Eine starke Frau nimmt ihr Leben selbst in die Hand
Die Tochter der BettlerinDie Tochter der Bettlerin von Nora Berger ***
Inhalt:
Anna ist die Tochter einer Bettlerin. Ihre Mutter ist total verwahrlost durch den vielen Alkohol und der Hurerei. Aufgrund ihres Aussehens bekommt ...
Die Tochter der Bettlerin von Nora Berger ***
Inhalt:
Anna ist die Tochter einer Bettlerin. Ihre Mutter ist total verwahrlost durch den vielen Alkohol und der Hurerei. Aufgrund ihres Aussehens bekommt sie auf der Straße keine Freier mehr und muss so ihren Lebensunterhalt erbetteln. Dabei nimmt sie Anna immer mit, die das meiste für sie erbettelt und Anna soll auch für ihre Mutter den Alkohol stehlen. Der Freund ihrer Mutter kassiert derweil das ganze Geld ein, was die Mutter nicht versäuft. Beide wollen nun, dass Anna selbst durch Hurerei zu Geld kommt, denn ihr gutes Aussehen würde ihr dabei eine Menge Geld einbringen. Der Freund will nun Anna dazu bringen, in dem er sie erst einmal vergewaltigt und ihr ihre Jungfräulichkeit nimmt. Anna kann fliehen und nimmt ab da ihr Leben selbst in die Hand. Ihr Wunsch ist es nur, weg von der Straße zu kommen und einen ehrenhaften Job zu bekommen. Sie bekommt eine Anstellung als Hausmädchen in dem reichen Haushalt von Trenck. Und der junge gut aussehende Trenck, der auch eine hohe Stellung beim König Friedrich innehat, hat es Anna sehr angetan, sie verliebt sich in ihn und versucht ständig in seiner Nähe zu sein…..
Bewertung:
Das Cover passt gut zur Geschichte und Nora Berger hat einen flüssigen Schreibstil. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet. Gleich von der ersten Seite fiebert man mit Anna mit. Die Gefahren sie sie ausstehen muss und ihren Mut sind wirklich gut beschrieben. Nur auf Dauer wurde mir Anna etwas zu undurchsichtig. Ich finde es schon etwas verwirrend, das Anna von drei Männern vergewaltigt wird und nur über ihre körperlichen Wunden spricht. Und das auch nur eine kurze Zeit. Die seelischen Qualen kommen da überhaupt nicht durch und auch als Anna bemerkt, das sie aufgrund dieser Vergewaltigung ein Kind erwartet, wird nur nebenbei erwähnt. Ihre Sorgen das sie in der Armee als Frau entdeckt wird, nach dem ihr Bauch immer runder wird, kommt nur selten zum Tragen und man vergisst es zwischendurch auch immer wieder. Irgendwann ist dann das Kind plötzlich da, Anna will es jetzt doch behalten und lässt es aber bei einer kurzen Bekannten, während sie Trenck hinterher rennt… Ich hätte da mehr Trennungsschmerz erwartet und mehr Verantwortung dem Neugeborenen gegenüber….
Aber trotz der ganzen Anmerkungen von mir, fand ich die Geschichte insgesamt doch ganz gut und vor allem spannend. Auch der geschichtliche Hintergrund ist gut beschrieben. Ganz bsonderns noch einmal im Prolog.
Und auch das Ende fand ich dann doch etwas abgebrochen, schließlich weiß man bis jetzt noch immer nicht, wie Anna der Verhaftung entgeht und wie bzw. ob sie ihr Kind je wieder sehen wird, da die Frau, bei der sie das Kind gelassen hat, ja als Hexe im Dorf verschrien ist und es zu einem Angriff kommt. Wie ist der ausgegangen? Lebt das Kind noch? Wenn ja wo?...
Fazit: Eine Geschichte über eine tapfere Frau, die ihr Leben selbst in die Hand nimmt.