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Venatrix

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Veröffentlicht am 19.09.2025

Komplexer Politkrimi

Seidenstraße
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Dass die millionenschweren Investitionen Chinas in europäische Firmen und Infrastruktur nicht allzu beliebt sind, ist nichts Neues. Natürlich gibt es auch Gruppen, die aus unterschiedlichen Gründen auf ...

Dass die millionenschweren Investitionen Chinas in europäische Firmen und Infrastruktur nicht allzu beliebt sind, ist nichts Neues. Natürlich gibt es auch Gruppen, die aus unterschiedlichen Gründen auf solche Investments drängen. Diesmal geht es um Anteile am Hamburger Hafen. Nun stehen sich Befürworter und Gegner des Deals nicht nur mit Transparenten sondern auch mit Schlagstöcken gegenüber.

Vor diesem Hintergrund spielt dieser Politkrimi, bei dem man nicht genau weiß, wer Freund und wer Feind ist. Das muss auch Max Oster, ehemaliger BND-Mitarbeiter und Ex-Soldat, der nun als Sicherheitschef am Hamburger Hafen arbeitet, am eigenen Leib spüren, als Jessica Wang, eine musikbegeisterte Chinesin, die er in der Elbphilharmonie kennengelernt hat, ermordet wird. Sie wird nicht die einzige Tote bleiben.

Recht schnell gerät Oster zwischen die Mahlsteine unterschiedlicher Interessen. Er wird von Polizei und Geheimdienst gejagt. An seiner Seite, die junge etwas naive Journalistin Laura Schneider, die glaubt einem großen Scoop auf der Spur zu sein. Beide wissen nicht, wem sie noch trauen können und welche Rolle der eine oder andere aus Regierung und Geheimdienst spielen.

Meine Meinung:

Dieser Politkrimi ist rasant und lässt sich sehr gut lesen. Nicht immer ist es leicht, herauszufinden, wer auf welcher Seite steht. Manchmal gibt es nur die eigene Seite.

Interessant ist der Krimi allemal, denn er zeigt, dass die Regierungsmitglieder nicht einer Meinung sind und verschiedene Gruppen teils aus Eigennutz teils aus Verblendung eigene Ziele verfolgen. Trotz der oft verwirrenden Hinweisen, die sich oft als Sackgasse entpuppen, gelingt es Robert Lackner eine schlüssige, wenn auch vielleicht nicht befriedigende Auflösung darzubieten.

Die Charaktere sind recht gut ausgearbeitet. Mit Laura Schneider kann ich mich überhaupt nicht anfreunden. Zum einen wirkt sie auf mich ziemlich naiv, auf der anderen halte ich sie für ehrgeizig und berechnend. Ich denke, sie würde Max Oster bedenkenlos fallen lassen, wenn er ihr nicht mehr nützlich erscheint. Das passt für mich nicht ganz zu einer Volontärin, die gerade einmal 23 Jahre alt ist.

Ich kenne Robert Lackner von seinem ersten Buch, der Biografie von Willy Perl, jenem Anwalt, der Tausenden Juden das Leben gerettet hat.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem Polit-Krimi 4 Sterne.

Veröffentlicht am 19.09.2025

Einblick in die Welt des Bauhaus Dessau

Frauen am Bauhaus Dessau
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Unda Hörner hat sich in ihren Büchern jener Frauen und Künstlerinnen angenommen, die zwischen 1919 und 1939 gewirkt haben. Diesmal verschreibt sie sich den Frauen am Bauhaus wie Ise Gropius, Nina Kandinsky, ...

Unda Hörner hat sich in ihren Büchern jener Frauen und Künstlerinnen angenommen, die zwischen 1919 und 1939 gewirkt haben. Diesmal verschreibt sie sich den Frauen am Bauhaus wie Ise Gropius, Nina Kandinsky, Gunta Stölzl und Lucia Moholy-Nagy, die 1925 gemeinsam mit ihren Männern von Weimar nach Dessau übersiedeln. Dort werden neben dem Schul- und Werkstättengebäude die sogenannten Meisterhäuser errichtet, in denen die Lehrkräfte - also sie Meister - mit ihren Familien leben.

Die Hoffnung der Lehrenden und vor allem weiblichen Studierenden nach dem Umzug in das kleiner Dessau zu einem neuen Höhenflug ansetzen zu können, erfüllt sich nicht. Die bunte Gruppe, die einen unkonventionellen Lebensstil führt, wird von den Einwohnern Dessaus scheel angesehen. Zumal auch hier antisemitische und antisozialistische Kräfte erstarken.

Das Bauhaus ist trotz aller moderner Ideen und Avantgardegedanken durch und durch patriarchalisch organisiert. So werden Frauen, entgegen aller Werbung, vorrangig in den Webereiklassen untergebracht. Weben, Wolle, Weib - diese Alliteration sollte bis zur Auflösung des Bauhauses 1932 das Credo sein. Frauen als Bildhauerinnen, als Architektin? Niemals, wenn es nach Gropius & Co geht. Lediglich die Fotografieklasse läuft unter dem Radar der Männer und kann sich, da Mann den Frauen nichts zutraut und daher keine Konkurrenz in ihr sieht, entwickeln.

Obwohl die Experiment des Bauhaus‘, eine Art Künstlerkolonie zu sein, als gescheitert bezeichnet werden muss, haben diese Jahre seiner Existenz zahlreiche Impulse für die moderne Kunst und das Kunsthandwerk gegeben. Eine Ähnlichkeit mit der Jahre zuvor von Josef Hoffmann und Koloman Moser angestrebten Erneuerung der Kunst in Symbiose mit dem Kunsthandwerk ist unübersehbar.

Meine Meinung:

Da ich einige Bücher von Unda Hörner kenne, habe ich mich auf dieses hier sehr gefreut und bin nicht enttäuscht worden. Die Autorin beschreibt die Situation der Künstlerinnen, die manche Männer recht bald als Konkurrenz gesehen haben, recht gut. Als Musen und vor allem als zahlende Schülerinnen sind sie herzlich willkommen. Doch bevor sich die Frauen in ihren künstlerischen Ambitionen entwickeln können, werden sie in die Webereiklassen gesteckt. Nur das hält der Big Boss Walter Gropius für angemessen. Angemessen für wen? So gesehen ist es kein Wunder, dass das Experiment scheitert, ja scheitern muss.

Neben kurzen Biografien der Frauen, die durch Auszüge aus ihrer Korrespondenz ergänzt werden, erfahren wir, wie es ihnen nach dem endgültigen Aus des Bauhaus in Dessau ergangen ist. Zahlreiche Fotos geben uns einen Eindruck der Frauen.

Schade finde ich, dass keine Grundrisse der Meisterhäuser abgebildet worden sind. Diese sind nach dem Auszug der Bauhäusler dem Verfall preisgegeben, im Zweiten Weltkrieg teilweise zerstört und ab 1990 saniert bzw. als Replik neu errichtet.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem Einblick in die Welt des Bauhaus 5 Sterne.

Veröffentlicht am 10.09.2025

Penibel recherchiert und gekonnt erzählt

Peggy Guggenheim
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In diesem 10. Band aus der Serie „Reihenweise kluge Frauen“, die im Verlag Styria erschienen ist, beschäftigt sich die Kunsthistorikerin Mona Horncastle mit Peggy Guggenheim. Aber nicht mit ihr als Ehefrau, ...

In diesem 10. Band aus der Serie „Reihenweise kluge Frauen“, die im Verlag Styria erschienen ist, beschäftigt sich die Kunsthistorikerin Mona Horncastle mit Peggy Guggenheim. Aber nicht mit ihr als Ehefrau, Geliebte oder Mutter, sondern als Erbin, Fluchthelferin, Kunstsammlerin und Mäzenin. Mona Horncastle erzählt den Werdegang der Kunstsammlerin als wäre sie ein Mann, denn Mäzene fragt man nicht nach Frau und Kind. Die Autorin ist für ihre penibel recherchierten Frauen-Biografien bekannt.

Peggy Guggenheim (1898-1979) ist ein Kind ihrer Zeit, das durch den frühen Tod ihres Vaters zur reichen Erbin wird, sich allerdings den jüdischen Konventionen widersetzt. Sie geht mit ihrem damaligen Mann nach Europa, lernt dort in der Zwischenkriegszeit die Avantgarde der Literatur und bildenden Künste kennen, kauft Werke noch unbekannter Künstler oder von jenen, deren Bilder als unverkäuflich gelten, weil nicht dem Geschmack potenzieller Käufer entsprechen. Als Hitler Europa mit Krieg überzieht, wird sie durch ihr Vermögen zur Fluchthelferin. Sie kann sich und auch ihre eigene Kunstsammlung aus dem besetzten Frankreich in die USA retten. Nach dem Krieg kehrt sie nach Europa zurück, kauft einen Palazzo in Venedig und errichtet die Collezione Peggy Guggenheim.

Meine Meinung:

Die 224 Seiten starke Biografie gliedert sich in sechs große (Lebens)Abschnitte, die von einem „Intro“ sowie “Echo“ und Nachwort umrahmt sind. Zahlreiche Fotos, Zitate und Ausschnitte aus ihren Briefen ergänzen Peggy Guggenheims Lebensgeschichte:

Intro
Herkunft
Emanzipation
Neuanfang
Warclouds
Art of This Century
Collezione Peggy Guggenheim
Eine Art Nachwort

Kunsthistorikerin Mona Horncastle kenne ich schon durch ihre Biografien über Gustav Klimt, Hedy Lamarr, Josephine Baker und Margarete Schütte-Lihotzky. Die beiden Frauen-Biografien sind ebenfalls Teil der Reihe „Reihenweise kluge Frauen“. Das Buch über Peggy Guggeheim passt durch sein Format und seine gediegene Aufmachung perfekt zu den neun anderen Frauen-Biografien.

Mona Horncastle Schreibstil ist schnörkellos, knapp und präzise, was ich sehr gerne mag. Anders als in anderen Biografien oder biografischen Romanen wird Peggy Guggenheim nicht auf ihr, von vielen Zeitgenoss:innen als skandalös empfundenen, Privatleben reduziert. Mona Horncastle klammert ihre private Rolle als Ehefrau, Geliebte und Mutter auf weiten Strecken bewusst aus. Deutlich kommt hervor, dass sie von ihrer Entourage häufig als Geldmaschine gesehen wird, von der man bequem leben kann. Besonders deutlich kommt das durch ihren ersten Ehemann Laurence Vail, den sie auch nach der Scheidung und seiner Wiederverheiratung weiterhin finanziert hat. Auch Max Ernst profitiert vom Geld und den Verbindungen seiner (dritten) Ehefrau.

Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Peggy Guggenheim neben der Rolle als Mäzenin und Kunstliebhaberin auch die der nützlichen Idiotin, auf deren Kosten man bequem leben kann, gespielt hat. Ob sie sich dessen bewusst war?

Fazit:
Gerne gebe ich dieser Biografie einer Frau, die nicht auf ihre unkonventionelle Lebensweise reduziert werden sollte, 5 Sterne.

Veröffentlicht am 10.09.2025

Penibel recherchiert und gekonnt erzählt

Sophie. Die Kaisermacherin
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Wer an Erzherzogin Sophie (1805-1872) denkt, hat unwillkürlich ihre Darstellung als Schwiegermutter durch Vilma Degischer als Kontrapunkt zur blutjungen Romy Schneider in der Ernst-Marischka-Trilogie ...

Wer an Erzherzogin Sophie (1805-1872) denkt, hat unwillkürlich ihre Darstellung als Schwiegermutter durch Vilma Degischer als Kontrapunkt zur blutjungen Romy Schneider in der Ernst-Marischka-Trilogie rund um Kaiserin Sissi vor Augen, wie der Prolog dieses historischen Romans auch andeutet.

Wie man heute weiß, ist der Mythos um die böse Schwiegermutter im Nachhinein handgestrickt, auch wenn sich die reale Sophie bewusst war, eine schlechte Nachrede zu bekommen. Nun wie war sie wirklich?

Michaela Baumgartner beleuchtet in ihrem historischen Roman rund um Erzherzogin Sophie, die als Tochter des von Napoleons Gnaden zum König von Bayern avancierten Maximilian I. geboren worden ist, eine andere Seite dieser ehrgeizigen Frau. Geschickt verquickt sie dabei Fakten und Fiktion.

Fakt ist, dass sie nach zahlreichen Fehlgeburten (insgesamt war sie elf Mal schwanger) und Kuraufenthalten in Bad Ischl erst sechs Jahre nach ihrer Hochzeit, also im Jahr 1830, ihr erstes überlebendes Kind zur Welt bringt: Franz Joseph (1830-1916). Der wird, da längst klar ist, dass nach dem Tod ihres Schwiegervaters Franz II./I. (1768-1835) auf Grund der herrschenden Primogenitur, dessen Sohn als Ferdinand I. (1793-1875) als Nachfolger feststeht, obwohl er wegen seiner zahlreichen Einschränkungen wie z.B. Epilepsie eigentlich nicht regierungsfähig ist, von Sophie systematisch und konsequent als Thronfolger aufgebaut. Ihren Ehemann Franz Karl (1802-1878), Bruder von Ferdinand, übergeht sie geflissentlich in ihren Überlegungen, da dieser wenig Interesse an den Regierungsgeschäften zeigt und lieber jagen geht.

Sophie geht hier strategisch geschickt vor, verbündet sich zeitweise mit Staatskanzler Metternich, obwohl die beiden sich nicht ausstehen können, und hat auch für ihre anderen Söhne Maximilian (1832-1867), Karl Ludwig (1833-1863) und Ludwig Viktor (1842-1919) Großes vor. Die einzige Tochter Maria Anna (1835-1840) leidet wie ihr Onkel Ferdinand an Epilepsie und stirbt mit knapp fünf Jahren.

Als nach den Revolutionen von 1848 Ferdinand zum Amtsverzicht gezwungen wird, hievt Sophie ihren Erstgeborenen Franz Joseph auf den Thron. Der unerfahrene Kaiser vertraut auf seine Mutter als Ratgeberin. Nur bei der Wahl seiner Ehefrau hört er nicht auf sie. Statt seine Cousine Helene von Bayern, wählt er ihre Schwester Elisabeth, damals noch keine 15 Jahre alt. Hier verschätzt sich Sophie, was ihren Einfluss auf die Schwiegertochter, die zugleich ihre Nichte ist. Die beiden Frauen könnten unterschiedlicher nicht sein. Sophie, intelligent, ehrgeizig und pflichtbewusst bis zur Selbstaufgabe und jugendlich unbekümmert Elisabeth. Dass hier knirschen muss, ist selbstverständlich.

Meine Meinung:

Autorin Michaela Baumgartner kenne ich durch ihre anderen historischen Romane, die alle in der Donaumonarchie spielen.

Für diesen historischen Roman um Erzherzogin Sophie, der man nachsagt während der Regierungszeit von Ferdinand „der einzige Mann im Kaiserhaus“ gewesen zu sein, hat sie penibel recherchiert. Ihr Schreibstil ist angenehm und leicht lesbar. Wie es sich für einen historischen Roman gehört, tummelt sich auch hier das „Who-is-Who“ der Donaumonarchie, was vielleicht jene Leser:innen, die mit der Welt des österreichischen Adels nicht so vertraut sind, ein wenig überfordern könnte. Hier kann das Personenverzeichnis am Ende des Romans für Klarheit schaffen. Für Interessierte gibt es noch ein ausführliches Quellenverzeichnis.

Ich finde es immer wieder spannend, Biografien oder biografische Romane von verschiedenen Autor:innen zu lesen, die aus unterschiedlichen Blickwinkeln die porträtierte Person betrachten. So habe ich über Erzherzogin Sophie schon einiges aus den Biografien von Ingrid Haslinger sowie Anna Ehrlich und Christine Bauer erfahren. Daneben ist sie immer wieder Bestandteil in den Biografien ihrer Söhne und auch von Schwiegertochter Elisabeth.

Um noch einmal auf die Sissi-Trilogie zurückzukommen. Die ist ein gutes Beispiel dafür, dass man nur sieht, was man sehen will oder einem zu sehen vorgesetzt wird. Allerdings muss man diese Film im Kontext der Nachkriegszeit sehen, in der man die Menschen durch einen Ausflug in eine glitzernde Traumwelt von der tristen Wirklichkeit ablenken wollte. Und was eignet sich hier besser als der Konflikt zwischen einer Mutter und ihrer Schwiegertochter?

Fazit:

Gerne gebe ich diesem historischen Roman, der versucht mit dem Mythos von der bösen Schwiegermutter aufzuräumen, 5 Sterne.

Veröffentlicht am 05.09.2025

Starke Frauen

Wer wir geworden sind
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Die oberösterreichische Autorin Gabi Kreslehner entführt uns mit diesem Roman in eine 100-jährige Familiengeschichte, die von zwei Weltkriegen, Entbehrung, Glück und Verlusten, Weggehen und Nachhausekommen, ...

Die oberösterreichische Autorin Gabi Kreslehner entführt uns mit diesem Roman in eine 100-jährige Familiengeschichte, die von zwei Weltkriegen, Entbehrung, Glück und Verlusten, Weggehen und Nachhausekommen, geprägt ist. Und es sind die Frauen, die kleine, bäuerliche Welt am Laufen halten.

Wir begegnen zunächst Juli, die mit ihrem Mann August, Anfang des 20. Jahrhunderts den Unterhof bewirtschaftet. Während am nahe gelegenen Oberhof, Susanna und ihr Mann Johann sich über eine Kinderschar freuen dürfen, bleibt dies Juli und August verwehrt. Nach dem Ersten Weltkrieg aus dem Johann nicht und August versehrt nach Hause kommen, bringt Juli mit Anna ihr einziges Kind zur Welt. Dann muss Juli den Tod ihres Mannes verkraften, der im Wald von einem Baum erschlagen wird.

Knapp 20 Jahre später, zu Beginn des Zweiten Weltkriegs heiratet Anna den Erben des Oberhofs Karl, wenige Tage bevor er an die Front muss. Während rundherum der Krieg tobt, bewirtschaften - wieder einmal - die zurückgebliebenen Frauen die Höfe. Von Karl fehlt jede Spur. Als er dann Jahre, als niemand mehr mit ihm gerechnet hat, völlig verändert aus der Kriegsgefangenschaft zurückkehrt, ist nichts mehr wie vorher.

Der nächste Zeitsprung führt uns nach Amerika zu Jahrtausendwende. Joanna findet ein vergilbtes Foto eines Kindes in den Sachen ihrer Mutter und stellt Fragen. Die Antworten lassen sich nach Österreich reisen.

Meine Meinung:

Dieser historische Roman beschreibt, hat mir sehr gut gefallen. Mit eindrucksvollen Worten, ohne kitschig zu sein, erzählt die Autorin die 100-jährige Geschichte einer Familie, in der starke Frauen die Hauptrolle spielen. Fast in jeder Generation wiederholen sich Schwangerschaften ohne zunächst oder überhaupt verheiratet zu sein.

Geschickt flicht Gabi Kresleher die historischen Ereignisse wie den Ersten und den Zweiten Weltkrieg sowie die Jahrtausendwende einfließen.

Die Charaktere, vor allem die weiblichen, sind sehr gut herausgearbeitet. Die jeweiligen Männer spielen nur eine untergeordnete Rolle.

Fazit:

Jede dieser Frauen ist die Summe ihrer Erfahrungen. Gerne gebe ich diesem Roman 5 Sterne.