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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.02.2025

Deutsch-dänische Zusammenarbeit

Die Brandung – Leichenfischer
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Zunächst einmal muss ich vorausschicken, dass dies zwar schon der zweite Fall des deutsch- dänischen Ermittlerduos Fria Svensson und Ohlsen Ohlsen ( Ja, der heißt wirklich so, Vorname und Nachname ...

Zunächst einmal muss ich vorausschicken, dass dies zwar schon der zweite Fall des deutsch- dänischen Ermittlerduos Fria Svensson und Ohlsen Ohlsen ( Ja, der heißt wirklich so, Vorname und Nachname identisch ) ist, ich aber leider den ersten Band der Ostsee-Krimi-Reihe " Die Brandung " von Karen Kliewe noch nicht gelesen habe. Was ich aber baldmöglichst nachholen werde, auch, wenn es dann nicht chronologisch ist. Zum Cover: Es gefällt mir sehr gut. Ein schönes Ostseefoto, natürlich krimistimmungsmäßig etwas düster und unheimlich gestaltet. Ich fühle mich im hohen Norden zuhause, bin Schleswig-Holsteinerin und die deutsch- dänische Kooperation ist mir nicht fremd. Zu Anfang musste ich mich etwas reinfuchsen, da doch ziemlich viele Charaktere schnell eingeführt werden, aber nachdem ich es im Kopf etwas sortiert habe, nahm der Krimi auch Fahrt auf und hat mich mitgerissen. Guter, solider, spannender Krimi mit viel Lokalkolorit und sympathischen Ermittler*innen!

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Veröffentlicht am 08.08.2023

Nostalgischer Japan - Krimi

Mord auf der Insel Gokumon
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Ich war sehr gespannt auf den Kriminalroman " Mord auf der Insel Gokumon " von Seishi Yokomizo aus dem Jahre 1971. Ich mag alte Krimis, a la Edgar Wallace, Agatha Christie, und so weiter. Die Gestaltung ...

Ich war sehr gespannt auf den Kriminalroman " Mord auf der Insel Gokumon " von Seishi Yokomizo aus dem Jahre 1971. Ich mag alte Krimis, a la Edgar Wallace, Agatha Christie, und so weiter. Die Gestaltung des Einbandes wies auch schon ein wenig darauf hin und hat mich entfernt an James Bond erinnert, oder eben alte Rowohlt- Krimis. Voller Vorfreude habe ich mich also ans Lesen gemacht aber mir fiel es etwas schwer, mich auf die Handlung zu konzentrieren, beziehungsweise ihr zu folgen. Zum einen lag es wohl an den ungewohnten japanischen Namen, zum anderen fehlte mir das Hintergrundwissen über alte japanische Mythologie und Sagen. Für Japan- Fans die sich schon etwas mehr mit der Geschichte des Landes und den Gepflogenheiten der Japaner und Japanerinnen auskennt sicher ein reizvoller Ausflug in vergangene Zeiten und ein spannendes Lesevergnügen. Mich hat es etwas angestrengt.

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Veröffentlicht am 09.07.2023

Besser als erwartet!

Eine Lady hat die Wahl
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Ehrlich gesagt, finde ich die Aufmachung des Buches ( bis auf den schönen Farbschnitt ) sehr, sehr kitschig und irgendwie " preiswert ", eher, mit Verlaub, in Richtung Groschenroman. Ich bin auch garnicht ...

Ehrlich gesagt, finde ich die Aufmachung des Buches ( bis auf den schönen Farbschnitt ) sehr, sehr kitschig und irgendwie " preiswert ", eher, mit Verlaub, in Richtung Groschenroman. Ich bin auch garnicht der Typ für einen Liebesroman..Weil Jane Austen erwähnt wurde, ich anglophil bin und mich die Regency - Epoche schon sehr interessiert, habe ich mich dann trotzdem für das Buch entschieden. Und da passt das Sprichwort wirklich: Don't judge a book by its cover! Ich habe es fast in einem Rutsch durchgelesen, mich köstlich amüsiert, mich rühren, mich in die damalige Zeit mitreissen , mich wütend über die schrecklichen Einschränkungen, die Frauen zu dieser Zeit auferlegt wurden, werden und aufs Beste unterhalten lassen! Jane Austen ist es nicht, aber sie schimmert an einigen Passagen ein wenig durch, was schon reicht, um mich zu erfreuen! Ich kann es nur empfehlen!

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Veröffentlicht am 17.05.2023

Familie Leitz

Das Licht im Rücken
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Eine renommierte Autorin, ein wirklich schön aufgemachtes Buch, eine Geschichte, die mich interessiert - und doch hat es mich leider nicht gepackt. Ich bin etwas enttäuscht und ratlos, weil ich ...

Eine renommierte Autorin, ein wirklich schön aufgemachtes Buch, eine Geschichte, die mich interessiert - und doch hat es mich leider nicht gepackt. Ich bin etwas enttäuscht und ratlos, weil ich mich mit freudiger Erwartung und grossem Wohlwollen ans Lesen gemacht habe. Es mag an mir liegen, aber keiner der Charaktere konnte sich in mein Herz schleichen, mit keinem habe ich mitgelitten, keinen fand ich richtig spannend beschrieben. Seltsam distanziert und leblos wirkte der Roman auf mich. Vielleicht ist es der Schreibstil, der mir einfach nicht zu liegen scheint. Ich mag einfach nicht, wenn in der Gegewartsform geschrieben wird. Das fühlt sich für mich immer irgendwie unnatürlich an und ich muss mich zum Weiterlesen zwingen. Dabei hat mir die sorgfältige Recherche sehr gut gefallen. Die liebevolle Gestaltung mit Fotos, alten Plakaten, etc. war sehr ansprechend, aber leider..

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Veröffentlicht am 17.05.2023

Strange

Idol in Flammen
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Das Cover passt hervorragend zum Roman, eine verschwommene Darstellung des japanischen Mädchens mit blondgefärbten Haaren vor blauem Hintergrund -
Blond, wie sein Idol, blau wie die Lieblingsfarbe ...

Das Cover passt hervorragend zum Roman, eine verschwommene Darstellung des japanischen Mädchens mit blondgefärbten Haaren vor blauem Hintergrund -
Blond, wie sein Idol, blau wie die Lieblingsfarbe des Idols. Es ist eine tieftraurige Geschichte einer Depression und dem missglücktem Versuch, durch extremes Fan- sein die Leere zu füllen. Ein unglückliches, einsames Mädchen ohne wirklichen Rückhalt und ohne Zuneigung ihrer Familie zerbricht an den Anforderungen der japanischen Gesellschaft und kann die Erwartungen nicht erfüllen. Als Ersatz für echte menschliche Beziehungen wird ihr Idol immer wichtiger und sie richtet ihr ganzes Leben nach ihm aus. Diese Entwicklung wird sehr eindrücklich und realitätsnah bis zur Schmerzgrenze beschrieben. Der Schluss lässt mich etwas ratlos zurück, aber ich denke, es ist ganz zaghaft optimistisch.

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