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Veröffentlicht am 26.01.2025

die Brüder Opgard

Der König
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Im kleinen norwegischen Ort Os hat Carl Opgard das sagen. Ihm gehört das neu entstandene Wellnesshotel und er baut gerade an seinem eigenen kleinen Palast. Seinen älteren Bruder Roy gehört die Tankstelle ...

Im kleinen norwegischen Ort Os hat Carl Opgard das sagen. Ihm gehört das neu entstandene Wellnesshotel und er baut gerade an seinem eigenen kleinen Palast. Seinen älteren Bruder Roy gehört die Tankstelle und ein Lokal und er träumt von einem Freizeitpark mit einer besonderen Achterbahn. Gerade jetzt werden Pläne vorgelegt, dass ein Tunnel gebaut werden soll und der Ort abgeschnitten wird. Das können die Brüder nicht zulassen, ihr Einfluss und ihr Vermögen steht auf dem Spiel. Bereits in der Vorgängergeschichte haben die beiden ihre kriminelle Energie unter Beweis gestellt, so schrecken sie auch dieses Mal nicht vor drastischen Maßnahmen zurück. Sie versuchen es mit Bestechungen. Kurt, der nach seinem verstorbenen Vater der neue Ortspolizist ist, versucht nach wie vor die Brüder für den Tot seinen Vaters zur Rechenschaft zu ziehen. Auch ihm ist dabei jedes Mittel recht.
Aus der Sicht von Roy wird die Handlung sehr spannend erzählt und auch wenn man weiß dass Roy Menschen manipuliert und auch tötet, hat man Sympathie für ihn.

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Veröffentlicht am 26.01.2025

Puzzleteile

Wackelkontakt
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In Wien lebt der als Trauerredner arbeitete Franz Escher recht zurückgezogen. Als Eigenbrödler meidet der Kontakt zu anderen Menschen und beschäftigt sich am liebsten mit puzzlen. Nun jedoch wartet er ...

In Wien lebt der als Trauerredner arbeitete Franz Escher recht zurückgezogen. Als Eigenbrödler meidet der Kontakt zu anderen Menschen und beschäftigt sich am liebsten mit puzzlen. Nun jedoch wartet er auf den Elektriker, der sich um die Steckdose in der Küche kümmern soll. In dieser Wartezeit nimmt er ein Buch über die Mafia zur Hand, ein Themengebiet, über das er schon viel gelesen hat. Dieses Buch handelt von dem jungen Elio Russo, der gegen die Mafia aussagen will und im Hochsicherheitstrakt auf seine Entlassung ins Zeugenschutzprogramm wartet. Von seinem Zellengenossen Sven hat er ein deutsches Buch erhalten, um seine Deutschkenntnisse zu verbessern. In diesem Roman geht es um Franz Escher, der auf einen Elektriker wartet.
Im Laufe der Handlung wird immer wieder zwischen den beiden Erzählsträngen gewechselt, oft mitten im Satz, ohne dass man den Anschluss verliert. Wir nehmen teil am neuen Leben des Marko Steiner in Deutschland mit Frau und Kind, immer in Sorge vor Entdeckung. Wir erleben den verschlossenen Franz Escher, bei dem sich eine zarte Bande zu einer Arbeitskollegin entwickelt.
Literarisch außergewöhnlich kreisen die Geschichten umeinander herum, aufeinander zu, bis sie wie Puzzleteile ein Bild ergeben. Ein ganz besonderes Buch.

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Veröffentlicht am 26.01.2025

Familienzusammenhalt

Als wir im Schnee Blumen pflückten
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Der Winter im Norden Schwedens ist hart, besonders für das alte, kinderlose, samische Paar Mariddja und Biera, die in einem inzwischen heruntergekommenen Haus leben. Sie hat gerade von der Krebsdiagnose ...

Der Winter im Norden Schwedens ist hart, besonders für das alte, kinderlose, samische Paar Mariddja und Biera, die in einem inzwischen heruntergekommenen Haus leben. Sie hat gerade von der Krebsdiagnose erfahren, sie hat nicht mehr lange zu leben. Ihr Mann Biera ist dement und benötigt ihre Hilfe. Doch Hilfe von anderen wollen sie nicht. Mariddjas größter Wunsch ist es, den Sohn von Biera Schwester noch mal zu sehen, dass Kind, dass eine Weile bei ihnen lebte um dann mit der Mutter plötzlich und unauffindbar verschwunden ist. Ihren Kummer teilt sie der netten Telefonistin Siri mit, die sie um Hilfe bei der Suche bittet.
Ein weiterer Handlungsstrang befasst sich mit einem jungen Paar, Mimmi und Kaj sind in die von Samen bewohnte Gegend gezogen, nachdem Kajs Mutter starb.
Der Roman fängt langsam, und leider auch ein wenig langweilig an, doch man wird belohnt, wenn man dabei bleibt. Viel wird über die samische Kultur, deren Mythen und die Zeit der Zwangsumsiedlung erzählt. Wichtig ist ihnen die Fürsorge füreinander und der Familienzusammenhalt. Aber auch Probleme, die jeden von uns betreffen können, wie Krebs oder Demenz, die Hilfsbedürftigkeit alter Menschen oder der Neuanfang eines jungen Paares werden thematisiert. Die Sprache ist ruhig und bildhaft.

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Veröffentlicht am 02.01.2025

Faschismus in England und Deutschland

Die Mitford Schwestern
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Aus Sicht von Nancy wird das Leben und die politische Haltung und Einflussnahme der Mitford Schwestern ab 1932 geschildert. Nancy selbst ist die älteste und verarbeitet die Ereignisse und Einstellungen ...

Aus Sicht von Nancy wird das Leben und die politische Haltung und Einflussnahme der Mitford Schwestern ab 1932 geschildert. Nancy selbst ist die älteste und verarbeitet die Ereignisse und Einstellungen ihrer Familie in ihren Romanen, was zu so manchen Differenzen sorgt. Der Vater, adlig, einflussreich wohlhabend, wenn auch mit einen finanziellen Einbußen in der letzten Zeit, war nach dem großen Krieg ein Hunnenhasser, er ließ kein gutes Haar an den Deutschen. Das änderte sich als seine Töchter Unity und Diana sich dem Faschismus in England, Diana war mit dem britischen Faschistenführer Oswald Mosley liiert, und Deutschland, Unity umgarnte Hitler, traf sich privat mit ihm, er richtete sogar eine Wohnung in München für sie ein, zuwandten. Bald waren auch die Eltern begeisterte Anhänger Hitlers. Jessica hingegen war im spanischen Bürgerkrieg auf der Seite der Kommunisten aktiv. Nancy sah die Begeisterung für den Faschismus sehr kritisch und überlegte, ob sie ihre Insiderinformationen an ihren Cousin, Winston Churchill, weitergeben sollte.
Der Roman ist mit wechselnden, chronologisch aufgebauten Episoden der Schwestern erzählt. Der Schreibstil ist angenehm flüssig lesbar, weißt jedoch die eine oder Länge auf. Bisher habe ich von dem enormen Einfluss der Mitford Familie im Faschismus nichts gehört, so dass ich einiges dazu nachgelesen habe. Zumindest das Meiste in diesem Roman geschilderte entspricht nachweislich der Realität.

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Veröffentlicht am 14.12.2024

eher ein Jugendbuch

Das kleine Café der zweiten Chancen
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Als kleines Kind galt Himari Misaki als Wunderkind am Klavier, sie konnte gehörtes sofort nachspielen. Ihre Mutter förderte und forderte sie und schickte sie in sehr jungen Jahren in ein Musikinternat ...

Als kleines Kind galt Himari Misaki als Wunderkind am Klavier, sie konnte gehörtes sofort nachspielen. Ihre Mutter förderte und forderte sie und schickte sie in sehr jungen Jahren in ein Musikinternat in England. Dort erlitt Himari einen Unfall der ihre Hand stark beeinträchtigte. Die von der Mutter erhoffte Karriere war erledigt und Hamira kam wieder zurück nach Sapporo. Vor dem ersten Schultag in der neuen Schule hatte sie große Angst vor Mobbing doch die guten Ratschläge einer älteren Frau auf dem Schulweg halfen ihr. Diese Frau erwähnte auch ein besonderes Cafe in dem sie sich treffen wollten. Doch auf dem Rückweg war das Haus nicht mehr da. Seltsam. Tage später machte sich Himari alleine auf den Weg in das Cafe um dort von der Möglichkeit zu hören, in die Vergangenheit an einen ganz bestimmten Ereignis zurückzukehren um Fehler zu korrigieren. Dafür hatte man genau so viel Zeit wie das Musikstück von John Cage dauert, das aus 4 Minuten und 33 Minute Pause besteht. Himari erlebt wie andere in der Vergangenheit ihr Leben ändern und wünscht es sich auch für sich.
Der Roman beschreibt die Sorgen, Wünsche und Hoffnungen einer Teenagerin recht gut und der Charakter von Himari wurde gut herausgearbeitet. Leider jedoch nur sie, alle anderen Protagonisten bleiben blass. Der Schreibstil ist eingängig, die Ausdrucksweise für eine Teenagerin wiederum zu erwachsen. Insgesamt eher ein Jugendbuch.

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