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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.02.2019

ermüdend

Die Leben danach
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Gibt es ein Leben nach dem Tod? Diese Frage stellt sich Jim Byrd nachdem er knapp dem Tode entkommen ist. Ausgerechnet er, ein ruhiger Durchschnittstyp, Kreditberater in einer Bank, hat einen Herzstillstand. ...

Gibt es ein Leben nach dem Tod? Diese Frage stellt sich Jim Byrd nachdem er knapp dem Tode entkommen ist. Ausgerechnet er, ein ruhiger Durchschnittstyp, Kreditberater in einer Bank, hat einen Herzstillstand. Er erhält ein Implantat, eine Art Herzschrittmacher und kann seitdem sein Herz über eine App ständig überwachen. Seine Kontrollsucht endet erst als er Annie wieder trifft. Seine Highschoolliebe ist inzwischen Witwe und hat eine Tochter. Sie verlieben sich erneut und heiraten. Beide wurden sie mit dem Tod persönlich konfrontiert und forschen weiter nach Geistern, nach ihren Toten, nach einem Leben nach dem Tod und möchten mit ihnen in Kontakt treten. Sie kommen in ein Restaurant, in dem es auf der Wendeltreppe spuken soll. Es gibt eine Tonaufnahme, in dem ein Geist von einem brennenden Hund spricht.
Das Thema an sich ist interessant, wären dort nur nicht die ständigen Wiederholungen im Text, die teils hanebüchenen Geisterbeschwörungen, die plötzlichen Szenenwechsel. Das Lesen des gesamten Buches war ermüdend, philosophische Erkenntnisse habe ich keine gewonnen. Für mich war alles sehr abstrus und, wie die kirchlichen Aktionen, sehr amerikanisch.

Veröffentlicht am 20.02.2019

der junge Mann und das Meer

Die Mauer
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Ganz Großbritannien ist von einer hohen Mauer umgeben, teils zum Schutz gegen Hochwasser zum größten Teil als Schutz vor den Anderen, Menschen, die versuchen, unbefugt in das Land zu gelangen. Jeder junge ...

Ganz Großbritannien ist von einer hohen Mauer umgeben, teils zum Schutz gegen Hochwasser zum größten Teil als Schutz vor den Anderen, Menschen, die versuchen, unbefugt in das Land zu gelangen. Jeder junge Mensch hat einen zweijährigen Dienst auf der Mauer zu absolvieren. Joseph Kavanaghs erster Tag wird sehr eindringlich beschrieben, die immerwährende Kälte, die Langeweile aber auch die permanente Aufmerksamkeit dem Meer gegenüber. Denn wenn es ein Anderer über die Mauer schafft wird der Verteidiger auf dem Meer ausgesetzt. Verantwortlich für die Mauer ist die Elterngeneration der jetzigen Verteidiger, sie haben dem Klimawandel nicht entgegen gesetzt und sich den Flüchtigen gegenüber verschanzt was nun zur Folge hat, dass der Bevölkerung Kinder fehlen. Um der Mauer zu entkommen hilft es, sich zu paaren. Die junge Hifa und er werden ein Paar, doch bevor sie die entsprechenden Privilegien bekommen kommt es zu einer Attacke auf die Mauer. Ihr Leben ändert sich abrupt.
Klimawandel, Flüchtlingsströme, der Brexit und die Mauer in den Köpfen der Menschen werden hier sehr eindringlich geschildert. Auch, wenn auf den ersten Seiten der futuristischen Geschichte nur das Leben auf der Mauer geschildert wird, spürt man die Kälte und Verlassenheit. Sehr eindrucksvoll.