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Veröffentlicht am 11.01.2021

Gelungene Geschichte mit Längen und einer unerwarteten Wendung

Park Avenue Player
2

Das Cover finde ich richtig schön. Ich mag vor allem diese Zweiteilung aus dem Bild von New York und dem oberen Teil mit dem abgeschnittenen Mann im Anzug. Es passt sehr gut zur Geschichte und ich finde ...

Das Cover finde ich richtig schön. Ich mag vor allem diese Zweiteilung aus dem Bild von New York und dem oberen Teil mit dem abgeschnittenen Mann im Anzug. Es passt sehr gut zur Geschichte und ich finde die Farben auch sehr schön. Inhaltlich geht es in diesem Buch um Elodie, die einen neuen Job haben möchte. Doch bereits auf dem Weg zum Vorstellungsgespräch hat sie einen kleinen Auffahrunfall. Sie erwischt mit ihrem alten Jeep den schicken Mercedes von einem arroganten Schnösel im Anzug, der ihr direkt die ganze Schuld am Unfall gibt und mit dem sie augenblicklich ein hitziges Wortgefecht beginnt. Nichtsahnend, dass sie genau mit diesem arroganten Kerl ein Vorstellungsgespräch haben wird, da er ihr zukünftiger Chef ist...

Insgesamt hat mir die Geschichte gut gefallen, es war die typische Konstellation des Autorinnen-Duos und hat viel Spaß gemacht zu lesen. Vor allem das erste Drittel war geprägt von Neckereien, Wortgefechten und lustigen Auseinandersetzungen. Der locker, leichte Schreibstil macht das Buch damit zu einem wirklichen Erlebnis. Leider hat der Mittelteil dann nicht mehr so viel Spaß gemacht, es wurde eher öde und langweilig. Lediglich der Schreibstil und die sympathische Elodie hat mich durch die langweiligen Kapitel getragen. Doch dann kam der Schlussteil und mit ihm noch eine dicke Überraschung mit der ich nie gerechnet hätte. Die bis dahin weitestgehend fehlende Tiefgründigkeit, Spannung und Anspannung wurde damit beinahe vollständig wettgemacht, weswegen das Buch auch 4 Sterne von mir bekommt, was vor dieser Wendung von meiner Seite aus unmöglich gewesen ist. Viel näher ins Detail möchte ich auf keinen Fall gehen, weil ich niemandem diese Überraschung nehmen möchte. Ich kann nur sagen: Es lohnt sich!

Die Protagonisten mochte ich die meiste Zeit ebenfalls. Elodie war sowieso einfach nur herrlich, total direkt, ehrlich und einfach eine super starke Persönlichkeit. Sie mochte ich von Anfang an. Hollis hingehen versteckt seine liebevolle Art hinter einer Mauer der Arroganz und Coolness, hinter die er im Laufe des Buches allerdings blicken lässt und die ihn in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt. Sehr spannend fand ich im Zusammenhang mit Hollis auch die Rückblicke in seine Vergangenheit, vor allem aus der Teenagerzeit. Man erfährt dadurch viel und kann sich einiges so schon mal erklären. Richtig gerne mochte ich auch Hailey und Addison. Mega Figuren, die immer für gute Szenen zu haben waren! Mein Liebling, der den anderen so ein bisschen die Show gestohlen hat, war allerdings Kakadu Huey. Den mochte ich sehr! Pixy hat natürlich traditionell nicht gefehlt und Huey kann jetzt meckern wie eine Ziege.

Insgesamt also eine gelungene Geschichte, die einige Längen hatte, aber mich im Gesamten gut unterhalten hat. Nette, starke Protagonisten, eine sehr unerwartete Wendung machen das Buch zu einem durchaus unterhaltsamen, lesenswerten. An mein Lieblingsbuch des Duos, Hate Notes, kommt es allerdings nicht ran.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 21.12.2020

Gelungener Serienabschluss!

When We Hope
0

Achtung Spoiler für alle, die When we Dream und When we Fall noch nicht gelesen haben!!!


Das Cover von Band 3 passt hervorragend zu den ersten beiden Bänden und es gibt auf jeden Fall einen hohen Wiedererkennungswert. ...

Achtung Spoiler für alle, die When we Dream und When we Fall noch nicht gelesen haben!!!


Das Cover von Band 3 passt hervorragend zu den ersten beiden Bänden und es gibt auf jeden Fall einen hohen Wiedererkennungswert. Ich bin zwar kein Fan der Farben rosa/lila, aber ich denke es passt ganz gut und die Kombination sieht auch sehr hübsch aus. Inhaltlich geht es in Band 3 nun um die Zukunft der beiden Protagonisten. Sowohl gemeinsam als Paar als auch einzeln beruflich. Es gab am Ende von Band 2 zwei sehr große Probleme, die nun besprochen werden müssen und das war von vornherein auch klar. Denn was ist nun mit Ellas Schwester Mel und was macht Ella mit dem ungeliebten Wirtschaftsstudium? Und wie wird die Plattenfirma von Jae-yong mit der Band weiterverfahren? Beide haben große Fragen zu beantworten, die einem Serien-Finale würdig sind. Die Frage ist auch, ob die Liebe zwischen den beiden stark genug ist, um diese großen Widrigkeiten zu überstehen und auch noch eine gemeinsame Zukunft zu haben, obwohl Ella noch immer die Studentin aus Chicago und er der K-Pop-Weltstar aus Südkorea ist. Nicht nur die Entfernung in Kilometern ist einfach sehr groß zwischen den beiden...

Ich mochte die ersten beiden wirklich gerne und habe mich schon unglaublich auf Band 3 und einen Abschluss für Ella und Jae-yong gewünscht. Ich kann nur so viel sagen: Den habe ich auch bekommen und ich hatte sehr viel Spaß und habe viel mit den beiden auf ihrem Weg mitgelitten. Vor allem mochte ich sehr wie man beobachten konnte, dass sich auch die Protagonisten verändert haben. Ella hat herausgefunden, was sie nun wirklich machen möchte. Jae-yong haben sich ebenfalls ganz neue Perspektiven eröffnet, mit denen er zu Beginn der Trilogie sicher nicht gerechnet hätte. Ich fand es so schön wie beide ihren Platz gefunden haben und sich in ihren Persönlichkeiten weiterentwickelt haben. Zum Glück blieb bei drei Büchern auch noch genug Platz für Entwicklung der Nebencharaktere. Ich mochte es sehr auch von Ellas Familie viel mitzubekommen und wie sie in Lana eine neue Freundin gefunden hat. Und ich habe mich so für Ella gefreut als ihre beste Freundin endlich wieder in ihrer Nähe war.

Ich muss sagen, dass ich vor allem zu Beginn nicht so viel mit Ella anfangen konnte. Sie war mir zu schüchtern, zu zurückhaltend und zu ablehnend. Doch es war sehr schön, wie sie nun offen ist für neue Erfahrungen, etwas forscher auftritt und für das einsteht, was sie gerne mag und sich da nicht mehr so viel reinreden lässt oder meint sie müsste es immer allen recht machen. Man merkt in Ellas Fall ja auch, dass es sehr hilft miteinander zu reden. Mauern, die bloß aus schweigen bestanden, verschwinden dann von ganz alleine. Auch mit Jae-yong konnte ich nicht so viel anfangen, weil ich absolut keinen Plan von K-Pop hatte, die Musik nicht wirklich kannte oder mochte. Gut, ich mag sie immer noch nicht, das ist einfach nicht mein Ding. Aber ich kenne mich jetzt tatsächlich etwas mit K-Pop aus. Ganz nebenbei beim Lesen habe ich so viele interessante Dinge gelesen, dass ich durchaus die Begeisterung spüren und verstehen konnte, auch wenn ich sie persönlich nicht teile. Aber es geht ja vor allem über das Gefühl, was in den Büchern transportiert wurde und das hat die Autorin super gemacht! Ich denke mir hat da auch der Schreibstil sehr geholfen, der mich durch die Geschichte getragen hat und auch die Passagen, in denen nicht so viel passiert ist, locker und mega schnell durchlesen ließ.

Ein absolut gelungener Abschluss einer wundervollen, berührenden Trilogie, die mir ganz neue Welten eröffnet hat, die ich ohne die Reihe vielleicht nie kennengelernt hätte!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.12.2020

wichtige Botschaft in öder story

Kissing Chloe Brown
0

Das Cover finde ich eher langweilig. Ich mag dieses helle rosa nicht so richtig, die Katze und die Protagonistin wurden außerdem nur richtig klein dargestellt, dass sie fast nicht auffallen. Witzig finde ...

Das Cover finde ich eher langweilig. Ich mag dieses helle rosa nicht so richtig, die Katze und die Protagonistin wurden außerdem nur richtig klein dargestellt, dass sie fast nicht auffallen. Witzig finde ich vielleicht noch die Idee diese kleinen Herzchen aus dem Titel hinaufsteigen zu lassen. Inhaltlich geht es um die chronisch kranke Chloe Brown, die nach einem Schreckmoment den Entschluss fasst endlich ihr Leben in die Hand zu nehmen und trotz chronischer Krankheit Dinge erleben möchte. Dazu verfasst sie eine Liste und findet dann in dem Hausmeister ihres Wohnblocks, Redford Morgan, einen breitwilligen Helfer.

Der Beginn des Buches hatte mir noch richtig gut gefallen, weswegen ich mich trotz des wenig ansprechenden Covers dazu entschieden habe der Geschichte eine Chance zu geben. Ich mochte den witzigen Anfang in der Leseprobe, fand Chloe auch echt nett und mochte einfach den Einstieg in die Geschichte. Leider war das neben der Diversität der Geschichte das einzig Positive, was ich finden konnte. Ich mochte wie mit dem Thema Gewicht, Hautfarbe oder Krankheit umgegangen wurde. Leider gelang in meinen Augen jedoch überhaupt nicht die Themen in einer interessanten Geschichte zu verpacken. Spannend war auch der Ansatz einer sehr starken Protagonistin und einem vermeidlichen Bad Boy.

Insgesamt hat mich das Buch leider sehr enttäuscht. Nach dem lustigen Anfang war es die allermeiste Zeit langweilig. Mich hat die Geschichte überhaupt nicht gefesselt und irgendwann habe ich dann begonnen schneller über die Seiten zu fliegen, auf der Suche nach Spannung. Die habe ich allerdings nicht gefunden. Dabei ein großes Problem war für mich auch der Schreibstil. Keine Ahnung, ob es an der Übersetzung liegt und es im Original nicht so rüberkommt, aber für mich war das alles sehr holprig zu lesen, andauernd bin ich rausgekommen. Ich mochte die Formulierungen überhaupt nicht und mit den Seiten wurden mir auch die Protagonisten beide immer unsympathischer. Am liebsten mochte ich noch die Katze. In anderen Büchern, in denen nicht so viel passiert oder mir langweilig ist, gibt es meistens einen fesselnden Schreibstil, der mich zumindest die meiste Zeit gut unterhält. Hier hat das auch noch gefehlt und so war diese Kombination für mich einfach absolut kein gutes Gesamtpaket. Wären nicht die wirklich wichtigen Botschaften, hätte das Buch noch einen Stern weniger von mir bekommen. Schade, aber leider eine Enttäuschung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.11.2020

Solide Geschichte mit einigen Schwächen

Breakaway
4

Das Cover gefällt mir ziemlich gut. Ich finde die geschickte Einbettung des Settings ins Cover in Form des Stadtplans von Berlin super und auf jeden Fall mal etwas anderes. Die Farbkombination ist ansonsten ...

Das Cover gefällt mir ziemlich gut. Ich finde die geschickte Einbettung des Settings ins Cover in Form des Stadtplans von Berlin super und auf jeden Fall mal etwas anderes. Die Farbkombination ist ansonsten jetzt nichts besonderes, aber auch nicht unpassend. Inhaltlich geht es um Lia, die es in Hallingen nicht mehr aushält, nachdem dort alle über sie reden und selbst ihre vermeidlichen Freundinnen sie ignorieren. Kurzerhand verschwindet Lia nach Berlin, wo sie sich wünscht in der Anonymität einen klaren Kopf zu bekommen. Doch schon nach kurzer Zeit trifft sie Noah und irgendwie ist sie dann gar nicht mehr so alleine in der großen Stadt.

Mir hat die Geschichte grundsätzlich recht gut gefallen und die meiste Zeit wurde ich gut unterhalten. In der Mitte gab es zwar eine abrupte Wendung, die ich etwas seltsam fand und manchmal gab es auch Stellen, die mir einfach etwas too much waren, aber die Geschichte an sich war süß und hat wichtige Themen behandelt. Allerdings fand ich die Auflösung einiger Dinge nicht gut genug ausgearbeitet und einmal hätte ich Lia gerne geschüttelt, weil ich so gerne gehabt hätte, dass sie sich in dieser Situation anders verhalten hätte... Es wurden wichtige Themen angesprochen, die dann aber nicht so richtig gut ausgearbeitet und bearbeitet wurden, erst kurz vor Schluss und deswegen die ganze Geschichte über etwas auf der Strecke blieben, obwohl so offensichtlich war (okay, in meinen Augen), worum es die ganze Zeit geht... Teilweise habe ich bestimmte Szenen auch einfach nicht begriffen. Wieso etwas so und nicht anders und vielleicht auch unkomplizierter geschildert wurde, aber gut vielleicht ist das der Stil der Autorin.

Der Schreibstil war durchaus leicht zu lesen, locker und an den richtigen Stellen emotional, aber er hat mich jetzt nicht so vollendet überzeugt, wie zum Beispiel der Schreibstil von Sarah Sprinz, um jetzt mal einen fairen Vergleich anzustellen. Das Setting, Berlin, hingegen fand ich richtig spannend und auch sehr gut umgesetzt. Endlich mal New Adult aus Deutschland, welches auch in Deutschland und nicht schon wieder in fiktiven amerikanischen Kleinstädten spielt...

Die Protagonisten Lia und Noah mochte ich irgendwie schon, aber es waren jetzt nicht meine Lieblinge im Buch. Noahs Geschwister beispielsweise mochte ich lieber, aber die lerne ich ja in den Folgebänden noch kennen. Lia fand ich sehr mutig, was ihren Neuanfang anging und das Abenteuer Berlin, ansonsten aber konnte sie mich nicht so richtig überzeugen, außer in einer meiner liebsten Szenen zum Schluss (welche muss aus Spoilergründen leider an dieser Stelle verschwiegen werden). Noah mochte ich grundsätzlich ebenfalls. Sein Familiensinn, alles für seine Geschwister und Eltern zu tun, mochte ich sehr, aber auf der anderen Seite ist er irgendwie sehr naiv. Etwas witzig fand ich auch, dass er immer von Menschenkenntnis gesprochen hat, aber selbst hat er einfach eine miserable und ich habe beim Lesen immer gehofft, dass er endlich einmal die Zusammenhänge begreift, so wie ich es schon viele, viele Seiten vorher getan hatte... Als Pärchen waren Noah und Lia durchaus süß, aber einzeln konnte ich sie nicht immer verstehen, teilweise haben sie auch sehr überzogen auf Ereignisse reagiert.

Zum Ende hin hat mich dann etwas gestört, dass schon ziemlich viel Spannung in Hinblick auf den zweiten Band rund um Kyra aufgebaut wurde und ich als Leserin mit ziemlich viel offener Handlung zurückgelassen wurde, die wohl auch erst nach Band 3 vollständig aufgeklärt werden wird, da es dann noch um den dritten Seger-Sprössling, Elias, gehen wird... Im Grunde finde ich das ja eine nette Idee allen Geschwistern eine eigene Geschichte zu geben, aber ich hätte mir einen klareren Schnitt zum Ende des ersten Bandes gewünscht. Nachdem ich die erste Hälfte der Geschichte eher mittelmäßig fand, etwas irritiert von der Naivität der Protagonisten war und noch nicht wusste, was ich vom Buch halten sollte, es wurde auch immer viel um den heißen Brei geredet, hat das letzte Drittel noch mindestens einen Stern wieder herausgeholt. Es gibt eine bestimmte Situation, die mich absolut überzeugen konnte und vieles wieder gut gemacht hat und mich etwas versöhnt hat. Insgesamt hat mir jedoch dieses letzte Fitzelchen Besonderheit gefehlt. Deswegen freue ich mich durchaus auch auf Band 2 und bin gespannt wie es mit Kyra weitergehen wird. Und vielleicht erfährt man ja auch noch das eine oder andere zu Lia und Noah.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 16.11.2020

Unnötige Geheimniskrämerei

Hiding Hurricanes
1

Das Cover ist, wie auch bei den ersten beiden Bänden, wunderschön! Ich mag diese natürlichen Darstellungen, die immer super gut zum Titel passen und absolute Eyecatcher sind. Auch diese goldenen Sprenkel ...

Das Cover ist, wie auch bei den ersten beiden Bänden, wunderschön! Ich mag diese natürlichen Darstellungen, die immer super gut zum Titel passen und absolute Eyecatcher sind. Auch diese goldenen Sprenkel finde ich sehr passend und das macht das Cover noch ein bisschen edler. Inhaltlich geht es diesmal um Lenny und Creed. Man kennt die beiden schon aus den ersten beiden Bänden, wo es um ihre Freunde ging. Lenny und Creed sind beste Freunde seitdem Creed nach Fletcher gekommen ist und bei Lennys Onkel in der Autowerkstatt angefangen hat zu arbeiten. Doch beide haben eine Vergangenheit, die sie dazu gebracht haben Dinge zu verschweigen und vor allem Lenny macht ein großes Geheimnis um ihren Job. Sie tanzt als Daisy in einem Strip Lokal und auch Creed weiß nichts davon als er Daisy das erste Mal sieht und sie direkt sehr anziehend findet. Spätestens da wird es richtig kompliziert...

Mir persönlich hat dieser Band leider nicht so gut gefallen wie der zweite, aber die meiste Zeit hatte ich trotzdem Spaß beim Lesen. Es gibt allerdings einige Punkte, die mich im Endeffekt zu sehr gestört haben, um das Buch supertoll zu finden. Der Schreibstil ist wieder sehr angenehm zu lesen, ich bin schnell durchgekommen und die Geschichte zog sich kaum. Der Schauplatz Fletcher war mir schon bekannt aus den vorherigen Bänden und es war sehr schön alte Bekannte zu treffen. Die Protagonisten Lenny und Creed waren beide recht speziell. Lenny mochte ich im Prinzip schon, aber ich fand es ziemlich extrem, dass ihr angeblich bester Freund nicht einmal wusste, dass sie gerne tanzt und was sie in ihrem Job macht. Ehrlich gesagt finde ich, dass Ehrlichkeit das wichtigste Fundament einer Freundschaft ist und wenn man sich als beste Freunde bezeichnet, dann sollte so etwas angesprochen werden. Ich finde es okay, wenn sie Creed jetzt nicht von ihrer Kindheit und ihrem Verhältnis zu ihrer Mutter erzählt hat, aber so eine wichtige Leidenschaft wie das tanzen, das kann man doch nicht verschweigen. Das hat mich extrem gestört. Creed mag ich etwas lieber, er verschweigt Lenny nicht diese grundlegenden Dinge und ist deswegen doch auch recht geschockt von ihrer Offenbarung und ihrem offensichtlichen Misstrauen all die Jahre ihm gegenüber, der doch geglaubt hat ihr bester Freund zu sein.

Generell war die Geschichte diesmal extrem vorhersehbar, es gab kaum Überraschungen und das Ende war mir eindeutig zu schnell Friede, Freude, Eierkuchen und fertig. Mir fehlte die Tiefgründigkeit im Buch, obwohl auch wichtige Themen angesprochen wurden. Creed beispielsweide fühlte sich verloren und haltlos bis er eine Ausbildung gefunden hat, die zu ihm passt. Das fand ich zum Beispiel auch etwas merkwürdig von ihm. Er sagt keinem seiner Freunde, weder seinem besten Freund noch seiner besten Freundin von seiner Bewerbung und macht das alles mit sich aus. Wozu hat man denn Freunde, wenn sie alle nicht miteinander über die wichtigen Dinge sprechen? Das finde ich schon alles seltsam und ich bin mir nicht sicher, ob ich weitere Bände aus Fletcher noch lesen möchte. Am Ende des Buches gibt es bereits eindeutige Anspielungen auf neue Verbindungen von Figuren, aber ich weiß nicht, ob mich das noch reizt, da mir dieses Buch leider nicht so gut gefallen hat.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere