Ein neues Leben
Mein schlimmster schönster Sommerbeschließt Isabel zu führen - dass dieses Leben ein sehr kurzes sein wird, ist ihr von vorneherein klar, denn sie ist unheilbar an Krebs erkrankt.
Bisher war sie als Unternehmensberaterin sehr organisiert, ...
beschließt Isabel zu führen - dass dieses Leben ein sehr kurzes sein wird, ist ihr von vorneherein klar, denn sie ist unheilbar an Krebs erkrankt.
Bisher war sie als Unternehmensberaterin sehr organisiert, geordnet und in ihrer Lebensgestaltung eher konservativ - nun wirft sie alle ihre bisherigen Werte über Bord, tauscht Businesskostüm gegen einen bunten, mit Monden bedruckten Hippierock und begibt sich in einem umgebauten VW-Bulli, um unverzüglichen gen Süden, am besten in die Provence zu fahren. Diesen bekommt sie aber nicht ohne den Besitzer, den rastagelockten Musiker Rasso, der vor der endgültigen Übergabe noch einiges zu regeln hat, bei dem Isabel ihn - sozusagen zwangsläufig - begleitet. Wobei sie eine vollkommen neue Welt kennenlernt. Und auch lieben lernt - sozusagen auf den zweiten Blick.
Und es kommt einiges anders - völlig anders, als Isabel es bislang zu denken wagte.
Ein nicht ganz neues und nicht ganz ungewohntes Thema, dieses Ausbrechen aus dem bisherigen Alltag angesichts des nahenden Todes. Eines, das auf die unterschiedlichste Art interpretiert worden ist. Die vorliegende Variante beinhaltet neben einem spritzig-witzigen Stil - so sehe ich es leider - stapelweise Klischees und eine nicht allzu originelle Umsetzung dieser immerhin recht unterschiedlichen Situationen.
Auch wenn sich das Buch leicht und schnell lesen ließ, hat es mich in dieser Hinsicht doch enttäuscht. Empfehlen würde ich es als Urlaubslektüre oder bei einer längeren Zugfahrt zur Entspannung - eben in Situationen, in denen man sich nicht allzu sehr konzentrieren muss. Denn trotz des eigentlich ernsten Themas konnte ich eine gewisse Tiefe nur in ganz geringen Ansätzen ausmachen.