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Veröffentlicht am 04.07.2019

die moderne Frau

Die Liebe im Ernstfall
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Daniela Krien erzählt von fünf sehr unterschiedlichen Frauen, die ihre Kindheit noch in der ehemaligen DDR verbracht haben. Sie kommen aus unterschiedlichen Familiensituationen, mal wohlbehütet, mal aus ...

Daniela Krien erzählt von fünf sehr unterschiedlichen Frauen, die ihre Kindheit noch in der ehemaligen DDR verbracht haben. Sie kommen aus unterschiedlichen Familiensituationen, mal wohlbehütet, mal aus einem Künstlerhaushalt, mal weltoffen, mal engstirnig. Sie eint, dass sie ihre neue Freiheit ausschöpfen wollen. Sie wollen sich verlieben und mit einem Mann zusammenleben, evt. auch Kinder bekommen, und dennoch sie selbst bleiben, in ihrem Beruf Erfüllung finden.
Paulas Ehe zerbricht daran, dass ihr Mann ihr die Schuld am Tod ihres Babys gibt, dabei leidet auch Paula unter dem Verlust. Die Ärztin Judith hingegen will das Kind ihres Liebhabers nicht austragen, ein Kind passt nicht in ihre Lebensplanung und so ist auch die Liebe dahin. Malika war als Kind ein kleiner Rebell, statt eine Geigensolistin wurde sie zur Enttäuschung ihrer Eltern nur Musiklehrerin. Halt in ihrem Leben fand sie mit Götz, doch das Wunschkind kam nicht.
Diese Frauenschicksale sind miteinander verwoben, ihre Wege kreuzen sich immer wieder. Jede hat für sich einen anderen Lebensweg gewählt, keiner ist richtig oder falsch. Sprachlich hervorragend werden die Ansprüche und Chancen einer modernen Frau aufgezeigt.

Veröffentlicht am 28.06.2019

Generationenkonflikt

Die Liegenden
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Aus der Sicht eines alleinerziehenden Vaters erleben wir die Probleme mit seinem gerade volljährig gewordenen Sohn. Dieser liegt nur entweder im Bett oder auf der Couch, hat Kopfhörer im Ohr oder schaut ...

Aus der Sicht eines alleinerziehenden Vaters erleben wir die Probleme mit seinem gerade volljährig gewordenen Sohn. Dieser liegt nur entweder im Bett oder auf der Couch, hat Kopfhörer im Ohr oder schaut befremdlich Soups. Während er selbst Stunden im Bad verbringt sieht alles um ihn herum verdreckt aus. Der Vater stellt sich die Frage, was er falsch gemacht hat. Wie war er in seiner Jugendzeit? Er liebt seinen Sohn und möchte ihm vieles ermöglichen, aber gehört ein extrem teures Shirt dazu oder dass er in Haushalt alles hinwirft? Sein größter Wunsch ist es, dass sein Sohn ihn auf einer Wanderung in die Berge begleitet, die ihm in seiner Jugend viel bedeutet hat. Aber kann er ihm einen stundenlangen Aufstieg ins Hochgebirge zumuten, der kaum 10 Minuten am Stück gehen kann?
Parallel zu seinen Gedanken um den Sohn schreibt er an einem fiktiven Stück über einen Kampf der Alten gegen die Jungen. Nach seinen Berechnungen gibt es im Jahr 2050 50 % über 75-jährige und die Jugend hat zu wenig zum Überleben.
Philosophisch, nachdenklich machend und dennoch sehr humorvoll wird uns ein Spiegel des Lebens, die Veränderungen durch die Generationen, vorgehalten

Veröffentlicht am 28.06.2019

berührend erschreckend

Die Nickel Boys
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Anfang der 60er Jahre gibt es in Florida immer noch eine Trennung zwischen der weißen und der schwarzen Bevölkerung. Erst vor Kurzem wurde das Recht erkämpft, auch in den weißen Bussen mitfahren zu dürfen. ...

Anfang der 60er Jahre gibt es in Florida immer noch eine Trennung zwischen der weißen und der schwarzen Bevölkerung. Erst vor Kurzem wurde das Recht erkämpft, auch in den weißen Bussen mitfahren zu dürfen. In dieser Zeit wächst Elwood Curtis bei seiner Großmutter heran. Er ist ein intelligenter, aufmerksamer und höflicher Junge, in der Schule einer der besten. Sein Lehrer setzt sich für ihn ein, er bekommt einen kostenlosen Collegebesuch. Doch daraus wird nichts, er ist zur falschen Zeit am falschen Ort, er wird, obwohl er sich nichts zuschulden hat kommen lassen, verhaftet und zur Besserung in die Nickel Academy eingewiesen. Offiziell eine Schule werden die Jungen dort drangsaliert, misshandelt, gefoltert und die schwarzen Jungen bis zum Tod gequält. Dort versucht Elwood sich mit den Gegebenheiten zu arrangieren - bis auch er Folterungen über sich ergehen lassen muss. Er arbeitet an einem Plan.
Das Hörbuch mit der Stimme von Torben Kessler ist enorm eindringlich, die Schrecken der "Besserungsanstalt" sind greifbar, der menschenverachtende Erziehungsstil lässt einen erschüttert zurück. Die Protagonisten sind fiktiv, Schulen mit diesem Erziehungskonzept, mit dieser Art Lehrer gab es wirklich, die Knochenfunde belegen dieses. Der Roman berührt und erschreckt gleichermaßen.

Veröffentlicht am 28.06.2019

einfältige Dialoge

Wilder Winter
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Auf den Rosenfelder im Osten Texas schlagen sich Hap und Leonard durchs Leben. Hap kommt immer noch nicht los von seiner Exfrau Trudy, die ihn verlassen hat, als er als Kriegsverweigerer für den Vietnamkrieg ...

Auf den Rosenfelder im Osten Texas schlagen sich Hap und Leonard durchs Leben. Hap kommt immer noch nicht los von seiner Exfrau Trudy, die ihn verlassen hat, als er als Kriegsverweigerer für den Vietnamkrieg im Gefängnis saß. Leonard, ein schwuler Schwarzer, war im Krieg und ist froh, es überstanden zu haben. Beide sind ständig in Geldsorgen und so sagen sie zu, als Trudy den Beiden ein Angebot macht. Ihr zweiter, nun auch Exmann, saß ebenfalls im Gefängnis und hat dort von einem Bankraub und einer großen Summe Geld gehört, die in einem Fluss versenkt worden ist. Dieser Schatz muss nur gehoben werden. Die Truppe, in der es so manche Reibereien und Eifersüchteleien gibt, macht sich in den Sümpfen Texas auf die Suche. Spielen alle mit offenen Karten?
Mit dem so hochgelobten Krimi konnte ich nicht viel anfangen. Der Anfang ist sehr langatmig, erst ab der Hälfte wird es leidlich spannend. Die Dialoge sind einfältig bis nervtötend, die Wortwahl einfach gestrickt. Es geht um Schlägereien, Schießereien und Brutalität. Nichts für mich.

Veröffentlicht am 28.06.2019

Ermittler mit Ecken und Kanten

All die unbewohnten Zimmer
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In der Abteilung K111 der Münchener Kriminalpolizei gibt es gleich zwei Todesfälle aufzuklären. Auf offener Straße wurde eine Frau erschossen und ein zufällig anwesender Polizist verletzt. An einer anderen ...

In der Abteilung K111 der Münchener Kriminalpolizei gibt es gleich zwei Todesfälle aufzuklären. Auf offener Straße wurde eine Frau erschossen und ein zufällig anwesender Polizist verletzt. An einer anderen Stelle wurde ein junger Polizist von einem Pflasterstein erschlagen. In die Gruppe um den ehemaligen Mönch Polonius Fischer, genannt die 12 Apostel, wurde die erfahrene Ermittlerin Fariza Nasri versetzt, nachdem sie ihre Strafe, sie hat ihren ehemaligen Chef des Missbrauches bezichtigt, abgesessen hat. Fariza ist bekannt für sehr unkonventionelle Ermittlungsmethoden, sie geht keiner Gefahr aus dem Weg. Da diese Fälle die Kapazitäten der Behörde sprengen nehmen sie dankbar die Hilfe ehemaliger Kollegen an. So ist Tabor Süden, der inzwischen als Privatermittler vermisste Personen aufspürt und Jakob Franck, der als Pensionär im Auftrag der Polizei Todesnachrichten an die Verwandten überbringt, mit im Einsatz.
Im Vordergrund steht nicht die Aufklärung der Fälle sondern vielmehr, was Menschen dazu treibt. Was haben sie durchgemacht, mit wem sind sie in Kontakt gekommen, welche Lebensläufe lassen nur dieses Ende zu. Ebenso sind die Ermittler ganz besondere Persönlichkeiten mit Ecken und Kanten und unerfüllte Wünsche und Sehnsüchte. Schriftstellerisch herausragend.