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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.04.2026

Eine Nacht unter Wasser

Die drei ??? Nacht in der Tiefe
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Für ein Interview erhält Bobs Vater die Gelegenheit, die Unterwasserstation OceanLab zu besuchen – und nimmt Bob sowie seine beiden Freunde kurzerhand mit. Schon bei der Ankunft wird klar, dass auf der ...

Für ein Interview erhält Bobs Vater die Gelegenheit, die Unterwasserstation OceanLab zu besuchen – und nimmt Bob sowie seine beiden Freunde kurzerhand mit. Schon bei der Ankunft wird klar, dass auf der Station etwas nicht stimmt. Immer wieder kommt es zu seltsamen Vorfällen, die schnell den Verdacht auf gezielte Sabotage lenken.

Die drei Detektive lassen sich diese Gelegenheit natürlich nicht entgehen und beginnen sofort, eigene Ermittlungen anzustellen. Zwischen technischen Anlagen, engen Gängen und der bedrückenden Tiefe des Ozeans versuchen sie herauszufinden, wer hinter den Manipulationen steckt. Dabei stoßen sie auf Hinweise, die sie immer tiefer in ein Netz aus Geheimnissen führen – und merken schnell, dass die Situation gefährlicher ist, als sie zunächst gedacht haben.



Ich bin bei diesem Band etwas hin- und hergerissen. Einerseits sorgt die Handlung für Spannung, da man gemeinsam mit den drei Detektiven herausfinden möchte, wer für die Sabotage verantwortlich ist. Die rätselhafte Atmosphäre der Unterwasserstation trägt zusätzlich zur Neugier bei.

Andererseits zog sich die Geschichte für mein Empfinden stellenweise etwas in die Länge. Ich musste mich mehrfach dazu motivieren, weiterzulesen, da der Lesefluss nicht immer konstant blieb. Besonders das Aufschneiden der Seiten hat mich gestört, da es den Lesefluss immer wieder unterbrochen und mich gedanklich aus der Geschichte herausgerissen hat.

Die Grundidee der Reihe finde ich nach wie vor sehr gelungen, allerdings hapert es für mich etwas an der Umsetzung in diesem Band. Die sogenannten Spezialseiten könnten meiner Meinung nach besser hervorgehoben werden, etwa durch einen Rand oder einen grauen Hintergrund, damit man sie leichter erkennt, ohne ständig unterbrechen zu müssen.

Trotz allem möchte ich Björn Berenz als neuen Autor der Reihe willkommen heißen. Ich hoffe, dass er der Serie erhalten bleibt und noch viele weitere spannende Abenteuer mit den drei Detektiven folgen werden.

Veröffentlicht am 27.04.2026

Geigenspielerin sucht Briefeschreiber

Love Me Tomorrow
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Seit der Scheidung ihrer Eltern glaubt Emma nicht mehr an die Liebe. Stattdessen konzentriert sie sich ganz auf ihre Verantwortung: Sie möchte ihre Mutter unterstützen und einen guten Studienplatz bekommen, ...

Seit der Scheidung ihrer Eltern glaubt Emma nicht mehr an die Liebe. Stattdessen konzentriert sie sich ganz auf ihre Verantwortung: Sie möchte ihre Mutter unterstützen und einen guten Studienplatz bekommen, um später einen sicheren Job zu haben und finanziell helfen zu können. Ihren eigentlichen Traum, Geigerin zu werden, stellt sie dabei bewusst zurück – obwohl ausgerechnet ihre Mutter sie ermutigt, diesen Weg zu gehen.
Eines Tages erhält Emma einen geheimnisvollen Brief. Der Verfasser behauptet, aus der Zukunft zu stammen – aus einer Zeit, in der sie nicht glücklich ist. Er schreibt, dass er sie schon immer geliebt habe. Entgegen aller Vernunft fühlt Emma, dass an diesen Worten etwas Wahres ist, und beginnt, den Absender zu suchen. Dabei geraten drei mögliche Kandidaten in den Fokus, die jeweils eine bedeutende Rolle in ihrem Leben spielen könnten. Während sie versucht herauszufinden, wer hinter den Briefen steckt, wird sie gleichzeitig mit ihren eigenen Gefühlen und Überzeugungen konfrontiert.



Die Geschichte ließ sich sehr angenehm lesen. Der Schreibstil ist flüssig und einnehmend, sodass man schnell in Emmas Welt eintaucht. Besonders die Spannung rund um die Identität des Briefeschreibers macht das Buch fesselnd – man beginnt automatisch, eigene Vermutungen anzustellen und entwickelt schnell einen Favoriten, von dem man hofft, dass er es ist.
Emmas Alltag mit ihrer Familie verleiht der Geschichte eine große Nähe und Authentizität. Ihre Entscheidungen und Gedanken sind teils gut nachvollziehbar, wirken an manchen Stellen aber auch widersprüchlich, was sie gleichzeitig realistisch macht. Ein kurzer Abschnitt, in dem das Thema Tod angerissen wird, hat mich persönlich stark berührt. Obwohl es kein zentrales Thema ist, fand ich die Darstellung sehr intensiv und emotional herausfordernd.
Da ich aktuell etwas sensibel bin, haben mich solche Momente besonders getroffen – möglicherweise wirkt es auf andere Leser weniger stark. Insgesamt ist es jedoch eine ruhige, gefühlvolle Liebesgeschichte ohne Hektik oder übertriebene Dramatik, die ich allen empfehlen würde, die genau so etwas suchen.

Veröffentlicht am 27.04.2026

Schläferalarm!

Tee? Kaffee? Mord! Falsche Geheimnisse
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Louise wurde während ihrer Zeit als Agentin unbemerkt zu einer Schläferin gemacht – und genau jetzt wird sie aktiviert. Ohne es zu wissen, bewegt sie sich durch die Welt und wird zur Gefahr, während ihre ...

Louise wurde während ihrer Zeit als Agentin unbemerkt zu einer Schläferin gemacht – und genau jetzt wird sie aktiviert. Ohne es zu wissen, bewegt sie sich durch die Welt und wird zur Gefahr, während ihre Freunde verzweifelt nach ihr suchen. In ihren seltenen klaren Momenten versucht Louise herauszufinden, wer hinter all dem steckt, welches Ziel verfolgt wird und warum ausgerechnet sie zu einer Schläferin gemacht wurde.

Auf ihrer Suche begegnet sie einer ehemaligen Kollegin, die dasselbe Schicksal teilt. Auch sie wurde einst manipuliert und lebt seitdem mit den Folgen. Gemeinsam rückt für beide immer mehr die zentrale Frage in den Fokus: Warum sie? Die Vergangenheit, die so lange verborgen blieb, beginnt sich Stück für Stück zu entfalten und bringt Wahrheiten ans Licht, die alles verändern könnten.



Zu Beginn hatte ich erwartet, dass es sich um eine eher flache und vorhersehbare Agentenfolge handeln würde. Doch die Geschichte hat mich positiv überrascht, da sie über weite Strecken hinweg spannend bleibt und einen konstanten Sog entwickelt. Zwar ist die Handlung stellenweise ebenso überzogen und unrealistisch wie andere Teile der Reihe, doch genau darin liegt auch ihr Reiz. Wenn man die Logik ein wenig beiseitelässt und sich einfach auf die Dynamik einlässt, wird man gut unterhalten.

Was mir bei der Serie insgesamt aktuell weniger gefällt, ist, dass viele Elemente aus den Anfängen zunehmend in den Hintergrund geraten. Wichtige Figuren aus früheren Teilen, wie etwa Natalies Tante, werden kaum noch erwähnt – nicht einmal beiläufig. Auch ihre Eltern spielen inzwischen keine Rolle mehr. Gerade diese Aspekte haben die Geschichte ursprünglich mitgeprägt, weshalb ich mir wünschen würde, dass zukünftige Teile wieder stärker zu diesen Wurzeln zurückkehren und alte Handlungsstränge aufgreifen.



Veröffentlicht am 27.04.2026

Ein Traum von einem Buchcafe

Yu-jins Bücherküche der großen Träume
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Yu-Jin beschließt, den Trubel der Großstadt hinter sich zu lassen und in einem kleinen Dorf neu anzufangen. Dort erfüllt sie sich den Traum von einem Büchercafé mit angeschlossener Pension – ein Ort, der ...

Yu-Jin beschließt, den Trubel der Großstadt hinter sich zu lassen und in einem kleinen Dorf neu anzufangen. Dort erfüllt sie sich den Traum von einem Büchercafé mit angeschlossener Pension – ein Ort, der schnell zu mehr wird als nur ein Geschäft. Menschen unterschiedlichster Herkunft finden den Weg dorthin, jeder mit einer eigenen Geschichte, mit Sorgen, Zweifeln oder ungelösten Konflikten im Gepäck.

In der warmen, fast schützenden Atmosphäre des Cafés entsteht Raum für Begegnung und Offenheit. Die Gäste beginnen, sich zu öffnen, teilen ihre Gedanken und Erfahrungen und finden dabei nicht nur Trost, sondern oft auch neue Perspektiven. Yu-Jins Café wird so zu einem Rückzugsort, an dem man innehalten, reflektieren und gestärkt weitergehen kann. Für viele Besucher wird dieser Ort zu einem wichtigen Wendepunkt auf ihrem persönlichen Lebensweg.



Das Buch ließ sich insgesamt sehr angenehm lesen. Da ich momentan etwas sensibel und emotional bin, haben mich einige Szenen besonders berührt und mir immer wieder kleine Tränen entlockt. Trotz der grundsätzlich positiven Grundstimmung bleiben die Geschichten der Besucher im Kopf – und auch im Herzen – hängen, weil sie oft sehr nahbar und menschlich erzählt sind.

Der Schreibstil ist ruhig und zugänglich, sodass man gut in die Handlung eintauchen kann. Anfangs haben mich die relativ langen Kapitel jedoch etwas überrascht, da jede Besuchergeschichte in einem eigenen, kaum unterbrochenen Abschnitt erzählt wird. Durch kleinere Abschnitte innerhalb der Kapitel ist es dennoch möglich, zwischendurch Pausen einzulegen und später problemlos weiterzulesen.

Einige der dargestellten Schicksale sind komplex und nicht sofort vollständig nachvollziehbar, was das Lesen stellenweise anspruchsvoller macht. Gleichzeitig verleiht gerade diese Vielschichtigkeit den Figuren Tiefe und macht ihre Geschichten authentisch und nachwirkend.

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Heimlichkeiten

When We Fall
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Reread
Ella und Jae-yong verlieren den Kontakt, nachdem ein gemeinsames Foto von ihnen im Internet viral geht. Doch nicht nur die Verbindung zu ihm bricht ab – auch zu ihren beiden Schwestern entsteht ...

Reread
Ella und Jae-yong verlieren den Kontakt, nachdem ein gemeinsames Foto von ihnen im Internet viral geht. Doch nicht nur die Verbindung zu ihm bricht ab – auch zu ihren beiden Schwestern entsteht eine schmerzhafte Distanz. Obwohl sie weiterhin unter einem Dach leben, fühlt sich Ella zunehmend isoliert und allein. Erst nach und nach finden die Schwestern wieder vorsichtig zueinander zurück. Auch zwischen Ella und Jae-yong entwickelt sich erneut ein Austausch. Die gegenseitige Anziehung ist ungebrochen, beinahe unausweichlich. Schließlich wagen sie es, sich heimlich und fernab neugieriger Blicke zu treffen. Doch dieses Wiedersehen ist alles andere als unbeschwert, denn das Risiko, entdeckt zu werden, ist enorm – und die möglichen Konsequenzen wiegen schwer.

5/5 Hasenohren (gelesen 2021 und erneut 2026)

Nach etwa fünf Jahren habe ich das Buch erneut gelesen. Viele Details waren über die Zeit verblasst, was sich im Nachhinein als echter Vorteil erwiesen hat: So konnte ich die Geschichte von Ella und Jae-yong noch einmal fast wie beim ersten Mal erleben. Gerade dieses Wiederentdecken hat die Lektüre besonders gemacht.
Ich bewundere Melanie sehr für alles, was sie unter schwierigen Bedingungen leistet. Ihre Stärke und ihr Durchhaltevermögen sind beeindruckend und verleihen der Geschichte zusätzliche Tiefe. Jae-yong bleibt für mich der Inbegriff eines Traummannes – aufmerksam, geduldig und emotional greifbar. Umso weniger nachvollziehen kann ich Ellas Zögern, besonders in den Momenten, in denen sie mit ihm allein ist.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig und einnehmend. Die Seiten vergehen beinahe unbemerkt, weil man so tief in die Handlung hineingezogen wird. Die Geschichte entfaltet eine Sogwirkung, die es leicht macht, alles um sich herum zu vergessen und vollkommen in Ellas Welt einzutauchen.

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