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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.05.2025

Wunderschön und gefühlvoll

A Poet's Heart (Broken Artists, Band 1)
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Obwohl mich "Somebody to Love" von Rebekka Weiler leider nicht wirklich überzeugen konnte, wollte ich "A Poet's Heart", den Auftakt ihrer neuen Broken Artists-Reihe, trotzdem unbedingt lesen. Und was soll ...

Obwohl mich "Somebody to Love" von Rebekka Weiler leider nicht wirklich überzeugen konnte, wollte ich "A Poet's Heart", den Auftakt ihrer neuen Broken Artists-Reihe, trotzdem unbedingt lesen. Und was soll ich sagen? Ich habe die Story geliebt! 😍

Erzählt wird die Geschichte aus Sicht der beiden Protagonisten Yva und Fenn, wobei Yvas Perspektive mehr im Fokus steht. Und auch wenn beide nicht unterschiedlicher sein könnten, mochte ich beide auf Anhieb so gerne. Wo Yva laut und extrovertiert ist, ist Fenn leise und in sich gekehrt. Doch beide teilen die Liebe zur Musik – und ich fand es so schön zu sehen, wie die beiden sich langsam näherkommen.

Da Fenn sehr wortkarg ist, geschieht die Kommunikation vor allem zu Beginn hauptsächlich über Kurznachrichten, Post-its und auch Fenns Songtexte – und ich habe es so geliebt. Dadurch war das Kennenlernen der beiden irgendwie so viel gefühlvoller und intensiver und ich hatte beim Lesen immer mal wieder ein Grinsen im Gesicht. Vor allem die Songtexte waren so toll und haben Fenns Gefühle perfekt widergespiegelt. Großes Lob an die Autorin, deren Schreibstil generell wunderschön und flüssig war. 🩷

Gleichzeitig wurden auch einige ernstere Themen wie toxische Beziehungen und Mobbing angesprochen. Vor allem Fenns Entwicklung im Laufe der Story hat mir dabei so gut gefallen. Das Ende war mir dann leider aber etwas zu schnell abgehandelt und damit nicht wirklich realistisch, weshalb das Buch für mich knapp an einem Highlight vorbeigeschrammt ist.

Insgesamt ist "A Poet's Heart" eine wunderschöne und gefühlvolle Liebesgeschichte mit Tiefgang, die ich jedem ans Herz legen kann. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzungen und die Storys von Fenns Mitbewohnern – insbesondere Linus ist so ein unfassbar liebenswerter Charakter und ich kann es kaum erwarten, mehr über ihn zu erfahren. 😍

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Veröffentlicht am 29.04.2025

Leider nicht meins

Hotel Ambrosia - Du. Entkommst. Nicht.
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Ein altes Hotel, in dem seltsame Dinge geschehen und Menschen verschwinden, ein True-Crime-Podcast und "Only Murders in the Building"-Vibes: Ich konnte es kaum erwarten, "Hotel Ambrosia" von Katie Kento ...

Ein altes Hotel, in dem seltsame Dinge geschehen und Menschen verschwinden, ein True-Crime-Podcast und "Only Murders in the Building"-Vibes: Ich konnte es kaum erwarten, "Hotel Ambrosia" von Katie Kento zu lesen – vor allem auch nach den vielen positiven Rezensionen. Die Idee klang einfach soooo gut. Leider konnte mich die Umsetzung aber nicht wirklich überzeugen.

Dabei bin ich dank des flüssigen Schreibstils gut in die Geschichte reingekommen und fand es interessant, mehr über die 17-jährige Robyn sowie das Ambrosia und die sonderbaren Vorkommnisse dort zu erfahren. Besonders gut haben mir auch die E-Mails, Chats und Gedächtnisprotokolle gefallen, die das Ganze etwas aufgelockert haben.

Storytechnisch hat sich der Anfang aber doch recht gezogen, da auf den ersten 100 Seiten nicht viel passiert ist. Erst als A.J. auftauchte, hatte ich das Gefühl, dass die Story an Fahrt aufnimmt. Leider hielt dies nicht lange, und mit A.J.s Verschwinden bekam die Geschichte wieder einige Längen, bevor sich die Ereignisse am Ende überschlugen und eine abstruse Wendung die nächste jagte. Dadurch wirkte alles sehr konstruiert.

Hinzu kommt, dass Robyn für mich nicht wirklich greifbar war. Ich fand es super, dass Kento eine Protagonistin erschaffen hat, die aufgrund einer chronischen Krankheit im Rollstuhl sitzt – denn Repräsentation so wichtig. Und auch wenn mir Robyn zu Beginn sympathisch war, ist sie mir mit ihrer doch sehr kontrollierenden und anstrengenden Art etwas auf die Nerven gegangen. Mir hat auch nicht gefallen, wie sie mit ihrer Tante und A.J. umgesprungen ist. A.J. mochte ich hingegen sehr; er war für mich das Highlight und ich hätte mir gewünscht, dass er noch präsenter gewesen wäre.

Auch wenn ich "Hotel Ambrosia" noch so sehr mögen wollte, hat mich die Story leider nicht gepackt. Vielleicht bin ich inzwischen auch einfach zu alt für Jugendbücher. 🫣

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Veröffentlicht am 25.04.2025

Schöner Abschluss der Dilogie

Between Your Memories
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Nachdem mich "Between My Worlds" emotional auseinandergenommen hat, konnte ich es kaum erwarten, mit "Between Your Memories" den Abschluss der Dilogie von Basma Hallak zu lesen – nicht zuletzt, weil Band ...

Nachdem mich "Between My Worlds" emotional auseinandergenommen hat, konnte ich es kaum erwarten, mit "Between Your Memories" den Abschluss der Dilogie von Basma Hallak zu lesen – nicht zuletzt, weil Band 1 mit einem fiesen Cliffhanger geendet hat.

"Between Your Memories" setzt einige Wochen nach Kalimas Flucht aus Island an, aber die Nachwehen des Vorfalls im Einkaufszentrum sind noch immer spürbar. Zwar versucht Lima wie gewohnt ihren Schmerz und ihre Unsicherheit mit Humor und Schlagfertigkeit zu überspielen, allerdings wird schnell deutlich, dass der Vorfall alte Wunden aufgerissen hat.

Der Schreibstil ist wie auch bereits im Auftakt flüssig und mitreißend, weshalb ich das Buch gar nicht aus der Hand legen wollte. Das Setting in Berlin hat mir ebenfalls gut gefallen, auch wenn die anonyme Großstadt mit ihren Plattenbauten das komplette Gegenteil des isländischen Örtchens Vallarheiði mit seiner rauen Natur aus Band 1 darstellt.

Erzählt wird die Geschichte aus Sicht von Kalima und Nói, die beide so sympathisch sind und so eine unfassbar tolle Chemie miteinander haben. Durch den Double POV taucht man als Leser in die Gedanken- und Gefühlswelt beider Protagonisten ein und lernt, sie besser zu verstehen – was für mich besonders bei Lima sehr hilfreich war, da ich ihr Verhalten nicht immer nachvollziehen konnte.

Es hat mir das Herz gebrochen zu sehen, wie sehr sie unter dem Alltagsrassismus leidet und wie sehr sie sich die ganze Zeit selbst für etwas bestraft, wofür sie nichts kann. Entsprechend froh war ich, als sie sich dann endlich mit ihren Traumata auseinandersetzt. Leider hat der Weg dahin etwas lange gedauert, wodurch die Geschichte die ein oder andere Länge hatte. Dennoch war es toll zu sehen, wie Lima sich im Laufe der Story weiterentwickelt und lernt, sich selbst zu lieben. 🩷

Insgesamt ist "Between Your Memories" ein sehr emotionales und tiefgründiges Buch und ein gelungener Abschluss der Dilogie. Ich freue mich schon auf die nächsten Bücher der Autorin. 😊😍

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Veröffentlicht am 23.04.2025

Unterhaltsames Buch mit Sogwirkung

Die Kollegin – Wer hat sie so sehr gehasst, dass sie sterben musste?
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Mein erster Thriller von Freida McFadden. Nachdem ich schon so viel Gutes über die Autorin und vor allem ihre Housemaid-Reihe gehört habe, war es endlich an der Zeit, eines ihrer Bücher zu lesen. Und auch ...

Mein erster Thriller von Freida McFadden. Nachdem ich schon so viel Gutes über die Autorin und vor allem ihre Housemaid-Reihe gehört habe, war es endlich an der Zeit, eines ihrer Bücher zu lesen. Und auch wenn die ersten Rezensionen recht durchwachsen waren, sollte "Die Kollegin" mein erstes Buch von ihr werden.

Erzählt wird die Geschichte aus Sicht von Natalie, die sich Sorgen um ihre Kollegin Dawn macht, als diese nicht pünktlich zur Arbeit erscheint. Natalie war für mich eine sehr sympathische Protagonistin – zumindest zu Beginn. Zwischen den Kapiteln, die in der Gegenwart spielen, gibt es nämlich auch immer wieder ältere E-Mails von Dawn, die kein gutes Licht auf Natalie werfen.

Dieser scheinbare Widerspruch von Natalies Verhalten und Dawns E-Mails hat mir sehr gut gefallen, da ich nicht wusste, was ich glauben sollte. Ich habe mitgerätselt, meine Theorien wieder verworfen und wollte unbedingt wissen, was mit Dawn passiert ist. Und auch wenn ich mir etwas mehr Thrill und Spannungsmomente gewünscht hätte, bin ich nur so durch die Seiten geflogen, was nicht zuletzt auch an dem flüssigen und atmosphärischen Schreibstil lag.

Etwas anstregend fand ich allerdings Dawns ausschweifende Monologe über Schildkröten. Das hätte für meinen Geschmack gerne etwas weniger sein können. Und auch die Auflösung fand ich nicht komplett plausibel und etwas arg konstruiert.

Insgesamt ist "Die Kollegin" ein unterhaltsames Buch mit Sogwirkung, dem aber etwas mehr Thrill gutgetan hätte. Ich freue mich schon darauf, mehr von der Autorin zu lesen und ganz bald endlich auch die Housemaid-Reihe zu starten. 🙂

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Veröffentlicht am 21.04.2025

Gut geschrieben, aber nervige Charaktere

Die Villa
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Ein Junggesellinnenabschied im spanischen Marbella, der für die zukünftige Braut Aoife tödlich endet: Darum geht es in Jess Ryders Thriller "Die Villa". Klingt nach einer spannenden Story – vor allem, ...

Ein Junggesellinnenabschied im spanischen Marbella, der für die zukünftige Braut Aoife tödlich endet: Darum geht es in Jess Ryders Thriller "Die Villa". Klingt nach einer spannenden Story – vor allem, da es einige Erinnerungslücken und Unklarheiten gibt und der Mörder nie geschnappt wurde.

Drei Jahre später reisen Aoifes Freundinnen noch einmal nach Marbella. Genauer gesagt lockt Dani, die sich nicht an den Abend von Aoifes Tod erinnern kann, die anderen drei unter falschem Vorwand in die Villa, in der alles geschah, um das Wochenende vor drei Jahren noch einmal aufzuarbeiten und Danis Erinnerungslücken zu schließen.

Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft, weshalb ich auch direkt in der Story war und das Buch gar nicht mehr weglegen wollte. Erzählt wird die Geschichte auf zwei Zeitebenen – zum einen in der Gegenwart aus Sicht von Dani, zum anderen gibt es im Wechsel auch Rückblenden zu Aoifes Junggesellinnenabschied, die aus der Perspektive von Dani, Tiff, Beth und Celine geschildert werden. Dies hat mir geholfen, die Protagonistinnen besser zu verstehen. Sympathisch wurden sie mir dadurch aber leider nicht.

Im Gegenteil: Je mehr ich über die fünf Frauen erfahren habe, desto weniger mochte ich sie. Irgendeine von ihnen war immer entweder genervt oder eifersüchtig und es gab fast durchgehend Streit und Intrigen, was ich dann doch recht anstrengend fand und die Story zum Teil auch etwas langatmig gemacht hat. Wer solche Freunde hat, braucht echt keine Feinde mehr. 😅😬

Gut gefallen hat mir aber das Ende, das ich so nicht habe kommen sehen. Ich habe lange hin- und hergerätselt, was wohl mit Aoife passiert ist, und theoretisch hätte auch jeder ein Motiv gehabt, wie sich im Laufe der Story herausstellt. Die Auflösung hat mich dann aber sehr überrascht und war gleichzeitig auch plausibel.

Insgesamt ist "Die Villa" ein netter Thriller für zwischendurch. Auch wenn ich die Protagonistinnen allesamt sehr nervig und seltsam fand, konnte das Ende dies etwas wettmachen. 🫠

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