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Veröffentlicht am 26.09.2021

zehn Frauen, die auszogen um ihre persönliche Freiheit zu finden

Zehn unbekümmerte Anarchistinnen
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Saint-Imier, eine Kleinstadt im Schweizer Jura, und deren Uhrenmanufakturen 19. Jahrhundert sin die Kulisse für dieses interessante Buch.

1872 arbeiten viele Menschen in den Manufakturen von Longines ...

Saint-Imier, eine Kleinstadt im Schweizer Jura, und deren Uhrenmanufakturen 19. Jahrhundert sin die Kulisse für dieses interessante Buch.

1872 arbeiten viele Menschen in den Manufakturen von Longines und Heuer - weltweit bekannte Uhrenmarken. Vor allem Frauen, die tagaus und tagein die selben Handgriffe machen müssen, um eine der Präzisionsuhren zu erschaffen, sind es leid, um ein Drittel weniger bezahlt zu bekommen sowie nebenbei den Haushalt und Kindererziehung zu schupfen, immer der Gefahr ausgesetzt, beim Schwanken der Auftragslage als erste gekündigt zu werden.

Einige, nach Unabhängigkeit von Macht und Kapital strebenden Menschen, schließen sich auch in der Schweiz, nach dem Pariser Vorbild, zu „Kommunen“ zusammen. So wird 1872 nach einem Besuch von Michail Bakunin, einem Gegenspieler von Karl Marx, die „Internationale der antiautoritären Föderation“ gegründet.
Zahlreiche Bewohner lassen sich von den Idealen anstecken. Unter anderem zehn Frauen, deren Geschichte hier in diesem Buch anhand von Dokumenten recherchiert und nacherzählt wird.

Zehn Frauen, die es leid sind, von Fabrikanten, Pfarrern, Männern und den Umständen im Allgemeinen gegängelt zu werden, beschließen nach Südamerika auszuwandern und dort ein unabhängiges Leben zu führen.
Sie bereiten sich akribisch vor. Jede besorgt sich als Kriegskasse eine Longines 20A. Als Vorhut verlassen Colette und Juliette, ein Liebespaar, die Schweiz. Die beiden werden bald nach ihrer Ankunft in Puntas Arenas ermordet. Von wem bleibt im Dunklen. Spielt hier ihre Homosexualität eine Rolle oder „nur“ die Unangepasstheit oder die beiden liebevoll „Zwiebeln“ genannten Longines 20A? Diese Uhren, die durch die Hände der 10 Frauen gegangen sind, werden noch eine Rolle spielen, denn durch heimlich angebrachte Gravuren lässt sich herausfinden, wessen Uhr es ist.

Trotzdem machen sich die acht anderen Frauen auf, ihren Traum von Freiheit auszuleben. Auf der Überfahrt, auf dem Schiff sind auch zahlreiche andere verbannte Anarchisten, stirbt Emilie bei der Geburt ihres Kindes - da waren’s nur mehr sieben.

In Patagonien angekommen, gründen sie gegen alle Widerstände eine Bäckerei und eine (eh klar) Uhrmacherwerkstatt. Sie müssen sich gegen die Kolonialbeamten, einer wie der andere korrupt und gewalttätig, wehren.

Letztendlich bleibt nur die Bericht erstattende Valentine Grimm am Leben, die 1910 in Montevideo Zeugnis gibt, vom Versuch ihre persönliche Freiheit zu finden und eine bessere Welt zu gründen. Manchmal muten ihre Visionen reichlich naiv an. Doch sie beißen sich durch und müssen mehrmals einen Neuanfang wagen.

Interessant finde ich, dass Valentin, obwohl nun alleine, immer das „WIR“ benützt.

Fazit:

Eine höchst interessante Geschichte von zehn wagemutigen Frauen, die auszogen, ihre persönliche Freiheit zu finden. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

Veröffentlicht am 26.09.2021

Eine Hommage an jene, die Widerstand leisteten

Die Clique der Ehrlosen
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„Eine ganz kleine Clique ehrgeiziger, gewissenloser und zugleich unvernünftiger, verbrecherisch-dummer Offiziere hat ein Komplott geschmiedet, um mich zu beseitigen und mit mir den Stab praktisch der deutschen ...

„Eine ganz kleine Clique ehrgeiziger, gewissenloser und zugleich unvernünftiger, verbrecherisch-dummer Offiziere hat ein Komplott geschmiedet, um mich zu beseitigen und mit mir den Stab praktisch der deutschen Wehrmachtführung auszurotten.“ (Auszug aus Adolf Hitlers Rundfunkansprache vom 21. Juli 1944 nach dem misslungenen Attentat in der Wolfschanze).

Diesem Zitat und der Widerstandsbewegung rund um Stauffenberg geht eine andere Verschwörung, die schon 1938 das Ziel, Hitler auszuschalten, hatte, und erst im Zuge der Verhaftungen von 1944 aufgedeckt wurde, voraus.

Von dieser Verschwörung, in der unter anderem Hans Oster, Wilhelm Canaris und eine Reihe von adeligen Wehrmachtsoffizieren schon früh erkannt haben, dass das NS-Regime und Hitler Deutschland in den Abgrund reißen würden, handelt dieses Buch.

In zwei Handlungssträngen bringt uns Autor Thomas Majhen die dramatischen Ereignisse näher. Da ist zunächst jener der Verschwörer, der einerseits über die Vorbereitungen zum Umsturz von 1938 und andererseits die Monate nach dem 20. Juli 1944 beleuchten.

Der zweite Handlungsstrang führt uns in das Leben von vier Unterprimanern, die stellvertretend für die breite Masse stehen, die der Propaganda und dem Druck des Regimes nachgeben (müssen).

Anders als das Stauffenberg-Attentat ist diese Verschwörung von Hans Oster, Wilhelm Canaris und den Offizieren in der (heutigen) Öffentlichkeit nur wenig bekannt. Ausgang von Osters Bemühungen das Regime zu stürzen, ist unter anderem die „Blomberg-Fritsch-Affäre“. Mit falschen Anschuldigungen werden Werner von Fritsch und Werner von Blomberg, beide Kritiker von Hitler, aus ihren Ämtern entfernt. Hans Oster ist bereits vor 1938 erschreckend weitsichtig und versucht, Gleichgesinnte im In- und Ausland zu überreden, gegen die Nationalsozialisten und Hitler vorzugehen.

Meine Meinung:

In akribisch recherchierten Details lässt uns der Autor an der Verschwörung der Offiziere, die seit je her ein besonderes Ehrgefühl an den Tag legen - eine eingeschworene Gesellschaft, die vor allem der Tradition verpflichtet ist, teilhaben. Sie verstehen sich unter anderem als Hüter Deutschlands, wie folgendes Zitat zeigt.

"Unsere Aufgabe, unsere oberste Pflicht als Offiziere besteht darin, Deutschland vor Schaden zu bewahren."

Daher ist die Todesstrafe durch erhängen, eine besondere Schmähung der Offiziersehre. Den Tod durch ein Erschießungskommando oder das Fallbeil hätten die meisten vorgezogen. Nicht dass es etwas am Ergebnis geändert hätte, aber es wäre in ihren Augen ein ehrenvoller Tod gewesen.

Sehr interessant zu lesen ist, wie Hans Oster sein Netzwerk peu à peu aufbaut. Selbst jene, die dann doch nicht mitmachen, schweigen aus Respekt. Dass es dennoch eine große Zahl von adeligen Offizieren gab, die willfährige Helfer der Diktatur waren, darf nicht verschwiegen werden.

Besonders eindrücklich sind die Gedanken von Hans Oster in der Haft geschildert. Zwischen brutalen Verhören, in denen die Mitverschwörer gegen einander ausgespielt werden (sollen) und der Isolierhaft, hat Oster Zweifel, ob er nicht zu wenig getan hat, um das Regime zu beseitigen.

"... Deine Ziele waren von Beginn an zu ehrgeizig und unmöglich zu erreichen. Und doch war die übermenschliche Aufgabe, die du dir zu eigen gemacht, waren die Strapazen, denen du dich unterworfen hast, nicht umsonst. Nichts, das zum Wohle Anderer unternommen, kein Leid, das zum Schutze Wehrloser erduldet wird, ist je umsonst. Denk nur an all die Leben, die du mit deinem Opfer gerettet hast." (S. 391)

Anders als in der Wirklichkeit lässt der Autor die Verschwörer 1938 einen Putschversuch unternehmen.

Fazit:

Der Geschichte einer Gruppe von Offizieren, die alles andere als ehrlos waren, gebe ich gerne 5 Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 26.09.2021

Eine gelungene Fortsetzung

Tote Schwaben leben länger
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Dieser zweite Fall für Eugen Querlinger hat es in sich: Aus dem beliebten Ausflugsziel Federsee werden zwei Skelette und ein orthopädischer Schuh geborgen. Liegezeit der menschlichen Überreste mehr als ...

Dieser zweite Fall für Eugen Querlinger hat es in sich: Aus dem beliebten Ausflugsziel Federsee werden zwei Skelette und ein orthopädischer Schuh geborgen. Liegezeit der menschlichen Überreste mehr als dreißig Jahre. Wenig später beginnt eine Mordserie an Obdachlosen. Aber, als dann ein saturierter Unternehmer erschossen wird, ist die Idee vom Obdachlosen-Hasser schnell vom Tisch, denn auch dieses Mordopfer hat ein Tatoo mit einem fünfblättrigen Kleeblatt.

Eugen Querlinger und sein Team stehen vor einem Rätsel.

Meine Meinung:

Wie schon in seinem ersten Fall („Nut tote Schwaben schweigen“) geht Autor Max Abele auf die Eigenarten der Schwaben ein. So kommt deren trockener, oftmals schwarzer Humor sehr gut zur Geltung. Über das Einflechten des schwäbischen Dialekts musste ich häufig lachen. Dass hier ausgiebig geschimpft und geflucht wird, stört nicht, denn man tut es auf schwäbisch.

Ebenso darf sich Querlinger zwischendurch an deftigen Speisen laben. Die Seitenblicke in sein Privatleben und die verbalen Scharmützel mit dem Reporter sowie die nervige Familie Weißenbrugger waren mir persönlich fast ein wenig zu viel.

Gut gefällt mir die Teamarbeit, die immer wieder Platz für eigene Ermittlungsansätze der einzelnen Teammitglieder bietet. Auch hier darf geschwätzt werden, wie einem der Schnabel gewachsen ist. Und Zeit für den einen oder anderen philosophischen Erguss gibt es auch:

„Gegen das Fehlschlagen eines Planes gibt es keinen besseren Trost, als auf der Stelle einen neuen zu machen oder bereitzuhalten.“ (J.-P. Sartre, S. 242)

Ein paar Seiten später zitiert Querlinger erneut Jean-Paul Sartre:

„Man sollte keine Dummheit zweimal begehen, die Auswahl ist schließlich groß genug.“ (S. 253)

Herrlich sind die Namen, die sofort eine Assoziationskette hervorrufen.

Fazit:

Eine gelungene Fortsetzung, der ich gerne 4 Sterne gebe.

Veröffentlicht am 26.09.2021

Eine gelungene Fortsetzung

Die Kuh kennt keinen Galgen
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In diesem zweiten Krimi ist Milka Mayr wieder mitten im Geschehen. Sie wird als Treiberin zu einer Drückjagd eingeteilt, bei der es prompt einen Toten gibt. Was anfangs wie ein blöder Jagdunfall aussieht, ...

In diesem zweiten Krimi ist Milka Mayr wieder mitten im Geschehen. Sie wird als Treiberin zu einer Drückjagd eingeteilt, bei der es prompt einen Toten gibt. Was anfangs wie ein blöder Jagdunfall aussieht, wird schnell als Mord erkannt. Ausgerechnet mit Sebastian Wilds Waffe ist der Mann erschossen worden. Dabei ist Sebastian der Onkel von KHK Paul Eichert und ein Freund von Milka. Während Paul eigentlich der Fall entzogen werden müsste, setzt Milka ihren kriminalistischen Spürsinn ein, um den Mord aufzuklären.

Bei der Sondierung des Umfelds des Toten stellt sich heraus, dass der kein wirklich liebenswerter Zeitgenosse war und mit seinem Bruder eine Firma geleitet hat. Die Frage nach dem „Cui bono?“ wird umso spannender, als eben jener Bruder ebenfalls ermordet wird. Die Auswahl an Verdächtigen ist recht groß: die Ehefrau, die aktuelle oder die abgelegte Geliebte oder doch die Konkurrenz, gibt es doch Streit um eine Erfindung?

Meine Meinung:

Milka Mayr ist ein echter Tausendsassa: zum einem managt sie zusammen mit ihrem Bruder den großen elterlichen landwirtschaftlichen Betrieb. Zusätzlich hat sie ein Gespür für den Markt und setzt neue Impulse, wie der erfolgreiche Hofverkauf beweist. Zum anderen hat sie aber den richtigen Riecher, was die Kriminalfälle ihres Freundes Paul betrifft.

Milka muss sich innerhalb der Familie behaupten, denn Georg Mayr, der Vater, hält nicht viel von den neumodischen Ideen seiner Kinder. Er würde Landwirtschaft lieber so betreiben wie die Vorväter.

Gut gefällt mir, wie der Autor regionale Geschichte in den Krimi einfließen lässt. Dazu hat er sich die Figur des Professor Ebert ausgedacht, der gerne und weitschweifig über die historischen Ereignisse der Umgebung doziert. Hier darf er sogar zur Aufklärung des Falles beitragen.

Die (Liebes)Beziehung zwischen Paul und Milka ist irgendwie nur angedeutet. Zwar sucht Paul eine neue Wohnung, aber über gemeinsam verbrachte Nächte liest man nicht viel. Hier und da ein scheues Küsschen - da könnte ein bisschen mehr sein. Die Beschreibung von Milkas Klamotten muss nicht so ausführlich sein. Die Farbe der Chinos tragen wenig zum Geschehen bei, und ob der Pulli in der Farbe dazu harmoniert, ist nicht unbedingt relevant.

Der Plot ist gut durchdacht. Wir Leser sind den Ermittlern ein wenig voraus, denn wir dürfen an den Gedanken des Täters, die in der Ich-Form präsentiert werden, teilhaben.

Fazit:

Eine gelungene Fortsetzung, deren Ende zwar überraschend, aber trotzdem schlüssig ist. Gerne gebe ich 4 Sterne.

Veröffentlicht am 26.09.2021

Hat mich leider nicht überzeugt

Pirlo - Gegen alle Regeln
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Auf den ersten Blick sieht der Mann auf dem Cover aus wie der italienische Fußballer und nunmehrige Trainer von Juventus Turin, Andrea Pirlo. Allerdings geht es in diesem Krimi, der Auftakt einer Reihe ...

Auf den ersten Blick sieht der Mann auf dem Cover aus wie der italienische Fußballer und nunmehrige Trainer von Juventus Turin, Andrea Pirlo. Allerdings geht es in diesem Krimi, der Auftakt einer Reihe werden soll, nicht um den Fußballer, sondern um den Strafverteidiger Dr. Anton Pirlo. Der ist ein gefeierter Star, seit er für einen Fußballer (sic!) namens Metternich einen Freispruch erstritten hat. Doch Erfolg ruft immer Neider auf den Plan. Pirlo fällt einer Intrige zum Opfer und verliert seinen Job bei der renommierten Anwaltskanzlei Ohmsen & Partner.

Trübsal blasend sitzt Pirlo in seiner Wohnung und erhält den Auftrag Marlene von Späth, die ihren Mann ermordet haben soll, zu verteidigen. Er sei der beste Mann für diese Causa. Gewohnt, dass er üblicherweise ein großes Team an Helferleins um sich hat, muss er einsehen, dass er Hilfe braucht. Die offenbart sich in Sophie Mahler, Anwältin aus einer angesehenen Juristenfamilie, die so ihre eigenen Probleme hat.

Neben dem Fall hat Pirlo noch mit ganz anderen Schwierigkeiten zu kämpfen, denn eigentlich heißt er Ramzes Khatib und ist der jüngste und abtrünnige Sohn eines libanesischen Familienclans, der Drahtzieher von allerlei kriminellen Machenschaften ist.

Meine Meinung:

Die Vorstellung, einmal einen Krimi nach Abschluss der Ermittlungen zu lesen, hat mich bewogen, zu diesem Buch zu greifen. Üblicherweise enden Krimis ja damit, dass der oder die Täter überführt und dingfest gemacht werden. Wie es dann aber vor Gericht weitergeht, bleibt meistens offen, außer es gibt eine Fortsetzung, in der der Täter auf Rache sinnt.

Die für mich interessante Frage ist, auf bei realen Verbrechen, muss der Anwalt der Verteidigung an die Unschuld seines Mandanten glauben? Kann man als Anwalt einen Klienten ablehnen, weil er ein Verbrechen begangen hat, das man selbst verabscheut? Auf diese Frage geht Autor Ingo Bott, selbst Anwalt, nicht näher ein. Sophie versucht zwar Pirlo in diese Richtung auszufragen, erhält wie die Leser aber keine erschöpfende Antwort. Das ist nicht das Einzige, womit ich bei diesem Krimi hadere. Zunächst einmal ist da die familiäre Zugehörigkeit zu einem kriminellen Clan. Prüft da nicht die Anwaltskammer vor der Zulassung?
Weiters ist da der Schreibstil. Kurze Sätze sind für mich ok, doch hier werden sie inflationär eingesetzt und verlieren ihre Wirkung. Der ausufernde Gebrauch von „scheiße“ oder, wenn die Khatib-Brüder sprechen „fick dich“ in verschiedenen Variationen oder die häufigen Angliszmen, ist mir einfach zu viel. Den Niveauunterschied in der Sprache hätte man anders auch darstellen können. Überhaupt, regieren viele Klischees. Die Anleitung zum Sozialmissbrauch (funktioniert hoffentlich nicht mehr) oder, dass die Khatib-Brüder ihren Erfolg an dicken Autos und schönen Frauen messen.

Es mag schon sein, dass der Autor damit Authentizität darstellen will, aber mir hat das nicht gefallen.

Mit den Charakteren bin ich nicht wirklich gut klar gekommen. Sophie und Prof. Arland bilden da die große Ausnahme. Anton Pirlo ist selbstgefällig, präpotent und eigentlich hätte ich ihm einen ordentlichen Dämpfer gewünscht. Aber nein, die toughe Sophie steht ihm helfend zur Seite.

Die angeklagte Marlene von Späth ist auch eine klischeehafte Person. Eine junge hübsche Polin, die sich einen vermögenden älteren Mann angelt. Dann macht sie auch kaum zweckdienliche Angaben und lässt Pirlo ins offene Messer laufen.

Das doch indifferente Ende hat mich ein wenig ratlos zurückgelassen. Kommt da noch etwas? Der Autor hat ja angedeutet, dass dies der Auftakt zu einer Reihe ist.

Fazit:

Hier habe ich mir doch etwas anderes erwartet. Deswegen kann ich nur 3 Sterne vergeben und bin unschlüssig, ob ich die Reihe verfolgen werde.