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Veröffentlicht am 01.10.2018

Nette Fortsetzung für kurzweilige Lesestunden

Die Frauen der Kamelien-Insel
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Sylvia und Mael, die sich im ersten Teil der Reihe auf der wunderschönen Kamelieninsel kennengelernt haben, krönen ihre Liebe und heiraten.
Während Sylvia sich mit ihrem unerfüllten Kinderwunsch auseinandersetzt, ...

Sylvia und Mael, die sich im ersten Teil der Reihe auf der wunderschönen Kamelieninsel kennengelernt haben, krönen ihre Liebe und heiraten.
Während Sylvia sich mit ihrem unerfüllten Kinderwunsch auseinandersetzt, kommt überraschender Besuch auf die Insel, der alles durcheinanderbringt.
Außerdem ist da noch die Sache mit der eigens gezüchteten außergewöhnlichen „Sylviana“ Kamelie, deren Verkauf Sylvias und Maels Traum von der Erweiterung des Zentrums finanzieren soll.


Meine Meinung:
Der zweite Band schließt von der Handlung und der flüssigen Erzählweise nahtlos an den ersten Teil an, so dass ich unmittelbar wieder in die Geschichte eingetaucht bin.
Ich habe mich über das Wiedersehen mit der schönen Kamelieninsel und mit vielen liebgewonnenen Personen gefreut.
Die Handlung im zweiten Teil ist ähnlich kurzweilig wie in Band 1, auch die Stärken des ersten Teils ziehen sich durch.
So habe ich besonders die Schilderungen von lokaltypischen bretonischen Besonderheiten zu Sitten und Gebräuchen oder kulinarischen Spezialitäten sehr genossen.

Die Personen sind ebenfalls in sich weitgehend authentisch und stimmig konzipiert, wobei ich mich als Leserin manchmal an der Protagonistin Sylvia gestört habe, die auf der einen Seite beruflich so eine strukturierte und gut durchdachte Arbeitsweise hat, sich aber, wenn es um ihre eigenen Belange geht, durch eine grenzenlose Naivität auszeichnet. Auch dass sie sich am Anfang so in ihren unerfüllten Kinderwunsch hineinsteigert, fand ich etwas nervig.

Dies sind aber nur kleine Punkte, die das große Lesevergnügen nur ein wenig getrübt haben.


Fazit:
Auch der zweite Band ist eine unterhaltsame Lektüre für zwischendurch.

Veröffentlicht am 25.06.2018

Meisterhaft erzählter und fesselnder historischer Roman

Das Mätressenspiel
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Die junge Helena von Minningerode sieht sich gezwungen, am Hof von Herzog Ernst August und Herzogin Sophie in Hannover nach einem Ehemann Ausschau zu halten, nachdem sie sowohl ihren Vater als auch ihren ...

Die junge Helena von Minningerode sieht sich gezwungen, am Hof von Herzog Ernst August und Herzogin Sophie in Hannover nach einem Ehemann Ausschau zu halten, nachdem sie sowohl ihren Vater als auch ihren Bruder verloren hat und Helenas Mutter und ihre Schwestern vor der Situation stehen, Haus und Grund zu verlieren und ihre Schulden nicht mehr begleichen zu können. Am Hof erwartet die junge Frau eine ganz eigene Welt voller politischer Spielchen, Intrigen, aber auch schöner Gärten und wahrer Gefühle.


Meine Meinung:
Der Roman beginnt ruhig, nimmt im Laufe der Zeit aber immer mehr an Fahrt auf. Besonders gut hat mir die junge Helena als Protagonistin gefallen, die sehr authentisch und glaubwürdig mit ihrem Innenleben beschrieben wird. Sie war mir sofort sympathisch und ich konnte auch im Laufe der Handlung ihre Motive und Überlegungen gut nachvollziehen. Als sie unter den Intrigen am Hof stark zu leiden hatte, habe ich mit ihr richtiggehend mitgelitten.
Durch die sehr flüssige Erzählweise bin ich sofort gut in die Handlung hineingekommen und habe mich bis zum Ende des Buches gut unterhalten gefühlt, weil es immer wieder zu überraschenden, aber durchaus nachvollziehbaren Wendungen kam. Der Titel des Buches ist dabei in jeglicher Art und Weise nachvollziehbar.
Die Besonderheiten der Zeit werden in diesem historischen Roman sehr gut dargestellt, ohne dass die Autorin jedoch zu plakativ mit ihren Recherchen „herumprotzt“. Man lernt so eher nebenbei etwas über das Leben am Hofe oder auch die Lebensumstände der adeligen, aber auch nicht-adeligen Bevölkerung zu der Zeit.
Als besonderes Sahnehäubchen werden die berühmten Herrenhäuser Gärten im Roman thematisiert und es wird ein besonderes Augenmerk auf Gartenthemen wie Pflanzungen oder Anzucht gelegt, was mir beim Lesen eine besondere Freude bereitet hat.


Fazit:
Der historische Roman „Das Mätressenspiel“, der mein erstes Buch der Autorin Martha Sophie Marcus war, wird sicherlich nicht mein letztes Buch der Autorin bleiben, da er mir sehr schöne Lesestunden beschert und mich auf niveauvolle Art und Weise sehr gut unterhalten hat.

Veröffentlicht am 30.04.2018

Beste Unterhaltung á la Sophie Kinsella

Muss es denn gleich für immer sein?
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Sylvie und Dan sind seit 10 Jahren zusammen, haben 5jährige Zwillingsmädchen, eine wundervolle Ehe und sie kennen sich in- und auswendig. Von ihrem Arzt erfahren sie, dass sie vermutlich noch 68 gemeinsame ...

Sylvie und Dan sind seit 10 Jahren zusammen, haben 5jährige Zwillingsmädchen, eine wundervolle Ehe und sie kennen sich in- und auswendig. Von ihrem Arzt erfahren sie, dass sie vermutlich noch 68 gemeinsame Ehejahre vor sich haben, was sie vor eine Herausforderung stellt. Um ihre Ehe frisch zu halten, erfinden sie das Projekt „Surprise Me“, in dem jeder dem anderen immer wieder neue Überraschungen bereiten soll.
Dies führt zu dem einen oder anderen Missverständnis oder auch Missgeschick…
Doch da findet Sylvie etwas über ihren Mann heraus, das sie zweifeln lässt, ob sie ihn jemals richtig gekannt hat.


Meine Meinung:
Der neue Roman von Sophie Kinsella, der unabhängig von der Shopaholic-Serie oder anderen bisher erschienenen Büchern ist, fällt wieder durch den gewohnt flüssigen, locker-leichten Schreibstil auf, den man von der Autorin gewohnt ist.
Ich habe ihn sehr gerne in der englischen Version gelesen.

Auch die Charaktere, insbesondere Sylvie, funktionieren nach dem bekannten Muster der Autorin. Sylvie ist grundsätzlich sympathisch, neigt aber auch dazu, sich Dinge auszumalen und in etwas hineinzusteigern. Gut gefallen hat mir, dass sie im Laufe des Romans eine Entwicklung durchgemacht hat und vor allem auch über sich selbst lachen und über sich hinauswachsen kann.

Die vielen kleinen Pannen und Missgeschicke sind wirklich unterhaltsam zu lesen, genauso wie die Beschreibung von Sylvies Job in einem privat geführten Museum, das herrlich hinter dem Mond lebt und noch nicht einmal eine Webseite hat.

Im Großen und Ganzen hat der Roman genau meine Erwartungen an ein neues Buch von Sophie Kinsella erfüllt. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt.


Fazit:
Der Roman liefert genau die unterhaltsame Lektüre, die sich Sophie Kinsella-Fans wünschen.

Veröffentlicht am 21.11.2017

Lektüre fürs Herz

Wir sehen uns beim Happy End
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Emilia Faust, genannt Ella, hat als Haushälterin gearbeitet, bis sie Philip traf, ihren Verlobten, mit dem sie seit sechs Jahren zusammenwohnt. Da sie Filme und Bücher mit traurigem Ende nicht leiden hat, ...

Emilia Faust, genannt Ella, hat als Haushälterin gearbeitet, bis sie Philip traf, ihren Verlobten, mit dem sie seit sechs Jahren zusammenwohnt. Da sie Filme und Bücher mit traurigem Ende nicht leiden hat, hat sie den Blog „Better Endings“ ins Leben gerufen, wo sie alternative – positive – Enden von bekannten Geschichten erzählt und mit der Netzgemeinde teilt.
In ihrem eigenen Leben scheint es jedoch nicht zu einem Happy End zu kommen, denn sie findet heraus, dass ihr Verlobter sie betrügt, und verlässt daraufhin überstürzt die gemeinsame Wohnung.
Von da an überschlagen sich die Ereignisse und sie landet schließlich als Haushälterin bei dem charismatischen Oscar, der sein Gedächtnis bei einem Unfall verloren hat…

Wie schon mit „Dein perfektes Jahr“ ist Charlotte Lucas auch mit „Wir sehen uns beim Happy End“ ein intelligenter Unterhaltungsroman für Frauen gelungen, der sich aufgrund seines locker-flockigen Schreibstils sehr gut lesen lässt. Die Charaktere sind sympathisch, wenn auch Ella zunächst sehr blauäugig erscheint. Sie macht jedoch als Hauptfigur die größte Entwicklung des Romans durch und wächst an sich selbst. Auch die anderen Figuren sind schön gezeichnet und geben der Geschichte das gewisse Etwas. Es gibt sogar am Rande ein Wiedersehen mit den Hauptfiguren aus „Dein perfektes Jahr“.
Sehr schön zu lesen sind die eingestreuten fiktiven Blog-Einträge aus „Better Endings“ im Roman, die die Geschichte beleben und auflockern. Der sehr nette Humor und die oft auftretende Situationskomik, insbesondere in den Dialogen, machen den Roman zur perfekten Urlaubs- und Entspannungslektüre.

Ein wirklich sehr netter Roman fürs Herz!

Veröffentlicht am 14.10.2017

Wunderschönes Buch mit Gutenachtgeschichten für starke Mädchen

Good Night Stories for Rebel Girls
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Das Hardcover "Good Night Stories for Rebel Girls" kommt auf über 200 Seiten mit kurzen Profilen zu 100 außergewöhnlichen Frauen daher. Zu jeder Frau gibt es eine einseitige kurze "Geschichte", was die ...

Das Hardcover "Good Night Stories for Rebel Girls" kommt auf über 200 Seiten mit kurzen Profilen zu 100 außergewöhnlichen Frauen daher. Zu jeder Frau gibt es eine einseitige kurze "Geschichte", was die Frau als Kind erlebt hat, was sie ausgemacht hat, was sie angetrieben hat und was sie später einmal geworden ist. Darüber hinaus wird ein Zitat gebracht und die Geburts-/ggf. Sterbedaten werden aufgeführt. Auf der anderen Seite ist jeweils eine Illustration zu finden - oft in ganz bunten, fröhlichen Farben. Die Zeichnungen sind von verschiedenen Künsterlinnen gestaltet.

Das Buch ist einfach wunderschön gestaltet. Schon der Einband mit der bunten fröhlichen Schrift und der innere Umschlag in Gelb mit stilisierten Sternbildern ist einfach nur einladend und nett für ein Buch mit Gutenachtgeschichten.

Die einzelnen Porträts sind in einer eindringlichen, gut verständlichen Sprache gehalten, die durchaus auch kindgerecht ist. Sehr schön ist, wie die Autorinnen es verstehen, bei den einzelnen außergewöhnlichen Frauen einen wichtigen Aspekt aus der Kindheit herausarbeiten und damit deutlich machen, dass jedes Mädchen alles erreichen kann, was ihm nur wirklich wichtig ist. Besonders die notwendige Hartnäckigkeit oder das grundlegende Gefühl, wie wichtig Freiheit oder Wissen ist, kommt bei vielen Porträts gut heraus.

Für mich ein tolles Buch, das vielen Mädchen Mut machen sollte und ihr Selbstbewusstsein stärken sollte, damit sie ihren eigenen Weg unerschrocken und beharrlich gehen. Ein tolles Geschenk für Nichten, Töchter, Enkelinnen, Patenkinder... Es sollte wirklich auf keinem Nachttisch fehlen!