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Venatrix

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.11.2018

Dämonen der Vergangenheit

Alina
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Wie wir es von Arvis Heubner gewöhnt sind, ist die feine Klinge in seinen Büchern fehl am Platz. Sein Protagonist, der Europol-Cop Tinus Geving, der immer dort eingesetzt wird, wo es besonders brenzlig ...

Wie wir es von Arvis Heubner gewöhnt sind, ist die feine Klinge in seinen Büchern fehl am Platz. Sein Protagonist, der Europol-Cop Tinus Geving, der immer dort eingesetzt wird, wo es besonders brenzlig ist, ist trotz aller Härte sich und seinen Gegnern gegenüber, ein sehr feinfühliger Mann.

Sehr beklemmend die Sequenzen aus der Franco-Diktatur, in der Andersdenkende, vor allem Sozialisten und Kommunisten, gnadenlos verfolgt wurden. Die Kinder der Verfolgten, Gefolterten und häufig auch Ermordeten wurden in Waisenhäuser gesteckt. Dort unterzog das Regime die Kinder einer Umerziehung und raubte ihnen damit Namen und Herkunft.

Allerdings gibt es auch Kräfte, die Tinus hassen und allerlei Intrigen anzetteln, um ihn loszuwerden. Doch das ist eine andere Geschichte …

Fazit:

Ein Krimi, der weit in die Franco-Diktatur hineinreicht und die Verstrickung der Politik in Verbrechen schonungslos offenlegt. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

Veröffentlicht am 13.11.2018

Noch immer rätselhaft

Die Himmelsscheibe von Nebra
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Vorliegendes Buch ist eines der vielen, die sich mit der Himmelsscheibe von Nebra beschäftigen.

Seit dem ersten Hype um die bronzezeitliche Darstellung ist nun einige Zeit vergangen. Zahlreiche Forscher ...

Vorliegendes Buch ist eines der vielen, die sich mit der Himmelsscheibe von Nebra beschäftigen.

Seit dem ersten Hype um die bronzezeitliche Darstellung ist nun einige Zeit vergangen. Zahlreiche Forscher haben das kostbare Relikt in der Hand gehalten und untersucht. Die beiden Autoren versuchen die vielen Ergebnisse, Theorien und Hypothesen ein wenig zu kanalisieren.

Die Umstände nach dem Auffinden des Artefakts und dem Verbringen in die Hände erfahrener Wissenschaftler ist von den Autoren für meinen Geschmack ein wenig zu reißerisch dargestellt. Anschließend werden die verschiedenen Untersuchungen und Theorien ein wenig sachlicher behandelt.

Stellenweise ufern die Autoren ein wenig aus und bewegen sich weit weg vom Fundort z. B. nach Aunjetiz (Tschechien), wo die Glockenbecherkultur und die Schnurkeramikkultur einander begegnet sind und mehr oder weniger friedlich miteinander existiert haben. Wie haben die Menschen damals gelebt, ihren Alltag bewerkstelligt?

Da die Himmelsscheibe aus einer schriftlosen Epoche in Europa stammt, wachsen und gedeihen allerlei Spekulationen. Doch was wäre die Archäologie ohne die manchmal als „spinnerte Ideen“ abgekanzelten Gedanken?

Einiges muss jedoch als spekulativ eingeordnet werden. Doch wer weiß, vielleicht wird das Rätsel um dieses Artefakt demnächst früher oder später gelöst.

Für alle jene, die gerne etwas über die Bronzezeit wissen wollen, ist dieses Buch dennoch ein Gewinn.

Fazit:

Vielleicht ist die Himmelsscheibe von Nebra nur der Aufhänger, um Interesse an der Bronzezeit zu wecken?

Veröffentlicht am 10.11.2018

Ein spannendes Verwirrspiel

Mord in zwei Teilen
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Privatdetektiv Paul Peck wird von seinem Freund Conrad Radauer als versteckter Ermittler in seine Firma geholt, weil er Korruption und finanzielle Unregelmäßigkeiten vermutet. Diesen Verdacht hat auch ...

Privatdetektiv Paul Peck wird von seinem Freund Conrad Radauer als versteckter Ermittler in seine Firma geholt, weil er Korruption und finanzielle Unregelmäßigkeiten vermutet. Diesen Verdacht hat auch „Controlling-Paula“ Schober.

Der Fall lässt sich recht unspektakulär an, erfährt aber nach dem Verschwinden Paulas eine brisante Wendung. Paule ist angeblich mit ihrem Freund Thomas Langer nach Kroatien auf Urlaub gefahren. Dort sind dann beide nicht aufzufinden. Unversehens gerät Paul Peck in einen Strudel von Intrigen als er von Paulas Bruder Ralf mit der Suche nach seiner vermissten Schwester beauftragt wird.
Die Ereignisse überschlagen sich. Pauls Lebensgefährtin Sophia erinnert ihn immer wieder an das erste Gebot der Ermittler: „Cui bono?“

Meine Meinung:

Dies ist mein erster Krimi aus dieser Reihe. Doch die Vorgänger werde ich noch alle „nachlesen“. - Versprochen!
Max Oban ist ein fesselndes Verwirrspiel gelungen. Der Autor legt manche heiße Spur, die recht bald erkaltet. Allerdings bin ich dem „Cui bono?“ gefolgt und habe bald den richtigen Riecher zum Täter gehabt. Das stört aber nicht weiter, denn
Herauszufinden, wie ein Ermittler die Sache angeht, ist fesselnd genug. Dass Paul dabei dem Auge des Gesetzes in die Quere kommt, ist unvermeidlich.

Der Schreibstil ist ansprechend. Die Charaktere haben ihre Ecken und Kanten. Das Setting in Salzburg ist stimmig.

Fazit:

Ein fesselnder Krimi, dem ich gerne 4 Sterne gebe.

Veröffentlicht am 06.11.2018

EIn humorvoller Ratgeber

Fake it
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Hanna Dietz spricht mit diesem Buch vor allem Frauen an, die sich oftmals unter ihrem Wert „verkaufen“, weil sie Schwächen oder vermeintliche Unzulänglichkeiten vorab bekannt geben.
Diese Haltung trifft ...

Hanna Dietz spricht mit diesem Buch vor allem Frauen an, die sich oftmals unter ihrem Wert „verkaufen“, weil sie Schwächen oder vermeintliche Unzulänglichkeiten vorab bekannt geben.
Diese Haltung trifft man sowohl im Beruf, in der Familie oder im Umgang mit Freunden an.

Frauen sind oft auf Harmonie bedacht – allerdings nicht auf ihre eigene, sondern auf die von anderen.

Die Autorin gibt wertvolle Tipps, die gut zu befolgen sind.

Meine Meinung:

Dies ist mein erstes Buch von Hanna Dietz. Zu Beginn musste ich mich erst ein wenig einlesen. Den Titel „Fake it!“ habe ich anfangs ein wenig unpassend bzw. reißerisch gefunden, verbinde ich das doch immer mit einer bestimmten Person. Je länger ich das Buch gelesen habe, desto besser ist die Intension der Autorin herausgekommen: „Augen zu und durch“ (auch wenn der Geschirrspüler nicht 100% so toll eingeräumt ist), sage deine Meinung (höflich und bestimmt) aber eindeutig. Achte auf deine Körpersprache! Gib deinem Gegenüber keinen Spielraum, sich in Ausflüchte zu retten.

Klappe das „Appell-Ohr“ zu – Frauen neigen dazu, sich für alles und jedes verantwortlich zu fühlen. Nein, diesmal ist Frau MüllerMeierHuber mit dem Protokollschreiben im Elternverein der Schule dran.

Für diejenigen, die sich gerne in dieses Thema vertiefen wollen, empfehle ich das „4-Ohren-Modell“ (Friedemann Schulz von Thun) nachzuschlagen. Vieles, was Hanna Dietz humorvoll und zu Recht ein wenig überzeichnet darstellt, ist dort aus Sicht der Psychologen nachzulesen.

Was spricht dagegen, den einen oder anderen Tipp auszuprobieren? Eben - NICHTS! Einfach tun!

Fazit:

Ein witziges Buch nicht nur für graue Novembertage. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

Veröffentlicht am 06.11.2018

Ein empfehlenswertes Sachbuch

Kinderwunsch und Lebensplan
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In den letzten Jahren nimmt die Anzahl der Kinder pro Familie immer weiter ab. Statistisch gesehen bekommen wir Österreicherinnen nur mehr 1,5 Kinder.

Warum ist das so?

Viele Paare verschieben ihren ...

In den letzten Jahren nimmt die Anzahl der Kinder pro Familie immer weiter ab. Statistisch gesehen bekommen wir Österreicherinnen nur mehr 1,5 Kinder.

Warum ist das so?

Viele Paare verschieben ihren Kinderwunsch nach hinten. Zuerst will die Ausbildung beendet, das Leben genossen und/oder ein bestimmter finanzieller Polster erreicht werden. Oftmals geraten die Eltern in spe dadurch in eine Stresssituation, in der sich die gewünschte Schwangerschaft nicht einstellen will.
Vor allem Frauen hören die biologische Uhr laut ticken.
Dass die Fertilität bei Frauen schon ab 30 abnehmen kann, ist eine Laune der Natur, die sich leider nicht wirklich beeinflussen lässt. Die Qualität der Spermien nimmt ebenfalls ab, allerdings erst ein wenig später.
Aber, so glaubt ein Teil der Paare – es gibt ja die IVF-Methode, die ausgereift ist und ihnen Nachwuchs bis ins hohe Alter beschert. Oder doch nicht?

Dr. Wilfried Feichtinger, international renommierter Reproduktionsmediziner, und die österreichische Wissenschaftsjournalistin Eva Stanzl haben gemeinsam dieses Buch herausgegeben, in dem sie nun viele Aspekte des Kinderwunsches erläutern. Allerdings wird nicht verschwiegen, dass der künstlichen Befruchtung Grenzen gesetzt sind, und warum.

Meine Meinung:

Ein sehr einfühlsam und gut recherchiertes Sachbuch. Zu Beginn kommen Frauen und Männer zum Thema Kinderwunsch zu Wort. Einige der Interviewten haben schon Kinder andere (noch) nicht.
Sehr deutlich werden die Chancen und Risken der künstlichen Befruchtung aufgezeigt. Die gesetzlichen Grundlagen in Österreich und anderen Ländern werden genauso angesprochen wie ethische Fragen – Stichwort „Designerbabys“.

Fazit:

Die IVF kann kein Ersatz für eine rechtzeitige Familienplanung sein, aber Unterstützung für alle jene, die ihrer bedürfen. Gerne gebe ich für dieses aufschlussreiche Buch 5 Sterne.