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Venatrix

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.04.2024

Die Stadts Salzburg mit KInderaugen sehen und erleben

Salzburg für Kinder
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Dieser illustrierte Stadtführer für Kinder zwischen 6 und 99 Jahren hat mich begeistert!

Da ist zunächst die Aufmachung: Coole lllustrationen, die zum Ausmalen anregen, hat Jill Goritschnig gestaltet. ...

Dieser illustrierte Stadtführer für Kinder zwischen 6 und 99 Jahren hat mich begeistert!

Da ist zunächst die Aufmachung: Coole lllustrationen, die zum Ausmalen anregen, hat Jill Goritschnig gestaltet. Die informativen Texte, die Sandra Klammer geschrieben hat, machen Lust, das eine oder andere im Buch enthaltene Rätsel direkt vor Ort zu lösen.

In elf Kapiteln wird den kleinen und großen Lesern die Landeshauptstadt des gleichnamigen Bundeslandes und ihre Geschichte vorgestellt.

Sehr gut gefällt mir, dass auch andere Berühmtheiten aus Salzburg vorgestellt werden (siehe S. 157 ff). Denn die Stadt hat mehr zu bieten als die Familie Mozart.

Paracelsus (1493-1541)
Christian Doppler (1803-1853)
Hans Makart (1840-1884)
Irma von Troll-Borostyáni (1847-1912)
Rosa Kerschbaumer-Putjata (1851-1923)
Stefan Zweig (1881-1942)
Grete Weiskopf (1905-1966)
Hans Holztrattner (1939-2013)

Weshalb diese Personen berühmt waren, müsst ihr selbst herausfinden.

Dieser tolle Stadtführer ist eine Mischung aus Geschichts- und Malbuch. Zahlreiche weiterführende Tipps regen an, sich in der Stadt an der Salzach weiter umzusehen, vielleicht den Rupertikirtag zu besuchen oder einen der angegebenen Ausflüge zu unternehmen. Hier ist für jede und jeden etwas dabei. Denn, langweilig wird einem in der Mozartstadt nie!

Wer Lust auf etwas Süßes hat, findet im Café Tomaselli oder in der Konditorei Fürst die eine oder ander Torte (Aber, das ist mein ganz persönlicher Tipp!).

Das Buch ist ein ideales Geschenk zum Vorlesen und selber lesen.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem toll illustrierten und informativen Stadtführer für jung und alt 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 01.04.2024

Eine Hommage an das Wasser

Die Gaben des Wassers
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Mit ihren Gedanken zum Wasser in all seinen Erscheinungsformen wie Nebel, Tau, Regen, Schnee, Eis, schlammiger Pfütze, Moor, See, Bach, Fluss, Strom oder dem Ozean zollt sie ihm ihre Bewunderung.

Das ...

Mit ihren Gedanken zum Wasser in all seinen Erscheinungsformen wie Nebel, Tau, Regen, Schnee, Eis, schlammiger Pfütze, Moor, See, Bach, Fluss, Strom oder dem Ozean zollt sie ihm ihre Bewunderung.

Das Wasser ist unsere Lebensgrundlage, das es zu behüten gilt. Wir Menschen sind Teil des Kreislauf, bestehen wir Erwachsene doch zu 70 Prozent Wasser (Neugeborene zu rund 95%).

In ihrer Hommage an lebendiges und stilles Wasser betrachtet Autorin Karin Hochegger vor allem die unterschiedlichen Süßgewässer und erzählt aus ihrem reichen Schatz aus ökologischem und kulturgeschichtlichem Wissen.

Wasser - Bedingung des Lebens
Quelle und Ursprung
Rinnsal, Bach und Wasserfall - Aqua viva
Jeder Fluss ist eine Reise
Von kleinsten Gewässern, Tauperlen und Wassertröpfchen - dem Marginalen Bedeutung schenken
Stille Wasser - Tümpel, Teich und Weiher
Königin See
Aus dem Wasser wächst das Moor
Die Begabungen des Wassers

Die Autorin bringt uns die vielen Begabungen des Wasser in einer fast schon poetisch anmutenden Weise näher. Zahlreiche eindrucksvolle Fotos sowie eine lange Liste weiterführender Literatur runden diese Hommage an das Wasser ab.

Das Buch ist, wie könnte es anders sein - am 22 März, dem Tag des Wassers - im Verlag Anton Pustet in gediegener Ausführung, als Hardcover mit Lesebändchen, erschienen. Es eignet sich perfekt als Geschenk für Menschen, die sich gerne am Wasser aufhalten, das kühle Nass schätzen und ihm seine Ehrerbietung darbringen.

Fazit:

Gerne gebe ich dieser Hommage an das Wasser 5 Sterne.

Veröffentlicht am 01.04.2024

Macht Lust auf Schusters Rappen Burgen, Schlösser & Ruinen im Mühlviertel zu erwandern

Burgen, Schlösser und Ruinen
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Autorin Nina Stögmüller und Fotograf Robert Versic nehmen uns in diesem Buch auf 25 Wanderungen in das oberösterreichische Mühlviertel mit. Der Fokus der Wanderungen liegt auf Burgen, Schlössern und Ruinen. ...

Autorin Nina Stögmüller und Fotograf Robert Versic nehmen uns in diesem Buch auf 25 Wanderungen in das oberösterreichische Mühlviertel mit. Der Fokus der Wanderungen liegt auf Burgen, Schlössern und Ruinen. Einige sind davon bewohnt und repräsentativ, andere haben ihre beste Zeit leider schon hinter sich und wieder andere sind dem Zahn der Zeit anheim gefallen.

Um die Orientierung zu erleichtern, sind die 25 Routen in vier Gebiete, die den politischen Bezirken entsprechen eingeteilt:

Bezirk Freistadt
Bezirk Perg
Bezirk Rohrbach
Bezirk Urfahr

Es gibt natürlich noch viel mehr Burgen, Schlössern und Ruinen zu sehen, und die Auswahl für dieses Buch ist dem Duo dem Vernehmen nach schwer gefallen.

Nehmen wir uns die Zeit, die 25 Burgen, Schlössern und Ruinen zu erwandern. Zur Einstimmung gibt es örtlich Sagen und Hintergrundinformationen zu lesen.

Wie in allen ihren Wanderführern weist Nina Stögmüller auf die richtige Ausrüstung und eine sorgfältige Tourenplanung hin. Ihr Beitrag ist die genaue Vorstellung der einzelnen Wanderung, die neben Charakter, Wegbeschreibung, einen Kartenausschnitt und gleich zu Beginn eine Art „Steckbrief“ enthält. Zahlreiche Fotos, die Lust machen, die Wanderschuhe zu schnüren und den Rucksack zu packen, sowie ein Glossar der Burgen, Schlösser und Ruinen vervollständigen diesen Wanderführer.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem tollen Wanderführer, der Lust macht, die eine oder andere Burg zu besuchen, 5 Sterne.

Veröffentlicht am 28.03.2024

Hat mich enttäuscht

Die Entflammten
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Ich habe in diesem Buch einen historischen Roman à la „Frau Einstein“ von Marie Benedict erwartet. Doch leider ist dieser Roman hinter meinen Erwartungen sehr weit zurück geblieben.

Die Idee, die Geschichte ...

Ich habe in diesem Buch einen historischen Roman à la „Frau Einstein“ von Marie Benedict erwartet. Doch leider ist dieser Roman hinter meinen Erwartungen sehr weit zurück geblieben.

Die Idee, die Geschichte von Johanna van Gogh-Bonger, der Ehefrau von Theo van Gogh zu erzählen, hat mir recht gut gefallen. Immerhin hat sie nach dem tragischen Tod ihres Mannes Theo sowie dem Selbstmord von Vincent, die sie mit einem Baby ohne Einkommen zurückgelassen haben, Vincents Bilder verkaufen und damit seinen Weltruhm begründen können.

Parallel dazu wird die Geschichte der jungen Kunsthistorikerin Gina erzählt, die hundert Jahre später auf Johanna „Jo“ van Gogh-Bonger stößt und eine Arbeit über sie schreibt. Während der Recherche entdeckt sie gewisse Ähnlichkeiten zwischen Vincent van Gogh und ihrem Vater und muss sich ihrer eigenen Familiengeschichte stellen.

Meine Meinung:

Vincent van Gogh ist den meisten durch seine Sonnenblumen, seinen Alkoholkonsum, dem abgeschnittenen Ohr und letztlich seinem Selbstmord bekannt. Hier werden noch zahlreiche Details aus seinem Leben erzählt, wie zum Beispiel seine mangelnde Körperhygiene und ähnliches, was ihn mir nicht wirklich sympathisch macht.

Nach einer sehr langen Verlobungszeit heiraten Jo und Theo, doch bald wird der jungen Ehefrau klar, dass sie eigentlich zwei Männer geheiratet hat. Theos inniges Verhältnis zu Bruder Vincent lässt wenig Spielraum. Diese Zeit vor der Hochzeit wird sehr ausführlich beschrieben, während die Witwenzeit doch eher kurz abgefasst wird. Wird Jo zunächst als ungewöhnlich kultivierte Frau beschrieben, so wird sie uns später als herrische und harte Person präsentiert. Wahrscheinlich muss sie das als Verwalterin von Vincents Gemälden sein, doch dem Leser bleibt die Entwicklung dorthin leider verborgen.

Auch der zweite Handlungsstrang leidet an einem Ungleichgewicht von Ginas Kindheit und ihrem Erwachsenenleben. Die eigenartige Beziehung zu ihrem Vater, einem erfolglosen Schriftsteller, ist recht langatmig beschrieben und hat mich nicht berührt sondern gelangweilt.

Leider bin ich von diesem Buch ziemlich enttäuscht. Die Idee, die Biografie von Johanna van Gogh-Bonger in die Arbeit einer Kunsthistorikerin einzubetten, hat mir gut gefallen, die Umsetzung und vor allem der Handlungsstrang rund um Gina so gar nicht.

Mich konnte dieser Roman nicht entflammen. Der Maler Vincent van Gogh steht auf meiner „nice-to-see“-Liste der Maler ohnehin weit unten, der Mensch Vincent ist mir entfernter denn je.

Fazit:

Leider eine Enttäuschung, die ich nur mit zwei Sternen bewerten kann.

Veröffentlicht am 28.03.2024

Eine gelungene Fortsetzung

Glück in Bad Ischl
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Chefinspektor Martin Glück flüchtet vor dem Glück, seiner Jugendliebe Rosemarie bei den Hochzeitsvorbereitungen helfen zu müssen. Für beide ist es die zweite Ehe und dennoch sieht er dieser Wiederholung ...

Chefinspektor Martin Glück flüchtet vor dem Glück, seiner Jugendliebe Rosemarie bei den Hochzeitsvorbereitungen helfen zu müssen. Für beide ist es die zweite Ehe und dennoch sieht er dieser Wiederholung mit gemischten Gefühlen entgegen. Da kommt ihm der drängende Wunsch seiner alten Kärntner Freundin Romana, nach Bad Ischl zu reisen, um sich der Drohbriefe, die Mike Hansen, ihr Ex-Lover erhält, der nun mit einer reichen Erbin verheiratet ist und in Ischl ein Hotel führt, anzunehmen, gerade recht. Martin Glück findet die Ausrede elegant, ja beinahe grenzgenial, und überlässt das Feld der Hochzeitsvorbereitungen seiner Braut und seiner Mutter.

Nach einer nicht ganz unkomplizierten Fahrt in einem E-Auto in Bad Ischl angekommen, geht er es einmal ruhig an und hängt seinen eigenen Gedanken nach, genießt den berühmten Zauner-Stollen in der gleichnamigen Konditorei. Wenig später gibt es die erste Leiche. Mozart liegt tot im Garten. Glück stochert zunächst inkognito ein wenig herum und hört sich bei Petra, Elisabeths Freundin um.

Das Hotelier-Ehepaar hat mit dem üblichen Sisi-und-Franzl-Gedöns, pardon mit der k.und k.Tradition, wenig am Hut und daher ein Stress mit den Obmännern der Traditionsvereine. Und dass Mike die „Metallica“ für ein Konzert als modernen Beitrag für das Jahr der Kulturhauptstadt vorschlägt, sorgt für Aufruhr. Dass Mike kein Guter ist, erfahren die Leser vor Martin Glück, der allerdings deutlich sieht, wie es sein kann, wenn die Ehefrau vermögend und der Ehemann ein armer Schlucker ist. Ob ihm mit Rosie ähnliches blüht?

Noch während er noch über den Sinn der Ehe nachdenkt, trifft die Nachricht ein, dass Elisabeth Hansen bei einem Autounfall tödlich verunglückt ist.

Jedenfalls hört Martin Glück genau hin, als die vor kurzem in Ischl angekommene Romana über Mikes Kindheit und ihre gemeinsame Vergangenheit erzählt. Als sich herausstellt, dass die Bremsen von Mikes Auto manipuliert worden sind und daher ein Mord vorliegt, ersucht die örtliche Polizei Martin, sie zu unterstützen, zumal gerade ein tödlicher Bergunfall gemeldet wird. Doch, dass Martin ermitteln soll, stößt nicht unbedingt auf Gegenliebe bei den Ischlern:

„Ich mag keine Wiener. Ich mag keine Polizisten. Und Wiener Polizisten mag ich schon gar nicht.“

Sollte wirklich Elisabeth sterben, oder hat der Anschlag eher Mike gegolten? Immerhin wird er ein paar Tage später am Golfplatz von einer Drohen attackiert. Aber, ist es wirklich so einfach?

Meine Meinung:

Dieser siebente Krimi mit Chefinspektor Martin Glück wirkt ein wenig nachdenklich, fast schon melancholisch auf mich. Es ist keine Kleinigkeit, Ehemann einer steinreichen Witwe nach einem russischen Oligarchen zu werden. Prinzgemahl sozusagen, ein ähnliches Schicksal wie Prinz Philipp, der immer zwei Schritte hinter seiner Lilibeth, pardon Queen Elizabeth, hinterher dackeln musste. Seinen Beruf müsste er auch aufgeben, will er das? Kein leichte Entscheidung, doch die ist nun wieder einmal ein bisschen hinausgeschoben.

Mir gefallen die leisen Töne, die das Autorinnen-Duo anschlägt, dennoch ist auch dieser Krimi spannend. Das komplizierte Geflecht der Beziehungen in einer Kleinstadt, in der man sich ständig über den Weg läuft, mitunter verwandt, verschwägert oder sonst irgendwie verbandelt ist, bietet eine interessante Kulisse.

Wie wir es von den Autorinnen schon kennen, sind einfache Auflösungen ihre Sache nicht. Und so kommt es doch anders, als vermutet.

Fazit:

Auch der siebente Krimi mit Chefinspektor Martin Glück hat mir gut gefallen, weshalb er 5 Sterne von mir erhält.