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Tina_Addicted2Books

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.08.2025

Spannend und kurzweilig

Panik
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Meinung

Ich habe das Buch in der Vorschau des Bloggerportals gesehen und sofort gewusst, dass ich es lesen muss.

Bill und Ruths Ehe ist fast am Ende – warum genau, wird im Buch nicht so ganz klar, aber ...

Meinung

Ich habe das Buch in der Vorschau des Bloggerportals gesehen und sofort gewusst, dass ich es lesen muss.

Bill und Ruths Ehe ist fast am Ende – warum genau, wird im Buch nicht so ganz klar, aber es gibt Andeutungen. Die beiden haben jedenfalls beschlossen, dass Zweisamkeit in einem Haus am Meer ihre Form der Paartherapie sein soll. Mitten in der Nacht stellen sie dann fest, dass das Haus KI-gesteuert ist – und dass etwas ganz und gar nicht stimmt.

Einerseits ist die Handlung irgendwie skurril, aber trotzdem von Anfang an spannend, und ich habe das Buch innerhalb eines Tages gelesen. Die KI hat eine Aufgabe zu erledigen und lässt sich davon nicht abbringen – dafür fährt sie allerhand technische Gerätschaften auf. Schnell wird klar, dass bei aller Skurrilität das Leben der beiden Hauptfiguren tatsächlich in Gefahr ist.

Von Bill und Ruth bekommt man eigentlich nur eine Momentaufnahme; zwischendurch werden kleine Informationshappen eingestreut, die manchmal mehr Fragen aufwerfen, aber für den Thriller selbst eigentlich nicht unbedingt relevant sind. Die taubstumme Ruth reagierte ihrem Ehemann gegenüber anfangs ziemlich aggressiv – ich hatte aber den Eindruck, dass das eher Selbstschutz als echte Aggression war. Wie gesagt: Es gab Hinweise zur Vergangenheit, die man sich selbst zusammenreimen konnte. Ich denke, beide haben sich meist der Situation entsprechend verhalten, auch wenn ich nicht jede Reaktion ganz nachvollziehen konnte.

Durch die vielen Dinge, die immer wieder passieren und den beiden das Leben schwer machen, klebte ich an den Seiten – ich war sehr gespannt, ob sie heil herauskommen und was genau hinter allem steckt. Für mich also perfekte Unterhaltung – wenn auch kein Gänsehaut-Thriller.

Fazit

Spannend, manchmal etwas schräg, aber genau das hat für mich den Reiz ausgemacht. Kein klassischer Thriller mit Gänsehautgarantie, aber dafür ein ungewöhnliches Szenario, das bis zum Schluss neugierig macht.

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Veröffentlicht am 31.08.2025

Nicht so, wie erhofft...

The Wren in the Holly Library – Der Kuss des Zaunkönigs
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Meinung

Auf das Buch war ich seit der Ankündigung sehr gespannt, denn die Idee klang wirklich vielversprechend: Monster – wie Vampire, Gespenster, Werwölfe, Druiden usw. leben offen unter den Menschen, ...

Meinung

Auf das Buch war ich seit der Ankündigung sehr gespannt, denn die Idee klang wirklich vielversprechend: Monster – wie Vampire, Gespenster, Werwölfe, Druiden usw. leben offen unter den Menschen, doch der fragile Frieden zwischen ihnen ist alles andere als sicher. Der Start war für mich ziemlich fesselnd, doch je weiter die Geschichte voranschritt, desto mehr flachte die Spannung ab – glücklicherweise konnten mich einzelne Abschnitte dennoch neugierig machen und bei Laune halten.

Kierse, die Protagonistin, ist eine geschickte Diebin, die versucht, ein Monster zu bestehlen – und wird dabei von diesem – Graves – erwischt. Graves ist der typische unnahbare, mürrische Bad Boy, aber seine Ausstrahlung konnte mich nicht ganz überzeugen. Auch die Entwicklung der Beziehung zwischen Kierse und Graves erschien mir zu schnell und teilweise nicht ganz nachvollziehbar.

An manchen Stellen zog sich die Handlung etwas in die Länge, während gegen Ende plötzlich alles in einem sehr rasanten Tempo ablief. Besonders der große Showdown und die überraschenden Enthüllungen fühlten sich für mich etwas überstürzt an. Auch die wichtige Konstellation zwischen einigen Charakteren wurde meines Erachtens zu abrupt eingeführt – hier hätte ich mir mehr Raum für eine langsamere Entwicklung und detailliertere Einblicke gewünscht. Hoffentlich wird dies im zweiten Band detaillierter thematisiert.

Was mir gut gefallen hat, waren die Trainingseinheiten von Kierse und auch das Ausspähen ihrer Ziele, gerade diese Teile fand ich so interessant, dass ich weiterlesen wollte. Andere Abschnitte haben mich dann aber oft das Interesse verlieren lassen, ich kann gar nicht genau sagen, woran es lag. Ich war leider nie mitten in der Geschichte, sondern irgendwie zu weit weg.

Die Figuren sind detailliert und sorgfältig ausgearbeitet und haben jeweils ihre eigene Geschichte, aber ich habe trotzdem nicht richtig zu ihnen gefunden. Bei Kierse bekam ich zwar durchaus Einblicke in ihre Gedanken und Gefühle, trotzdem wirkte sie auf mich eher distanziert – ich konnte einfach nicht ganz mit ihr mitfühlen.

Vielleicht lag das Abflauen der Spannung und die Distanz zu den Charakteren für mich auch an der Erzählweise in der dritten Person, dabei fällt es mir oft schwerer, nah an den Figuren oder mitten in der Geschichte zu sein. Das hat für mich nur bei wenigen Geschichten wirklich funktioniert.

Fazit

Die Geschichte bietet eine interessante Welt und einige spannende Ansätze, auch wenn nicht alle meiner Erwartungen erfüllt wurden. Ich bin neugierig, wie sich die Handlung und Figuren im nächsten Band weiterentwickeln und ob mich die Geschichte um die Diebin Kierse dann so richtig in ihren Bann zieht.
Deswegen gibt es von mir eine Leseempfehlung, da die Handlung schon spannend ist, mich aber nicht so recht mitziehen konnte – aber Euch vielleicht!

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Veröffentlicht am 31.08.2025

Wunderbare, historische Fantasy

Die Sprache der Drachen
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Meinung

Als ich den Klappentext des Buches las, wusste ich, dass ich es dringend lesen muss. Nicht, weil es um Drachen geht, sondern das Thema „Sprache“ finde ich unglaublich interessant.
Die Geschichte ...

Meinung

Als ich den Klappentext des Buches las, wusste ich, dass ich es dringend lesen muss. Nicht, weil es um Drachen geht, sondern das Thema „Sprache“ finde ich unglaublich interessant.
Die Geschichte entführte mich ins London des Jahres 1923 – in eine Welt, die unserer ähnlich ist, aber in der Drachen leben. Früher waren sie Teil der Gesellschaft, doch das hat sich verändert. Gleichzeitig ist die menschliche Gesellschaft streng in Klassen eingeteilt – wer in der untersten Klasse lebt, hat kaum eine Möglichkeit, dem Elend zu entkommen.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Vivien, deren Traum es ist, Übersetzerin zu werden und die bereits jetzt so viele Drachensprachen (Drachenzungen) spricht, wie kein anderer. Doch ihr Leben nimmt eine dramatische Wendung, als sie gezwungen wird, eine ihr unbekannte Sprache der Drachen zu entschlüsseln.

Vivien durchlebt eine beeindruckende Entwicklung. Sie ändert ihren Blickwinkel auf die Gesellschaft, aber auch auf sich selbst. Ihre innere Zerrissenheit, ihre Zweifel und Hoffnungen machten sie für mich unglaublich nahbar und echt.

Auch die Nebenfiguren sind liebevoll und vielschichtig gestaltet. Die Vielfalt an Charakteren und Ereignissen verleiht der Geschichte Tiefe und Lebendigkeit.

Der Schreibstil von S. F. Williamson ist wunderbar klar und einnehmend – er transportiert die Atmosphäre so kraftvoll, dass ich das Gefühl hatte, mitten drin zu sein. Ich flog durch die Seiten, litt mit Vivien, entdeckte Geheimnisse und begriff nach und nach so vieles – ganz so, wie es auch die Protagonistin tat. Die Autorin hat komplexe gesellschaftliche Themen und Konflikte so miteinander verbunden, dass sie mich sowohl emotional als auch gedanklich ansprachen. Besonders Vivien und ihre Entwicklung im Umgang mit Schuld, Verantwortung und der ersten Liebe machen die Geschichte absolut lesenswert.

Einige Entwicklungen und Ereignisse sind hart, aber ein einziger Satz am Ende machte mir Hoffnung – ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung und kann sie gar nicht erwarten. (Das Bonuskapitel am Ende hätte ruhig noch länger sein dürfen 🙂 )

Fazit

Diese Geschichte ist weit mehr als nur Fantasy – sie hat mich berührt und beeindruckt und wird für immer einen Platz in meinem Herzen behalten. Sie hat mich in eine Welt voller sozialer Konflikte, menschlicher Schwächen, aber auch voller Hoffnung, Liebe, Freundschaft und Mut entführt.
Für mich 5/5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung.

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