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Ullap

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.09.2024

Eingeschneit in den Bergen

Nur noch Stille
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Auf Einladung des Besitzers treffen in einem verschneiten Luxus-Hotel in den Bergen verschiedene Gäste ein, die sich offenbar aus früheren Zeiten kennen und die ein gemeinsames Geheimnis zu umgeben scheint. ...

Auf Einladung des Besitzers treffen in einem verschneiten Luxus-Hotel in den Bergen verschiedene Gäste ein, die sich offenbar aus früheren Zeiten kennen und die ein gemeinsames Geheimnis zu umgeben scheint. Parallel erfahren wir in einer Nebenhandlung aus der Sicht eines Kindes von einem Verbrechen. Wie hängen die beiden Erzählperspektiven zusammen und welche gemeinsame Vergangenheit umgibt die Truppe der Hotelgäste?

Die Autorin versteht es von der ersten Seite an, einen grossen Spannungsbogen zu schaffen, wozu sowohl die einsame Location in den Bergen als auch die sehr unterschiedlichen Charaktere der Hotelgäste, insbesondere des extrovertierten Besitzers, einen grossen Anteil haben. Lange weiss man nicht, wer oder was hinter dieser Zusammenkunft steckt, der Knoten löst sich erst in einem fulminanten und für mich sehr überraschenden Finale.

So liebe ich Psychothriller, Conny Lüscher hat mich mit ihrem Buch wieder einmal vollends begeistern können!

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Veröffentlicht am 09.09.2024

Eine schwierige Mutter-/Tochterbeziehung

Der Morgen nach dem Regen
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Johanna war lange Zeit für die Vereinten Nationen in aller Welt unterwegs und hat dabei ihre Familie, vor allem ihre Tochter Elsa vernachlässigt. Elsa ist mittlerweile selbst erfolgreiche Anwältin beim ...

Johanna war lange Zeit für die Vereinten Nationen in aller Welt unterwegs und hat dabei ihre Familie, vor allem ihre Tochter Elsa vernachlässigt. Elsa ist mittlerweile selbst erfolgreiche Anwältin beim Europäischen Strafgerichtshof.
Als Johanna in St. Goar am Rhein ein altes Haus ihrer Tante Toni erbt und nach der Trennung von ihrem Mann beschließt, dort zu wohnen und Elsa aufgrund eines Burnouts Ruhe im Haus ihrer Großtante sucht, treffen Mutter und Tochter wieder aufeinander. Alte Konflikte brechen auf. Gibt es eine Möglichkeit, an diesem für beide Frauen wichtigen Ort am Rhein, sich wieder anzunähern?
Trotz des schwierigen Themas hat sich dieser Roman für mich leichtgängig lesen lassen. Die Autorin gibt uns einen Einblick in die Gefühlswelt von zwei starken Frauen, die sich lange Zeit ihre Schwächen und Verletzlichkeiten nicht eingestehen wollen. Durch die abwechselnde Darstellung der Kapitel aus der Sichtweise der beiden Frauen sowie einiger Zeitsprünge, die jedoch leicht nachzuverfolgen waren, hatte ich als Leserin zeitig einen guten Zugang zu beiden Frauen. Unverständnis meinerseits wandelte sich im Laufe der Geschichte immer weiter in Verständnis für beide Seiten. Die Tatsache, dass die verstorbene Tante Toni immer noch als gedankliche Ratgeberin im Hintergrund agiert, machte die Geschichte zusätzlich sehr menschlich für mich.

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Veröffentlicht am 06.09.2024

Geheimnisvoller Brunnen

Abgrundtiefer Hass
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Es handelt sich um den zweiten Fall für den finnischen Ermittler Mik und die Psychologin Sofia. Der Fall ist in sich abgeschlossen und eigenständig lesbar, die Privatgeschichte von Mik wird weitererzählt, ...

Es handelt sich um den zweiten Fall für den finnischen Ermittler Mik und die Psychologin Sofia. Der Fall ist in sich abgeschlossen und eigenständig lesbar, die Privatgeschichte von Mik wird weitererzählt, Vergangenes hierzu jedoch erläutert.

Ein kleiner Junge verschwindet plötzlich aus einem Supermarkt, kann jedoch dank eines GPS-Trackers seiner Armbanduhr schnell am Grund eines alten Brunnens gefunden werden, körperlich unverletzt, jedoch spricht er seither nicht mehr. Schnell wird klar, dass der Brunnen noch andere Geheimnisse birgt.

Dieser Krimi war bis zum Ende super spannend und hat mich kaum zu Atem kommen lassen. Verschiedene Zeit-und Handlungsebenen unterstreichen die Ratlosigkeit, ob, und welche Verbrechen überhaupt vorliegen und wer dafür verantwortlich ist. Erst zum Ende hin entpuppt sich für mich eine überraschende und schlüssige Lösung, mit der ich so nicht gerechnet hatte um auf den letzten Seiten zusätzlich noch mal eins draufzusetzen. So liebe ich Krimis und kann auch diesen- wie seinen Vorgänger - wieder wärmstens empfehlen!

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Veröffentlicht am 05.09.2024

Atmosphärische Geschichte

Die Gräfin
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Im zweiten Weltkrieg stürzt der junge englische Pilot James mit seiner Maschine auf der nordfriesischen Hallig Südfall ab. Dort wird er am Strand von der dort mit ihren zwei Bediensten lebenden achtzigjährigen ...

Im zweiten Weltkrieg stürzt der junge englische Pilot James mit seiner Maschine auf der nordfriesischen Hallig Südfall ab. Dort wird er am Strand von der dort mit ihren zwei Bediensten lebenden achtzigjährigen Hallig-Gräfin Diana gefunden und medizinisch versorgt. Misstrauisch beäugen sich in den kommenden Tagen die beiden durch den Krieg "verfeindeten" Parteien.
Diese über sechs Tage laufende Geschichte kommt sehr ruhig daher und beschreibt wunderbar das einsame Leben auf der Hallig und ihrer wenigen Bewohner. Dabei wird gerade der Gegensatz zwischen der Gräfin in ihrer selbstgewählten Einsamkeit und ihren beiden Angestellten deutlich, der jungen Haustochter Meta und dem alten Gehilfen Maschmann, der auch gerne schon mal in seinen nordfriesischen Dialekt verfällt. Der englische Eindringling bringt das eingefahrene Leben doch ein wenig durcheinander, ohne wirklich zu stören.
Tatsächlich passiert in dieser Geschichte nichts wirklich Aufregendes, wichtig sind hier für mich die feinen atmosphärischen Spannungen, die zwischen den Charakteten liegen und die ausgefeilte Beschreibung des einsamen Hallig-Lebens.
Die Tatsache, dass die Person der Hallig-Gräfin historisch belegt ist, macht den Roman für mich noch umso interessanter.

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Veröffentlicht am 04.09.2024

Alles wieder zurück auf dem Darss

Hinter den Dünen - Weltenbummler in Sicht
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Auf dem Künstlerhof Sommer auf dem Darss steht Opa Hans' 80. Geburtstag an, schaffen es alle Familienmitglieder, pünktlich zur Feier zu erscheinen?

Nicht nur für die Weltenbummler Helena und Tom sondern ...

Auf dem Künstlerhof Sommer auf dem Darss steht Opa Hans' 80. Geburtstag an, schaffen es alle Familienmitglieder, pünktlich zur Feier zu erscheinen?

Nicht nur für die Weltenbummler Helena und Tom sondern auch für mich als Leserin war dieser Roman mal wieder wie ein Nachhausekommen an die Ostsee! Ich fühle mich nach nun schon einigen Romanen dieser Reihe fast wie ein Familienmtglied, zumindest aber wie ein Mitbewohner des Künstkerhofs. Neben den altbekannten Gesichtern gibt es immer wieder auch ein paar neue interessante Charaktere kennenzulernen. Dabei macht hier für mich diesmal die mittlere Generation - Mutter Helena und Vater Tom - eine sehr positive und von mir so nicht erwartete Entwicklung mit.

Wie immer versteht es die Autorin auch diesmal bestens, durch tolle Umgebungsbeschreibungen Lust auf einen Urlaub in dieser tollen Gegend zu wecken. Diesmal spielt die Geschichte sogar zu Zeiten der HanseSail in Warnemünde, ein sicherlich lohnenswertes Ziel.

Zum Abschluss steht auch ein weihnachtlicher Band an, den ich in Kürze sicherlich noch gerne lesen werde.

Wie immer von mir 5 Sterne für diese tolle Serie!

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