Cover-Bild Gangsterblues

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20,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Ullstein extra
  • Genre: Sachbücher / Politik, Gesellschaft & Wirtschaft
  • Seitenzahl: 240
  • Ersterscheinung: 12.10.2018
  • ISBN: 9783864930560
Joe Bausch

Gangsterblues

Harte Geschichten
Sie sind Mörder, Dealer, notorische Betrüger, Vergewaltiger oder haben schwere Raubüberfälle begangen. Und sie alle wurden zu hohen Haftstrafen verurteilt. Im Knast haben sie viel Zeit, um sich mit ihren Taten auseinanderzusetzen - und irgendwann wollen sie reden: der psychopathische Serienmörder über eine eiskalte Entführung, die beiden Halbbrüder über einen fast perfekten Mord, oder der Rettungssanitäter über den Zufall, der ihn zum Verbrecher machte - mit verheerenden Folgen. Sie alle vertrauen sich Joe Bausch an und lassen ihn tief in den Abgrund ihrer Seele blicken. Die besten dieser Geschichten hat er hier aufgeschrieben. Wahre Geschichten, die unter die Haut gehen.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.12.2018

Hatte mir etwas anderes vorgestellt, aber trotzdem interessant

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Ich hatte mir die Geschichten spannender vorgestellt. Das Buch besteht aus mehreren Kurzgeschichten. In jeder Geschichte geht es um eine andere Person. Man erfährt von einer Ärztin, die sich in einen Häftling ...

Ich hatte mir die Geschichten spannender vorgestellt. Das Buch besteht aus mehreren Kurzgeschichten. In jeder Geschichte geht es um eine andere Person. Man erfährt von einer Ärztin, die sich in einen Häftling verliebt, dann aber von einem anderen vergewaltigt wird und von Heute auf Morgen ihren Job kündigt und sich auch von ihrer Liebe distanziert. Nie hat sie ihm gesagt, warum es dazugekommen ist. Das ist eine der traurigen Geschichten.
Dann gibt es noch Geschichten über Männer, die an Krebs sterben und sich nicht behandeln lassen wollen oder die lieber im Knast bleiben, als in die Freiheit entlassen zu werden, weil sie kein anderes Leben kennen. Es ist interessant einen Blick hinter die Kulissen zu sehen. Wie oft in seinem Leben geht man schon in den Knast?! Jo Bausch erzählt in seinen Geschichten auf eine charmante, lustige Art, wie der Alltag als Arzt der JVA aussieht. Mit seinen Erlebnissen, kann man bestimmt noch fünf weitere Bücher füllen. Wer allerdings genaue Details über einzelne Häftlinge un deren Geschichten erfahren will, sollte sich dieses Buch vielleicht nicht zulegen. Für alle Fans von Jo Bausch, dem Tatort oder die einfach nur mal durch das Schlüsselloch gucken wollen, ist dieses Buch genau das richtige.

Veröffentlicht am 04.12.2018

Gangsterblues

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In diesem Buch geht es zwar um wahre Geschichten, dennoch sind so anonymisiert, dass keine Rückschlüsse gezogen werden können. Die Geschichten sind fiktionalisiert und vom Autor weitergesponnen.
Man erlebt ...

In diesem Buch geht es zwar um wahre Geschichten, dennoch sind so anonymisiert, dass keine Rückschlüsse gezogen werden können. Die Geschichten sind fiktionalisiert und vom Autor weitergesponnen.
Man erlebt 12 in sich abgeschlossene Geschichten von Häftlingen aller Art. Mörder, Vergewaltiger, psyschisch Kranken oder kriminelle Rentner. Joe Bausch kennt sie als Gefängnisarzt alle. Doch jeder Gefangener hat auch seine eigene Geschichte und manchmal muss auch der Arzt sich nicht nur die Wehwechen anhören.
Der Autor hat einen trockenen Humor den man mögen sollte. Den meisten beschriebenen Gefangenen will man lieber nicht begegnen. Man lernt hier nicht viel über die Menschen und deren Hintergründe kennen, aber dafür einiges über die Strukturen, Polizeiarbeit, Hierachie hinter den Mauern und die dort ungeschriebenen Gesetze untereinander.
Fazit
Nicht unbedingt etwas für schwache Nerven.
5 von 5 Büchern

Veröffentlicht am 04.12.2018

Sehr spannend!

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Joe Bausch ist seit vielen Jahren Gefängnisarzt in der JVA Werl und Experte im Umgang mit den Gefangenen. Es gibt kaum etwas. was er nicht schon erlebt hat und davon hat er auch in seinem ersten Buch "Knast" ...

Joe Bausch ist seit vielen Jahren Gefängnisarzt in der JVA Werl und Experte im Umgang mit den Gefangenen. Es gibt kaum etwas. was er nicht schon erlebt hat und davon hat er auch in seinem ersten Buch "Knast" (auch sehr lesenswert!) berichtet. In diesem Buch geht es nun viel tiefer in die Geschichte der Häftlinge. Er schildert die Schicksale und Erlebnisse von zwölf Gefängnisinsassen.. Ich finde wirklich interessant von den Insassen zu lesen und von absurden und tragischen Begebenheiten zu erfahren, die Joe Bausch alle mitbekommen hat und in diesem Buch aufgeschrieben. Für schwache Gemüter sind die Geschichten nichts, aber für alle anderen umso lesenswerter! Der Schreibstil war gewohnt klar und deutlich und leicht zu verstehen. Es werden keine Begriffe verwendet, die man nicht direkt versteht! Auch das Cover hat mir wieder gut gefallen, es passt einfach und dadurch weiß auch jeder wer der Autor ist, er ist schließlich vor allem aus dem Kölner Tatort bekannt.

Veröffentlicht am 03.12.2018

Inhaltlich stark - erzählerisch schwach

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Eine Sammlung von True-Crime-Kurzgeschichten, die sich weniger mit den Taten, als viel mehr mit den Schicksalen der Täter und Opfer befasst.

In einem Vorwort mach Bausch zunächst klar, dass es sich bei ...

Eine Sammlung von True-Crime-Kurzgeschichten, die sich weniger mit den Taten, als viel mehr mit den Schicksalen der Täter und Opfer befasst.

In einem Vorwort mach Bausch zunächst klar, dass es sich bei den Geschichten, trotz des True-Crime-Charakters, um Fiktion handelt. Er gibt an, dass die Geschichten der Realität lediglich nachempfunden sind, anonymisiert und von ihm weitergesponnen oder verändert wurden.
So weiß der Leser nie was nun wirklich der Wahrheit entspricht und was der Fiktion. Auf der einen Seite war das sehr spannend, da man so miträtseln und sich seine eigenen Gedanken machen konnte. Auf der anderen Seite störte es mich aber, da ich mich auf True-Crime gefreut hatte und eben nie wusste was davon jetzt wirklich „true“ ist.
Was mir gefallen hat, war die Herangehensweise. Bausch schildert nicht die Taten selbst, und wenn dann nur auf sehr sachlicher Ebene, sondern befasst sich viel mehr mit den Schicksalen der Täter und Opfer. Es geht ihm nicht um Effekthascherei durch die Schilderung besonders grausamer Gewalttaten, sondern darum, was das Leben im Knast mit den Tätern macht. So bekommt man als Leser einen Blick hinter die Kulissen und lernt auch Bauschs Arbeit als Gefängnisarzt näher kennen.
Leider muss man sagen, dass ihm das Erzählerische nicht sonderlich liegt. Zwar erzählt Bausch seine Kurzgeschichten aus Ich-Perspektive, wirklich hineinversetzen kann man sich aber nicht. Er beschreibt die Dinge sehr sachlich und nüchtern, was für ein Sachbuch vielleicht angebracht wäre, aber nicht für eine Kurzgeschichten-Sammlung.
Alles in allem hat mich das Buch nicht umgehauen, war aber auch nicht schlecht. Ich persönlich finde es ideal, um immer mal wieder zwischendurch eine der Geschichten zu lesen. Das Buch am Stück zu lesen, würde ich eher nicht empfehlen, da könnte auch schnell mal Langweile aufkommen. Letztendlich ist es bei diesem Buch vermutlich stark Geschmacksache. Wer sachlichen True-Crime mag, wird hier auf seine Kosten kommen. Wer spannende, Thriller ähnliche Geschichten sucht, eher nicht.

Veröffentlicht am 26.11.2018

Wie man zum Schwerverbrecher wird

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Wie wird man zu einem Mörder oder Dealer? Was treibt einen Menschen dazu an, jemanden zu vergewaltigen oder einen schweren Raub zu begehen? Joe Bausch, Mediziner in der JVA Werl, begegnet tagtäglich Schwerverbrechern, ...

Wie wird man zu einem Mörder oder Dealer? Was treibt einen Menschen dazu an, jemanden zu vergewaltigen oder einen schweren Raub zu begehen? Joe Bausch, Mediziner in der JVA Werl, begegnet tagtäglich Schwerverbrechern, die langjährige Haftstrafen verbüßen müssen. Im Knast haben die Kriminellen viel Zeit, um sich mit ihren Taten auseinanderzusetzen - und irgendwann wollen sie reden. Viele vertrauen sich dabei Joe Bausch an.

„Gangsterblues – Harte Geschichten“ ist das zweite Buch von Gefängnisarzt Joe Bausch mit True-Crime-Geschichten, geschrieben mit Bertram Job.

Meine Meinung:
Nach dem Vorwort enthält das Buch zwölf Kapitel. Jedes beinhaltet eine andere Kriminal-Anekdote. Erzählt wird aus der Ich-Perspektive aus der Sicht von Joe Bausch. Dieser Aufbau funktioniert prima.

Der Schreibstil ist sehr anschaulich, lebhaft, locker und flüssig. Die Sprache ist dem Ernst der Themen angemessen, also weder übertrieben flapsig noch blumig oder übermäßig dramatisch. Trotzdem konnte mich das Buch gleich fesseln und ich konnte mir die dargestellten Geschichten gut vor dem geistigen Auge vorstellen.

Joe Bausch arbeitet bereits seit vielen Jahren als Arzt im Gefängnis. Darüber hinaus ist er als Schauspieler im „Tatort“ zu sehen. Ich schaue mir eher selten Krimis an und bin auch keine Anhängerin von True-Crime-Büchern. Bei einem seiner Vorträge bin ich vor einigen Jahren allerdings persönlich auf Bausch getroffen. Seine Charakterstärke und seine angenehme Art haben mich damals beeindruckt. Auch sein erstes Buch, „Knast“, konnte mich überzeugen, denn es bietet sehr interessante, intensive Einblicke in das Leben hintern Gitter und in die Psyche von Tätern. Deshalb habe ich auf das Erscheinen von „Gangsterblues“ hingefiebert.

Obwohl bereits in „Knast“ auch beispielhaft Gangsterbiografien und -karrieren angerissen wurden, legt sein zweites Buch besonders darauf seinen Schwerpunkt. Joe Bausch selbst spricht von außergewöhnlichen Begegnungen und Geschichten, die er anonymisiert, fiktionalisiert und weitergesponnen hat. Die Einzelschicksale wurden also etwas verfremdet. Dennoch sollen sie nah an der Realität bleiben, sodass sich die Ereignisse exakt so zugetragen haben könnten. Tatsächlich kommen mir die dargestellten Geschichten authentisch und glaubwürdig vor. Die Auswahl ist ausgewogen und abwechslungsreich. Wieder einmal erhält der Leser interessante Einblicke in den Alltag hinter den Gefängnismauern, in die Denkweise und die Erlebnisse der Insassen und deren kriminelle Werdegänge. Die Geschichten machen nachdenklich und lassen einige Stereotype in einem neuen Licht erscheinen. Ganz ohne Effekthascherei schafft es Bausch, dass man gebannt Seite um Seite umblättert und das Buch nicht weglegen möchte, bis man es fertig gelesen hat.

Das reduzierte Cover, das auf Joe Bausch fokussiert, passt inhaltlich sehr gut und trifft meinen Geschmack. Der Titel ist ebenfalls gelungen.

Mein Fazit:
Mit „Gangsterblues – Harte Geschichten“ hat mich Joe Bausch wieder einmal überzeugt. Seine Anekdoten, die auf wahren Begebenheiten beruhen, sind eine empfehlenswerte Lektüre. Ich hoffe auf ein weiteres Buch von ihm.