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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.08.2024

Erkenntnisse der Rechtsmedizin

Der Totenarzt (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 13)
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Unfallopfer landen für gewöhnlich nicht auf einem Obduktionstisch, in diesem Fall landet der bei einem Verkehrsunfall getötete Mann jedoch bei der Gerichtsmedizinerin Dr. Hove. Sie stellt fest, dass der ...

Unfallopfer landen für gewöhnlich nicht auf einem Obduktionstisch, in diesem Fall landet der bei einem Verkehrsunfall getötete Mann jedoch bei der Gerichtsmedizinerin Dr. Hove. Sie stellt fest, dass der Mann bereits vor dem Unfall verstarb, noch dazu wurde er grausam gefoltert. Die beiden Spezialisten für Serientäter von der LAPD, Robert Hunter und Carlos Garcia, stehen vor einem Rätsel. Als kurze Zeit später eine junge, engagierte Studentin bei ihren Untersuchungen an der Leiche eines Selbstmörders feststellt, dass dieser ebenso vorab starb und Folterspuren aufweist, wird es noch mysteriöser. es ist schon schwer genug, die Identitäten der Toten festzustellen, warum sie schwer gefoltert wurden und an unmenschlichen Qualen verstarben, erst recht. Warum gerade diese beiden. Und gab es noch weitere Opfer, denn nur durch Zufall wurden sie obduziert.
Es ist bereits der 13. Band um das Ermittlerduo, für das Verständnis ist es nicht nötig die Vorgängerbände zu kennen. Der Thriller ist äußerst spannend geschrieben und verzichtet, für mich sehr positiv zu bewerten, auf allzu genaue Beschreibungen der Folterungen. Man kann es sich auch so vorstellen. Der nächste Band wird von mir mit Vorfreude erwartet.

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Veröffentlicht am 02.08.2024

das Leben der anderen

Krähentage
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Nach einer längerer Auszeit, bedingt durch den Tod seines Vaters, wird der Ermittler Jakob Krogh mit der Leitung der neu gegründeten Abteilung für Serienverbrechen, gemeinsam mit der in Wien sehr erfolgreichen ...

Nach einer längerer Auszeit, bedingt durch den Tod seines Vaters, wird der Ermittler Jakob Krogh mit der Leitung der neu gegründeten Abteilung für Serienverbrechen, gemeinsam mit der in Wien sehr erfolgreichen Mila Weiss, betraut. Ihr Team besteht aus insgesamt sechs sehr unterschiedlichen Charakteren, Eigenschaften und Vorleben, die einige Probleme mit sich bringen. Kaum gegründet, werden sie zu einer älteren toten Frau gerufen, die nach ihrem Tod durch Verletzungen von Krähen entstellt wurde. Seltsamerweise wurde sie später noch gesehen. Auch einem jungem Studenten ist das gleiche widerfahren. Während die Ermittler im Dunklen tappen wissen wir als Leser bereits mehr. Der Täter heißt Elias und arbeitet in einem Callcenter. Seine Stimme ist geschult, er kann täuschend echt andere imitieren und er studiert seine Auserwählten bis er völlig in ihr Leben tritt. Er will gesehen werden, ein Leben führen, ein schönes Leben, denn das haben diese anderen Menschen.
Die Einblicke in das Seelenleben des Täters schmälern die Spannung keineswegs, sie sorgen für neue Perspektiven. Ich habe das Buch verschlungen um die Hintergründe des Täters zu erfahren und den Ermittlungen der Polizei zu folgen.

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Veröffentlicht am 26.05.2024

wirklichkeitsferne Handlung

Das Licht in den Birken
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Thea ist vor 20 Jahren aus ihrer Heimat in der Lüneburger Heide wegen einer enttäuschenden Liebe nach Portugal geflüchtet und lebte dort in einem Wohnmobil und zog mit ihrer Ziegenherde durch die Gegend. ...

Thea ist vor 20 Jahren aus ihrer Heimat in der Lüneburger Heide wegen einer enttäuschenden Liebe nach Portugal geflüchtet und lebte dort in einem Wohnmobil und zog mit ihrer Ziegenherde durch die Gegend. Gesundheitliche Probleme treiben sie wieder zurück und sie und zwei ihrer Ziegen finden eine Wohnung bei Benno auf dem Moorhof. Benno lebt dort dort mit nicht gewollten und alten Tieren, denen er einen schönen Lebensabend ermöglichen möchte. Menschen gegenüber ist er eigenbrödlerisch und bärbeißig, was Thea schnell zu spüren bekommt. Da Benno völlig überschuldet ist ist Theas Hilfe gefragt. Und auch Juli, eine Aussteigerin auf der Wanderung nach Amsterdam landet mit einem verletzten Fuß auf dem Hof.
Der Hof und die Heidelandschaft werden idyllisch verklärt dargestellt, Probleme in kürzester Zeit gelöst, Kranke gesunden und seltsamerweise haben alle Protagonisten schwierige Eltern-Kind Beziehungen. Die Handlung ist wirklichkeitsfern, sie plätschert dahin. Der Schreibstil hingegen ist angenehm lesbar, atmosphärisch und emotional.

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Veröffentlicht am 26.05.2024

das Mädchen mit den roten Haaren

Wir waren nur Mädchen
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Der zweite Weltkrieg und die deutschen Nationalsozialisten haben im Jahr 1940 die Niederlande erreicht. Die junge Johanna Schaft ist eine ruhige und besonnene Jurastudentin und ihre einzigen Freundinnen ...

Der zweite Weltkrieg und die deutschen Nationalsozialisten haben im Jahr 1940 die Niederlande erreicht. Die junge Johanna Schaft ist eine ruhige und besonnene Jurastudentin und ihre einzigen Freundinnen sind Sonja und Philine, die, da sie Jüdinnen sind, bald nicht mehr an der Uni zugelassen sind. Wenig später, als alle Studierenden den Treueeid auf die Deutschen zu leisten haben verlässt auch Johanna die Uni. Sie erlebt, dass immer mehr Juden in Sammellagern gebracht und anschließend mit Zügen in den Osten gebracht werden. Um ihren Freundinnen zu helfen bringt sie die beiden bei ihren Eltern, einer Pfarrerstochter und einem Sozialisten, unter. Sie selbst wird zu Hannie und schließt sich dem Widerstand an. In Jan, ihrem Ausbilder im bewaffneten Kampf, verliebt sie sich. Ihre Aufgaben sind nicht nur Essenspakete und Widerstandszeitschriften zu verteilen, gerade, weil sie nur ein Mädchen ist hat sie die Möglichkeit, nahe an hochrangige Nazis und holländische Kollaborateure heranzukommen und diese dann auch zu erschießen. Sie war berüchtigt als das Mädchen mit den roten Haaren.
Die Geschichte beruht auf wahren Tatsachen und wirklichen Personen, das macht das Grauen erschütternder. Neben der Geschichte um Anne Frank ein weiteres wichtiges Zeugnis über die Gräuel der Nazizeit.

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Veröffentlicht am 15.05.2024

Landleben versus Stadtleben

Mühlensommer
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Maria ist mit Freunden und ihren beiden Teenagertöchtern auf einer Wanderung in den Bergen als sie ihre völlig aufgelöste Mutter am Telefon hat. Der Vater hatte einen schweren Unfall, man weiß nicht ob ...

Maria ist mit Freunden und ihren beiden Teenagertöchtern auf einer Wanderung in den Bergen als sie ihre völlig aufgelöste Mutter am Telefon hat. Der Vater hatte einen schweren Unfall, man weiß nicht ob er es schafft und sie kann den Hof mit den Tieren und der dementen Schwiegermutter nicht allein lassen. Maria macht sich sofort auf den Weg um zu helfen. Der Ort ihrer Kindheit hat sich verändert, von der Landwirtschaft lässt sich nicht mehr gut leben. Schmerzhaft erfährt sie dieses als sie bei der Tierärztin anruft, damit sich diese um die fiebernde Muttersau kümmern soll. Der Arztbesuch ist teurer als die Sau und ihre Ferkel zusammen. Während Maria mit ihrer Oma Äpfel schält erinnert sie sich an ihre Kindheit, an die harte Arbeit, die sie und ihr Bruder Thomas verrichten mussten, während ihre Schulkameraden die Sommer im Urlaub oder im Freibad verbrachten. Als Thomas aus seinem abgebrochenem Urlaub zurückkehrt, mit dem sie sich vor Jahren zerstritten hat, brechen alte Familienkonflikte wieder auf. Da Maria in der Stadt als alleinerziehende Mutter ein erfolgreiches Leben führt haben die Eltern Thomas den Hof übertragen wollen. Die Eltern wollte den Hof erhalten, haben jedoch ohne Absprache mit ihren Kindern eine Lösung gesucht. Seitdem gab es Funkstille zwischen den einst so innigen Geschwistern. Und nun weiß man nicht, ob der Vater wieder zurück kommt.
Die Vor- und Nachteile des Landlebens werden in diesem Familienromans sehr gut beschrieben. Das Landleben wird nicht als Idylle geschildert, die harte Realität, die viele Arbeit, aber auch die Zufriedenheit über das Erreichte und der Zusammenhalt der Gemeinde sind Thema der Handlung. Maria merkt, wie gut ihr dieser Mühlensommer tut, aber will sie dafür ihr Stadtleben aufgeben?

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