfläche.

Insgesamt hat man das Buch sehr schnell durchgelesen, aber man fühlt sich nicht wirklich bereichert durch die Lektüre.

Für mich insgesamt der schwächste Band der Reihe bisher.

Veröffentlicht am 14.10.2017

Oberflächliche Tennis-Schnulze

Die Liebe trägt Weiß
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Charlie Silver ist eine amerikanische Tennisspielerin, die einer vielversprechenden Karriere entgegensieht, als sie sich in Wimbledon eine schwere Verletzung zuzieht. Nach der Reha beschließt sie, alles ...

Charlie Silver ist eine amerikanische Tennisspielerin, die einer vielversprechenden Karriere entgegensieht, als sie sich in Wimbledon eine schwere Verletzung zuzieht. Nach der Reha beschließt sie, alles zu ändern, heuert einen neuen als extrem hart verschrieenen Trainer hat, hat neue Outfits und trainiert noch um ein Vielfaches härter. Hinzu kommt ihre Affäre mit dem bekannten spanischen Tennisprofi Marco.

Wird sich die harte Arbeit auszahlen? Wird Charlie ihr Ziel erreichen, endlich ein Grand Slam-Turnier zu gewinnen und Nummer 1 der Weltrangliste zu werden? Und was ist mit der Liebe?



Der neue Roman von Lauren Weisberger, der Autorin von "Der Teufel trägt Prada" steht schon optisch mit dieser Reihe in einer Tradition.

Auch in der Erzählung spielt die Erwähung von Marken eine große Rolle. Die Glamourwelt des Tennis wird beschrieben und die Entwicklung der Profispielerin Charlie.

Insgesamt ist die Geschichte zwar recht flüssig zu lesen, aber sehr oberflächlich erzählt. Die Hauptdarsteller machen zwar in gewisser Weise eine Entwicklung durch, doch die Schilderung bleibt insgesamt recht schwach und an der Oberfläche, so dass man als Leserin nicht wirklich mit den handelnden Personen warm wird.

Meines Erachtens hätte man aus dem Stoff wirklich mehr machen können. Für mich war es zu wenig Handlung, zu wenig Tiefgang und dafür viel zu viel Marken-Namedropping.