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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.08.2024

hochwertig und informativ, auch für Erwachsene

Von Eintagsfliege bis Grönlandwal
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Ausgehend von der Lebensspanne der Tiere, beginnend mit der kurzen Lebenszeit der Eintagsfliege über den Axolotl, den fast ausgestorbenen neuseeländischen Kakapo, hin zu der Islandmuschel und, für mich ...

Ausgehend von der Lebensspanne der Tiere, beginnend mit der kurzen Lebenszeit der Eintagsfliege über den Axolotl, den fast ausgestorbenen neuseeländischen Kakapo, hin zu der Islandmuschel und, für mich völlig unbekannten Glasschwamm mit einer Lebenszeit von ca. 11.000 Jahren und am Ende des Sachbuches, die unsterbliche Qualle, erfahren wir viel hoch interessantes und unbekanntes über die Tierwelt. Insekten, Nagetiere, Vögel, Reptilien und Säugetiere werden chronologisch nach ihrem Alter vorgestellt.

Insgesamt von 27 verschiedenen Tieren wird uns in einfachen Worten und dennoch auch für Erwachsene höchst informativ, deren Leben erzählt, über Besonderheiten und deren Problemen in ihrem Leben erzählt. Ein besonderer Hingucker ist die sehr liebevolle künstlerisch hochwertige Illustration mit den Zeichnungen der Tiere und ihrer Umgebung. Das einzige Manko des Buches ist die kürze, bei dieser Klasse hätte ich gerne über mehr Tiere gelesen, es war viel zu schnell zu Ende.

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Veröffentlicht am 20.08.2024

jüdische Fluchtgene

Sobald wir angekommen sind
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Mit seinen bald 50 Jahren hat Benjamin Oppenheimer Probleme mit sich und seinem Leben. Als Autor hat er nach seinem Anfangserfolg nichts mehr vorzuweisen, er leidet unter Geldsorgen. Seine Ehefrau Marina ...

Mit seinen bald 50 Jahren hat Benjamin Oppenheimer Probleme mit sich und seinem Leben. Als Autor hat er nach seinem Anfangserfolg nichts mehr vorzuweisen, er leidet unter Geldsorgen. Seine Ehefrau Marina will die Trennung, er soll sich eine eigene Wohnung suchen. Doch Zürich ist teuer und seine wohlhabenden Eltern sind nicht bereit zu helfen. Wenigstens hebt seine neue Freundin Julia sein Selbstwertgefühl. Bis eines Morgens Marina mit ihren gemeinsamen Kindern Moritz und Rosa ihn zur sofortigen Flucht drängen. Es wird Krieg geben in Europa und da die Juden immer an allem Schuld sind müssen sie ausreisen, sofort. Sie hat Tickets für Brasilien, da wollte Ben doch immer hin. Stefan Zweig, über den er ein Filmdrehbuch schreiben will, ist noch vor Ausbruch des zweiten Weltkriegs dorthin ausgewandert und hat nur dadurch überlebt. So machen sie sich als Familie auf die Reise.
Als Jude wäre man immer auf der Flucht, es liegt in den Genen, so die Meinung von Ben. Doch es ist auch eine Flucht vor seinem Leben, er bekommt nichts auf die Reihe, verhält sich immer falsch. Alle Protagonisten sind mit starken und interessanten Charakteren versehen, selbst das Grundschulkind Moritz und die pubertierende Rosa haben ihre starken Momente in der Handlung. Mit der Hauptfigur Ben kann man Mitleiden, Mitlachen und sich über Tollpatschigkeit amüsieren. Ein rundum gelungener Roman.

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Veröffentlicht am 02.08.2024

die Freundin des Killers

Wenn sie lügt
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Die Freundin des Killers ist Norah für die Dorfbewohner von Waldesroda. Als Teenagerin hat sie sich in den deutlich älteren David verliebt, der sehr besitzergreifend ihre Freundschaft zu ihrer Clique zerstörte. ...

Die Freundin des Killers ist Norah für die Dorfbewohner von Waldesroda. Als Teenagerin hat sie sich in den deutlich älteren David verliebt, der sehr besitzergreifend ihre Freundschaft zu ihrer Clique zerstörte. Besonders Golan, der von Norahs Mutter Elisabeth mit in ihre Familie aufgenommen wurde, wird von David schlecht dargestellt. Bis David ein junges Paar ermordet und auf der Flucht mit einem Boot ertrinkt. Seine Leiche wurde nie gefunden. Inzwischen sind 20 Jahre vergangen und Norah kehrt in ihr Heimatdorf und zu ihrer Mutter zurück. Kurz darauf erhält sie beunruhigende Briefe mit Inhalten, die nur David kennen kann. Aber er ist doch tot? Elisabeth bittet Golan um Hilfe. Dieser stößt auf Abneigung bei der Spurensuche und auf immer mehr Geheimnisse auf Seiten Norahs aber auch der damaligen Clique. Bis es weitere Todesfälle gibt.
Der Krimi fängt interessant an, er wechselt immer wieder in den Zeitebenen. Bis immer mehr Nebenfiguren auftauchen, die nur kurz im Geschehen auftauchen und kaum beschrieben werden. Die Handlung wird dadurch zäh und langatmig, die Spannung stockt. Am Ende treten seltsame und unglaubwürdige Zusammenhänge auf, die nicht nachvollziehbar sind. Schade, der Anfang hat mehr versprochen.

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Veröffentlicht am 02.08.2024

Fiktion oder Realität

VIEWS
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Seit ein paar Tagen ist die 16-jährige Lena verschwunden. Als dann ein Video auftaucht, in dem Lena von mehreren vermummten, ausländisch aussehenden Männer brutal vergewaltigt wird, wird das BKA tätig. ...

Seit ein paar Tagen ist die 16-jährige Lena verschwunden. Als dann ein Video auftaucht, in dem Lena von mehreren vermummten, ausländisch aussehenden Männer brutal vergewaltigt wird, wird das BKA tätig. Yasira Saad soll die Ermittlungen leiten. Doch so sehr sie sich bemühen, Lena bleibt verschwunden, als Spuren verlaufen im Sande. Dafür wir der „aktive Heimatschutz“ tätig und er droht nicht nur mit Gewalt. Yasira und ihre Tochter geraten selbst in Gefahr. Durch die Beobachtung des Verhaltens ihrer eigenen Tochter kommt Yasira auf die Idee, dass das Video ein Fake ist, von einer künstlichen Intelligenz erstellt. Mit dieser Theorie eckt sie bei ihrem Vorgesetztes gewaltig an, doch sie lässt nicht locker.
So brutal manche Passagen beschrieben werden, immer wieder gibt es humorvolle Gespräche unter den Protagonisten. Die Auswüchse der Rechtsextremisten, die Ausländerfeindlichkeit werden ebenso thematisiert wie die Gefahren der künstlichen Intelligenz, wenn man nicht mehr unterscheiden kann, was echt ist und was nicht. Ganz hervorragend fand ich die Einleitung, in der die Person und Persönlichkeit der Kommissarin in Form einer Tinderdates nahe gebracht wurden. Ein ungewöhnlicher Einstieg in eine spannende und mit überraschenden Wendungen versehene Handlung.

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Veröffentlicht am 02.08.2024

inhaltlich enttäuschend

Agatha Christie
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Agatha Christie ist im Jahr 1926 Mitte 30 als ihre geliebte Mutter starb und ihr Mann Archie ihr mitteilt, dass er sich in eine andere verliebt hat. In Rückblenden erfahren wir wie das Leben der jungen ...

Agatha Christie ist im Jahr 1926 Mitte 30 als ihre geliebte Mutter starb und ihr Mann Archie ihr mitteilt, dass er sich in eine andere verliebt hat. In Rückblenden erfahren wir wie das Leben der jungen Agatha Miller verlief. Der Vater ist früh verstorben und so war das Geld knapp. Agatha träumte von einer Karriere als Pianistin um festzustellen, das ihr Talent nicht reichte. Ihre Mutter ermunterte sie zum Schreiben und so fing sie mit Kurzgeschichten an. Diese bei einem Verlag unter zu bringen scheiterte, Agatha fühlte sich auch dazu nicht berufen. Doch ihre Mutter und die Wette mit ihrer Schwester ließen sie doch noch zur Kriminalromanautorin werden. Neben der Kindheit werden mögliche Heiratskandidaten und auch der spätere Ehemann Archie Christie ausführlich beschrieben. Interessant wird die Passage, als Agatha ihren Detektiv Hercule Poirot entwickelt und zum Leben erweckt. Kaum fängt die Handlung an interessant zu werden, ist sie bereits völlig überraschend zu Ende.
Es ist ein rein fiktiver Roman, der sich nur grob an den Fakten der Lebensdaten Agatha Christies bedient. Der Schreibstil ist gelungen, der Inhalt war für mich eine Enttäuschung.

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