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Venatrix

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.06.2025

Eine gelungene Fortsetzung

Gold aus der Wiener Werkstätte
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Als in einem Wiener Hotel eine Prostituierte ermordet wird, soll die Tat auf Befehl von Oberkommissar Sobotka, Max von Krauses Vorgesetztem, vertuscht werden. Der hält sich natürlich nicht daran und entdeckt, ...

Als in einem Wiener Hotel eine Prostituierte ermordet wird, soll die Tat auf Befehl von Oberkommissar Sobotka, Max von Krauses Vorgesetztem, vertuscht werden. Der hält sich natürlich nicht daran und entdeckt, dass die Tote im Besitz einer wertvollen Halskette aus der bekannten Wiener Werkstätte rund um Josef Hoffmann ist. Ein Grund, die Werkstätte in der Lili Feigl, die er im ersten Fall kennengelernt hat, zu treffen. Lili arbeitet als Putzfrau in der WW und erkennt das Schmuckstück sofort: Es ist ihr Entwurf, den sie heimlich für einen Goldschmied angefertigt hat. Sie wird nur stutzig, dass die Signatur der Wiener Werkstätte, das doppelte W, ein wenig verfremdet ist und als Doppel M erscheint. Hat der Goldschmied entgegen der Absprache, nur Unikate herzustellen, verstoßen und gleich mehrere Colliers angefertigt? Noch bevor diese Frage beantwortet werden kann, wird eine weitere Prostituierte auf genau dieselbe Art und Weise ermordet, das Schmuckstück inklusive.

Wird es Max von Krause gelingen die beiden Frauenmorde aufzuklären? Und was hat Sobotka damit zu tun?

Meine Meinung:

Ihrem zweiten Krimi rund um Max von Krause und Liliane Feigl liegt ein wahrer Kriminalfall zu Grunde, der 1906 zu einem Skandal und Prozess führte: Die Bordellbesitzerin Regine Riehl hat jahrelang 12 bis 15-jährige Mädchen ihren Eltern abgekauft, sie in ihrem Bordell eingesperrt und zur Prostitution gezwungen. Gedeckt wurde das Treiben von zahlreichen hoch angesehenen Persönlichkeiten, darunter auch zahlreiche Polizisten, die eigentlich gegen solche Verbrechen einschreiten sollten, bei Kontrollen des Bordells wegsahen und sich der Mädchen nach Wunsch bedienen konnten.

Beate Maly beleuchtet zudem auch die Wiener Werkstätte. Männern wird Kreativität in allen Sparten zugeschrieben, während Künstlerinnen sich mit filigraner Deko wie Keramikfiguren oder Entwürfen für Stoff begnügen müssen. Selbst wenn, wie man an Hand des Colliers sieht, der Entwurf von einer Frau stammt, wird die Designerin nicht genannt und auch nicht entsprechend entlohnt. Auch die bekannte Kunstschule „Staatliches Bauhaus“ (1919-1933) von Walter Gropius in Weimar gegründet, lässt Frauen zunächst nur weben und töpfern sowie kleine kunsthandwerkliche Gegenstände anfertigen. Architektur, Tischlerei und Metallverarbeitung blieb bis auf wenige Ausnahmen eine Männerdomäne.

Schmunzeln musste ich wieder über Max von Krauses Mutter, die ihren Sohn unter die Haube bringen will, natürlich standesgemäß und vermögend. Nach wie vor ist sie mit seiner Berufswahl nicht einverstanden und zieht im Hintergrund Fäden, um ihm einen höheren Posten zu verschaffen, was Max aber so gar nicht behagt. Er will es aus eigenem schaffen, befördert zu werden. Protektionskinder gibt es ja schon genug. Interessant auch, dass sie ihm unabsichtlich einen Hinweis geben kann, der in späterer Folge zum Täter führt.

Lili ist ein starker Charakter. Trotz der eigenen Probleme kümmert sie sich um die verarmte Nachbarin und deren Kinder. Gut gefällt mir die Entwicklung von Lili, die zwar nach wie vor als Putzfrau in der Wiener Werkstätte arbeitet, aber auch eigene Entwürfe anfertigt. Das Fälschen von Dokumenten lässt Lili trotz der Schulden der ihr alkoholsüchtige Vater immer wieder macht, nun bleiben. Dafür malt sie weibliche Akte, die sie an eine zwielichtige Gestalt am Spittelberg verkauft. Bei diesem Geschäft wird sie von Reporter Herbert Rossberg begleitet, der nicht nur ein berufliches Interesse an Lili hat. Ich bin schon neugierig, wann ihr Geheimnis über ihre Herkunft auffliegen wird und ob sich Helene, die ihr eine Freundin geworden ist, sich von ihr abwendet.

Dieser historische Krimi wird aus mehreren Perspektiven erzählt. Zudem erhalten wir Einblick in das Leben der unterschiedlichen Bewohner Wiens um 1900: Reiche Bürger, verarmte Adelige und das Heer von kleinen Handwerkern und Tagelöhnern, die ein ärmliches Leben in feuchten Behausungen fristen.

Wie immer ist das Cover ein echtes Highlight. Es ist den Motiven der Wiener Werkstätte nachempfunden und wirkt durch die goldfarbenen Elemente ausgesprochen edel.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem zweiten Krimi rund um die Wiener Werkstätte eine Leseempfehlung und 5 Sterne.

Veröffentlicht am 16.06.2025

Eine gelungene Biografie

Victor Hugo
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„Wenn ich nicht mehr bin, wird man sehen, wer ich war.“

Vielen Lesern ist Victor Hugo (1802-1885) durch seine Lyrik, Theaterstücke und Romane geläufig. Seine wohl bekanntesten Werke sind „Der Glöckner ...

„Wenn ich nicht mehr bin, wird man sehen, wer ich war.“

Vielen Lesern ist Victor Hugo (1802-1885) durch seine Lyrik, Theaterstücke und Romane geläufig. Seine wohl bekanntesten Werke sind „Der Glöckner von Notre Dame“ und „Les Miserables“.

Nur, wer ist der Mann hinter diesen Werken? Eine Persönlichkeit, die wie Walburga Hülk in der Einleitung zu ihrer Biografie, wie folgt beschreibt:

„Er erlebte im eigenen Land Napoleon Bonaparte, die Rückkehr der Bourbonenmonarchie in der Restaurationszeit, die Juli-Revolution 1830, die Juli-Monarchie, die Revolution 1848, die Zweite Republik, den Staatsstreich 1851, das Zweite Kaiserreich unter Napoleon III., den Deutsch-Französischen Krieg und die Pariser Kommune, die Dritte Republik, er überlebte drei Könige und zwei Kaiser.“

Die Autorin präsentiert uns das Leben des Dichters, der auch kritische Artikel publiziert und gegen den Staatsstreich von 1851 opponiert hat, weshalb er bis zum Ende der Herrschaft von Napoleon III. (1871), den er als „Napoléon le Petite“ bezeichnet, zuerst ins Gefängnis und dann ins Exil muss. Dies ist nicht die erste politische Stellungnahme von Victor Hugo. Schon zuvor hat er seine Meinung mehrmals geändert. Ob man ihn deshalb als Wendehals bezeichnen könnte oder sollte? Oder als Anhänger der Suche nach einer idealen Staatsform, die es sichtlich nicht gibt?

Auch Hugos Privatleben nimmt einen großen Raum ein, das so wie die Zeit, in der er lebt, ein auf und ab ist. Zahlreiche Schicksalsschläge formen den Dichter.

Meine Meinung:

Diese detaillierte Biografie von Victor Hugo habe ich sehr gerne gelesen. Walburga Hülk enthüllt neben der vielschichtigen Person Hugos die Verflechtungen der europäischen Politik sowie die gesellschaftlichen Entwicklungen des 19. Jahrhunderts. Hin und wieder ist das eine oder andere Detail für manche Leser vielleicht ein wenig zu viel.
Nicht immer müssen Autorinnen und Autoren alles, was sie zu einem Thema wissen, den Lesern auch detailgetreu näher bringen. Mir persönlich macht es nichts aus, so viel geballtes Wissen vermittelt zu bekommen. Immerhin erfahre ich Neues über den politischen und kritischen Geist des 19. Jahrhunderts.

Interessant ist die Erwähnung der Autorin, dass anlässlich des Brandes von Notre-Dame im April 2019 der Verkauf von „Der Glöckner von Notre-Dame“ sprunghaft angestiegen ist.

Zahlreiche Abbildungen sowie rund 100 Seiten Anmerkungen ergänzen diese Biografie.

Fazit:

Gerne gebe ich dieser detaillierten Biografie 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 16.06.2025

Eine klare Leseempfehlung!

Fischer, Perle, Walrosszahn – Das Meer im Mittelalter
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Nikolas Jaspert nimmt uns mit auf seine Reise in das Mittelalter und dessen Beziehung zum Meer, worüber die meisten von uns wenig wissen. Je nach persönlichem Interesse haben wir in der Schule mehr oder ...

Nikolas Jaspert nimmt uns mit auf seine Reise in das Mittelalter und dessen Beziehung zum Meer, worüber die meisten von uns wenig wissen. Je nach persönlichem Interesse haben wir in der Schule mehr oder weniger über das Meer im Mittelalter gelernt. Ja, die Hanse und ihr Handel war den Lehrkräften bedeutsam genug, hing doch der Reichtum von zahlreichen (Hanse)Städten von Hamburg bis Augsburg. Aber darüber hinaus? Wer die Menschen waren, die sich aufs Meer hinausgewagt haben, wie sie das Meer betrachtet oder welchen Nutzen sie daraus gezogen haben, wurde vernachlässigt.

Diese Bildungslücken kann dieses interessante Sachbuch nun schließen. Anhand von Überlieferungen, Handels- und Zolldokumenten sowie archäologischen Artefakten und Befunden gelingt es ihm, die Bedeutung der Meere im Mittelalter abseits von Verkehrsflächen zu belegen. Auf knapp 600 Seiten erzählt über die faszinierende Beziehung zwischen Meer und Mensch.

Mir haben die Kapitel über die Schätze des Meeres (Perlen, Muscheln, Korallen, Bernstein, Ambra und Salz) am besten gefallen. Oh ja, Salz zählt auch dazu. Als Österreicherin bin ich natürlich vom Salinensalz aus den Bergen verwöhnt. Dabei haben Salzgärten in der Bretagne oder Sizilien lange zur Gewinnung des lebenswichtigen Salzes lange Tradition.

Das Buch liest sich trotz der Fülle an Informationen angenehm. Nach der Lektüre dieses Sachbuchs müssen wir unser Bild vom Mittelalter, das vor allem von Bauern, Rittern und Klöstern geprägt ist, revidieren. Auch Binnenländer wie Schweiz oder Österreich haben durch ihren Handel mit den Schätzen aus dem Meer Anteil am Mittelmeer oder Nord- und Ostsee.

Der Autor ist Professor für Mittelalterliche Geschichte an der Universität von Heidelberg und vergisst nicht, den sorgsamen Umgang mit den Meeren einzumahnen. So erwähnt er, dass Einschränkungen von Fangquoten bereits im
Mittelalter verhängt worden sind, um dem Fischbestand Erholung zu gönnen.

Fazit:

Dieser Lektüre, die den Horizont erweitert gebe ich gerne 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 28.05.2025

Gelungene Umbauten zum Flächenrecycling

Umbauen statt neu bauen
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Caroline Rodlauer ist Autorin, Bau- und Ortsbildsachverständige sowie Architektin. Sie beschäftigt sich seit Jahren mit dem Thema des ständig wachsenden Bodenverbrauchs in Österreich. In diesem Buch zeigt ...

Caroline Rodlauer ist Autorin, Bau- und Ortsbildsachverständige sowie Architektin. Sie beschäftigt sich seit Jahren mit dem Thema des ständig wachsenden Bodenverbrauchs in Österreich. In diesem Buch zeigt sie an Hand von 25 gelungenen Bespielen, dass es möglich ist, Wohnraum zu schaffen, ohne zusätzlichen Boden zu verbrauchen, sondern auch Flächen wieder zu entsiegeln. Caroline Rodlauer bricht eine Lanze für Umbau im Altbestand sowie für die Weiterverarbeitung von bei Abbruch gewonnenen Material aus dem Bestand. Sie berichtet von der Zusammenarbeit mit den HausbesitzerInnen, den Behörden sowie von der Kreativität und Fachkenntnis der planenden Architekturbüros.

Jedes Projekt wird in einer Art Steckbrief, mit dem Namen des Architekturbüros, Ort, der Wohnfläche, der Anzahl der Bewohner, Fertigstellung, Bodenverbrauch sowie einer Planungsskizze und Fotos von vorher und nachher vorgestellt.
Ein, für mich besonders spannendes Projekt (Nr. 5), trägt den Namen „Wolf im Schafspelz“. Hier hat man ein ganzes Wohnhaus in eine Maschinenhalle gestellt.

Manche der vorgestellten Herzeigeprojekte sind im Verband guter Familienbeziehungen erdacht und umgesetzt worden. Dass drei Generationen friktionsfrei unter einem Dach leben, ist nicht immer selbstverständlich.

Sehr gut gefallen mir auch die beiden Wiener Projekte. Beide nützen kleine urbane, bereits versiegelte Restflächen. Das eine (Nr. 9) ist ein kleines Stadthaus für eine mehrköpfige Familie, das andere (Nr. 11) insgesamt 28 Kleinsthäuschen für temporäre Mieter.

Dass Streckhöfe, wie sie in Niederösterreich und dem Burgenland stehen, umgebaut werden, ist nun nicht ganz so neu. Meine Schwiegereltern haben um 1980 im niederösterreichischen Pulkautal einen ehemaligen Kleinhäuslerstreckhof umbauen lassen. Aus der früheren Rauchkuchl ist das Badezimmer geworden, aus dem Schweine- bzw. Ziegenstall zwei Kinderzimmer, die man über einen verglasten Laubengang betreten hat.

Eine interessante Nachnutzung für ehemalige Supermärkte könnte das Beispiel Nr. 7 sein. Um jedoch zahlreiche Nachahmer zu finden, wird es wohl auf aufgeschlossene Baubehörden ankommen, um die jeweilige Bauordnung gut auszuloten. In Österreich gibt es, trotz vereinfachter OIB-Richtlinien nach wie vor für jedes Bundesland Ortsbild und ähnliche bestimmende Vorschriften, die sich von Bundesland zu Bundesland (9 an der Zahl) unterscheiden.

Wichtig finde ich, dass bei der Aus- und Weiterbildung von Architektinnen und Architekten, den Möglichkeiten des Umbaues eines Bestandsobjektes vertiefend unterrichtet wird. Autorin Caroline Rodlbauer trägt mit diesem Buch der 25 Best Practice Beispiele dazu bei, dass bei EigentümerInnen der Umbau als Alternative zum Neubau auf der viel zitierten grünen Wiese ins Auge gefasst werden kann. Denn Nachverdichtung schont Ressourcen, eine sorgfältige Beratung und Planung von einem geschulten Architektenteam vorausgesetzt.

Am Ende finden sich wertvolle Tipps zu Beratungsstellen im jeweiligen Bundesland.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem Buch über Flächenrecycling im Wohnbau 5 Sterne.

Veröffentlicht am 28.05.2025

Ein gelungener hist. Roman

Als im Hotel Messmer der Tee ausging
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Die 17-jährige Klara Butterfass flieht vor der Heirat mit einem wesentlich älteren Bauern, die ihr Vater arrangiert hat, vom elterlichen Hof im Schwarzwald und landet in der Kurstadt Baden-Baden, in der ...

Die 17-jährige Klara Butterfass flieht vor der Heirat mit einem wesentlich älteren Bauern, die ihr Vater arrangiert hat, vom elterlichen Hof im Schwarzwald und landet in der Kurstadt Baden-Baden, in der sich reich und schön treffen. Auch der deutsche Kaiser und seine Gemahlin samt Entourage verbringen ihre Kuraufenthalte in der mondänen Stadt.

Klara ist weder auf den Mund noch auf den Kopf gefallen und bekommt eine Stelle als Dienstmädchen im bekannten Hotel Messmer. Dessen Personal, allen voran Cricri, ihr zu zweiten Familie wird. Sie erweist sich mehrmals als Retterin in der Not, da sie jede Arbeit, wie das Saubermachen des Papageienkäfigs, annimmt, immer in Sorge, dass ihr Vater sie suchen lässt, um sie wieder nach Hause zu bringen. Das Lob, das sie erhält, ruft natürlich Neid hervor.

Als in der Hotelküche, ausgerechnet beim Aufenthalt von Kaiserin Auguste der extra aus Russland importierte Schwarztee ausgeht, wird Klara in die Kolonialwarenhandlung, die der Bruder des Hoteliers Messmer führt, geschickt, um Nachschub zu holen. Dabei lernt sie Otto den Sohn des Besitzers kennen, der für die Kaiserin eine eigene Teemischung kreieren wird.

Als Klara Gerüchte über ein bevorstehendes Attentat auf den Kaiser aufschnappt, heißt es schnell handeln, statt Tee trinken.

Meine Meinung:

Kristina Hortenbach entführt uns nach Baden-Baden, das Ende des19. Jahrhunderts ein beliebter Treffpunkt der Adeligen aus aller gewesen ist. So treffen wir nicht nur die fiktive Klara, sondern auch auf reale Personen und Persönlichkeiten, die in der Maison Messmer absteigen. Neben dem deutschen Kaiserpaar treffen wir auf den Schah von Persien und Bertie, den umtriebigen britischen Thronfolger sowie Kaiserin Sisi. Wie damals üblich, leiht man zwischen befreundeten Hotels die Dienerschaft aus, wenn anderswo Not am Mann oder wie diesmal Not an einer Friseuse ist. So darf Klara, die über ähnlich lange Haare wie Sisi verfügt, deren Haare pflegen.

Der Autorin ist es sehr gut gelungen das Flair der mondänen Kurstadt einzufangen. aber dennoch nicht auf die Lage des Dienstpersonals bzw. der armen Bevölkerung zu vergessen. Geschickt flicht sie ein fiktives Attentat auf Kaiser Wilhelm ein.

Dieser historische Roman lässt sich leicht und flott lesen. Hin und wieder erscheint mir Klara als Retterin in der Not ein wenig zu überzeichnet. Sie ist ja erst siebzehn Jahre alt, wenn auch durch familiäre Schicksalsschläge gereift.

Das Cover passt wunderbar zur Geschichte.

Fazit:

Der Roman eignet sich perfekt für einen verregneten Sommertag und lässt sich am besten bei einer Schale Tee genießen. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.