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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.02.2026

Die Insel

Belladonnas
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Julies und Chloes Leben könnten kaum unterschiedlicher sein, obwohl sie Zwillinge sind. Nach dem tödlichen Autounfall ihrer Eltern werden die Schwestern getrennt: Chloe wird von einer wohlhabenden Familie ...

Julies und Chloes Leben könnten kaum unterschiedlicher sein, obwohl sie Zwillinge sind. Nach dem tödlichen Autounfall ihrer Eltern werden die Schwestern getrennt: Chloe wird von einer wohlhabenden Familie adoptiert und wächst zu einer erfolgreichen Influencerin heran. Julie hingegen landet bei ihrer Tante, die sie kleinmacht, ausnutzt und ihr jede Chance auf ein selbstbestimmtes Leben nimmt.
Als Julie einen seltsamen Anruf von Chloe erhält, wird sie misstrauisch und reist nach New York, um nach ihrer Schwester zu sehen. Doch statt erleichtert nach Hause zurückkehren zu können, macht sie eine schreckliche Entdeckung: Chloe liegt tot in ihrer Wohnung. Wie benommen wartet Julie auf den Notruf, während sie begreift, wie viel Geld und Macht ihre Schwester besessen hat. Als die Einsatzkräfte eintreffen und Julie für Chloe halten, widerspricht sie nicht – und schlüpft kurzerhand in die Rolle ihrer toten Schwester.
Plötzlich lebt Julie Chloes glamouröses Leben weiter: Influencer-Events, Werbedeals und öffentliche Auftritte machen ihr zwar Angst, doch Chloes Freunde bemerken den Rollentausch nicht. Nur ihre Tante durchschaut das Spiel – und beginnt, Julie zu erpressen. Während Julie versucht, neue Kooperationen an Land zu ziehen, will sie gleichzeitig mehr über das Leben und die Geheimnisse ihrer Schwester erfahren. Besonders brisant wird es, als der jährliche Ausflug der Belladonnas, einer exklusiven Influencerinnen-Gruppe, bevorsteht, zu der auch Chloe gehörte.


Julie ist nicht immer die aufmerksamste Protagonistin; vieles, was für die Leserinnen und Leser offensichtlich ist, entgeht ihr. Aussagen und Handlungen anderer sind oft eindeutig, ohne dass sie die Warnzeichen erkennt. Dennoch bleibt die Geschichte konstant spannend, da man nie weiß, was als Nächstes passiert. Vielen Nebenfiguren fehlt es an Tiefe, was angesichts der großen Anzahl an Charakteren nachvollziehbar ist. Teilweise wusste ich nicht genau, wer wer ist – letztlich spielt das jedoch kaum eine Rolle, da die Influencerinnen größtenteils austauschbar dargestellt sind. Insgesamt ein fesselndes Buch mit hohem Unterhaltungswert.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.02.2026

Spannende Vorweihnachtszeit

Tee? Kaffee? Mord! Weihnachts-Special
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Winter in Earlsraven. Die Landschaft liegt unter einer dicken weißen Schneedecke, alles wirkt ruhig und friedlich. Doch der Schein trügt: Trotz eisiger Temperaturen sind die Verbrecher alles andere als ...

Winter in Earlsraven. Die Landschaft liegt unter einer dicken weißen Schneedecke, alles wirkt ruhig und friedlich. Doch der Schein trügt: Trotz eisiger Temperaturen sind die Verbrecher alles andere als im Winterschlaf. Von Ladendiebstählen bis hin zu Banküberfällen ist alles dabei. Und wie so oft geraten Nathalie und ihre Freunde – ohne es eigentlich zu planen – mitten hinein und spielen bei der Aufklärung eine entscheidende Rolle.
In fünf Kurzgeschichten werden die winterlichen Abenteuer der Freunde erzählt, jede in einer anderen Situation und mit eigenem Schwerpunkt. Gemeinsam zeichnen sie ein verschneites, spannendes Bild von Earlsraven, in dem Ruhe und Chaos dicht beieinanderliegen.


Ich möchte bewusst nicht näher auf die einzelnen Geschichten eingehen, um niemandem die Spannung und den Lesespaß zu nehmen. Die Kurzgeschichten sind gut geschrieben und durchaus unterhaltsam. Als offizieller Band 36 der Reihe empfinde ich sie jedoch als etwas unpassend. Im Vergleich zu den regulären Bänden sind die Storys deutlich einfacher gestrickt und hätten für mich besser als Spin-off funktioniert als vollwertiger Serienband. Das soll die einzelnen Geschichten keinesfalls abwerten – einige enthalten sogar unerwartete Wendungen. Insgesamt ist das Buch angenehm geschrieben und lässt sich locker lesen. Ich kann mir gut vorstellen, es im Sommer zu lesen, um sich gedanklich in eine kühle, winterliche Atmosphäre zu flüchten, wenn draußen die Hitze drückt.

Veröffentlicht am 04.02.2026

Missverständnisse

Where Good Girls go to Die (Good Girls 1)
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Livs Leben gerät aus den Fugen, als sie bei einem Junggesellenabschied ausgerechnet von ihrem Bruder und dessen Freunden als Stripperin erkannt wird. Kurz darauf heiratet auch noch ihr Jugend­schwarm – ...

Livs Leben gerät aus den Fugen, als sie bei einem Junggesellenabschied ausgerechnet von ihrem Bruder und dessen Freunden als Stripperin erkannt wird. Kurz darauf heiratet auch noch ihr Jugend­schwarm – und Liv sieht sich gezwungen, arbeitslos in ihre alte Heimat zurückzukehren. Ausgerechnet dorthin, wo auch er lebt. Vor vier Jahren hat er sie so tief verletzt, dass sie bis heute mit den Folgen kämpft und schließlich in der Stripclub-Szene gelandet ist.
Ein alter Freund bietet Liv schließlich einen Neuanfang an: einen Job als Empfangskraft in seinem Tattoostudio. Dankbar nimmt sie das Angebot an – ohne zu ahnen, dass ihr früherer Schwarm Teilhaber des Studios ist und dort ebenfalls arbeitet. Die Begegnung reißt alte Wunden auf, denn zwischen den beiden liegt eine spürbare, unausgesprochene Anziehung in der Luft. Eine Spannung, die nicht unbemerkt bleibt – schon gar nicht von seiner Verlobten.


Der Schreibstil ist sehr angenehm und macht den Einstieg in die Geschichte leicht. Durchgehend bleibt man gut in der Handlung, ohne den Faden zu verlieren. Erzählt wird aus zwei Perspektiven und auf zwei Zeitebenen, sodass man Stück für Stück erfährt, was vor vier Jahren geschehen ist. Diese Struktur sorgt für Spannung und Tiefe. Die Charaktere sind sympathisch und greifbar, auch wenn Liv sich mit ihren Entscheidungen oft selbst im Weg steht. Die Enthüllung der Ereignisse aus der Vergangenheit kam für mich anders als erwartet – mehr möchte ich dazu jedoch nicht sagen, um niemandem die Spannung zu nehmen. Insgesamt haben mich Story und Atmosphäre überzeugt, sodass ich das Buch sehr gern gelesen habe.

Veröffentlicht am 16.01.2026

Gott vs. Wolf

Fate & Darkness - Die Geheimnisse von Asgard Band 1
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Mia hat es geschafft: Sie darf an der Redwood State University studieren. Doch schon an ihrem ersten Tag nimmt ihr Leben eine unerwartete Wendung, als sie von einem Wolf angegriffen wird. Nach dem Angriff ...

Mia hat es geschafft: Sie darf an der Redwood State University studieren. Doch schon an ihrem ersten Tag nimmt ihr Leben eine unerwartete Wendung, als sie von einem Wolf angegriffen wird. Nach dem Angriff ist sie jedoch völlig unversehrt – keine Verletzungen, keine Schmerzen. Dieses unerklärliche Ereignis lässt sie zunehmend an ihrem eigenen Verstand zweifeln.
Auf einer Collegeparty lernt Mia Tyr kennen, einen geheimnisvollen und für sie äußerst attraktiven Fremden. Während sich zwischen den beiden langsam etwas entwickelt, taucht der Wolf erneut auf. Schließlich offenbart Tyr sein Geheimnis: Er ist ein nordischer Gott des Krieges. Nachdem Mia diese unglaubliche Wahrheit verarbeitet hat, unterstützt sie ihn dabei, die Materialien für ein magisches Band zu beschaffen – das einzige Mittel, mit dem der Wolf aufgehalten werden kann.
Als es schließlich zum großen Kampf kommt, erkennt Mia nicht nur die wahre Gefahr, sondern auch, wie tief ihre Gefühle für Tyr inzwischen geworden sind.

Ich habe über drei Jahre an diesem Buch gelesen. Anfangs war ich sehr begeistert, sodass ich mir den zweiten Band direkt gekauft habe. Mit der Zeit merkte ich jedoch, dass ich zwar vorankam, aber immer weniger Motivation hatte, weiterzulesen. Besonders Mia ging mir mit ihrem ausgeprägten Sturkopf zunehmend auf die Nerven. Ihren Drang, alles durchzuplanen, konnte ich noch akzeptieren – doch ihre konsequente Weigerung, sich beschützen zu lassen, empfand ich als äußerst anstrengend.
Am Ende habe ich mich regelrecht gezwungen, das Buch zu beenden, um es endlich abschließen zu können. Aktuell fehlt mir jegliche Motivation, den zweiten Band zu lesen. Wahrscheinlich werde ich es trotzdem tun – allein, damit der Kauf nicht umsonst war.

Veröffentlicht am 16.01.2026

Ein Pferd steht über alles

Off to the Races
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Billie übernimmt einen Job als Pferdetrainerin auf der Gold Rush Ranch, die dringend ihren angeschlagenen Ruf verbessern muss. Der frühere Besitzer – zugleich der verstorbene Großvater ihres heutigen Chefs ...

Billie übernimmt einen Job als Pferdetrainerin auf der Gold Rush Ranch, die dringend ihren angeschlagenen Ruf verbessern muss. Der frühere Besitzer – zugleich der verstorbene Großvater ihres heutigen Chefs – hatte Rennergebnisse manipuliert und damit einen dunklen Schatten auf die Ranch geworfen. Nun soll Billie helfen, einen Neuanfang zu ermöglichen.
Ihre größte Herausforderung ist Double Diablo, ein eigenwilliger, sturer Hengst, der alles andere als einfach zu handhaben ist. Doch nicht nur das Pferd stellt sich quer – auch dessen Besitzer ist ebenso dickköpfig und schwierig im Umgang. Mit Geduld und Charme gelingt es Billie jedoch, beide für sich zu gewinnen. Aus anfänglichen Reibereien entwickelt sich eine intensive Nähe, die schließlich weit über das Berufliche hinausgeht.

Ich habe das Buch versehentlich gekauft, da ich es mit einem anderen Titel verwechselt hatte, und konnte es anschließend nicht mehr umtauschen. Da ich Pferden gegenüber eher wenig Interesse habe, muss mich ein Buch besonders überzeugen, um mich dennoch mitzunehmen. Die Tiere habe ich deshalb bewusst aus meiner Bewertung herausgelassen – sonst wäre diese deutlich niedriger ausgefallen.
Die Grundidee der Geschichte war in Ordnung, wurde für meinen Geschmack jedoch durch sehr häufige und ausführliche Spice-Szenen geschwächt. Diese wirkten ebenso wie die Pferderennen lieblos und viel zu ausschweifend. Die Charaktere sind stark vorhersehbar und es fehlt ihnen insgesamt an Tiefe. Positiv hervorzuheben ist allerdings der Schreibstil: Dieser ist angenehm und flüssig, was letztlich auch der Grund war, weshalb ich das Buch trotz der schwachen Handlung zu Ende gelesen habe.