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Veröffentlicht am 17.11.2024

romanhaftes Sachbuch

Das Wesen des Lebens
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Die Stellersche Seekuh, deren Geschichte sich durch die gesamte Handlung zieht, wurde erstmals 1741 vom deutschen Naturforscher Georg Wilhelm Steller entdeckt, als er mit Vitus Bering auf Entdeckungsfahrten ...

Die Stellersche Seekuh, deren Geschichte sich durch die gesamte Handlung zieht, wurde erstmals 1741 vom deutschen Naturforscher Georg Wilhelm Steller entdeckt, als er mit Vitus Bering auf Entdeckungsfahrten ging. Das entbehrungsreiche Leben der Seeleute auf See und der Überlebenskampf der Schiffbrüchigen wird eindrucksvoll geschildert und wie die zutraulichen Tiere, die erstmals auf Menschen trafen dort abgeschlachtet wurden. Teils war es zum Überleben der Seeleute notwendig, teils geschah es aus reiner Lust am Töten.
Zu späteren Zeiten, als Russland Alaska besiedelte, wurde die Seekuh erneut gesichtet und diesmal machten sich Forscher über dieses große, zutrauliche Tier her. Um sie zu studieren wurden sie getötet.
Heute gilt sie als ausgestorben.
Über Generationen hinweg wird erzählt, was mit den Zeichnungen und Skeletten dieses mächtigen Meeresbewohners geschah. Dabei werden die Menschen, die einen Bezug dazu hatten, mit ihrer Lebensgeschichte in die Handlung eingebunden.
Ein hochinteressantes wissenschaftliches Sachbuch in Romanform. Eine Pflichtlektüre für den Artenschutz.

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Veröffentlicht am 17.11.2024

überraschendes Erbe

Die Unmöglichkeit des Lebens
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In England führt die pensionierte Mathematiklehrerin Grace ein unaufgeregtes, vorbestimmtes Leben. Bereits als Kind ist ihr Sohn Daniel bei einem Unfall ums Leben gekommen, für den sie sich die Schuld ...

In England führt die pensionierte Mathematiklehrerin Grace ein unaufgeregtes, vorbestimmtes Leben. Bereits als Kind ist ihr Sohn Daniel bei einem Unfall ums Leben gekommen, für den sie sich die Schuld gibt, und nun lebt auch ihr Mann Karl nicht mehr. Mit ihren 72 Jahren hat sie nichts mehr vom Leben zu erwarten bis ein Haus auf Ibiza erbt. Mit der Verstorbenen, der ehemaligen Musiklehrerin Christina, hatte sie seit langer Zeit keinerlei Kontakt. Aus Neugier und um aus dem Alltagstrott auszubrechen, fliegt sie auf die Insel und findet ein heruntergekommenes Haus vor. Der Tod Christinas ist mysteriös, sie möchte für Aufklärung sorgen und auch der Grund warum ausgerechnet sie als Erbin eingesetzt wurde muss einen Grund haben.
Der Schreibstil Matt Haigs gefällt mir sehr gut, sehr einfühlsam nimmt er uns auf die Sorgen und Alltagsbeschwerden Grace mit, angenehm langsam schreitet die Handlung voran. Die Entwicklung von Grace wird uns in Form eines Briefes an ihren ehemaligen Schüler Maurice, inzwischen Mathestudent mit vielen Problemen, nahegebracht. Ein geschickter Schachzug. Die Handlung hingegen gleitet mittendrin ins übernatürliche, mystische hin und ist für mich nicht mehr logisch nachvollziehbar, das Ende völlig an den Haaren herbeigezogen. Schade.

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Veröffentlicht am 17.11.2024

wer ist Eric wirklich?

Stalker – Er will dein Leben.
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Als Bühnenschauspieler bekommt Eric nur mittelmäßige Rollen, sein Bekanntheitsgrad ist gering bis er eine Rolle im Tatort erhält und seine Facebookzahlen durch die Decke schießen. Er freut sich über die ...

Als Bühnenschauspieler bekommt Eric nur mittelmäßige Rollen, sein Bekanntheitsgrad ist gering bis er eine Rolle im Tatort erhält und seine Facebookzahlen durch die Decke schießen. Er freut sich über die vielen positiven Reaktionen, bis er die Antworten darunter, unter seinem Namen verfasst, sieht. Abstoßend und arrogant wie diese sind, wird er schnell wieder fallen gelassen. Dieser Unbekannte gibt sich als der wirkliche Eric aus und da er selbst keinerlei Erinnerung an seine Kindheit hat muss er sich dem stellen. Seine einzigen Erinnerung als Elfjähriger sind ein brennendes Haus, in dem seine Eltern ums Leben kamen. Seine Großmutter, bei der er aufwuchs, ist inzwischen dement und keine Hilfe bei der Aufklärung. Und dann behauptet dieser andere auch noch, er hätte damals ein Kind ermordet und entführt seine Frau und seinen Sohn. Erst wenn er alles öffentlich macht lässt er die beiden frei.
Eine hochinteressante Geschichte bei der ich mittendrin Probleme mit der logischen Aufschlüsselung hatte, die sich durch mehrere neue Entwicklungen und ein überraschendes Ende jedoch alle auflösten. Sehr spannend.

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Veröffentlicht am 17.11.2024

Getränkevorlieben mit Rezepten

Trinken wie ein Dichter
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Gleich zu Beginn begeistert mich die sehr schöne Aufmachung des Sachbuches. Das Cover in rot ist, ganz besonders für ein Sachbuch, künstlerisch geschmackvoll gestaltet, der Leineneinband sorgt für eine ...

Gleich zu Beginn begeistert mich die sehr schöne Aufmachung des Sachbuches. Das Cover in rot ist, ganz besonders für ein Sachbuch, künstlerisch geschmackvoll gestaltet, der Leineneinband sorgt für eine griffige Haptik.
99 Autoren, alle bebildert, verraten uns ihre Lieblingsgetränke, angefangen mit dem Ältesten, William Shakespeare, der einen selbst angesetzten Gewürzmet, Metheglin, bevorzugte bis zu der jüngsten Autorin, R. O. Kwons, die gerne Vodka Soda trinkt. Dass Johann Wolfgang von Goethe Weinliebhaber war, war mir bekannt, jedoch nicht, dass er den fränkischen bevorzugte.
Die Rezepte, die einfach umzusetzen sind sind liebevoll mit Zeichnungen versehen. Besonders angetan hat mir der Obstsalat mit Champagner, den ich bestimmt bald probieren werde.
Es ist ein Sachbuch, das auf fundierte Anekdoten oder sogar von den Autoren selbst verfasste Anmerkungen beruht warum sie diese Wahl getroffen haben, teilweise auch, wie und warum gerade dieses Getränk ihre Vorliebe ist.
Ein rund rum gelungenes Buch.

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Veröffentlicht am 17.11.2024

was ist Glück

Reise nach Laredo
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Im Jahr 1558 verweilt der zurückgetretene Kaiser Karl der fünfte bereits seit 1 1/2 Jahren im Kloster im spanischen Yuste. Er siecht dahin und seine Bediensteten, sein Arzt, sein Sekretär, alle um ihn ...

Im Jahr 1558 verweilt der zurückgetretene Kaiser Karl der fünfte bereits seit 1 1/2 Jahren im Kloster im spanischen Yuste. Er siecht dahin und seine Bediensteten, sein Arzt, sein Sekretär, alle um ihn herum warten auf seinen Tod um wieder frei zu sein. Für Karl selbst ist seine einzige Freude, im Garten zu sitzen. Von dort sieht er den elfjährigen Geronimo, seinen Sohn, der nicht weiß, dass der ehemalige Kaiser sein Vater ist. Beiden ist langweilig. Karl möchte ausbrechen aus seiner klösterlichen Enge und den Vorschriften. Er bittet Geronimo um Hilfe um sein Ziel, Laredo im Norden Spaniens, zu erreichen. Mit seiner Armbrust, einem Pferd und einem Maulesel machen sie sich auf den beschwerlichen Weg. Hilfe bekommen sie von dem Geschwisterpaar Honza und Angelita, die der geächteten Gruppe der Cagots angehörten. Im Laufe ihrer gemeinsamen Reise sind sie Gefahren ausgesetzt, die für Karl völlig fremd sind. Während seines abgeschirmten Lebens hat er das Leben der einfachen Bevölkerung nicht kennengelernt.
Auf der Reise erfährt Karl was Liebe und Zuneigung bedeutet, wie man ums Überleben kämpfen muss und was Glück ist und er erinnert sich an sein privilegiertes Leben, an seine Lehrer, seine geliebte und früh verstorbene Frau, seinen Umgang mit seinen Kindern. Der Roman ist phantasievoll, poetisch und mit viel Lebensweisheit geschrieben.

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