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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.11.2020

Hunger und Leid

Alma Mater
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Aber auch zwischenmenschlicher Werkschätzung begegnet der junge Georg auf seinem Weg als Student nach Marburg. Aus einem kleinen Dorf kommend, in dem er Angst und Schrecken erlebt, hätte er im Leben nicht ...

Aber auch zwischenmenschlicher Werkschätzung begegnet der junge Georg auf seinem Weg als Student nach Marburg. Aus einem kleinen Dorf kommend, in dem er Angst und Schrecken erlebt, hätte er im Leben nicht gedacht, dass er einmal Theologie studieren darf, doch das Leben nimmt seltsame Wege.

Wer gedacht hat, dass er Georg beim lustigen Studentenleben begleiten kann, liegt falsch, denn statt lustiger Feiern muss Georg quasi ums Überleben kämpfen und anfangs sogar in einer Notunterkunft nächtigen. Doch durch Zufall verschlägt es ihn zu Kaspar und dessen Frau Ursula,, die eine Druckerei besitzen, die Kaspar neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit betreibt.

Ein brummiger Kerl - so scheint es, doch mit der Zeit begegnet Georg Geborgenheit und Zuneigung, also einem richtigen Familienleben. In dem aber auch Trauer und Not immer wieder seinen Platz findet - Marburg wird von unterschiedlichen Mächten besetzt und fungiert wie andere deutsche Städte auch als Spielball der Mächte.

Ein eindringlicher und überzeugender Roman, in dem es nicht nur um äußere Entwicklungen, sondern auch und vor allem um innere Werte geht. Ich habe sehr lange gelesen, da das Buch keine leichte Kost ist, dafür jedoch ein großer Gewinn, von dem ich sicher noch lange zehren werde!

Veröffentlicht am 16.11.2020

Köstlich grün!

Super fresh
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So sind die Rezeptvorschläge der Kochbuchautorin Donna Hay, wobei Grün nicht immer die Farbe, immer jedoch die Frische in jeglicher Hinsicht meint. Und den Leser häufig überrascht, so mit dem ...

So sind die Rezeptvorschläge der Kochbuchautorin Donna Hay, wobei Grün nicht immer die Farbe, immer jedoch die Frische in jeglicher Hinsicht meint. Und den Leser häufig überrascht, so mit dem supergrünen gebackenen Risotto. Wer nämlich wie ich Risotti liebt, weiß, wie nervig oft die viele Rührerei ist und wie höllisch man aufpassen muss, damit nichts anbrennt. Bei ihr hingegen kommt das Risotto in den Backofen und entwickelt sich von allein!

Auch sonst stellt uns Donna Hay viele neue Varianten vor, so zum Beispiel von Moussaka, das bei ihr Quiche heisst und ein wenig anders daherkommt. Lasagne gibt es bei ihr mit Minzspinat, mit Salbei und Kürbis und mit Schwarzkohl - zur Auswahl oder zum hintereinander verkosten.

Gottseidank hat Donna Hay auch an Süßes gedacht - ansonsten würde mir ordentlich etwas fehlen! Auch hier hat sie so einiges parat von Tofu-Schoko-Cheese-Cake über Bananen-Tarte-Tatin bis hin zu gefüllten Haferplätzchen! Und alles relativ schnell - also längst nicht so schnell wie bei ihr, aber immerhin. Ein schönes Kochbuch für meine Familie - nicht alles, aber vieles passt und wird ausprobiert!

Veröffentlicht am 14.11.2020

Kein Hexenwerk!

Geheimnisse der Hexen
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Ein wundervolles Bilderbuch, das Jahrhunderte, ja Jahrtausende altes Wissen in sich trägt - ein Buch, das für junge Mädchen, junge Frauen erarbeitet wurde, die sich ihrer Kraft besinnen sollten ...

Ein wundervolles Bilderbuch, das Jahrhunderte, ja Jahrtausende altes Wissen in sich trägt - ein Buch, das für junge Mädchen, junge Frauen erarbeitet wurde, die sich ihrer Kraft besinnen sollten (und wollten).

Eine Einführung in die Hexerei soll dies sein - das sollte man jedoch mit dem Nötigen Humor annehmen. Eher ist dies ein Begleiter kluger und (vor)witziger Frauen über die Jahrhunderte - diese wurden dann, wenn sie den Verantwortlichen nicht ins Konzept passten, Hexen genannt und kurzerhand verbrannt. Oder zumindest ausgekontert.

Wenn junge Mädchen sich fragen, was es mit diesen Hexereien so auf sich hat, bekommen sie hier so einige Antworten: Woran machte man eine Hexe fest und was lässt eine kluge Frau klug werden und sein? Viele Geschichten, Sagen und Mythen sind hier versammelt, dazu Infos über Merkmale und Kennzeichen von Hexen.

Es gibt Menschen, die dieses Buch für schädlich erachten: aus meiner Sicht ist es ganz genau so schädlich (oder eben auch nicht) wie es kluge Frauen sind. Oder werden könnten. Ein Buch für Mütter und Töchter. Und für Frauen und für die, die dabei sind, welche zu werden!

Veröffentlicht am 13.11.2020

Einen eigenen Weg

Elmet
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Den gehen die drei Smythes: Vater John mit seinen beiden Kindern Cathy und Daniel. Sie sind nach Yorkshire gezogen, mitten in die Wälder, haben ein eigenes Haus gebaut. Doch es gibt jemanden, nämlich den ...

Den gehen die drei Smythes: Vater John mit seinen beiden Kindern Cathy und Daniel. Sie sind nach Yorkshire gezogen, mitten in die Wälder, haben ein eigenes Haus gebaut. Doch es gibt jemanden, nämlich den Besitzer des Waldes, dem das überhaupt nicht passt. Mehrfach versucht er, die Familie dort herauszubekommen. Doch auch diese hat Unterstützer auf ihrer Seite.

Wenn man sehr beschönigend herangeht, könnte man die Lebensweise der Smithes als alternativ bezeichnen, da sie sozusagen ihren eigenen Weg gehen. Die Kinder besuchen nicht die Schule, John Smythe hat keinen Job im eigentlichen Sinne, sondern stellt sich manchmal in illegalen Faustkämpfen. Und macht noch so das ein oder andere.

Im Klartext befinden sie sich allerdings nicht auf, sondern unter der Armutsgrenze und sind zumindest in gewissen Fällen gezwungen, sich von anderen abhängig zu machen. Wobei die Gefüge innerhalb des Romans nicht immer ganz klar nachzuvollziehen sind, für mich jedenfalls nicht. Ob wir wollen oder nicht, es kann passieren, dass uns "Elmet" zu den tiefsten Niederungen in uns selbst führt. Zu Empfindungen, die uns selbst an uns verborgen geblieben sind oder die wir verstaut zu haben glaubten in den tiefsten Ecken unseres Bewusstseins, unserer Seele. Es könnte sogar zu einem Kampf mit sich selbst kommen, wenn man sich auf die Probe stellt - sowohl in Bezug auf seine Empfindungen als Teil der Szenerie im Roman, als auch schlicht und einfach seiner Einstellungen in gewissen Dingen zu sich selbst. Kann ich mich auf mich verlassen, bleibe ich mir treu?

John Smythe kann das von sich behaupten, die meisten anderen Akteure nicht oder zumindest nicht ständig. Ein Roman nicht nur, aber auch über Erkenntnisse über sich selber. Zu empfehlen für Leser, die nicht auf ausgetretenen Pfaden wandeln und starken Tobak vertragen können!

Veröffentlicht am 12.11.2020

Macht ganz schön Action im Kinderzimmer!

ministeps: Hör rein, sing mit! Erste Kinderlieder zum Anhören
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Denn die Lieder hallen nicht gerade leise aus dem Buch! Aus meiner Sicht könnte das ruhig ein wenig leiser eingestellt sein, so dass das Kind mit seiner Beschallung nicht die Familie terrorisiert! ...

Denn die Lieder hallen nicht gerade leise aus dem Buch! Aus meiner Sicht könnte das ruhig ein wenig leiser eingestellt sein, so dass das Kind mit seiner Beschallung nicht die Familie terrorisiert!

Aber sonst ist das wirklich eine supernette Idee, diese Lieder im Buch! Dem sehr zarten Alter der Rezipienten wird hier ganz klar Rechnung getragen, auch wenn ich nicht so richtig verstehen kann, warum die Noten abgebildet sind: die Kleinen können sie noch nicht lesen - und die dazugehörigen Erwachsenen haben das definitiv nicht nötig - sie können die Lieder nach ein- oder zweimal zuhören auch so mitsingen, sollten sie sie nicht ohnehin bereits kennen.

Ein schönes Geschenk gerade auch für Kinder, deren Eltern möglicherweise nicht selbst in Deutschland aufgewachsen sind und die absoluten Klassiker nicht kennen. Denn hier kennt sie wirklich jeder in Deutschland aufgewachsene und kann sie bestimmt auch nach vielen Jahren des Erwachsenenlebens noch mitsingen. Zumindest die erste Strophe, denn mehr ist hier gar nicht aufgeführt.

Begleitet wird der Text von liebevollen Zeichnungen, auf verschiedene Tiere wie Bär, Ente, Schaf etc. abgebildet sind.